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L I V E

 

MellowJet LIVE

wellenvorm, BatteryDead & moonbooter LIVE

25. November 2017  19:30

Planetarium Münster

 

 

 

MellowJet LIVE

wellenvorm - electronic landscapes

27. Oktober 2017 20:00

Nazarethkirche in München

 

 

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Bewertungen



moonbooter vs Otarion - Live Muenster 2016

08.09.2017
MusikZirkus
Bernd Scholl aka Moonbooter scheint Spaß daran gefunden zu haben, mit Künstlern seines Labels gemeinsam im Planetarium Münster live aufzutreten. Nach Moonbooter Vs. Wellenfeld (ein Konzert der beiden Acts aus 2015) erscheint Anfang 2017 ein weiteres Album, bei dem Bernd Scholl mit einem Musiker in ein sportlich/musikalisches Gefecht geht. Diese Mal ist es der Elektronikmusiker Rainer Klein (aka Otarion), mit dem Bernd in die Manage gegangen ist. Am 10.09.2016 traten die beiden Musiker im Planetarium Münster auf.






Wie schon bei Moonbooter Vs. Wellenfeld so haben auch Moonbooter und Otarion bei ihrem Konzert ihre Musik gemeinsam gespielt und abwechselnd präsentiert. Der Hauptteil des Sets bestand aus Stücken von Moonbooters Album „Cosmoharmonics“ und Otarions 2016’er Werk „Constellations And The Red Thread“.

Im Vergleich zu dem 2015’er Konzert zeigte sich, dass die Musik von Moonbooter und Wellenfeld nicht weit auseinander liegt und daher das Set klang wie aus einem Guss. Bei Otarion ist es etwas anders, denn sein letztes Album, aus dem hier vier Stücke stammen, ist rockiger angelegt als die Musik von Moonbooter. Erstaunlicherweise funktionieren die ausgewählten Tracks aber dennoch recht gut miteinander, obwohl ein Unterschied zwischen dem ersten Otarion Stück („Follow The Thread“) und dem sich direkt anschließenden Moonbooter-Titel („Drop“) schon zu erkennen ist. Während des weiteren Verlaufs verschwimmen die Grenzen allerdings und es entwickelt sich ein homogener Ablauf.

Die leicht rockigen Tracks von Otarion von seinem Album „Constellations And The Red Thread“ ((„Follow The Thread“, „Inspired“,“The Mysterious” und „Reverberation”) wechseln sich mit teils druckvollen Tracks von Moonbooters Album „Cosmoharmonics“ („Drop“,„Simply Ethereal”, „The Greatest Mystery” und „Earth Two”) ab.

Neben diesen Stücken gibt es zum Abschluss dann noch mit „Unpublished” ein von Otarion bisher unveröffentlichtes Stück und mit „Like Angels“ einen Track von Moonbooters „Cosmophonica“-Album zu hören.

Auch die Kombination von Moonbooter und Otarion ist äußerst gelungen, was die CDR „Live Münster 2016“ eindrucksvoll beweist. Ein schönes Werk, das den Auftritt der beiden Musiker dokumentiert. Mit einigen Zuschauerreaktionen wird dann auch die Liveatmosphäre widergespiegelt. Wer die Musik der bedien mag, der kommt mit dieser CDR und den gebotenen Versionen voll auf seine Kosten.

Stephan Schelle, Januar 2017...


Vanderson - Beyond Time Structure

08.09.2017
MusikZirkus
Nachdem der polnische Elektronikmusiker Maciej Wiezchowski, der unter dem Namen Vanderson firmiert, 2016 seine letztes Album „Vandisphere“ beim SynGate Label veröffentlichte, ist er für sein neues Werk wieder zu MellowJet Records (sein zweites bei diesem Label) zurückgekehrt. Das neue Album hat er „Beyond Time Structure“ betitelt und besticht zunächst durch ein sehr ansprechendes Coverartwork. Die sieben Stücke der CD variieren in der Laufzeit zwischen 6:38 und 13:53 Minuten.






Schon der elfminütige Opener „Children Of Andromeda“ weiß auf voller Länge zu überzeugen, denn Rhythmus, Klangfarben und Melodieführung nehmen sofort gefangen. Nach einem etwas verhaltenen Beginn aus sich langsam aufbauenden Flächen entwickelt sich nach etwas mehr als einer Minute ein toller Track mit pumpendem Beat. Dieser erste Track übt auf mich – trotz seines stoischen Rhythmus und der sich nur zaghaft verändernden Strukturen - schon eine ungeheure Faszination aus. Unterbrochen wird der Track durch sanfte Flächen und Akustikgitarrensounds die ein mediterranes Flair verströmen. Das hat etwas sehr betörendes an sich, dem man sich kaum entziehen kann.

Im nachfolgenden achtminütigen „Outer Space“ knallt er dem Hörer einen fetten Beat um die Ohren. Auf diesen setzt er dann nach etwas mehr als zwei Minuten treibende Harmonien, die zusammen eine tanzbare, hypnotische Mischung ergeben. Wow, das haut einen mächtig weg, auch wenn es an Melodien fehlt. Es ist ein Rausch der Sinne, der sich vor dem Ohr des Hörers ausbreitet.

Auch das siebenminütige „Reality“ besticht durch einen fetten Beat, der durch Harmonien ergänzt wird, die an Musik der Marke Schiller erinnert. Allerding schafft es Vanderson diesem Stück durch den dynamischen Rhythmus und einige sehr schöne Sounds dem Track seinen ganz eigenen Stempel aufzudrücken. Dem stehen im fast 14minütigen „Underwater World“ zunächst einige sphärische Sounds gegenüber, die den Hörer in die Tiefen der Weltmeere entführen. Aber auch diesem Stück spendiert der polnische Musiker nach wenigen Momenten einen fetten, basslastigen Rhythmus, der eine hypnotische Wirkung beim Hörer auslöst. Dem stellt er eingängige Harmonien und Melodiebögen gegenüber, so dass der Track auch über die volle Länge seinen Spannungsbogen behält.

Das achtminütige „Invisible Contact“ beginnt mit sanften Flächen, die durch den Raum ziehen, um nach wenigen Momenten ebenfalls in einen von pulsierenden Rhythmen dominierten Part überzugehen. Vanderson schafft es auch in diesem Stück – wie auch in den restlichen Tracks – hypnotische, pulsierende Rhythmen mit luftig leichten Harmonien und Melodien zu vereinen.

Mit dem kürzesten Track des Albums, „Sense“ (6:38 Minuten Spielzeit), das in die gleiche rhythmische Kerbe wie die vorangegangenen Stücke schlägt, sowie dem neunminütigen, etwas spacigen „Time Travellers“ endet dann die CD.

Mit seinem neuen Album „Beyond Time Structure“ ist dem polnischen Elektronikmusiker Maciej Wiezchowski aka Vanderson ein sehr rhythmisches Werk gelungen, das auf den Hörer eine hypnotische Wirkung ausübt. Klanglich befindet sich die Veröffentlichung in Form einer CDR ebenfalls auf höchstem Niveau, so dass Freunde der rhythmischen, melodischen Elektronikmusik voll auf ihre Kosten kommen. Bei mir wird diese CD jedenfalls noch einige Runden im Player drehen (am besten mit voll aufgedrehter Lautstärke).

Stephan Schelle, Mai 2017...


Wellenfeld - Ten

08.09.2017
MusikZirkus
Schlicht „Ten“ hat das Duo Andreas Braun und Detlef Dominiczak, das unter dem Namen Wellenfeld elektronische Musik veröffentlicht, ihr mittlerweile zehntes Album betitelt (Anmerkung: gleichzeitig feiert das deutsche Label MellowJet Records sein zehnjähriges Bestehen). Die beiden Musiker, die unter anderem von Bands wie Depeche Mode beeinflusst wurden, präsentieren wieder acht Tracks in ihrem eigenen Stil auf dem aktuellen Album, das Ende April 2017 bei MellowJet Records als CDR erschienen ist. Ihre zuvor erwähnten musikalischen Vorbilder blieben dabei aber unberücksichtigt.






Acht Stücke mit Laufzeiten zwischen 5:38 und 12:34 Minuten finden sich auf der CDR, die den typischen Wellenfeld-Sound projizieren, der von Sequenzerrhythmen bestimmt wird.

Wellenfeld haben die Geschwindigkeit des Sequenzer-Taktes gegenüber ihrem vor zwei Jahren veröffentlichten Werk „Elements“ eine Spur heruntergefahren, denn die neuen Stücke wirken etwas getragener und ruhiger als auf dem Vorgänger. Das zeigt sich auch schon auf dem eröffnenden 5:38minütigen „Reflections“. Langsam kommen zunächst Flächen auf, die nach 30 Sekunden einen Rhythmus aus dem Sequenzer und dem Synthie erhalten, die mich an John Carpenter’s Soundtracks erinnern. Sobald aber die Melodie einsetzt weiß der Kenner, das sind Wellenfeld. Der Track besticht durch eine sehr schöne Melodie.

Im zehnminütigen „Warm Satruate“ kommt dann eine Spur Synthiepop ins Spiel, was vor allem am Rhythmus liegt. Neben diesem macht die hinreißende Melodie dieses Stück zu einem der Highlights des Albums. Das 7:28minütige „Secret Island“ glänzt durch seine außergewöhnliche Rhythmik, auf die Andreas und Detlef dann wieder eine eingängige Melodie setzen, während im Hintergrund die mystischen Sounds dahinfließen.

„Ring Of Saturn 2“ ist die Fortsetzung des auf dem 2006’er Album „Trip To Illusion“ enthaltenen „Ring Of Saturn“. Stimmungsmäßig knüpft es an den Vorgänger an ohne ihn zu kopieren. Sphärisch startet das Duo in den Track „Lo-Fi System“, das eine Spur „Berliner Schule“ aufweist bzw. auch die Nähe zu britischen Acts wie Redshift aufzeigt und mit der eigenen Handschrift kombiniert wird.

Das 12:34minütige „Timecode“ ist ein zunächst schwebender, einfühlsamer Track, der nach gut drei Minuten Fahrt aufnimmt und sich immer weiter steigert. Ein typischer Wellenfeld-Track. Dem schließen sich noch das perlende und von herrlichen Mellotron artigen Sounds bestimmte „Vacuum“ und das mit vertrackt angelegten Rhythmen und hellen Klangfarben dominierte „Nimbus“ an.

Auch mit dem zehnten Album sind sich Wellenfeld treu geblieben und bieten genau das, was man von ihnen erwartet. Allerdings haben sie zum Vorgänger ein wenig den Druck rausgenommen und die Sequenzer eine Spur sanfter getaktet. Das steht aber nicht im Widerspruch zu ihrem Sound, den sie wie gewohnt perfekt auf CDR gebrannt haben. Wer ihre Musik mag, der kann hier bedenkenlos zugreifen.

Stephan Schelle, Mai 2017...


Otarion - Decide

08.09.2017
MusikZirkus
Rainer Klein kennt man seit 1997 in der Elektronikszene als Otarion. Seit 2013 veröffentlicht er seine Musik beim deutschen Label MellowJet Records. „Decide“, das im Sommer 2017 herauskommt, ist das mittlerweile fünfte Album auf diesem Label. Das neueste Werk trägt auf der Rückseite der Hülle den Vermerk „file under: Soundtrack“ und damit liegt das Label richtig, denn Rainer Klein hat seine neun Stücke so aufgebaut, dass sie sich perfekt für die Untermalung von Filmen eignet.






Rainer schreibt im Booklet zu seiner Musik folgendes:
Die persönliche Stimmung, Intuition und Inspiration prägen am Ende das Ergebnis meiner Kompositionen, welche meist Genreübergreifend sind. Wohin die musikalische Reise gehen soll, und welches Stück es auf mein nächstes Album schafft, das entscheide ich aber sehr bewusst. Kraftvolle Musik mit Gefühl, Seele und eigener Persönlichkeit.

Denn so vielfältig wie das Leben, ist auch die Welt der Musik. Deshalb muss ein neues Album auch ein neues Hörerlebnis offenbaren. Diese persönliche Vorstellung ist das Fundament meines musikalischen Schaffens.

Und in der Tat hat er wieder monumentale Elektronikmusik geschaffen die mit weiteren musikalischen Stilelementen verknüpft wurden. Verträumte Melodien treffen hier auf monumentale/hymnische Passagen um dann wiederum mit rockigen Zutaten gewürzt zu werden. Auch mischt er in seinen Tracks elektronische Klangerzeuger mit Naturinstrumenten. Das macht „Decide“ zu einem abwechslungsreichen und spannenden Album. Otarion führt damit den Weg, den er auf seinen letzten Alben eingeschlagen hat, konsequent fort.

Das 9:41minütige „Each Other“ eröffnet den Reigen der neun Tracks auf dem Album und zeigt sich auch von einer Soundtrack artigen Struktur. Hymnische Sounds die zwischen traditioneller Elektronik und sphärischem Artrock pendeln sind zunächst zu hören. Dann setzt ein kraftvoller Rhythmus ein, der dem Stück ordentlich Drive verleiht um im nächsten Moment in eine andere Richtung zu laufen. Da kommen dann im weiteren Verlauf auch pumpende Beats mit rockigen Gitarre auf. In diesem Opener zeigt sich schon der abwechslungsreiche Stil, den Otarion in seinen Stücken aufbaut.

