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Electronic Music 2

 

 

2 0 0 7   -   2 0 1 7     1 0   y e a r s   a n n i v e r s a r y

Mythos - Gallery Concerts
[cd-my0901]

€12.99
(CD/CDR/DVD)



10.01.2012
global reviews
1 von 5 Sternen1 von 5 Sternen
Stephan Schelle, Musikzirkus-magazin.de: Ende August erscheint das neue Album von Stephan Kaske unter seinem Pseudonym Mythos. Nach der Surround-Sound-Offensive, die Stephan noch als Eigenproduktion herausbrachte, erscheint das neue Album nun beim MellowJet Records-Label. Nach den letzten Produktionen, die Stephan vornehmlich im Studio produziert und mit Computertechnik erstellt hat, bietet Gallery Concerts Musik, die extra für Liveauftritte konzipiert ist. Das bedeutet, dass die auf der CD enthaltene Musik ab August 2009 bei ausgewählten Events, wie zum Beispiel Kunstausstellungen oder Vernissagen live präsentiert wird.

Und genau so ist die Musik auch aufgenommen worden, quasi live im Studio. Dabei benutzt Stephan verschiedene Instrumente wie zum Beispiel einen elektronischen Dudelsack, eine Querflöte, diverse Effektgeräte und Vocoder sowie Keyboards. Das wichtigste ist aber die Musik und die breitet sich auf fünf Stücken mit Laufzeiten zwischen 9:38 und 12:49 Minuten vor dem Hörer aus.

Schon die ersten Töne des Openers Analogdigitalpolyphomono schrauben sich unweigerlich unter die Haut und in die Gehirnwindungen des Hörers. Klänge, die man von Kaskes bisherigen Alben kennt, verbinden sich mit faszinierenden Synthieakkorden und einem Drumrhythmus, die mich stellenweise an Geoffrey Downes The Light Program erinnern. Im Mittelteil ändert sich dann die Melodiefolge und wird durch Vocoderstimme sehr stilvoll ergänzt. Allein dieses Stück rechtfertigt den Kauf der CD.

Leicht und locker trabend präsentiert sich zunächst der zweite Track Filtergatemania und kombiniert dies mit weiteren Rhythmen, Melodielinien und dahinschwebenden Flächen. Im weiteren Verlauf ändert Stephan die Stimmlage des Melodieführenden Synthies, ohne die Grundstimmung zu vernachlässigen. Das Stück bleibt über die vollen zehn Minuten äußerst spannend.

Der dritte Track Improviflutecho klingt zunächst nach Klaus Schulze, hat aber wieder den typischen Mythos-Stil in den Adern. Wie es der Titel schon verspricht, kommt bei diesem Stück Stephans Querflöte zum Einsatz. Dadurch hat der Titel ein Flair, das an Tracks von Mind Over Matter erinnert, da die Flöte sehr getragen eingesetzt wird. Darunter hat Stephan aber einen sehr schönen vorantreibenden Rhythmus gelegt, der wie ein Geräusch einer entfernt davonrasenden Dampflok klingt.

Als nächstes kommt Mysticaauroraborealis. In diesem Stück, das zunächst recht sphärisch beginnt schält sich doch schnell ein hypnotischer Beat, der um eine durch Vocoder verfremdete Stimme ergänzt wird, aus dem Off. Hier kommen auch erstmals Klänge vor, die aus dem elektronischen Dudelsack zu stammen scheinen. Eigentlich klingt es nach einem Synthie oder einer Orgel, hat aber vom Klangbild entfernt Ähnlichkeiten zu einem Dudelsack. Das ist ein sehr interessantes Stilelement, mit dem Kaske dem Track eine ganz eigene Note gibt. Auch die Querflöte bindet Stephan hier wieder ein. Dieser Track hat etwas monotones, aber auch fesselndes, dem man sich nicht entziehen kann.

Mit Sequenctrumpetextasy endet dann die CD. Auch hier ist der Titel Programm. Typische Mythos-Klänge vermischen sich mit fast schon jazzigen Trompetensounds zu einem sphärisch-experimentellen Track, der trotz seines ungewöhnlichen Klangbildes gut ins Ohr geht.

