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L I V E

 

MellowJet LIVE

wellenvorm, BatteryDead & moonbooter LIVE

25. November 2017  19:30

Planetarium Münster

 

 

 

MellowJet LIVE

wellenvorm - electronic landscapes

27. Oktober 2017 20:00

Nazarethkirche in München

 

 

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Bewertungen



Rachels Memory - Understated Drama

25.02.2017
MusikZirkus M.
Auf dem MellowJet Records Label kommt im Frühjahr 2012 das Debütalbum der Formation Rachel’s Memory auf den Markt. Das ungewöhnlichste daran ist, dass das Label, das bisher auf Elektronikmusik spezialisiert war, eine Platte veröffentlicht, die mehr in der Popmusik verhaftet ist. Auf der anderen Seite zeigt dies aber auch, wie nah viele musikalische Stilrichtungen miteinander verknüpft sind.




Rachel’s Memory ist ein Bandprojekt bestehend aus Antje Auer (Gesang, Violine), Andreas Hack (analoge und digitale Instrumente), Jürgen Rennecke (Bass) und Christian Hack (Flöte).

Die Musik auf „Understated Drama“ zeigt sich im Gewand von atmosphärischer Popmusik. Beeinflusst wurden Rachel’s Memory dabei von bekannten Größen der Elektronikmusik, die sie aber im Booklet nicht näher benennen. Wunderbare Melodien paaren sich mit ausgefeilten Rhythmussequenzen und harmonischen Synthieläufen, auf denen dann Antje ihren eindringlichen Gesang legt. Schon im Opener „I, Herself“, der schnell ins Ohr geht, kommen bei mir Erinnerungen an atmosphärische Songs von Bands wie Propaganda oder Schiller in den Sinn.

„Lost Days“ ist ein eindringlicher Song, bei dem über weite Teile Piano und Drumcomputing die wunderbare Stimme von Antje unterstützen. Hier kann man schon mal eine Gänsehaut bekommen. Auch das folgende „Severed“ hat Ohrwurmqualitäten und kann mit einem tanzbaren Beat aufwarten. „Choice“ ist so ein Song, in den man sich einfach hineinfallen lassen kann. Antjes Stimme wird hier gedoppelt, so dass sie quasi mit sich selbst ein Duett singt. Das geht einfach nur unter die Haut - auch durch die Sehnsucht vermittelnde Violine. Auch die anderen Stücke halten die hohe Qualität. Das ist für mich Atmo-Pop vom Feinsten. Ein tolles Debüt.

„Understated Drama“ ist alles andere als eine verkopfte oder düstere Angelegenheit. Rachel’s Memory bieten herrliche, melodiöse Popmusik, die teilweise unter die Haut geht. Ich finde es sehr gut, dass MellowJet diesem neuen Projekt die Plattform für ihre Musik gegeben hat. Das klingt auf dem Debüt schon sehr ausgereift und hat trotzdem noch jede Menge Potenzial. Hier könnte eine Band entstanden sein, die noch von sich reden macht. Ein tolles Album für Freunde der Popmusik genauso wie für Elektronik- oder Rockfreunde.

Stephan Schelle, März 2012...


Faber - Universal Flow

25.02.2017
MusikZirkus M.
Faber ist das Pseudonym des deutschen Musikers Ronald Schmidt. Nach „Spacefish“ und „Spaceseed“ ist es die dritte Begegnung mit ihm. Im Frühjahr 2012 kam bei MellowJet Records sein neuestes Werk unter dem Titel „Universal Flow“ als CDR heraus. Es ist das mittlerweile sechste Werk, das er als Faber auf den Markt bringt.





Acht Stücke mit Laufzeiten zwischen 4:37 und 7:13 Minuten Spielzeit finden sich auf dem Silberling. Los geht es mit dem etwas mehr als sechsminütigen Titelstück. Das erste was auffällt sind ungewöhnliche Sounds auf denen sich dann aber wunderbare Harmonien ausbreiten. Auch der Rhythmus ist sehr akzentuiert und strukturiert angelegt. Das gefällt mir ausgesprochen gut. Nach gut anderthalb Minuten kommt dann eine Melodie hinzu die dem Ganzen eine eigenwillige Note verleiht. Das ist mal ein Sound der schon bekannte Klänge mit wirklich Neuem verbindet. Ich kann die eigenartige Stimmung, die Faber damit erzeugt, gar nicht recht beschreiben, auf jeden Fall lässt er aber ein sehr gutes Gefühl zurück.