Mit Gitarrenklängen startet „Considered“. Hier werden atmosphärische, leicht in den sphärischen Artrock driftende Harmonien aufgebaut und im weiteren Verlauf mit einem sehr filigranen Rhythmus versehen, zudem sich u. a. eine verträumte Synthiemelodie gesellt. „Contemplate“ verfügt dagegen über den Spirit, den auch MorPheuSz oder Ron Boots & Friends versprühen, während „Varied“ mit tanzbaren Passagen aufwarten kann. Dem folgt dann mit dem 12:15 Minuten langen „Unpublished“ der längste Track des Albums. Leicht spacig beginnt dieses Stück um dann nach ca. zwei Minuten in einen verträumten Part überzugehen. Otarion fügt im Verlauf immer mehr Instrumente bzw. Sounds hinzu und lässt dieses Stück zwischen ruhigen teils ambienten/loungigen und sphärisch/rockigen Passagen (mit E-Gitarre) wandeln. Leicht technoide Züge mit Vocoder verfremdeter Stimme und herrlich eingängiger Melodieführung und sanften Passagen weist dagegen „Seven Chapters“ auf.

Monumentales, Soundtrack artiges Flair versprüht dagegen „Behold“, das im weiteren Verlauf sehr rockige Züge annimmt, sobald der Schlagzeugrhythmus einsetzt. Mit außergewöhnlicher Rhythmik, verknüpft mit wunderbaren Harmonien beginnt „Decisived“ um nach wenigen Momenten in einen unwiderstehlichen, technoartigen Part überzugehen. Das Stück steigert sich immer weiter. Den Abschluss bildet dann das verträumte 7:44minütige „Alternate“ in das Otarion auch wieder einige sehr schöne Gitarrenparts eingebaut hat und das sich im Verlauf rhythmisch steigert (eine Spur Tangerine Dream ist hier auch auszumachen).

Mit „Decide“ hat Rainer Klein aka Otarion wieder ein sehr anspruchsvolles und tolles Album herausgebracht, das die Grenzen zwischen den unterschiedlichen Musikrichtungen – auch wenn es sich hauptsächlich in der instrumentalen Elektronikmusik bewegt - aufhebt. In jeder Faser ist dieses Werk spannend und elektrisierend, denn sobald man sich auf eine Passage eingestellt hat, wechselt Otarion seinen Track ein ums andere Mal in eine andere Richtung. Tolles Werk !!!!

Stephan Schelle, Juni 2017...


moonbooter - Schwarzmond

09.03.2017
global
Auch Bernd Scholls neuestes Album verfolgt die Synergie seiner astromedialen Verbindung von Space und Sound, vollführt dabei aber eine deutliche Veränderung. Es klingt deutliche defensiver, reduzierter und nachdenklicher als die vergangenen Alben des Eifelers. Natürlich gibt es die typischen Beats und Rhythmus-Muster die eben den Moonbooter-Sound ausmachen, aber der schwarze Mond mag irgendwie suggerieren als ob seine Musik einen kleinen Wandel durchlebt. Einige der Tracks erfordern deutlich mehr Zeit zum Zuhören und weniger des Konsumierens. Gut so und vielleicht führt der nächste musikalische Weg sogar mal auf irdische Breiten- und Längengeraden, wäre doch toll mal zu erfahren wie sich die Musik von Bernd Scholl durch heimische Inspirationen anhören würde. Tolles Album. Stefan Erbe, www.empulsiv.de...


moonbooter vs Otarion - Live Muenster 2016

08.03.2017
Uwe
Die beiden scheinen sich gut zu verstehen, der Moonbooter (Bernd Scholl) und der Otarion (Rainer Klein) :-) Die -Live Münster 2016- sprüht nur so vor Spiellaune, das hört man wirklich von der ersten Sekunde an! Richtig kraftvolle und melodische Stücke kommen hier durch die Boxen und : es ist echt schwierig die beiden Stile zu trennen, bzw. zu unterscheiden, so gut ergänzen sich die beiden. Tja, da kann man es kurz machen und Euch ein großes Lob aussprechen : Klasse Arbeit !! Wer auf schöne Melodien steht, sollte hier sofort zugreifen, denn diese Musik tut einfach gut. An Moonbooter und Otarion geht eh kein Weg an vorbei, und die beiden zusammen erst recht nicht! Uwe Sasse / Sequenzerwelten...


moonbooter - Schwarzmond

06.03.2017
global
What a great album! Although the year just has started there is a great change that it will become, for me personally, the best album of the year! ... from Roger at emportal.info...


moonbooter - Schwarzmond

06.03.2017
global
Regular as a clock and always faithful to his style of Intelligent Cosmic Dance, Moonbooter returns us with his annual 2nd album solo where his beats of dance are fooling around with some good electronic rock which always soaks in atmospheres of Berlin School. And in each of his albums, if my memory is faithful to me, Bernd Scholl manages to stick us a couple of musical itches between our two ears. And “Schwarzmond” doesn’t do exception and starts with strength.
After the very ambiospherical introduction of "Praeludium", "Daft Moon" spits its rhythmic poison with heavy pulsations from which every blow rises a line of sequences and its dusts of prism. The title is unequivocal! It’s a hymn of dance with good orchestrations and a very selective approach of the effects on a contagious structure of rhythm. That’s not really my kind, but the fans of Daft Punk here, and all over the album by the way, will be fooled by this so similar mood! Nervous in its static envelope, "Deep Breath" calms the tone with a structure of rhythm which will make our fingers dance more than our feet. Quietly, after the fury of "Daft Moon", Moonbooter slides towards a music of dance more accessible to the fans of a more rock EM which is closer to the roots of Berlin School. A sweet morphic lullaby with a lot of bright stars tones which sparkle and float in a crystalline envelope, "LuLeLa" is the front door of this Moonbooter universe where the borders between pure Dance music, E-rock and ambient merge marvelously. "Epiphany" opens with a cloud of oscillating sequences which pound with a good static pace in the effects, one would say barkings of dogs, and in layers of mist where pearl absent voices. The bass pulsations emerge around the 57th second, giving a look of a hymn of dance and trance where get graft fragile harmonious chords. This semi-ambient phase goes for a structure of dance of the 70’s with orchestral holds which spin on the undulations of a humming line and of clacking percussions. "Nachtvogel (The Birth)" follows with a good passage of retro Berlin School atmospheres with sequences, which make very TD of the Flashpoint years, which are dying in acrid vapors. There is some tension here which gets free of a chaotic and rodeo structure which is "Satellite", a good electronic rock coated of twists and solos of a synth in harmonious mode which decorates a heavy and good spheroidal approach. It’s the kind of title that leaves its imprints in the bottom of our eardrums.
"Theia" opens the 2nd part, the most delicious I would insist, of “Schwarzmond” with a solid and very catchy structure like only Bernd Scholl is capable of concocting. The approach is slow and lascivious while hesitating between the winged ballad of orchestral mists and a morphic techno ideal for a cosmic ballad. It’s a wonderful track that stays between our ears for a long time! So long that its flavors go towards the somber "The Raven's Light" which shows on the other hand a good swiftness with a rhythmic crescendo, a kind of bolero, as the seconds run out from the timer. Bernd Scholl likes to add effects of NASA voices to his structures. Here it’s in "Apollo 13" that they occupy the spaces of atmospheres. The structure of rhythm is a kind of a cross breeding between a spheroidal approach and another one bounding which oscillates between Jarre and Daft Punk with effects of fat and nasal chirpings. "Nachtvogel (The Awakening)" is as much delicious as "Theia" and "Nachtvogel (The Birth)". It’s too short! But its flavors flood the first steps of the very intense and filmic "238.900 Miles" which, from the ambient and ethereal approach, gets transform into a good and lento electronic rock that Harald Nies peppers of superb and furious guitar solos. "Daft Moon (Reprise)" is the other side of the décor of the very Techno hammering "Daft Moon" and concludes “Schwarzmond” with a structure of cosmic ambiences which rests our ears of this very good musical mixture (yet, another one) in sounds, in tones and in rhythms of Moonbooter. The only artist who convinced me that the EM of the Berliner style and/or cosmic could get out of its bed without disappointments nor bitternesses.
Sylvain Lupari (February 28th, 2017)...


moonbooter vs Otarion - Live Muenster 2016

06.03.2017
global
For the 2nd consecutive year, Moonbooter participates at the Cosmic Night Event, which takes place at the Münster Planetarium in Germany, together with an artist of his own label MellowJet Records. Otarion succeeds Wellenfeld for this event by interpreting 4 titles of his last album while that Moonbooter goes also for 4 selections of his latest album Cosmoharmonics. And a fact to underline, both artists propose also an unedited title for the encores.
The whole thing starts with the intense "Follow the Thread" from the German artist Otarion. Ambivalent structure of rhythm where the abrupt phases and others more static, with effects which will remind of the Techno new wave approach of Orchestral Maneuver in the Dark, which go in and go out in a delicate harmonic shroud, this title from the Constellations and the Red Thread album is a pretty good appetizer to this mini festival of Cosmic Dance Music where the first 58 minutes follow in line as if it was from the same artist. So the jumpy beat, the swirling sequences and the vocoder of "Drop", from Moonbooter, seem surprisingly bound to "Follow the Thread". The 2 artists are exchanging the lead following each tracks. If 2 first ones fit marvelously, it’s just as much for the solid "Inspired", amputee of 4 minutes here, and the hypnotic trance spiral which is "Simply Ethereal". And in spite of the very Dance techno approach, the music of Moonbooter and Otarion inhales of lightness by sitting down more on the hymns than on a full excess of effects and pastiches artifices which are too strongly used by the designers of the kind. Both keep also this small floating side of cosmic EM with "The Mysterious" which does very Vangelis and futurist too. The danceable and heavy approach of "The Greatest Mystery", one of the most solid titles of Cosmoharmonics, is more than opportune at this moment of the show. And bound to the explosive, everything is relative in electronic cosmic music, "Reverberation" as well as in the very slow, dense and orchestral "Earth Two", a very good title a la Jarre from Moonbooter; We enter in the pinnacle of this show. And now the presents! The unedited music pieces... "Unpublished", by Otarion, respects in every aspect the very Teutonic approach of the Düsseldorf School that Rainer Klein has groped around in his last album. However, the short duration of the title makes so that Otarion seems to have the hands tied, him who excels at the art to weave harmonies tinted of melancholy on his hymns of Germanic dance. But Moonbooter is capable of making burn a dance floor with his capacity to incorporate the acrid vapors of Berlin School in his rhythms of lead, like in "Like Angels". Let's say that with these 2 unpublished titles, the spectators had to have feet on fire due to skipping relentlessly.
Half in earnest, half in jest, my thoughts are always torn when my ears are deafened by the hummings of the pulsations (boom-boom) of the inexhaustible rhythms of dance. If the recipe worked very well the past year with Moonbooter vs Wellenfeld, she is going to take off even more with this last version of this Cosmic Night Event because the music of Constellations and the Red Thread fits more to this event than that of the albums The Wave and Elements from Wellenfeld, highlighting the visions and the complicity of Moonbooter and Otarion. At the end of the day, I had a pretty nice time listening to this “Moonbooter vs Otarion Live Muenster 2016” which ends to be a is a good album of Intelligent Cosmic Dance Music without those perpetual sterile subtleties that makes of it something so useless from times to times!
Sylvain Lupari (February 27th, 2017)...


moonbooter - Schwarzmond

02.03.2017
MusikZirkus
Etwas mehr als ein halbes Jahr ist seit der letzten Veröffentlichung von Moonbooter, die den Titel „Cosmoharmonics“ trug, ins Land gegangen, da kommt schon ein neues Werk vom Klangzauberer Bernd Scholl auf den Markt. Das neue Album heißt „Schwarzmond“ und zeigt zum ersten Mal die „dunkle Seite“ von Moonbooter, wie er es selber beschreibt. Da passt der Albumtitel perfekt. Aber so richtig dunkel ist es dann auch nicht, denn wir kennen Moonbooters Stil, der auch auf diesem Album herrliche Melodien und tolle Beats bereithält.






Das erste, was auffällt ist das Booklet. Je nachdem, wie man das vierseitige Booklet faltet, hat man drei verschiedene Covermotive zur Auswahl (auf dieser Seite ist eines abgebildet).

Wie bereits auf „The Wave“ vereint das neue Album klassische elektronische Klänge mit der Neuzeit. Bewusst gibt Bernd seine Vorbilder im Booklet des Albums preis: J-M Jarre, VNV Nation, Daft Punk, Michael Cretu und Klaus Schulze. So beschreibt es Bernd selber. Und in der Tat sind einige Inspirationsquellen in den Stücken auszumachen.

