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Harald Nies - Axial (NEU)
[cdr-hn1801]

€12.99
(CD/CDR/DVD)

1 von 5 Sternen1 von 5 Sternen

Nach seinem letzten Album „Tales Of Light“ hat der Gitarrist und Keyboarder Harald Nies im Frühjahr 2018 einen Nachfolger unter dem Titel „Axial“ veröffentlicht. Auf seinen Produktionen lässt Harald elektronische Musik mit Gitarrensounds verschmelzen, was manchmal zu rockigen Passagen führt. Laut Pressetext erwarten die Hörer fließende Passagen, Spacerock und verträumte Elektronik, die sich gekonnt abwechseln.






Acht Stücke sind auf der CD zu finden, deren Laufzeiten zwischen 5:33 und 14:47 Minuten liegen. Die CD beginnt mit dem atmosphärischen „Inorganic“. Pulsierende Synthies eröffnen den Track auf den sich dann Flächen legen, die sanft durch den Raum ziehen. Locker/leicht fließt die Musik dahin, bis Harald nach zwei Minuten eine Rhythmussequenz startet und eine herrliche Melodielinie einfügt. In den 8:29 Minuten, die das Stück dauert, entwickelt Harald es immer weiter und ergänzt Klänge und Harmonien. Dieser erste Track ist sehr elektronisch angelegt, der Einsatz einer Gitarre ist für mich dabei nicht zu erkennen.

Es folgt das 6:20minütige „Islands Nights“, das mit sehr eingängigem Rhythmus und Melodiebogen bestückt ist. Wabernde Synthies und eine liebliche Melodie gehen dabei eine Liaison ein, die im weiteren Verlauf durch eine weibliche Stimme ergänzt wird. Damit schrammt Harald aus meiner Sicht aber so ein bisschen am Grat zur Belanglosigkeit.

„Roadshop“ ist mit 14:47 Minuten der längste Track des Albums und beginnt mit recht spacigen Klangfarben und -formationen. Das wirkt anfangs auch wie ein synthetisches Windspiel, aus dem sich Synthieflächen erheben. Nach ca. einer Minute kommen dann ein Sequenzerrhythmus und nach einer weiteren Minute ein leicht stampfender Beat (wie bei einer Dampflok) auf, der sich mit einer Melodie vereint. Hier stimmen Rhythmus und Melodie. Nach etwa sechseinhalb Minuten ändert sich das Bild schlagartig und ein rockiger Schlagzeugrhythmus, so wie man ihn auch von Harold van der Heijden her kennt, setzt ein. Darauf platziert Harald dann eine kratzige Gitarre, die dem Ganzen nun auch eine leichte Rocknote verleiht. Im letzten Drittel lässt Harald dann aber seine Gitarre singen und das Hauptmotiv übernehmen. Gerade in diesen Passagen zeigt sich Harald von seiner besten Seite.

Ruhiger geht es dann zunächst in „Escape From Earth“ zu, denn hier kommen wieder Flächen auf und ein Tangerine Dream artiger Rhythmus schält sich zunächst aus dem Off, um kurz darauf in einen hymnischen Track überzugehen. Das dringt sofort ins Ohr ein. In dieses Stück webt Harald dann auch noch ein paar nostalgische Klangfarben, die nach Mellotron klingen. Er verbindet hier moderne mit traditionellen Klängen und versteht es den Track stetig voranzutreiben.

Ein leichter Folk- bzw. Weltmusik-Touch kommt dann in „View From The Hill“ auf, in das Harald auch einige gesprochene Passagen eingebunden hat. Ein sehr schöner, relaxter Track, bei dem man sich die Aussicht von einem Hügel über weite Landschaften vorstellen kann. „Let’s Jam“ zeigt sich als Stück, bei dem Harald einfach drauf los gespielt zu haben scheint, ohne das die Struktur verloren geht. Ein eingängiger Track mit einigen Strukturwechseln, der aber richtig Spaß macht und im Verlauf eine hinreißende Melodielinie bereithält.

Etwas düsterer geht es dann zu Beginn in „Dark Fever“ zu, was sich aber schon nach wenigen Momenten ändert. Hier greift Harald dann auch wieder zur E-Gitarre um seine unverwechselbaren Licks zu spielen. Eine gelungene Kombination zwischen atmosphärischem Rock und Elektronikmusik. Den Abschluss bildet dann das durch Fagott artige Sounds sowie der eingesetzten Soundeffekte ungewöhnliche Titelstück. Es wandelt zwischen symphonischer Musik und stimmungsbildender Elektronik.

Harald Nies hat mit „Axial“ ein neues Album auf den Markt gebracht, das unterschiedliche Stimmungsbilder und Klangfarben enthält. Fließende, flächenartige Passagen wechseln sich dabei mit spacigen und verträumten Parts ab. Harald setzt dabei seine E-Gitarre eher spartanisch ein. Wenn sie dann aber zu hören ist, dann trifft er aber genau den richtigen Ton (für mich das Salz in der Suppe seiner Stücke).

Stephan Schelle, April 2018
Datum hinzugefügt: 18.06.2018 von MusikZirkus