Es folgt „Spacestation One“, das zunächst nicht sphärisch, sondern recht rhythmisch beginnt. Dann fügt Faber ungewöhnliche Sounds hinzu, die etwas bedrohend oder mystisch, aber auch erhaben klingen. Ich kann mir gut vorstellen wie eine Raumkapsel zu dieser Musik auf eine Raumstation zuschwebt. Nach einiger Zeit kommen Synthiechöre hinzu und lassen das Bild ein bisschen heller erscheinen.

„Ten Thousand Lightyears“ kommt mit einem schönen Rhythmus und einer wunderbaren Synthiemelodie daher. Das klingt vertraut und die Sounds schmeicheln sich förmlich im Gehörgang ein. Im weiteren Verlauf kommt auch noch Gesang hinzu der mit Vocoder verfremdet wird. Jetzt habe ich so ein bisschen das Gefühl einer sanften, langsamen Andy Pickford Nummer zu lauschen.

Der Beginn von „Wind Of Times“ wird zunächst von synthetischen Windgeräuschen bestimmt. Dann kommt aber aus diesem Klangnebel eine zerbrechliche Melodie bzw. ein Sound, der das ganze recht lieblich (nicht kitschig) klingen lässt. Ein wunderbarer Titel, der zur Entspannung geeignet ist. Hier kann man die wahrlich die Seele baumeln lassen.

Auch wenn Faber es in einer anderen Klangart spielt, so erinnert der Anfang von „Caravan Of Dreams“ doch eine klein wenig an Kraftwerks „Autobahn“. Und doch hört sich die Musik völlig anders an. Faber hat eine sehr schöne Melodie in dieses Stück integriert. Das geht sofort ins Ohr. Eine Spur Ron Boots klingt dann aus dem nächsten Stück „Nomans Return“, das durch einen herrlichen Rhythmus, auf dem sich einfühlsame Harmonien breit machen, bestimmt wird. Auch eine Art Akustikgitarre mischt sich in dieses Getümmel und verfeinert den Track. Wenn der pfeifende Sound einsetzt, dann kratzt Faber aber haarscharf am Kitsch vorbei. Ansonsten gefällt mir der Track aber sehr gut.

Sehr verspielt und auf Stimmungen ausgelegt ist „Terra Antigua“. Auch kommen in diesem Stück einige Sounds hoch, die recht asiatisch (chinesisch oder japanisch) klingen. Die Melodie im asiatischen Touch steht im krassen Gegensatz zum vertrackten Rhythmus, der im Hintergrund seine Arbeit verrichtet. Ein tolles Klangerlebnis. Den Abschluss bildet dann „Stairway To The Stars“, ein sehr melodiöser Track, der romantisch in den Nachthimmel weist.

Mit „Universal Flow“ ist Faber aka Ronald Schmidt ein sehr schönes Elektronikalbum gelungen. Vor allem die frischen Sounds sind es, die mich begeistert haben. Daneben hat Ronald aber auch Wert auf melodische Tracks gelegt, was die CD sehr eingängig macht. Ein Album das ich empfehlen kann.

Stephan Schelle, Mai 2012...


Harad Nies - Cableworld

25.02.2017
MusikZirkus M.
Nach dem letztjährigen Album „Torodial Sequences“, bei dem sich Harald Nies mit Planetenklängen beschäftigte und das sehr ruhig ausgefallen ist, zeigt er auf „Cableworld“, seinem mittlerweile neunten Album, wieder eine andere Seite seines musikalischen Oeuvres. Harald bietet in seinen Stücken eine Mixtur aus herrlichen Sequenzer- und Synthiesounds mit dem atmosphärischen Spiel auf seiner Gitarre.