Neben dem 1:16minütigen Intro „Praeludium“ hat Moonbooter ein Dutzend Tracks mit Laufzeiten zwischen 2:38 und 8:31 Minuten auf das neue Album gepackt. Leicht dröhnende Synthieklänge eröffnen dieses Intro, das nach wenigen Momenten mit herrlichen Synth-Harmonien überdeckt wird. Danach folgt mit „Daft Moon“, das sich nahtlos anschließt, der erste Track des Albums. Pumpende Beats und tolle Harmonien sowie der Titel des Stückes machen deutlich, das sich Bernd hier stilistisch im Fahrwasser von Daft Punk bewegt. So ein bisschen erinnert mich das auch an dessen Soundtrack von „Tron: Legacy“. Hier hat er das Flair des französischen House-Duos perfekt eingefangen.

Ruhiger geht es dann zunächst in „Deep Breath“ zu. Hier wird es in der Tat für Moonbooter-Verhältnisse etwas dunkler. Aber trotzdem kann man deutlich seine Handschrift erkennen. Nach gut drei Minuten setzt ein Rhythmus ein und der typische Moonbooter-Sound hält wieder Einzug. Dann folgt das 2:33minütige „LuLeLa“, das eine Variante vom Schlaflied „La le lu, nur der Mann im Mond schaut zu“, das durch Heinz Rühmann bekannt geworden ist, darstellt. Bernd hat es stark verändert, denn er setzt eine Klangfolge ein, die wie eine Art Morsezeichen wirkt.

Leicht Pop angehaucht und tanzbar zeigt sich dann „Epiphany“. Der sanfte Anfang mündet dann ungefähr ab der Hälfte in einen druckvollen Track. Dem setzt Moonbooter dann mit „Nachtvogel (the birth)“ einen leicht düsteren Track mit John Carpenter-Flair entgegen (einige Vogelstimmen von Krähen werden mit eingebunden und ergeben so eine mystische Atmosphäre), der später mit einem Ryhtmus aufwartet, der mich ein wenig an Ultravox „Vienna“ erinnert. Rhythmisch mit einem leichten Hauch von Jarre und Daft Punk geht es dann in „Satellite“ weiter. Auch „Theia“ weist einige Spuren von Jarre und dieses Mal Cretu auf, die dann mit dem Moonbooter-Stil verwachsen.

Neben dem atmosphärischen, teils hymnischen „The Raven’s Light“, dem tollen rhythmischen „Apollo 13“, dem wieder düsteren „Nachtvogel (the awakening)“ gibt es dann noch das 8:31minütige „238.900 miles“, das nach einem recht monotonen Beginn asiatisches Flair versprüht und mit einer Gitarrenpassage von Harald Nies aufwartet. Harald spielt hier im letzten Drittel ein recht rockiges Solo auf seiner E-Gitarre. Das ist einfach klasse gemacht. Den Abschluss bildet dann „Daft Moon (reprise)“, das hier aber ein wenig anders als beim zweiten Track klingt, denn statt Rhythmen hat Moonbooter hier Flächen aufeinander gelegt, die wieder einen etwas düsteren Touch haben.

Auch der neueste Output von Moonbooter aka Bernd Scholl ist qualitativ wieder sehr anspruchsvoll. Bernd zeigt auf „Schwarzmond“ einige weitere Facetten seiner musikalischen Finesse und würzt sie mit einigen bekannten Zutaten sodass der Erkennungswert erhalten bleibt. Ein tolles Album.

Stephan Schelle, Januar 2017...


moonbooter - Schwarzmond

25.02.2017
Uwe
Die Idee, ein düster klingendes Album zu machen, fand ich richtig gut - ........ und das Ergebnis auch :-)
Als Bernd "Moonbooter" Scholl dies angekündigt hatte, wurden meine Ohren schon sehr sensibilisiert und somit war ich auf den Trailer sehr gespannt. Und ja, die Sounds klingen härter, dynamischer und für Moonbooter´s Verhältnisse auch düsterer. Hiermit ist Bernd die Ausgewogenheit zwischen seinen melodiösen Stücken und eben den neuen Einfällen recht gut gelungen. Damit eröffnen sich neue Pfade, auf denen Bernd viel neues ausprobieren kann.
Auf der -Schwarzmond- sind doch einige neue Sachen zu hören, die eine etwas düstere Ausrichtung haben. Bernd´s kleiner Stilwechsel gefällt mir außerordentlich gut und wie es so rauszuhören ist, scheint es ihm zu liegen. Klanglich bleiben, wie bei allen Moonbooter-CD´s keine Wünsche offen, da stimmt der kleinste Ton.

Zusammenfassend kann ich aber alle Moonbooter-Fans beruhigen : niemand muss auf seinen typischen, melodiösen Stil verzichten. Auch wenn es etwas düsterer klingt : wo Moonbooter drauf steht, ist auch Moonbooter drin!
Uwe Sasse, sequenzerwelten.de...


Uwe Reckzeh - Mirror Images

25.02.2017
MusikZirkus M.
Nach dem herausragenden „Subsesizer“ aus dem letzten Jahr lässt der deutsche Elektronikmusiker Uwe Reckzeh im März 2012 ein neues Werk unter dem Titel „Mirror Images“ folgen. Acht Stücke hat Uwe auf seinem neuen Werk untergebracht, die auch seinen bisherigen hohen qualitativen Standard widerspiegeln. Bei einigen Tracks ging mir durch den Kopf „Könnten sich Tangerine Dream heute so anhören, wenn sie ihren Stil der 80’er (unter Mitwirkung von Johannes Schmoelling) fortgeführt hätten?“.





Los geht es mit dem wunderbaren Titelstück, das zunächst sanft schwebende Flächen durch den Raum schickt. Nach etwa gut zwei Minuten wird es dann intensiver, denn ein Sequenzerrhythmus entwickelt sich langsam aus dem Hintergrund und schiebt sich nach vorne. Jetzt tuckern die Synthies und es wird rhythmisch und hypnotisch zugleich. Langsam entwickelt sich der Track, in dem neue Elemente und Harmonien hinzukommen. Nach gut vier Minuten legt Uwe dann eine Melodielinie auf den elektronischen Unterboden. Ein sehr schön verträumtes Stück, das vor allem im zweiten Teil deutliche Anleihen an die großen Tangerine Dream aufweist.

„Waiting Steelness“ nennt sich der zweite Track, der sofort mit Sequenzerrhythmen startet. Dieses Stück rückt für mich stilistisch - auch von der Klangfarbe des Synthies - in die Ecke der niederländischen Elektronikmusik. Uwe hat hier einen recht rhythmischen Track eingespielt (mit programmierten Drums), der sofort ins Hirn geht. Hypnotisch und die Sinne beraubend geht es dann in „Contribution“ zu. Dieses Stück vernebelt einem die Sinne schon zu Beginn durch die tolle Rhythmik und die darauf gelegten Flächen. Dazu zirpen die Synthies, so als würde man sich in einem elektronischen Dschungel befinden. Das hat was unglaublich fesselndes. Der Rhythmus - auch wenn er sich leicht verändert - schreitet monoton voran und Uwe spendiert dem Ganzen nach einigen Minuten dann eine wohlige Melodie.

Rhythmisch und mit einer tollen Melodie geht es dann bei „Most Diversion“ weiter. Diese Melodie setzt sich im Ohr fest und könnte auch gut im Radio gespielt werden. Ein toller Track, bei dem man so richtig abgehen kann. Diesen Titel muss Uwe unbedingt in sein Liveprogramm aufnehmen. Es folgen weitere vier Stücke die den vorangegangenen in nichts nachstehen.

Mit „Mirror Images“ ist Uwe Reckzeh ein toller Nachfolger seines hervorragenden Werkes „Subsesizer“ gelungen (für letzteres bekam er eine Nominierung in der Kategorie bestes Album national bei der Schallwelle-Preisverleihung). Mit dem neuen Werk zeigt Uwe eine konstante Leistung, die ihn mit an die Spitze der Szene katapultiert - wenn es nicht schon das letztjährige Album geschafft hat. Wer Uwe’s bisherige Werke mag und auch die Musik von Tangerine Dream, der sollte sich dieses Werk unbedingt zulegen.

Stephan Schelle, März 2012...


Rachels Memory - Understated Drama

25.02.2017
MusikZirkus M.
Auf dem MellowJet Records Label kommt im Frühjahr 2012 das Debütalbum der Formation Rachel’s Memory auf den Markt. Das ungewöhnlichste daran ist, dass das Label, das bisher auf Elektronikmusik spezialisiert war, eine Platte veröffentlicht, die mehr in der Popmusik verhaftet ist. Auf der anderen Seite zeigt dies aber auch, wie nah viele musikalische Stilrichtungen miteinander verknüpft sind.




Rachel’s Memory ist ein Bandprojekt bestehend aus Antje Auer (Gesang, Violine), Andreas Hack (analoge und digitale Instrumente), Jürgen Rennecke (Bass) und Christian Hack (Flöte).

Die Musik auf „Understated Drama“ zeigt sich im Gewand von atmosphärischer Popmusik. Beeinflusst wurden Rachel’s Memory dabei von bekannten Größen der Elektronikmusik, die sie aber im Booklet nicht näher benennen. Wunderbare Melodien paaren sich mit ausgefeilten Rhythmussequenzen und harmonischen Synthieläufen, auf denen dann Antje ihren eindringlichen Gesang legt. Schon im Opener „I, Herself“, der schnell ins Ohr geht, kommen bei mir Erinnerungen an atmosphärische Songs von Bands wie Propaganda oder Schiller in den Sinn.

„Lost Days“ ist ein eindringlicher Song, bei dem über weite Teile Piano und Drumcomputing die wunderbare Stimme von Antje unterstützen. Hier kann man schon mal eine Gänsehaut bekommen. Auch das folgende „Severed“ hat Ohrwurmqualitäten und kann mit einem tanzbaren Beat aufwarten. „Choice“ ist so ein Song, in den man sich einfach hineinfallen lassen kann. Antjes Stimme wird hier gedoppelt, so dass sie quasi mit sich selbst ein Duett singt. Das geht einfach nur unter die Haut - auch durch die Sehnsucht vermittelnde Violine. Auch die anderen Stücke halten die hohe Qualität. Das ist für mich Atmo-Pop vom Feinsten. Ein tolles Debüt.

„Understated Drama“ ist alles andere als eine verkopfte oder düstere Angelegenheit. Rachel’s Memory bieten herrliche, melodiöse Popmusik, die teilweise unter die Haut geht. Ich finde es sehr gut, dass MellowJet diesem neuen Projekt die Plattform für ihre Musik gegeben hat. Das klingt auf dem Debüt schon sehr ausgereift und hat trotzdem noch jede Menge Potenzial. Hier könnte eine Band entstanden sein, die noch von sich reden macht. Ein tolles Album für Freunde der Popmusik genauso wie für Elektronik- oder Rockfreunde.

Stephan Schelle, März 2012...


Faber - Universal Flow

25.02.2017
MusikZirkus M.
Faber ist das Pseudonym des deutschen Musikers Ronald Schmidt. Nach „Spacefish“ und „Spaceseed“ ist es die dritte Begegnung mit ihm. Im Frühjahr 2012 kam bei MellowJet Records sein neuestes Werk unter dem Titel „Universal Flow“ als CDR heraus. Es ist das mittlerweile sechste Werk, das er als Faber auf den Markt bringt.





Acht Stücke mit Laufzeiten zwischen 4:37 und 7:13 Minuten Spielzeit finden sich auf dem Silberling. Los geht es mit dem etwas mehr als sechsminütigen Titelstück. Das erste was auffällt sind ungewöhnliche Sounds auf denen sich dann aber wunderbare Harmonien ausbreiten. Auch der Rhythmus ist sehr akzentuiert und strukturiert angelegt. Das gefällt mir ausgesprochen gut. Nach gut anderthalb Minuten kommt dann eine Melodie hinzu die dem Ganzen eine eigenwillige Note verleiht. Das ist mal ein Sound der schon bekannte Klänge mit wirklich Neuem verbindet. Ich kann die eigenartige Stimmung, die Faber damit erzeugt, gar nicht recht beschreiben, auf jeden Fall lässt er aber ein sehr gutes Gefühl zurück.

Es folgt „Spacestation One“, das zunächst nicht sphärisch, sondern recht rhythmisch beginnt. Dann fügt Faber ungewöhnliche Sounds hinzu, die etwas bedrohend oder mystisch, aber auch erhaben klingen. Ich kann mir gut vorstellen wie eine Raumkapsel zu dieser Musik auf eine Raumstation zuschwebt. Nach einiger Zeit kommen Synthiechöre hinzu und lassen das Bild ein bisschen heller erscheinen.

„Ten Thousand Lightyears“ kommt mit einem schönen Rhythmus und einer wunderbaren Synthiemelodie daher. Das klingt vertraut und die Sounds schmeicheln sich förmlich im Gehörgang ein. Im weiteren Verlauf kommt auch noch Gesang hinzu der mit Vocoder verfremdet wird. Jetzt habe ich so ein bisschen das Gefühl einer sanften, langsamen Andy Pickford Nummer zu lauschen.