Mit Gallery Concerts ist Stephan Kaske aka Mythos sein vielleicht bestes Werk der letzten Jahre gelungen. Die Musik klingt sehr ausgereift und eingängig. Ich bin mir sicher, dass sie live sehr gut rüber kommt. Wer melodische Elektronikmusik mag, der liegt hier absolut richtig.



10.01.2012
global reviews
1 von 5 Sternen1 von 5 Sternen
Sylvia Sommerfeld, schallwen.de: Mythos is back!
Nach etlichen Jahren Bühnenabstinenz meldet sich Stephan Kaske nun wieder zurück!
Im Frühjahr 2009 begann Stephan Kaske mit dem Konzipieren ein neues Live-Programms. Hartnäckige, intensives Bitten von Veranstaltern und Fans, sowie die ein oder andere Auszeichnung für seine Musik in den letzten Jahren, haben den Berliner Multi-Instrumentalisten dazu bewogen, endlich mal wieder auf die Bühne zu kommen.
Fast zeitgleich mit seinem Stage-Re-Birthing am 29. August in der Essener Gruga erscheint auch das neue Album Gallery Concerts. (29. August bei MellowJet Records). Dieses Konzeptalbum spiegelt Stephan Kaskes Live-Programm wieder. Er hat das Ganze direkt aus dem Main-Mix eingespielt, nachdem Stephan die Musik nonstop aufgenommen hat. - Ohne zentralen Computer - nur mit "bordeigenen" Sequenzern und Arpeggiatoren, plus Querflöte, Vocoder und einigen weiteren Instrumenten! Das es so etwas heute noch gibt - Ick kieke, staune, wundre mir ...!
Back to the roots €“ denn in den goldenen 70ern hatte Kaske als Multiinstrumentalist so ziemlich alles an Tasten, Saiten, Klappen, Stimmbändern und Reglern bewegt, was man sich nur vorstellen konnte. Natürlich darf auch sein Markenzeichen €“ die bekannte "Tull"-Querflöte nicht fehlen! Und genau solche antiken, teilweise schrillen, aber immer melodiösen Klanggebilde, die auch heute noch gern gehört werden, finden sich nun in Mythos´ neuer Musik wieder.
In Track 4 Mysticauroraborealis z.B., fühle ich mich in die Zeiten der Deutschen Wertarbeit versetzt, in denen Dorothea Raukes noch das elektronische Zepter schwang. Ãœberhaupt schafft es Stephan Kaske mich mit seinen Gallery Concerts in eine psychedelische Stimmung zu versetzen, was natürlich gerade 40 Jahre nach Woodstock wieder en vogue ist! Dieser Titel ist auch mein erklärtes Lieblingsstück der wirklich äußerst interessanten Platte. Es ist zwar nur 12:49 Minuten lang, scheint aber nie zu enden ... Aber auch jedes der vier anderen Stücke ist etwas Besonderes. Stephan Kaske schafft es, fünf ganz unterschiedliche Musiken auf seinem Album zu platzieren. Sozusagen, eine ganz hervorragende Symbiose der verschiedensten EM-Stile auf einer Scheibe gebündelt €“ Klasse! Als extra-schmackhaftes Bonbon hat Schlitzohr Stephan die gerade für die jeweiligen Kompositionen benutzen Instrumente in seine Betitelungen verklausuliert eingewoben. Nette Idee! Habe ich so auch noch nicht erlebt. - Diese Titel reichen von Analogdigitalpoliphomono, Filtergatemania, Improviflutecho über das oben schon angesprochene Mysticauroraborealis bis hin zu Sequencetrumpetextasy.
Schon allein daran kann man erkennen, dass Stephan das, was er da gerade macht auch gern tut! Und diese positive Grundstimmung überträgt sich auch in seine Musik. Sie schlängelt sich wie ein rot leuchtender Faden durch das vielfältige Klanglabyrinth. Diese gute Laune-Musik mach wirklich Lust auf Mehr!
Ich freue mich schon jetzt auf Mythos Live in der Gruga! Dort wird Stephan uns dann hoffentlich mit vielen seiner legendären Instrumente überraschen. Und alles soll ohne Laptop oder ähnliches über die Bühne gehen €“ da bin ich schon sehr gespannt. Aber die Hauptsache ist doch: Mythos lebt €“ und wie!