Die neun Stücke haben Laufzeiten zwischen 4:22 und 11:51 Minuten. Mit dem kürzesten Stück „Opening“ führt uns Harald recht sphärisch in das Album ein. Man hat das Gefühl als würde man bei der Musik durch den Raum schweben. Nach anderthalb Minuten kommen dann etwas dunklere Töne hinzu, die aber nicht bedrohlich wirken. Einige Momente später wechselt die Stimmung und hypnotische Sequenzen halten Einzug. Nahtlos geht es in den nächsten Track „Smooth Traffic“ hinüber, der jetzt einen tollen Rhythmus und eine eingängige Melodielinie zum bisherigen Sound addiert. Das klingt einfach nur gut. Immer weiter entwickelt sich das Stück, in dem weitere klangliche Komponenten hinzugefügt, andere wiederum weggelassen werden. So ist die Musik im ständigen Fluss, in dem man sich treiben lassen kann.

Es folgt „Riding On Light Waves“. Dieser Track hat einiges vom Sound der „Berliner Schule“ und doch ist er anders. Flächen, Sequenzer, Schlagzeugrhythmus und tolle Melodielinien gehen hier eine perfekte Verbindung ein.

Perlende Synthies starten in „Absorption“, den längsten Track des Albums. Nach gut anderthalb Minuten startet der Sequenzer und die dann einsetzenden Flächen und Harmonien schieben sich direkt unter die Haut. Wenige Momente später fügt Harald noch einen stampfenden Beat hinzu. Die Melodielinie, die er in einem Orgelsound spielt, scheint im krassen Gegensatz zu den Rhythmen zu stehen und passt vielleicht gerade daher so gut dazu. Im zweiten Teil kommt dann auch Haralds atmosphärisches Gitarrenspiel endlich zum Einsatz. Nicht zu rockig für den Elektronikfreund und doch mit genug Gefühl und Dynamik um zum Rockbereich hinüber zu schielen.

Bei dem etwas mehr als zehnminütigen „Celebration Of E“ bin ich mir nicht ganz sicher, was ich davon halten soll, da hier einige Tonfolgen stoisch beibehalten bzw. wiederholt werden, ohne das es eine Abwechslung gibt. Das ist mir eine Spur zu eintönig. Es ist aber auch der einzige Kritikpunkt an dem Werk.

Mit einem mystischen Rhythmus startet „Lord Of Technologie Part 1“. Auch die einsetzenden Synthies unterstützen diese mystische Stimmung, setzten aber schöne Harmoniebögen darauf. Nahtlos geht es dann in „Part 2“ über. Auch dieses Stück kommt recht mystisch aus den Boxen, übernimmt aber weder Rhythmus noch Melodik des ersten Parts. Ein langsam dahin trabender Track, bei dem am Ende Harald noch einmal mit rockigen Riffs seine Gitarre einsetzt.

Das fast zehnminütige „Copper And Sand“ ist eine verträumte Elektroniknummer. Die wunderbaren Melodielinien werden im Mittelteil von einigen Gitarrensoli unterbrochen, was dem Stück aber eine gewisse Spannung beschert. Den Abschluss bildet dann „Future Connexion“. Hier kommen die Sequenzer wieder zu ihrem Einsatz. Mit einer wunderbaren Melodie, die auch wieder an die „Berliner Schule“, insbesondere an Tangerine Dream erinnert, beschließt Harald dann sein neues Album. Allerdings kommt auch hier wieder sehr schön seine sphärisch, mit rockigen Untertönen bestückte E-Gitarre zum Einsatz.

Mit „Cableworld“ hat Harald Nies wieder ein wunderbares Album der Elektronikszene geschenkt. Die CD ist durchzogen von eingängigen, wunderbaren Melodielinien. Bernd „Moonbooter“ Scholl hält das Album laut Angaben auf seiner Labelseite für „einen echten Geheimtipp“. Da kann ich ihm nur zustimmen. Wer auf melodiöse Elektronikmusik steht, der bekommt hier ein klasse Album. Sehr empfehlenswert.

Stephan Schelle, Mai 2012...


moonbooter - Cosmophonica

25.02.2017
MusikZirkus M.
Am 15.09.2012 trat der in der Eiffel wohnende Elektronikmusiker Bernd Scholl aka Moonbooter im Bochumer Planetarium auf und präsentierte sein neuestes Album live, das den Titel „Cosmophonica“ trägt. Im Planetarium zeigten die Stücke eine sehr starke Wirkung zusammen mit den herrlichen Großanimationen, die unter der Kuppeldecke projiziert wurden. Nun muss sich zeigen, ob die Tracks auch ohne die visuelle Unterstützung funktionieren. Neben der normalen Audio CDR erscheint das Album auch noch als DVD im 5.1 DTS-Format.