Der Beginn von „Wind Of Times“ wird zunächst von synthetischen Windgeräuschen bestimmt. Dann kommt aber aus diesem Klangnebel eine zerbrechliche Melodie bzw. ein Sound, der das ganze recht lieblich (nicht kitschig) klingen lässt. Ein wunderbarer Titel, der zur Entspannung geeignet ist. Hier kann man die wahrlich die Seele baumeln lassen.

Auch wenn Faber es in einer anderen Klangart spielt, so erinnert der Anfang von „Caravan Of Dreams“ doch eine klein wenig an Kraftwerks „Autobahn“. Und doch hört sich die Musik völlig anders an. Faber hat eine sehr schöne Melodie in dieses Stück integriert. Das geht sofort ins Ohr. Eine Spur Ron Boots klingt dann aus dem nächsten Stück „Nomans Return“, das durch einen herrlichen Rhythmus, auf dem sich einfühlsame Harmonien breit machen, bestimmt wird. Auch eine Art Akustikgitarre mischt sich in dieses Getümmel und verfeinert den Track. Wenn der pfeifende Sound einsetzt, dann kratzt Faber aber haarscharf am Kitsch vorbei. Ansonsten gefällt mir der Track aber sehr gut.

Sehr verspielt und auf Stimmungen ausgelegt ist „Terra Antigua“. Auch kommen in diesem Stück einige Sounds hoch, die recht asiatisch (chinesisch oder japanisch) klingen. Die Melodie im asiatischen Touch steht im krassen Gegensatz zum vertrackten Rhythmus, der im Hintergrund seine Arbeit verrichtet. Ein tolles Klangerlebnis. Den Abschluss bildet dann „Stairway To The Stars“, ein sehr melodiöser Track, der romantisch in den Nachthimmel weist.

Mit „Universal Flow“ ist Faber aka Ronald Schmidt ein sehr schönes Elektronikalbum gelungen. Vor allem die frischen Sounds sind es, die mich begeistert haben. Daneben hat Ronald aber auch Wert auf melodische Tracks gelegt, was die CD sehr eingängig macht. Ein Album das ich empfehlen kann.

Stephan Schelle, Mai 2012...


Harad Nies - Cableworld

25.02.2017
MusikZirkus M.
Nach dem letztjährigen Album „Torodial Sequences“, bei dem sich Harald Nies mit Planetenklängen beschäftigte und das sehr ruhig ausgefallen ist, zeigt er auf „Cableworld“, seinem mittlerweile neunten Album, wieder eine andere Seite seines musikalischen Oeuvres. Harald bietet in seinen Stücken eine Mixtur aus herrlichen Sequenzer- und Synthiesounds mit dem atmosphärischen Spiel auf seiner Gitarre.





Die neun Stücke haben Laufzeiten zwischen 4:22 und 11:51 Minuten. Mit dem kürzesten Stück „Opening“ führt uns Harald recht sphärisch in das Album ein. Man hat das Gefühl als würde man bei der Musik durch den Raum schweben. Nach anderthalb Minuten kommen dann etwas dunklere Töne hinzu, die aber nicht bedrohlich wirken. Einige Momente später wechselt die Stimmung und hypnotische Sequenzen halten Einzug. Nahtlos geht es in den nächsten Track „Smooth Traffic“ hinüber, der jetzt einen tollen Rhythmus und eine eingängige Melodielinie zum bisherigen Sound addiert. Das klingt einfach nur gut. Immer weiter entwickelt sich das Stück, in dem weitere klangliche Komponenten hinzugefügt, andere wiederum weggelassen werden. So ist die Musik im ständigen Fluss, in dem man sich treiben lassen kann.

Es folgt „Riding On Light Waves“. Dieser Track hat einiges vom Sound der „Berliner Schule“ und doch ist er anders. Flächen, Sequenzer, Schlagzeugrhythmus und tolle Melodielinien gehen hier eine perfekte Verbindung ein.

Perlende Synthies starten in „Absorption“, den längsten Track des Albums. Nach gut anderthalb Minuten startet der Sequenzer und die dann einsetzenden Flächen und Harmonien schieben sich direkt unter die Haut. Wenige Momente später fügt Harald noch einen stampfenden Beat hinzu. Die Melodielinie, die er in einem Orgelsound spielt, scheint im krassen Gegensatz zu den Rhythmen zu stehen und passt vielleicht gerade daher so gut dazu. Im zweiten Teil kommt dann auch Haralds atmosphärisches Gitarrenspiel endlich zum Einsatz. Nicht zu rockig für den Elektronikfreund und doch mit genug Gefühl und Dynamik um zum Rockbereich hinüber zu schielen.

Bei dem etwas mehr als zehnminütigen „Celebration Of E“ bin ich mir nicht ganz sicher, was ich davon halten soll, da hier einige Tonfolgen stoisch beibehalten bzw. wiederholt werden, ohne das es eine Abwechslung gibt. Das ist mir eine Spur zu eintönig. Es ist aber auch der einzige Kritikpunkt an dem Werk.

Mit einem mystischen Rhythmus startet „Lord Of Technologie Part 1“. Auch die einsetzenden Synthies unterstützen diese mystische Stimmung, setzten aber schöne Harmoniebögen darauf. Nahtlos geht es dann in „Part 2“ über. Auch dieses Stück kommt recht mystisch aus den Boxen, übernimmt aber weder Rhythmus noch Melodik des ersten Parts. Ein langsam dahin trabender Track, bei dem am Ende Harald noch einmal mit rockigen Riffs seine Gitarre einsetzt.

Das fast zehnminütige „Copper And Sand“ ist eine verträumte Elektroniknummer. Die wunderbaren Melodielinien werden im Mittelteil von einigen Gitarrensoli unterbrochen, was dem Stück aber eine gewisse Spannung beschert. Den Abschluss bildet dann „Future Connexion“. Hier kommen die Sequenzer wieder zu ihrem Einsatz. Mit einer wunderbaren Melodie, die auch wieder an die „Berliner Schule“, insbesondere an Tangerine Dream erinnert, beschließt Harald dann sein neues Album. Allerdings kommt auch hier wieder sehr schön seine sphärisch, mit rockigen Untertönen bestückte E-Gitarre zum Einsatz.

Mit „Cableworld“ hat Harald Nies wieder ein wunderbares Album der Elektronikszene geschenkt. Die CD ist durchzogen von eingängigen, wunderbaren Melodielinien. Bernd „Moonbooter“ Scholl hält das Album laut Angaben auf seiner Labelseite für „einen echten Geheimtipp“. Da kann ich ihm nur zustimmen. Wer auf melodiöse Elektronikmusik steht, der bekommt hier ein klasse Album. Sehr empfehlenswert.

Stephan Schelle, Mai 2012...


moonbooter - Cosmophonica

25.02.2017
MusikZirkus M.
Am 15.09.2012 trat der in der Eiffel wohnende Elektronikmusiker Bernd Scholl aka Moonbooter im Bochumer Planetarium auf und präsentierte sein neuestes Album live, das den Titel „Cosmophonica“ trägt. Im Planetarium zeigten die Stücke eine sehr starke Wirkung zusammen mit den herrlichen Großanimationen, die unter der Kuppeldecke projiziert wurden. Nun muss sich zeigen, ob die Tracks auch ohne die visuelle Unterstützung funktionieren. Neben der normalen Audio CDR erscheint das Album auch noch als DVD im 5.1 DTS-Format.





Auf seinem neuesten Album fragt sich Moonbooter, was geschehen wird, wenn in Billionen von Jahren keine leuchtenden Sterne mehr am Himmel zu sehen sind und unser Universum ein dunkler, fader und kalter Ort geworden ist. Lange Zeit davor saugen Schwarze Löcher die letzte Materie auf und Galaxien driften ziellos im Weltall davon. Was wird dann passieren, in einer Zeit dunkler Einsamkeit? Wird alles mit einem großen Riss oder einem großen Knirschen enden, oder wird alles verbunden und es entsteht vielleicht etwas Neues? Das Ganze hat Moonbooter in 14 Klangbilder, die von seiner typischen rhythmischen und melodischen Musik durchzogen sind, dargestellt.

Wie bei einem Konzeptwerk lässt Moonbooter die meisten Stücke nahtlos ineinander übergehen, so dass ein zusammenhängender Bezug der einzelnen Stücke entsteht. Los geht es mit dem Track „Introducing ...“, das eine Art Intro darstellt. Hier bereitet Bernd den Boden für sein Album, auf das er mit diesem Intro sehr stimmungsvoll einleitet. Dieser Opener wirkt symphonisch, wie ein Soundtrack, der langsam auf ein Ziel hinsteuert. Der am Ende aufkommende pumpende, tackernde Beat stellt dann auch die Grundlage für den zweiten Track „(The) Epic Moments“ dar. Zunächst auf dem Rhythmus aufbauend schält sich nach etwa 45 Sekunden eine Melodielinie heraus, die typisch für Moonbooter’s Musik ist. Schnell ist der Hörer in seinem Musikkosmos gefangen.

Es folgt das zehnminütige Titelstück, bei dem Bernd eine traumhafte Melodie an den Anfang gestellt hat. Erhaben und symphonisch ist dieser Beginn gehalten, bei dem man förmlich davonschwebt. Nach gut drei Minuten werden die Pianomotive von einem fetten, akzentuierten Rhythmus, der sich zunächst noch im Hintergrund bewegt, unterstützt. Nach einer weiteren Minute schmeißt Bernd dann den Sequenzer an und der Track stampft, wie eine Lok voran. Ab Minute sieben hat wieder die Pianomelodie das Sagen und der verträumte Part vom Anfang steht wieder im Vordergrund.

Bei „Last Exit To Eternity“ kommt durch die Instrumentierung zunächst ein etwas asiatisches Flair auf, das recht sehnsuchtsvoll ins Ohr geht. Sobald aber nach gut einer Minute eine sehr schöne Sequenzerrhythmik einsetzt, ändert sich das Bild. Bei mir werden Assoziationen wach, die eine Mischung aus Tangerine Dream und Schiller hervorrufen. Und doch braut Moonbooter hier sein ganz eigenes Süppchen, das sehr wohlschmeckend aus den Boxen kommt. Dabei hat er dröhnende Sounds in den Track eingebaut, die ihm ein gewisses Volumen verleihen.

Zum Vocoder greift Bernd dann im Stück „Like Angels“. Den Text kann man aufgrund der Verfremdung nicht wirklich verstehen, das ist aber auch gar nicht so wichtig, denn der Track geht mit seinem frischen und schnellen Rhythmus gut ins Ohr. Nach diesem schnellen Stück geht es in „Interstellar Sunset“ zunächst wieder sehr schwebend zur Sache. Hier gefällt mir aber der punktuelle Rhythmus sehr gut (erinnert mich eine Spur an Ron Boots). Im Verlauf des Stückes nimmt dieser immer mehr an Dynamik zu, behält aber zwischendurch eine gewisse Trägheit, die ihm etwas spaciges verleiht.

„Good Bye Elements“ ist eine typische Moonbooter-Nummer, was Rhythmik und Melodik angeht. Beim vierminütigen „Nothing Is Infinite“ hat Bernd einen punktuell gesetzten Rhythmus platziert. Darauf sind zunächst abwartende Harmoniefolgen gelegt. Es klingt so, als würde noch etwas kommen, das beginnt dann aber erst nach zweieinhalb Minuten, wenn die Melodiemuster eine eingängige, schnelle Form annehmen. Mit einem rockigen Rhythmus ist „Desire Is Irrelevat“ versehen, der von einigen monotonen Harmoniefolgen unterbrochen wird. Stoisch aber hypnotisch marschiert dieser Track voran. Das hat was von Elektro/Wave und weist einen eingestreuten, düsteren Sprechgesang auf.

Mit Steeldrum ähnlichen Klängen wartet dann „Struggle Beyond Afterlife“ auf, das dadurch eine ganz eigene Note bekommt. Darunter legt Bernd nach einigen Momenten einige Synthieflächen, was sehr mystisch und spacig klingt. Auch die restlichen Titel, von denen noch „Multiverse“ Ohrwurmcharakter aufweist, halten den hohen Standard. Der letzte Track „Death Of The Last Star“ endet mit einer traurigen Kinderstimme die sagt: „Papa guck mal, am Himmel sind gar keine Sterne mehr.“

Auch das neueste Werk von Moonbooter hält dem hohen Qualitätsanspruch stand, den auch schon seine bisherigen CDs aufwiesen. Bernd Scholl schafft es immer wieder mitreißende Melodien mit knackigen Rhythmen zu v...


Wellenfeld - Endless Summer (EP)

25.02.2017
MusikZirkus M.
Das Duo Wellenfeld, das sind Andreas Braun und Detlef Dominiczak, hatte thematisch auf ihren bisherigen sechs Alben immer den Weltraum im Fokus. Titel und Cover des in 2012 erschienenen siebten Albums gehen da in eine ganz andere Richtung. „Endless Summer“ heißt das als CDR bei MellowJet Records herausgekommene Album. Wer möchte nicht einen endlos andauernden Sommer, bei mir rennen die beiden mit diesem Titel jedenfalls offene Türen ein.





