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2 0 0 7   -   2 0 1 7     1 0   y e a r s   a n n i v e r s a r y

Harald Nies - Space is everywhere



€12.99
(CD/CDR/DVD)

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file under: Ambient, Berliner Schule, Electronic Music, Instrumental, Progressive, SpaceMusic, Spacerock

2004 | 58:10  minutes

 

 

 

P l a y l i s t

1 Allahs Dream 6:40
2 Cosmic Hurricane 16:36
3 Surreal India 9:01
4 Hall of Souls 9:02
5 Starcoupe 5:07
6 3/4 Jam 6:39
7 Mogilee 4:47

 

 

 P l a y e r

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Credits
audiomastering &  coverdesign by moonbooter

  • Artikelnummer: cdr-hn0970
  • Gewicht: 1 Stück
  • Hergestellt von: MellowJet-Records


 

10.01.2012
global reviews
TEXT_OF_5_STARS
Stephan Schelle, musikzirkus-magazin.de: Und wieder treibt es mit Harald Nies einen Gitarristen auf die Elektronikbühne. Harald hatte Jahre über in verschiedenen Bands Krautrock und Südstaatenrock á la Molly Hatchet gespielt. Dann kam eine Phase, in der er sich erst einmal von der Musik verabschiedete um später die elektronische Musik für sich zu entdecken. In dieser Zeit widmete er sich vor allem meditativer und esoterischer Musik, die er selbst aufnahm und die als CDRs erschienen sind. Dann traf er Klaus Hoffmann-Hoock, den er aus alten, wilden Krautrocktagen her kannte, und mit ihm jammte er einfach so aus Spaß. Klaus ermunterte ihn eine Soloscheibe herauszubringen. Und die liegt jetzt mit Space Is Everywhere vor. Zur Arbeitsweise von Harald ist zu sagen, dass er die Synthie- und Schlagzeugpassagen nicht selbst eingespielt hat, vielmehr hat er sie Note für Note geschrieben und erfasst. Auf den fertigen Soundspuren hat er dann die Gitarre live eingespielt. Diese Arbeitsweise führt aber nicht zu einem Bruch in der Musik oder gar einem sterilen Klang. Die Songs sind sehr eingängig und homogen. Die CD beginnt mit dem Stück Allahs Dream ziemlich powervoll. Vorderasiatischer Flair verbindet sich hier mit elektronischen und rockigen Elementen. Ein Track nicht nur für Elektronikpuristen. Wer die Musik von Nautilus mag, der wird an dem längsten Titel der CD Cosmic Hurricane ebenfalls seine Freude haben. Die Gitarren klingen streckenweise wie die von Werner Strätz. Da wird in dem 16-Minuten-Stück teilweise ganz schön abgerockt, echt geil. Dann kommen wieder tolle verträumte Passagen in diesem sehr abwechslungsreichen Titel. Bei Surreal India hat Klaus Hoffmann-Hoock mitgewirkt, ansonsten wurden die Titel der CD komplett von Harald eingespielt. Geräuschsamples versetzen einen zu Beginn des Stückes in eine indische Stadt. Ein monotoner Rhythmus gibt die ganze Zeit über den Takt an, darüber l iegen Flächen. Lediglich die Sampleeinspielungen bringen einen Bezug zu Indien. Surreal ist eine passende Bezeichnung für diesen mystischen teils monotonen Track. Für mich ist er allerdings der schwächste der CD. Wabernde Synthies und schöne Sequenzerloops hat der Track Hall Of Souls anfangs zu bieten, dann bringen Schlagzeug, Synthielinie und E-Gitarre den Titel auf Hochtouren. Das soll heißen, dass die Musik wieder sehr rockig angelegt ist. Nach einem etwas ruhigeren Mittelteil, in dem auch Sequenzerloops á la Tangerine Dream zu hören sind, lässt Harald dann zum Ende so richtig die Kuh fliegen (hatte ich den Ausdruck geil schon erwähnt?). Hall Of Souls ist ein toll durcharrangiertes neunminütiges Stück, das keine Langeweile aufkommen lässt. Im fünfminütigen Starcoupe lässt Harald es dann wieder etwas ruhiger angehen. Ein angenehm dahin fließendes Stück, bei dem Harald seine E-Gitarre zunächst nur leicht streichelt und später etwas druckvoller, aber immer noch im ruhigen Fahrwasser bleibend, bearbeitet. Das klingt so wie seinerzeit von Gerd Lubos unter dem Projektnamen Strange Inside so hervorragend dargeboten. Hier dürften sich die reinen Elektroniker eher wieder zuhause fühlen. Perkussion und Synthieflächen eröffnen 3/4 Jam. Dieser Titel ist eher sphärisch, aber ohne Gitarre geht es auch hier nicht. Moogilee ist ein sehr ruhiger leicht dahin fließender Titel, der wieder diese Gitarrenpassagen, die wir von Nautilus her kennen, beinhaltet. Insgesamt haben wir es hier mit einer CD aus dem Bereich der elektronischen Musik zu tun, die aber gehörige Schnittpunkte zur Rockmusik aufweist. Für die einen wird es wieder zu elektronisch sein, andere werden den Rockanteil zu hoch ansehen. Für meinen Geschmack bildet sich hier - wie auch schon in anderen aktuellen Produktionen wie beispielsweise von Maxxess oder F.D. Project - eine neue Spielart der Musik, die Elektronik und Rock verschmelzen lässt. Vielleicht ist das die richtige Richtung, die neue Hörer bringt, damit beide Arten am Leben erhalten werden. Mir jedenfalls gefällt das.