Auf seinem neuesten Album fragt sich Moonbooter, was geschehen wird, wenn in Billionen von Jahren keine leuchtenden Sterne mehr am Himmel zu sehen sind und unser Universum ein dunkler, fader und kalter Ort geworden ist. Lange Zeit davor saugen Schwarze Löcher die letzte Materie auf und Galaxien driften ziellos im Weltall davon. Was wird dann passieren, in einer Zeit dunkler Einsamkeit? Wird alles mit einem großen Riss oder einem großen Knirschen enden, oder wird alles verbunden und es entsteht vielleicht etwas Neues? Das Ganze hat Moonbooter in 14 Klangbilder, die von seiner typischen rhythmischen und melodischen Musik durchzogen sind, dargestellt.

Wie bei einem Konzeptwerk lässt Moonbooter die meisten Stücke nahtlos ineinander übergehen, so dass ein zusammenhängender Bezug der einzelnen Stücke entsteht. Los geht es mit dem Track „Introducing ...“, das eine Art Intro darstellt. Hier bereitet Bernd den Boden für sein Album, auf das er mit diesem Intro sehr stimmungsvoll einleitet. Dieser Opener wirkt symphonisch, wie ein Soundtrack, der langsam auf ein Ziel hinsteuert. Der am Ende aufkommende pumpende, tackernde Beat stellt dann auch die Grundlage für den zweiten Track „(The) Epic Moments“ dar. Zunächst auf dem Rhythmus aufbauend schält sich nach etwa 45 Sekunden eine Melodielinie heraus, die typisch für Moonbooter’s Musik ist. Schnell ist der Hörer in seinem Musikkosmos gefangen.

Es folgt das zehnminütige Titelstück, bei dem Bernd eine traumhafte Melodie an den Anfang gestellt hat. Erhaben und symphonisch ist dieser Beginn gehalten, bei dem man förmlich davonschwebt. Nach gut drei Minuten werden die Pianomotive von einem fetten, akzentuierten Rhythmus, der sich zunächst noch im Hintergrund bewegt, unterstützt. Nach einer weiteren Minute schmeißt Bernd dann den Sequenzer an und der Track stampft, wie eine Lok voran. Ab Minute sieben hat wieder die Pianomelodie das Sagen und der verträumte Part vom Anfang steht wieder im Vordergrund.

Bei „Last Exit To Eternity“ kommt durch die Instrumentierung zunächst ein etwas asiatisches Flair auf, das recht sehnsuchtsvoll ins Ohr geht. Sobald aber nach gut einer Minute eine sehr schöne Sequenzerrhythmik einsetzt, ändert sich das Bild. Bei mir werden Assoziationen wach, die eine Mischung aus Tangerine Dream und Schiller hervorrufen. Und doch braut Moonbooter hier sein ganz eigenes Süppchen, das sehr wohlschmeckend aus den Boxen kommt. Dabei hat er dröhnende Sounds in den Track eingebaut, die ihm ein gewisses Volumen verleihen.

Zum Vocoder greift Bernd dann im Stück „Like Angels“. Den Text kann man aufgrund der Verfremdung nicht wirklich verstehen, das ist aber auch gar nicht so wichtig, denn der Track geht mit seinem frischen und schnellen Rhythmus gut ins Ohr. Nach diesem schnellen Stück geht es in „Interstellar Sunset“ zunächst wieder sehr schwebend zur Sache. Hier gefällt mir aber der punktuelle Rhythmus sehr gut (erinnert mich eine Spur an Ron Boots). Im Verlauf des Stückes nimmt dieser immer mehr an Dynamik zu, behält aber zwischendurch eine gewisse Trägheit, die ihm etwas spaciges verleiht.