Das Cover zeigt eine Poollandschaft an einem Hotel, was schon mal auf mediterranes Feeling hoffen lässt. Und in der Tat beginnen Wellenfeld mit dem Opener „Chilling“ luftig und locker. Nachdem das Geräusch eines startenden Jets den Boden für den musikalischen Urlaubstrip bereitet, legen die beiden Mit Akustikgitarren-Klängen und Keyboardsounds los. Das Ganze ist wahrlich entspannt und verbreitet sofort sommerliches Gefühl. Nach wenigen Momenten bin ich gedanklich an einer Strandbar und genieße einen wunderbaren Drink, während ich in die untergehende Sonne blicke. Allerdings scheinen wir uns noch im Anflug auf die Urlaubsinsel zu befinden, denn der Track endet wiederum mit Flugzeuggeräuschen und einer Ansage einer Flugbegleiterin und des Flugzeugkapitäns.

Spätestens im nächsten Stück sind die beiden Musiker und die Hörer dann aber am Strand, denn der Track trägt den Titel „Blue Beach“. Sphärisch kommen die Klangkaskaden aus den Boxen und lassen den Hörer zunächst schweben. Im ersten Moment hatte ich das Gefühl eines Gleitfluges oder einer schwebenden Szenerie unter Wasser. Doch sobald dann die Melodie einsetzt und ein Schlagzeugrhythmus sich hinzugesellt nimmt der Track an Fahrt auf. Die Akustikgitarre ist hier auch wieder zu finden und bringt eine Gänsehaut treibende Melodielinie hervor. Beim hören der Musik wünsche ich mich gleich in den Süden zurück.

„Sphere“ ist ein herrlich rhythmischer Track mit pumpenden Beats, während „Mare Moon“ wie ein Stück aus IC-Zeiten (G.E.N.E.) klingt. „Sun Down“ beginnt zunächst mit weiten Synthieflächen, die nach etwa einer Minute durch Sequenzerrhythmen unterstützt werden. Der Rhythmus nimmt weiter zu und perlt so dahin, geistig befinde ich mich ebenfalls am Strand und blicke auf das weite Meer, während die Sonne am Horizont unterzugehen scheint.

In „Step By Step“ scheinen wir schon wieder an Bord eines Flugzeuges zu sein, denn neben den akustischen Signalen, die darauf hindeuten sich anzuschnallen, kommt auch wieder eine Ansage vom Kapitän. Nichts desto Trotz ist dieser Track aber auch locker und luftig und sehr mediterran gehalten. Mir ist sowieso noch nicht nach Abflug zumute. Es folgen noch „Summer Breeze“ (erinnert mich an Moonbooter) und „Logic Ambient“. Und mit „Biowave (Mondmann / WakeUp-Mix)“ ist dann noch ein Remix des Stückes „Biowave“ vom 2008’er Album „Sunshine“ als Bonustrack auf der CDR enthalten. Bernd Scholl aka Moonbooter hat diesen Titel in einer sehr rhythmischen Variante remixt, die von ihren Beats an eine schnellere Version von Kraftwerk erinnert.

Mit „Endless Summer“ ist Wellenfeld eine relaxte CD gelungen, die den perfekten Soundtrack zum Wegbeamen an einen fernen Strand darstellt. Ein sommerliches Album für die blauen Stunden oder einfach nur zum relaxen.

Stephan Schelle, September 2012...


Faber - Sounddiver

25.02.2017
MusikZirkus M.
Faber ist ein Pseudonym für einen deutschen Elektronikmusiker, der mit „Sounddiver“ bereits seine siebte CD auf den Markt bringt. Hinter dem Projekt steckt der deutsche Ronald Schmidt. Es ist nicht ganz ein halbes Jahr her, seit das letzte Album von Faber unter dem Titel „Universal Flow“ herausgekommen ist, da taucht Ronald Schmidt auch schon wieder in die synthetischen Tiefen ab um den Hörer mit herrlichen Klangmalereien zu versorgen. Und um dieses zu unterstreichen hat er sein neuestes Werk „Sounddiver“ genannt.





Mit perlenden Klängen, kombiniert mit sphärischen Klangwolken und herrlichen Harmonien beginnt sein Einstieg in das neue Album, dem Titelstück. Nach wenigen Momenten schält sich aus diesen Klanggebilden eine Melodie heraus, die sich schnell im Hirn festsetzt. Das hat für mich etwas, das man so auch von anderen Musikern der Szene schon kennt. Und doch macht Faber seine Sache hier gut, denn die Klänge schmeicheln sich förmlich in die Gehörgänge des Hörers ein. Ein toller Opener der CD.

Es folgt das zehnminütige „Mellotrin“ (ja, das ist kein Schreibfehler). Sanfte Melodiebögen und ein ebenso sanfter Rhythmus bestimmen hier das Bild. Einfache Melodiebögen lassen die Gedanken des Hörers entschwinden. „Beautiful Mind“ beginnt langsam, entwickelt sich aber immer mehr, je länger der Track dauert und zieht einen immer mehr in die melodische Musik hinein.

Durch seine vorherrschenden Basstöne, die mit einer Art Pianolinie kombiniert werden, zeigt sich „Subway“ von einer anderen, aber immer noch verträumten Art und Weise. Das ist Romantik pur. Hymnisch wirkt das Stück „Da Androids Dream?“, das darüber hinaus durch die E-Drum-Programmierung noch eine besondere Note bekommt.

Rhythmisch zeigt sich auch „Hyperbolic“, bei dem Ronald auch seine durch Vocoder verfremdete Stimme als weitere Klangfarbe einsetzt. Ansonsten bleibt er seinem melodischen Stil treu. Das folgende „Rain And Thunder“ ist wieder so eine verträumte, durch Piano und Streicher sehr klassisch wirkende Nummer, während „Out Of The Dark“ durch seine schönen Synthiemotive besticht. Auch hier finden sich einige gesprochenen Worte als weiteres Stilmittel im Track wieder. Zum Ende des Tracks wird es immer rhythmischer und druckvoller. Sanft geleitet dann das letzte Stück „Lands End“ aus dem Album.

Auch mit seinem siebten Werk hat Ronald Schmidt aka Faber wieder herrliche Melodiemotive auf einer CD versammelt. Die Musik ist leicht zu konsumieren und verbreitet eine wohlige Atmosphäre. Und was will man mehr?

Stephan Schelle, November 2012...


moonbooter - Zeitenwende

25.02.2017
MusikZirkus M.
Der aus der Eiffel stammende Elektronikmusiker Bernd Scholl, der als Moonbooter seine rhythmische Elektronikmusik veröffentlicht, bringt nach dem letztjährigen „Cosmophonica“, das seine Cosmo-Trilogie abschloss, mit Zeitenwende Anfang 2013 sein neuestes Werk heraus. Der Albumtitel „Zeitenwende“ deutet darauf hin, dass Bernd eine neue Dekade für sich angestoßen hat. Nach der Cosmo-Trilogie wollte er etwas Neues ausprobieren, ohne sich selbst zu verleugnen.





Bernd Scholl sagt selbst zur Produktion: „Im Fokus sollte nicht alleine mein eigenes Verständnis für klangliche Perfektion liegen, sondern viel mehr auf der emotionalen Kraft und einem abwechslungsreichen Wechselspiel der Klänge: Harte Sounds gemischt mit weichen Beats. Treibende Rythmen, die erst nach Minuten eines melancholischen Intros, den Song vollständig umkrempeln.“

Bernd hat zunächst seine Herangehensweise an die Kompositionen geändert und die meisten Stücke am Klavier eingespielt und erst danach auf die Elektronik portiert. Das war für ihn etwas völlig Neues und hat sichtlich die Stücke beeinflusst. Wer Moonbooter’s rhythmische Musik liebt und nun seichte, Klavier betonte Musik vermutet, den kann ich beruhigen. In der neuen CD steckt immer noch der typische Stil von Moonbooter.

Mit dem Stück „9-Zeit“ eröffnet die CD recht sanft und verträumt. In diesem ersten Stück lassen lediglich die Sounds, die Bernd benutzt, zu Beginn die Nähe zu seinen bisherigen Veröffentlichungen durchscheinen. Aber auch in dieser etwas sanfteren Form, die nach etwas mehr als zwei Minuten durch herrliche Rhythmusmuster durchbrochen wird, macht er eine gute Figur. Vor allem ab dem Zeitpunkt, an dem der Rhythmus einsetzt, ist man wieder im Moonbooter-Kosmos gefangen und fühlt sich sofort heimisch.

Und auch der zweite Track „Schnurstraks“ (zu diesem Titel gibt es ein sehr schönes Video auf www.mellowjet-records.de) beginnt zunächst mit herrlichen Flächen und Harmonien um dann von einem leicht pumpenden Rhythmus nach vorn getrieben zu werden. Das ist wieder typisch Moonbooter mit Anleihen an Schiller. Noch stärker in Richtung Schiller deutet dann das folgende „Noch ein Tag“.

In „Alles wird anders“ klingt Moonbooter gar nach Ron Boots & Friends bzw. nach Morpheusz. Hier agiert er - vor allem durch den gut programmierten Drumcomputer - wie eine Band. Das Stück zeigt, wie wandlungsfähig Bernd ist. Und in „Schweben“ hat er dem Titel entsprechend Flächen eingespielt, die beim Hörer die Schwerkraft außer Kraft zu setzen scheinen. Im Stück „Okzident“ huldigt Bernd dann der „Berliner Schule“, denn einige der Sequenzerrhythmen erinnern doch sehr stark an Tangerine Dream („Das Mädchen auf der Treppe“ lässt in einigen Passagen grüßen).

Moonbooter aka Bernd Scholl verbindet traumhafte Harmonien und sanfte Melodiebögen mit dezenten Rhythmusstrukturen, die ein verträumtes Gesamtbild zeichnen. Das ist Musik zum wegfliegen. Auch wenn er die Rhythmusgeräte gebändigt hat und nicht so wild, wie auf seinen anderen Alben vom Zaum lässt, so strahlen die Stücke auf „Zeitenwende“ doch eine große Atmosphäre aus. Ein wie von Moonbooter gewohntes qualitativ hochwertiges Album, das es als CD und auch als DVD (dann im Dolby Surroundsound 5.1) gibt. Wer Moonbooter’s Musik mag, der kann hier wieder bedenkenlos zugreifen.

Stephan Schelle, Februar 2013...


Wellenfeld - Pandemie

25.02.2017
MusikZirkus M.
Das aus dem Ruhgebiet stammende Elektronikduo Wellenfeld, das sind Andreas Braun und Detlef Dominiczak, legen nach ihrem letztjährigen Ausflug in seichtere Gefilde auf dem Album „Endless Summer“ wieder ein typisches Wellenfeld-Album vor, das wieder diese faszinierende Mischung aus traditioneller Elektronikmusik, Electro / Electropop und E.B.M. verbindet. Darüber hinaus haben sie aber auch noch symphonische Elemente eingefügt, die aus dem Konzeptwerk „Pandemie“ eine Art Soundtrack macht.





Wellenfeld widmen sich auf ihrem neuesten Album „Pandemie“ einem sehr düsteren Thema: Der Pandemie, einer weltweiten Ausbreitung einer ansteckenden Krankheit und wohl einer der wahrscheinlichsten Endzeit-Katastrophen für die gesamte Menschheit. Und in Zeiten von Schweine- oder Vogelgrippe hat dieses Thema schon längst von uns Besitz ergriffen. Und sind wir mal ehrlich, eine Epidemie oder Pandemie würde sich in der heutigen vernetzten Welt sehr schnell ausbreiten.

Das sich die beiden weiterentwickelt haben und ihr Konzept wie einen Soundtrack angelegt haben, zeigt sich bereits im Opener „Sunrise At Medival“, das sehr symphonisch mit Streichern beginnt und dann einen bedrohlichen Sound annimmt. Darauf folgt „The Alert“ mit Sirenen und Chören, die an „Carmina Burana“ erinnern, so düster und bedrohlich ist dieser Track angelegt. Aber schon im nächsten „Prophecy“ wandelt sich das Bild und Wellenfeld hauen dem Hörer einige BPM um die Ohren. Diese drei ersten Stücke zeigen schon, welch abwechslungsreiches Werk die beiden Elektroniker da erstellt haben. Die insgesamt 19 Stücke, deren Laufzeiten zwischen 1:07 und 7:17 Minuten variieren, stellen ein in sich kompaktes Werk dar, da die Stücke nahtlos ineinander übergehen und so quasi eine Geschichte erzählen. Aus diesem Grund kann man das Album auch nur in einem Stück hören.