„Good Bye Elements“ ist eine typische Moonbooter-Nummer, was Rhythmik und Melodik angeht. Beim vierminütigen „Nothing Is Infinite“ hat Bernd einen punktuell gesetzten Rhythmus platziert. Darauf sind zunächst abwartende Harmoniefolgen gelegt. Es klingt so, als würde noch etwas kommen, das beginnt dann aber erst nach zweieinhalb Minuten, wenn die Melodiemuster eine eingängige, schnelle Form annehmen. Mit einem rockigen Rhythmus ist „Desire Is Irrelevat“ versehen, der von einigen monotonen Harmoniefolgen unterbrochen wird. Stoisch aber hypnotisch marschiert dieser Track voran. Das hat was von Elektro/Wave und weist einen eingestreuten, düsteren Sprechgesang auf.

Mit Steeldrum ähnlichen Klängen wartet dann „Struggle Beyond Afterlife“ auf, das dadurch eine ganz eigene Note bekommt. Darunter legt Bernd nach einigen Momenten einige Synthieflächen, was sehr mystisch und spacig klingt. Auch die restlichen Titel, von denen noch „Multiverse“ Ohrwurmcharakter aufweist, halten den hohen Standard. Der letzte Track „Death Of The Last Star“ endet mit einer traurigen Kinderstimme die sagt: „Papa guck mal, am Himmel sind gar keine Sterne mehr.“

Auch das neueste Werk von Moonbooter hält dem hohen Qualitätsanspruch stand, den auch schon seine bisherigen CDs aufwiesen. Bernd Scholl schafft es immer wieder mitreißende Melodien mit knackigen Rhythmen zu v...


Wellenfeld - Endless Summer (EP)

25.02.2017
MusikZirkus M.
Das Duo Wellenfeld, das sind Andreas Braun und Detlef Dominiczak, hatte thematisch auf ihren bisherigen sechs Alben immer den Weltraum im Fokus. Titel und Cover des in 2012 erschienenen siebten Albums gehen da in eine ganz andere Richtung. „Endless Summer“ heißt das als CDR bei MellowJet Records herausgekommene Album. Wer möchte nicht einen endlos andauernden Sommer, bei mir rennen die beiden mit diesem Titel jedenfalls offene Türen ein.





Das Cover zeigt eine Poollandschaft an einem Hotel, was schon mal auf mediterranes Feeling hoffen lässt. Und in der Tat beginnen Wellenfeld mit dem Opener „Chilling“ luftig und locker. Nachdem das Geräusch eines startenden Jets den Boden für den musikalischen Urlaubstrip bereitet, legen die beiden Mit Akustikgitarren-Klängen und Keyboardsounds los. Das Ganze ist wahrlich entspannt und verbreitet sofort sommerliches Gefühl. Nach wenigen Momenten bin ich gedanklich an einer Strandbar und genieße einen wunderbaren Drink, während ich in die untergehende Sonne blicke. Allerdings scheinen wir uns noch im Anflug auf die Urlaubsinsel zu befinden, denn der Track endet wiederum mit Flugzeuggeräuschen und einer Ansage einer Flugbegleiterin und des Flugzeugkapitäns.

Spätestens im nächsten Stück sind die beiden Musiker und die Hörer dann aber am Strand, denn der Track trägt den Titel „Blue Beach“. Sphärisch kommen die Klangkaskaden aus den Boxen und lassen den Hörer zunächst schweben. Im ersten Moment hatte ich das Gefühl eines Gleitfluges oder einer schwebenden Szenerie unter Wasser. Doch sobald dann die Melodie einsetzt und ein Schlagzeugrhythmus sich hinzugesellt nimmt der Track an Fahrt auf. Die Akustikgitarre ist hier auch wieder zu finden und bringt eine Gänsehaut treibende Melodielinie hervor. Beim hören der Musik wünsche ich mich gleich in den Süden zurück.

„Sphere“ ist ein herrlich rhythmischer Track mit pumpenden Beats, während „Mare Moon“ wie ein Stück aus IC-Zeiten (G.E.N.E.) klingt. „Sun Down“ beginnt zunächst mit weiten Synthieflächen, die nach etwa einer Minute durch Sequenzerrhythmen unterstützt werden. Der Rhythmus nimmt weiter zu und perlt so dahin, geistig befinde ich mich ebenfalls am Strand und blicke auf das weite Meer, während die Sonne am Horizont unterzugehen scheint.