„Looming The Doom“ weist mit seinem orchestralen Arrangement Ähnlichkeiten zu Christopher Frankes Soundtrack zur TV-Serie „Babylon 5“ auf. „Archaic Dance“ wirkt dagegen wie eine Mischung aus typischem Wellenfeld-Sound und dem Stil von Tangerine Dream. Es ist müßig an dieser Stelle alle Titel zu beschreiben, denn die CD steht als Ganzes. Ein episches Werk voller hymnischer Klanglandschaften, die mit Streichern und Bläsern arrangiert wurden und mit technoiden Rhythmen und düsteren sowie herrlich melodischen Sounds verfeinert wurden.

Wellenfeld schaffen es auf „Pandemie“ einen hohen Spannungsbogen zu erzeugen und beim Hörer das Kopfkino einzuschalten. Beim Hören der CD laufen so förmlich bewegte Bilder vor dem geistigen Auge ab. Für mich haben Wellenfeld mit „Pandemie“ ihr Meisterstück abgelegt, denn der Sound nimmt sofort gefangen. Herrlich symphonische Parts werden dabei von sehr schönen Melodien und teils technoiden Rhythmen durchbrochen. Ein klasse Album.

Stephan Schelle, März 2013...


Uwe Reckzeh - Virtual Minds

25.02.2017
MusikZirkus M.
Es gibt wohl kaum einen anderen Musiker in der Elektronikszene, der durch grandiose Sequenzen und Melodien den Spirit von Tangerine Dream besser weiterspinnen kann, wie es Uwe Reckzeh vermag. Nach seinem letztjährigen Album „Mirror Images“ legt er im Herbst 2013 unter dem Titel „Virtual Minds“ ein weiteres tolles Werk nach. Sieben Stücke, von denen allein sechs jenseits der zehn Minuten liegen und ein weiteres das fast neun Minuten lang ist, hat Uwe auf den Silberling gebannt.





Man weiß nie genau, was gleich passiert und welche Wendung ein Stück nehmen wird. Diesem Geheimnis verpasst Reckzeh den richtigen Anstrich: Immer neue, aber auch bekannt Klänge mischt er wohldosiert mit synthetischen Effekten und erzeugt so im Handumdrehen neue Atmosphären. Auf „Virtual Minds“ lässt er auch Raum für kurze Improvisationen, die seiner Musik die nötige Lebendigkeit einhauchen. Sich selbst modulierende Sequenzen, gewaltige analoge Bässe gepaart mit typischen Harmonien sorgen mal wieder für ein spannendes, abwechslungsreiches Hörerlebnis, welches auch klanglich höchsten Ansprüchen genügen wird. Das verrät der Pressetext und liegt damit nicht verkehrt.

Mit dem 14minütigen „Themes From Iceland“ startet das neue Album zunächst mit unterkühlten Klängen, die schnell herrlichen und mitreißenden Sequenzerrhythmen weichen. Es vergeht nicht mal eine Minute, da haut uns Uwe einen mitreißenden Rhythmus um die Ohren und eine Melodie der Extraklasse schält sich heraus. Das hätten Tangerine Dream nicht besser machen können - ganz im Gegenteil. Sofort ist man im Klangkosmos von Uwe Reckzeh gefangen und wird aus dieser magischen Umklammerung nicht wieder losgelassen. Uwe schafft es über die Gesamtlänge hin den Spannungsbogen am oberen Limit zu halten.

Es folgt das zehnminütige „Remember“. Langsam beginnend steigert sich dieses Stück ebenfalls zu einem Sequenzerlastigen Track. Unwiderstehlich treibt Uwe den Track nach vorne. Es ist müßig alle Stücke zu beschreiben, da sie sich alle weitern auf einem hohen qualitativen Niveau bewegen. Das ist Musik mit Gänsehautfaktor. Man hat oft das Gefühl einer verschollenen LP der großen Berliner Vorreiter Tangerine Dream zuzuhören. Dabei schafft es Uwe Reckzeh aber den Stil von TD weiterzuführen.

Auch mit „Virtual Minds“ hat der Elektroniktüftler Uwe Reckzeh wieder ein beeindruckendes Werk abgeliefert. Das Album strotzt nur so vor toller Sequenzen und herrlichen Melodien. Das Album sollte man unbedingt haben.

Stephan Schelle, Oktober 2013...


Harald Nies - Nighttrain

25.02.2017
MusikZirkus M.
Mit seinem 2013er Album „Nighttrain“ erzählt uns Harald Nies die Fahrt in einem Nachtzug. Es ist dabei egal wo Sie beginnen und wohin die Reise geht. Der Weg ist das Ziel. Während dieser Reise erleben Sie die Stille und Ruhe der Nacht. Lichter huschen vorbei. Es geht voran. Gedanken verschwimmen. Gefangen in diesen Welten hat Schlaf zunächst keine Chance, bis sie sich dann doch den monotonen Geräuschen des Nachtzugs hingeben. Diese Reise gibt einem die Zeit und die Ruhe über das eigene „Ich“ nachzudenken und man weiß „das tut mir gut“. Sie fahren in den Sonnenaufgang, den sie so schon lange nicht mehr wahrgenommen haben. Sie steigen aus und freuen sich auf die Rückreise in ihrem „Nighttrain“. So lautet der Pressetext.





Also steigen wir mal ein, in den Nachtexpress, dessen Fahrt, so sagt es der Untertitel der CD, abends um 23:00 Uhr beginnt und morgens gegen 7:00 Uhr endet.

Mit „Evening Of Departure (11pm)“ beginnt die Reise im Nachtzug zunächst sanft und mit Orgel ähnlichen Klangmustern. Dann kommen rhythmische Keyboardsounds auf, die das Fahren eines Zuges suggerieren. Durch die Klangfarbe habe ich das Gefühl, als würde ich in den Sonnenuntergang fahren, so wie das Cover es auch zeigt. Nach gut drei Minuten steigt die Dynamik der Musik an und Melodiebögen und Rhythmik lassen mich durch die Fenster des Zuges in den aufkommenden Nachthimmel schauen. Das klingt einfach gut und lässt mich zur Ruhe kommen. Immer mehr nimmt der Zug in diesem ersten Stück an Fahrt auf und Harald bringt das mit tollen Melodien zum Ausdruck, in denen auch durchaus mal eine Melodielinie wie bei Kraftwerk zart durchscheinen darf.

Im zweiten Stück „No More Homesick (11:30pm)“ lässt Harald dann die Sequenzer los und der Zug scheint nun noch schneller zu fahren. Darunter mischt er dann herrliche Flächenmuster, aber der Sequenzer bleibt die ganze Zeit über tonangebend. Auch in „Leaving Myself Behind (never)“ sind es die Sequenzer, die für den nötigen Rhythmusboden sorgen. Hier geht Harald aber so rhythmisch vor, dass man kaum die Füße ruhig halten kann. Versehen ist das Ganze mit einer sehr schönen Melodie.

Ruhiger geht es dann im Stück „Tunnel Vision (1am)“ zu. Hier ist der Rhythmus moderat und dazu spielt Harald betörende Melodien und Klänge. An einigen Stellen scheint dann auch die „Berliner Schule“ durch. Hymnisch und erhaben geht es dann im Stück „Still Unfatigued (2am)“ zu. Hier herrschen dann zunächst auch Streichersounds vor, die mich an die Fahrt vorbei an majestätischen Bergen erinnern. Im weiteren Verlauf kommt ein Rhythmus hervor, der ansatzweise Ähnlichkeiten zu Harald Grosskopf’s „So weit, so gut“ aufweist. Auf diesen setzt Harald dann zarte Melodiebögen. Es folgen das verträumte „Nightdream (3am to 5am)“, das zunächst schwebende und dann durch die E-Gitarre rockige „Blurred Sunset (6am)“ bei dem die Sonne aufgeht und das abschließende „Good Bye My Nighttrain (7am)“, das durch die Kombination aus Piano, Synthie und E-Gitarre wie eine wehmütige Elektronik/Rocknummer klingt.

Mit Harald Nies gehe ich gerne auf Reisen, vor allem wenn es im „Nighttrain“ ist, denn er ist in der Lage die Atmosphäre einer nächtlichen Zugfahrt perfekt einzufangen. Eine sehr schöne Produktion, die auch ohne Zug Spaß macht.

Stephan Schelle, Oktober 2013...


Faber - Pictures

25.02.2017
MusikZirkus M.
Dieses Mal wird Roland Schmidt aka „Faber“ mit seinem neuen Album „Pictures“ etwas persönlicher. Bilder aus seiner Vergangenheit waren das Leitmotiv für sein neues Album. Auch wenn er seine eigenen Interpretationen und Intentionen nicht immer direkt ausspricht, so lassen sich diese schnell erraten. Dabei verzichtet er nicht auf seine eigenen Harmoniebögen und Stile, die seine Musik seit seinem ersten Album „Spacefish“ auszeichnen. Soweit der Pressetext.





Den Anfang macht das fast zehnminütige „Beauty“. Mit diesem Stück öffnet Faber ein wahres Klangkaleidoskop. Herrliche Synthiefarben umspielen die Ohren des Hörers. Das klingt, als würde er eine Tür zu einer anderen Welt öffnen und den Hörer mit einfühlsamen, transparenten und direkt ins Herz zielenden Sounds und Melodien überschütten. Der Sound wirkt unglaublich räumlich und man wird förmlich von ihm umringt oder umgarnt. Ein toller Opener, der seinem Namen wirklich gerecht wird.

Eine chinesische Stimme leitet dann in den zweiten Track „Yellow Magic Train“. Dieser ist wesentlich rhythmischer angelegt und weist Spuren von Electropop auf. Ähnlichkeiten zum Yellow Magic Orchestra kann ich allerdings nicht erkennen, da ist die Nähe zu Acts wie Andy Pickford schon eher gegeben, auch wenn die Musik mit den unglaublichen Melodien des Briten nicht ganz mithalten kann. Und doch besitzt dieser Track einiges an Faszination, wie eine mystische Bahnfahrt.

Es folgt „Ad asdra per aspera“. Ethnische Rhythmen (perkussionartig) vermischen sich mit Orgelklängen. Das löst eine eigenartige Stimmung aus. Darauf legt Faber dann eine Melodielinie. Im weiteren Verlauf kommen dann noch Sequenzerrhythmen dazu. Synthetisches Vogelgezwitscher (hier versucht Faber erst gar nicht Tierstimmen naturgetreu darzustellen, sondern zeigt deutlich dass sie mit Synthies hergestellt sind) und eine verträumte Pianomelodie zeichnen das Bild eines „Electronic Forest“, der nach einigen Minuten durch Synthiemelodien/-klänge der Marke Rick Wakeman (allerdings ohne dessen Virtuosität) erweitert wird.

Einen besonderen Charme löst „Blue Planet“ aus, das durch seine Klangfarben antiquiert, aber nicht veraltet wirkt. Technologisch, mit leichten Ansätzen von Kraftwerk und der britischen Band The Art Of Noise wirkt „Art Of Voice“ (Der Titel ist wohl eine entsprechende Anspielung). Dieser Track ist fast tanzbar.

„Phonec“, wie könnte es auch anders sein, beginnt mit einem Telefonklingeln. Dazu gibt es einen Rumbarhythmus und recht rau klingende Keyboardsounds. Die Melodie könnte wieder aus Richtung Kraftwerk herüberwehen. Ganz anders zeigt sich „Desire“, bei dem Faber wieder einfühlsame, weite Klangflächen in den Vordergrund gestellt hat. Das ist Musik die unter die Haut geht und schon nach wenigen Klängen Gänsehaut erzeugt. Das abschließende „Santorin“ geht leicht in Richtung Vangelis und hat durch seine Synthiechöre auch etwas Erhabenes und Sakrales, das gut zum Thema passt.

Auf dem neuesten Werk von Roland Schmidt alias Faber, das den Namen „Pictures“ trägt, zeigt sich der deutsche Elektroniker von seiner abwechslungsreichen Seite. Die einzelnen Stücke weisen die unterschiedlichsten Klangmuster auf, wie eine Compilation verschiedener Künstler. Und doch schafft es Faber die CD als Einheit wirken zu lassen, deren Stücke - trotz ihrer unterschiedlichen Stile - zusammenpassen. Sehr gelungenes Album.

Stephan Schelle, Oktober 2013...


Vanderson - Another Day in Future

25.02.2017
MusikZirkus M.
MellowJet-Records präsentiert mit „Another Day In Future“ das 2013er Album des polnischen Ausnahmemusikers Vanderson. Im Stile der Berliner Schule zaubert Vanderson eine fantastische Klangwelt, voll mit traumhaften Melodien, Klanglandschaften, Sequenzen und auch lebhafter Rhythmik. Auch dezente Elemente des Spacerock fanden, wie im Song „Sunblast“, ihren Weg auf das Album.





Zwischen den einzelnen Tracks sorgen perfekt inszenierte Traumphasen für die nötige Entspannung. Dabei stützt sich der Musiker gänzlich auf die perfekte Kontrolle seines rein synthetischen Geräteparks. Klanglich ist das Album auf allerhöchstem Niveau. Vanderson schafft dabei den Spagat zwischen klassischer Berliner Schule und neuzeitiger Elektronik, wie kaum ein anderer.