In „Step By Step“ scheinen wir schon wieder an Bord eines Flugzeuges zu sein, denn neben den akustischen Signalen, die darauf hindeuten sich anzuschnallen, kommt auch wieder eine Ansage vom Kapitän. Nichts desto Trotz ist dieser Track aber auch locker und luftig und sehr mediterran gehalten. Mir ist sowieso noch nicht nach Abflug zumute. Es folgen noch „Summer Breeze“ (erinnert mich an Moonbooter) und „Logic Ambient“. Und mit „Biowave (Mondmann / WakeUp-Mix)“ ist dann noch ein Remix des Stückes „Biowave“ vom 2008’er Album „Sunshine“ als Bonustrack auf der CDR enthalten. Bernd Scholl aka Moonbooter hat diesen Titel in einer sehr rhythmischen Variante remixt, die von ihren Beats an eine schnellere Version von Kraftwerk erinnert.

Mit „Endless Summer“ ist Wellenfeld eine relaxte CD gelungen, die den perfekten Soundtrack zum Wegbeamen an einen fernen Strand darstellt. Ein sommerliches Album für die blauen Stunden oder einfach nur zum relaxen.

Stephan Schelle, September 2012...


Faber - Sounddiver

25.02.2017
MusikZirkus M.
Faber ist ein Pseudonym für einen deutschen Elektronikmusiker, der mit „Sounddiver“ bereits seine siebte CD auf den Markt bringt. Hinter dem Projekt steckt der deutsche Ronald Schmidt. Es ist nicht ganz ein halbes Jahr her, seit das letzte Album von Faber unter dem Titel „Universal Flow“ herausgekommen ist, da taucht Ronald Schmidt auch schon wieder in die synthetischen Tiefen ab um den Hörer mit herrlichen Klangmalereien zu versorgen. Und um dieses zu unterstreichen hat er sein neuestes Werk „Sounddiver“ genannt.





Mit perlenden Klängen, kombiniert mit sphärischen Klangwolken und herrlichen Harmonien beginnt sein Einstieg in das neue Album, dem Titelstück. Nach wenigen Momenten schält sich aus diesen Klanggebilden eine Melodie heraus, die sich schnell im Hirn festsetzt. Das hat für mich etwas, das man so auch von anderen Musikern der Szene schon kennt. Und doch macht Faber seine Sache hier gut, denn die Klänge schmeicheln sich förmlich in die Gehörgänge des Hörers ein. Ein toller Opener der CD.

Es folgt das zehnminütige „Mellotrin“ (ja, das ist kein Schreibfehler). Sanfte Melodiebögen und ein ebenso sanfter Rhythmus bestimmen hier das Bild. Einfache Melodiebögen lassen die Gedanken des Hörers entschwinden. „Beautiful Mind“ beginnt langsam, entwickelt sich aber immer mehr, je länger der Track dauert und zieht einen immer mehr in die melodische Musik hinein.

Durch seine vorherrschenden Basstöne, die mit einer Art Pianolinie kombiniert werden, zeigt sich „Subway“ von einer anderen, aber immer noch verträumten Art und Weise. Das ist Romantik pur. Hymnisch wirkt das Stück „Da Androids Dream?“, das darüber hinaus durch die E-Drum-Programmierung noch eine besondere Note bekommt.

Rhythmisch zeigt sich auch „Hyperbolic“, bei dem Ronald auch seine durch Vocoder verfremdete Stimme als weitere Klangfarbe einsetzt. Ansonsten bleibt er seinem melodischen Stil treu. Das folgende „Rain And Thunder“ ist wieder so eine verträumte, durch Piano und Streicher sehr klassisch wirkende Nummer, während „Out Of The Dark“ durch seine schönen Synthiemotive besticht. Auch hier finden sich einige gesprochenen Worte als weiteres Stilmittel im Track wieder. Zum Ende des Tracks wird es immer rhythmischer und druckvoller. Sanft geleitet dann das letzte Stück „Lands End“ aus dem Album.

Auch mit seinem siebten Werk hat Ronald Schmidt aka Faber wieder herrliche Melodiemotive auf einer CD versammelt. Die Musik ist leicht zu konsumieren und verbreitet eine wohlige Atmosphäre. Und was will man mehr?

Stephan Schelle, November 2012...