Vier Stücke die es auf mehr als 13 Minuten bringen sowie ein Track mit mehr als sieben Minuten zeugen davon, dass Vanderson seiner Musik Zeit gibt. Auch wenn das Cover nach einem Titelblatt eines alten Groschenromans oder eines Filmplakates aus den 60’ern oder 70’ern aussieht, so wirkt es doch sehr ansprechend und steht im Kontrast zu der herrlichen Musik, die Vanderson auf dem Album zusammengestellt hat. Gar nicht antiquiert, sondern sehr eingängig und transparent kommen die Harmonien aus den Boxen geflogen. Das zeigt sich schon beim Opener „Art Of Existence“, der mit 14:31 Minuten zu Buche schlägt.

Zunächst schweben die Flächen durch den Raum, so wie es für die „Berliner Schule“ nicht unüblich ist. Dem mischt Vanderson einige Synthiechöre bei, die recht sakral wirken. Langsam baut sich das Stück auf und nimmt Fahrt auf, sobald der pumpende Rhythmus aus dem Off nach vorne drängt. Zwar sind die Harmoniebögen und Rhythmen recht monoton und stetig angelegt, doch lösen sie durch zahlreiche Einwürfe eine äußerst spannende und fesselnde Wirkung aus.

Windgeräusche leiten dann nahtlos in den zweiten Track, das Titelstück, über, das es auf fast 15 Minuten bringt. Dieser Track beginnt auch erst recht verhalten und bekommt dann durch hellere Synthieklänge einige Melodiemuster verpasst, die mystisch, futuristisch aber immer sehr harmonisch klingen. Die Gedanken fliegen dabei auf und davon. Sobald die Sequenzer nach ca. fünf Minuten an die Arbeit gehen, wird es fesselnd. Das ist wieder sehr in der „Berliner Schule“ verwurzelt, allerdings mischt Vanderson einige Klangfarben bei, die eine gänzlich neue Mischung ergeben.

Surreale Sounds sind das Bindeglied zum nächsten Track mit dem Titel „Memories“. Dieses Stück wirkt zunächst bombastisch und etwas bedrohlich, da die Klänge eine Spur Düsternis inne haben, ohne aber zu bedrücken. Das hellt sich nach etwas mehr als drei Minuten auf und geht dann in ein tolles Sequenzer orientiertes Stück über.

Es folgt das hinreißende „Sunblast“, bei dem das Gitarrensolo von Steve Slawomir Tudruj dem Sound von Vanderson eine rockige Note verleiht. Ein toller hypnotischer und rhythmischer Track. Den Abschluss bildet dann das mit 7:38 Minuten kürzeste Stück des Albums, „New Hopes“. Mit diesem „Rausschmeißer“ hat Vanderson den Ohrwurm des Albums ans Ende gesetzt. Ein tolles Stück, das sofort ins Ohr geht.

„Another Day In Future“ ist mein erster Kontakt zum polnischen Musiker Maciej Wierzchowski Vanderson, der sicherlich nicht der letzte sein wird. Vanderson zeigt auf dem Album sein Gespür für herrliche Atmosphären, die im Umfeld der „Berliner Schule“ entstanden sind, ohne sie aber 1:1 zu kopieren. Und mit „New Hopes“ hat er darüber hinaus ein hinreißendes Stück Musik auf den Silberling platziert. Klasse Album.

Stephan Schelle, Oktober 2013...


Seifert & Steinbüchel - Softlock (2-CDR Edition)

25.02.2017
MusikZirkus M.
Der Tontechniker, Sounddesigner und Musiker Erik Seifert hat zusammen mit Josef Steinbüchel ein Album mit elektronischer Spacemusik herausgebracht, das über verschiedene die Download-Plattformen wie itunes erhältlich ist. In einer limitierten Auflage ist dieses Album auch auf einem sehr schön gemachten USB-Stick zu bekommen. Dieser lag mit zur Besprechung vor. Erik hatte schon auf dem Album „Poles“ mit Josef Steinbüchel zusammengearbeitet, bei dem auch Max „Maxxess“ Schiefele beteiligt war. „Softlock“ ist aber ein Gemeinschaftsprojekt des Duos Seifert und Steinbüchel.





Erik und Josef schreiben zur Zusammenarbeit und dem Konzept hinter „Softlock“ im Booklet: In der Regel komponieren und entwickeln wir unsere Titel getrennt voneinander am Rechner. Im so genannten Mehrspurverfahren wird jedes musikalische Event separat auf entsprechend viele Audiospuren aufgenommen. Diese recht ausgefeilten Grundgerüste werden dann dem Musikpartner vorgestellt und dann gemeinsam Ausproduziert. Am Ende werden die vielen Spuren mit ihren verschiedenen Lautstärken und Frequenzen auf die endgültige Stereospur heruntergemischt. Dieses Musikprojekt sollte sich in der Produktionsweise deutlich von unserer bisherigen Methode unterscheiden, indem wir in der Kompositionsphase mehr auf gemeinsame Improvisationen setzten. Wir versuchten in Jam-Sessions die Musik mehr oder weniger in einem Durchgang und mit dem unmittelbaren Gefühl das im freien Zusammenspiel entstand auf einer Stereospur einzufangen. Live wie bei einem Konzert. Das hat natürlich nicht immer auf Anhieb geklappt. Trotzdem vermieden wir unsere klassische Produktionsweise und spielten manche Titel dann einfach mehrfach ein. Technisch vielleicht nicht perfekt, aber mit dem richtigen Vibe, glauben wir unser musikalisches Ergebnis mit dieser Vorgehensweise einen deutlichen Schritt voran getrieben zu haben.

Herausgekommen ist wieder wunderbare elektronische Spacemusik, von der sich die Besucher der Schallwelle-Preisverleihung Ende März 2014 live überzeugen konnten. Im Planetarium Bochum stellten Seifert und Steinbüchel auszugsweise ihr Album live vor.

Schwebende, teils rhythmische und immer sehr harmonische bzw. melodiöse Stücke haben die beiden zu einem Konzeptwerk zusammengefügt, denn die Stücke gehen ineinander über und sind als Ganzes zu betrachten. Aus diesem Grund macht es auch keinen Sinn ein einzelnes Stück hervorzuheben oder zu beschreiben. Spacige Passagen mit weiten Flächen wechseln sich mit melodischen Teilen ab. Immer wirkt das Ganze aber sehr homogen und flüssig gespielt. Das die beiden die Stücke live eingespielt haben lässt die Produktion darüber hinaus wie aus einem Guss wirken.

Seifert und Steinbüchel mischen in den Stücken immer mal wieder nostalgische Klänge wie zu, Beispiel vom Mellotron, mit modernen Sounds. Der Klang des Werkes ist dabei aber immer von sehr hoher Qualität, so wie es auch die bisherigen Veröffentlichungen von Erik Seifert waren. Die Musik kommt daher mit einer hohen Dynamik und Transparenz aus den Boxen.

Auf dem USB-Stick befindet sich das Album im WAV- und MP3-Format. Daneben gibt es noch reichlich Bonusmaterial wie ein ausdruckbares Booklet (im pdf-Format), Videos und weiteres mehr.

Mit „Softlock“ ist den beiden Musikern Erik Seifert und Josef Steinbüchel ein tolles Elektronikalbum gelungen, das ganz in der Tradition der Soloveröffentlichungen von Erik Seifert steht. Klanglich auf höchstem Niveau haben die beiden elektronische Spacemusik geschaffen, die nicht nur durch die hohe Transparenz und Dynamik fesselt. Auch die Harmonien und Melodien sowie Rhythmen sind perfekt ausgearbeitet und lassen in eine ganz andere Welt eintauchen. Ein tolles Album, auch wenn es nur als Download erhältlich ist.

Stephan Schelle, April 2014...


Faber - Ways

25.02.2017
MusikZirkus M.
Elektronikmusiker tüfteln gerne an Klängen und Rhythmen herum und lassen sich so zu neuen Stücken inspirieren. Auch der Einsatz neuer Synthesizer und Keyboards bzw. neuer Software führt zu diesen Ergebnissen. Auf Roland Schmidt, der sich als Pseudonym Faber ausgewählt hat, trifft dies ebenfalls zu. Das Ergebnis auf seinem neuesten Album „Ways“ ist durch das Entdecken neuer Synthesizer und Klangalgorithmen entstanden.





Der Pressetext erklärt zum neuen Werk: Wie auch bei seinen früheren Alben verbinden sich Elemente der klassischen EM mit neuen Ideen und Technologien und lassen so die Faber-typischen Klangwelten entstehen. Das Ergebnis ist immer ein bisschen verspielt. Faber´s „Ways“ überrascht auch mit Referenzen an den Swing und auch den Sound der Kirchenorgel hat er entdeckt und für sich genutzt. Somit betritt er nun auch bisher unangetastete Genres. Das macht neugierig, also CD in den Player und los geht es.

Die CD beginnt mit „Longing Theme“, in dem Faber zunächst Sounds wie auf einer Kirchenorgel gespielt, in den Äther schickt. Das klingt erhaben und voluminös. Nach einem gut einminütigen Intro kommen aber andere Klangfarben und -muster auf, die das Stück nun in Richtung Soundtrack mit leichtem Vangelis-Touch bringen. Eine sanfte Synthienummer, die erhaben bleibt und bei der ich mir einen Flug über weite Landschaften wie verschneite Berggipfel sehr gut vorstellen kann.

Perlende Synthieklänge erwarten den Hörer dann im zweiten Stück „Autumn Breeze“. Und wie eine sanfte Herbstbrise weht auch das Stück zunächst durch den Raum. Sehr melodisch und mit Synthiechören, die mich gedanklich über weite kaukasische Landschaften tragen, führt Faber das Stück fort. Dabei kombiniert er verschiedenste Klangfarben und Sounds.

In „Travel The World“ verzaubert er den Hörer durch eine sehr einschmeichelnde Melodie und bezaubernde - manchmal fernöstlich wirkende - Klänge, während er in „Lost Childhood“ eine verträumte Melodie u. a. auf dem Piano spielt und das Ganze mit einigen Geräuschen spielender Kinder untermauert.

„Berlin 1984“ ist nicht etwa ein Stück, das der „Berliner Schule“ frönt, auch wenn es zunächst mit einigen herrlichen Synthieflächen beginnt. Faber macht daraus ebenfalls einen melodischen/rhythmischen Track. Ganz aus der Reihe fällt dann „Midnight Swing“, bei dem - der Titel verrät es schon - Swing und Jazz im Vordergrund stehen. Man würde dieses Stück, wenn man es im Radio hört nicht unbedingt einem Elektronikact zuordnen. Schlagzeug (mit Besen gespielt) und der Bass klingen, als wäre ein Band am Werk. Das ist aber der einzige Track, der aus der Rolle fällt. Er zeigt aber die Vielfältigkeit, die Faber in der Lage ist zu spielen bzw. zu interpretieren. In „Longing For You“ geht es dann wieder elektronisch zu.

Ganz vom Piano bestimmt (später kommen noch einige Streichersounds hinzu) ist das Stück „Blue Hour“, das ich mir gut in einer Hotelbar zur blauen Stunde vorstellen kann. Am Anfang von „Solitude“ glaubt man durch den Einsatz des Basses, Faber würde erneut Swing und Jazz interpretieren. Doch schon nach wenigen Momenten kommen die Synthies auf und später auch Mellotronsounds. Wie in kaum einem anderen Stück des Albums verbindet Faber hier nostalgische und moderne Klangerzeuger bzw. deren Sounds. Auch Gitarrenklänge kommen zum Einsatz und streuen eine sanfte Prise Rock ein. Das hat was absolut magisches.

„Berliner Schule“-Flair kommt dann im Stück „New Ways“ auf. Jedoch verwebt Faber dieses mit modernen Klängen, so dass etwas gänzlich Neues entsteht, neue Wege halt. „Longing Reprise“ nimmt das Sakrale vom Opener noch einmal auf und so ist auch hier die Kirchenorgel wieder zu hören. Ein gelungener Abschluss.

Aber halt, da gibt es noch einen Bonustrack mit dem Titel „Asiania“. Dieser versprüht zunächst so eine Stimmung wie die Soundtracks von John Carpenter, erhält aber durch weitere Klänge etwas Eigenes. Auch der gesprochene Text (klingt wie eine mystische Formel - könnte rückwärts gesprochener Text sein) sorgt für sehr mystische Momente. In diesem Stück setzt Faber erneut Mellotronklänge ein, die im Kontrast zu den modernen Sounds stehen.

Roland Schmidt aka Faber zeigt auch auf seinem neuesten Werk „Ways“ das er ein Händchen für einfühlsame herrliche Melodien hat. Das Ganze garniert er dann noch mit unterschiedlichen Klangfarben- und -mustern sowie verschiedenen Sounds. Das macht seine Musik so abwechslungsreich und doch so fesselnd. Ein tolles Album, was er da im Frühjahr 2014 auf den Markt gebracht hat.

Stephan Schelle, April 2014...


Steve Baltes - Bochum Sky

25.02.2017
MusikZirkus M.
Steve Baltes ist den Freunden der elektronischen Musik bestens bekannt, war er doch lange Zeit Teil von Ash Ra Tempel und Ashra, mit Manuel Goettsching, Lutz Ulbrich und Harald Grosskopf. Steve ist ein Musiker, der sich vorwiegend in den Dienst anderer Künstler stellt. Da wurde es Zeit, dass er mal wieder seine eigene Musik präsentieren kann. Am 13.07.2013 trat Steve im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Sound Of Sky“ im Planetarium in Bochum auf. „Bochum Sky“, das im Sommer 2014 bei MellowJet Records veröffentlicht wurde, ist ein Mitschnitt dieses Konzertes.






Ganze 14 Jahre hat es gedauert, bis Steve Baltes mal wieder eine Soloveröffentlichung auf den Markt bringt. Allerdings ist Steve nicht ganz allein am Werk, denn einige Keyboardsoli hat der „Sound Of Sky“-Initiator und bekannte Elektronikmusiker Stefan Erbe beigesteuert. Zudem untermalen herrlich sanfte Gitarrensounds von Oliver Franken den hypnotischen Sound von Steve Baltes.

Mit atmosphärischem Rauschen und Klanggebilden, die nicht ganz zuzuordnen sind – einiges klingt wie Gläser und Metallstäbe, die vom Wind aneinander geschlagen werden – beginnt das 35minütige „Bochum Sky 1“. Steve erzeugt zunächst mystische Stimmungen, die wenig mit Melodien gemein haben. Das wirkt auf der einen Seite entspannend, auf der anderen Seite wirkt es auch in einer eigentümlichen Art sehnsuchtsvoll. Nach fünf Minuten bilden sich dann erste leichte Rhythmusmuster, die sich aber noch im Hintergrund, hinter dem Schleier der Soundskulpturen bewegen. Erst ganz langsam kann sich dieser eindringliche Rhythmus von seinem Ballast befreien und in den Vordergrund treten.

Dann sorgt eine sägende Gitarre für einen Break ohne die Situation aber grundlegend zu verändern. Der Rhythmus bleibt und langsam kommen Harmonien nach gut acht Minuten ins Spiel. Ab jetzt breitet sich eine eigentümliche Faszination aus, der man sich als Hörer nicht entziehen kann. Es ist schwierig zu beschreiben was da passiert, aber es fesselt ungemein. Der Geist löst sich beim Hören dieser Musik langsam vom Körper und entschwindet in weite Fernen und Galaxien. Nach elf Minuten kommt ein glasklares, schneidendes weiteres Rhythmusmuster auf, und eine Pianomelodie legt sich darauf. Spätestens jetzt ist man als Hörer in der Musik von Steve Baltes, die mit zahlreichen Effekten durchtränkt ist, gefangen.

Die eingestreuten Sprachsamples erhöhen den Mystik-Faktor um einiges. Man scheint bei der Musik in einer Endlosschleife gefangen zu sein, um dann immer wieder von Steve mit neuen Elementen, Rhythmen oder Effekten überrascht zu werden. Eine tolle Nummer, die außergewöhnlich und fesselnd zugleich ist.

„Bochum Sky 2“ beginnt ebenfalls mit atmosphärischen Sounds. Das 25minütige Stück ist ebenfalls von Effekten durchzogen und zirpt und zischt zu Beginn, was das Zeug hält. Nach gut vier Minuten startet es dann mit rhythmischen Sequenzern und Harmonien. Dieses Stück ist ähnlich wie Part 1 aufgebaut und übt eine gleiche Faszination aus. Mir fällt dabei nur der Vergleich des Kaninchens, das vor der Schlange sitzt ein, denn so fasziniert harre ich vor den Boxen aus.

Mit wesentlich sanfteren Klängen wartet „Bochum Sky 3“ auf. Hier sind es schon zu Beginn weite, harmonische Flächen, die allerdings von unterkühlten, industriell wirkenden Synthiesounds konterkariert werden. Gemächlich schreitet dieser Track dahin, ohne die Stimmung der vorangegangenen Stücke aufzuheben. Auch die atmosphärische Gitarre von Oliver Franken passt hervorragend zu diesen Sounds. Ich kann nicht sagen, was den Reiz der Musik ausmacht, aber Steve hat hier ein Händchen für hypnotische, fesselnde Sounds bewiesen.

Es dauert hoffentlich nicht wieder 14 Jahre, bis sich Steve Baltes entscheidet ein weiteres Album auf den Markt zu bringen. Steve vermag es den Hörer trotz seiner recht monoton angelegten Grooves und entspannten Grundmuster zu fesseln. Ambiente Klangformationen treffen auf sanfte Harmoniemuster, die durch eingestreute Sprachsamples eine mystische Atmosphäre bilden. Ein tolles Werk.

Stephan Schelle, Oktober 2014...


moonbooter - Cosmoromantics

25.02.2017
MusikZirkus M.
Nach „Cosmoclimax“, „Cosmologica“ und „Cosmophonica“ setzt der aus der Eiffel stammende Elektronikmusiker Bernd Scholl aka Moonbooter im Herbst 2014 seine thematische Reihe über die Geschichte der russischen Raumfahrt fort. Der Titel seines neuesten, vierzehnten Werkes lautet „Cosmoromantics“. Die Kombination von Cosmo und Romantik kommt nicht von ungefähr, denn Moonbooter hat in seine neuen Stücke nicht nur die für ihn bekannten Rhythmen sondern auch eine romantische Note eingebaut.






Schon das Cover zeigt die Nähe zur russischen Raumfahrt, stellt das Bild doch eine Hommage an den russischen Kosmonauten Juri Alexejewitsch Gagarin, den ersten Menschen im Weltraum dar. Insgesamt füllen „Cosmoromantics“ weniger Naturklänge. Elektronische Sounds dominieren hier das Geschehen. Eine romantische Note zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Konzeptalbum. Dabei wird „Cosmoromantics“ von klassischen und auch modernen Sequenzen zusammen gehalten.

Los geht es zunächst sehr sphärisch im gut neunminütigen Opener „Edge Of Sanity“. Schnell kommen jedoch die herrlichen Sequenzerrhythmen auf, die man von Moonbooter kennt und der Track entwickelt sich zu einem wunderbar melodischen und doch sphärischen Titel. Langsam aber stetig entwickelt sich das Stück immer weiter, in dem Moonbooter neue Sounds einbaut und die Melodie weiter variiert. Auch nimmt die Dynamik von Minute zu Minute immer weiter zu. Ein toller Beginn in das neueste Werk von Moonbooter.

Mysteriös beginnt dann „Spirtit Of Time“. Nachdem der Sequenzer einsetzt und die ersten Harmonien durch den Raum ziehen, kommt Tangerine Dream-Feeling der 80’er Jahre auf. Hier hat sich Bernd sehr stark an den Berliner Elektronikpionieren orientiert. Nach gut zwei Minuten kommt ein weiterer Rhythmus hinzu, der die Handschrift von Moonbooter trägt, die Reminiszenzen von Tangerine Dream aber unterschwellig beibehält. Ihr werdet sicherlich schnell heraushören, an welchem Stück sich Bernd da orientiert hat.

Akzentuierte Klänge, die an Gitarre erinnern, weisen in den Titel „Flashback“. Diese zarte Stimmung wird dann nach einigen Momenten von fetten, teils kratzigen Synthiebassrhythmen unterbrochen. Dann folgt die Melodielinie, die diesen Titel bestimmt. Wieder kommt eine Spur Tangerine Dreamn auf, dieses Mal aber wesentlich dezenter als beim vorangegangenen Stück. Wenn dann zum typischen Moonbooter-Sound angesetzt wird, dann entwickelt sich das Stück zu einem unwiderstehlichen Track.

Mit der berühmten Ansprache von Martin Luther King („I Have A Dream“) beginnt „Let Freedom Ring“. Dann setzt ein klasse, fast tanzbarer, Rhythmus ein, der in Richtung Techno/Trance weist. Das Stück geht wirklich gut ab und setzt sich darüber hinaus auch schnell im Ohr fest.

Es folgen das traumhaft, melancholische „Elnath“, das verspielte, lockere „Cosmonaut Leonow“ (mit typischem Moonbooter-Sound), das orchestral wirkende „Endogenious“ (bei den Klängen scheint man durch eine Spiegellandschaft zu wandeln), das rhythmisch, faszinierende, mit orchestralen Chören versehene „Dancing In Ocean“ (auch wieder so ein tanzbarer Techno/Trance-Track, der schnell fesselt), das hoch romantische „Broken Silence“ und das flirrend dahin treibende „Fly With Me“ (der Rhythmus erinnert mich ein wenig an Anne Clark’s Hit „Our Darkness“).

Wie auch die anderen Alben von Moonbooter, so ist auch „Cosmoromantics“ soundtechnisch wieder ganz hervorragend produziert. Moonbooter hält damit den hohen Standard seiner Werke bei. Wer die Musik von ihm mag, der braucht auch dieses neueste Werk. Wie immer Top.

Stephan Schelle, Dezember 2014...


wellenvorm - Toene des Nebels

25.02.2017
MusikZirkus M.
WellenVorm ist das musikalische Projekt des aus Chemnitz stammenden Elektronikmusikers Uwe Rottluff. Im Herbst 2014 veröffentlicht er beim deutschen Label MellowJet Records sein Debütalbum unter dem Titel „Toene des Nebels“. Das Cover ziert eine winterlich wirkende, nebelige Atmosphäre, die auf unterkühlte oder gar düstere Ambientmusik hinweist.






Das Album ist große, klassische Elektronik pur. Und das auf höchstem Niveau. Hier hört man die analogen Schaltungen und Bauteile förmlich, da WellenVorm auf virtuelle Klangerzeuger verzichtet und die digitale Welt nur zum perfekten abschmecken des Ganzen nutzt. Diese Kombination klingt nicht nur herrlich, sondern hat ihren ganz eigenen Stil. „Toene des Nebels“ besitzt eine düster anmutende Stimmung, die gerade zu dunklen und nebeligen Jahreszeiten passt. Eigene musikalische Themen greift er im Verlauf des Albums gekonnt wieder auf und transformiert sie in einen anderen Zusammenhang.

Auf sieben Tracks, deren Spielzeit zwischen 5:43 und 9:45 Minuten liegt, breitet Uwe Rottluff alias WellenVorm seine atmosphärischen Sounds aus. Die CD beginnt mit dem fast zehnminütigen Titelstück, das zunächst einige flächige Ambientsounds aufweist, die eine mystische Stimmung verbreiten. Eine Art Echoeffekt unterstützt dieses Flair und baut schon zu Beginn die Spannung auf. Nach gut zwei Minuten kommen aber herrliche Harmonien auf und ziehen den Hörer in ihren Bann. Hypnotisch ziehen die Harmonien und Sounds ihre Bahnen durch den Raum und benebeln den Hörer.

Das zweite Stück „Fliegende Sequenzen“ könnte nicht besser betitelt sein, denn auf herrlich weite Flächen legt Uwe flirrende oder besser gesagt fliegende Sequenzen. Diese wechseln sich dann noch mit recht hymnisch wirkenden Passagen ab. Etwas melancholisch zeigt sich „Weinender Mond“. Das keine düstere Grundstimmung aufkommt, verdankt der Titel aber seinen abwechselnden Rhythmen. Zwischendurch spendiert Uwe dem Stück auch noch einige hypnotisch wirkende Parts.

Das Stück „Der singende Sinus“ kling in der Tat wie ein Track, der auf einer Sinuskurve (bzw. eines Klanges daraus) beruht. Dazu gibt es aber auch wieder einige Sequenzerrhythmen. Ein fesselndes Stück. Das Stück „Sequenzerliebe“ hat nichts mit dem fast gleichnamigen Stück der deutschen Formation Sankt Otten zu tun. In diesem Stück stehen ungewöhnliche Rhythmusmuster im Vordergrund, während ein Sequenzer im Hintergrund seine Arbeit verrichtet. Das klingt neu und mystisch. Auch „Sonnenstrahl“ und „Herbststurm“ fügen sich in diese Atmosphäre nahtlos ein.

Mit WellenVorm bzw. Uwe Rottluff ist ein neuer Musiker in der Elektronikszene aufgetaucht, dessen Namen man sich merken sollte. Sein Debütalbum „Toene des Nebels“ kann auf ganzer Linie überzeugen, schafft es der Musiker doch neue Elemente und hypnotische Sounds perfekt miteinander zu verbinden. Sehr empfehlenswert.

Stephan Schelle, Dezember 2014...


Andreas Hack - Pieces

25.02.2017
MusikZirkus M.
Mit Andreas Hack, der Ende 2014 beim deutschen Elektroniklabel MellowJet Records sein Debütalbum unter dem Titel „Pieces“ veröffentlichte, betritt ein neuer Act die Elektronikszene. Doch bei genauem Hinsehen stellt der Progressive Rock-Fan fest, dass der Name Andreas Hack kein unbekannter ist. Andreas ist Gründungsmitglied der deutschen Progressive Rockband Frequency Drift, bei der er auch für den Großteil der Kompositionen verantwortlich zeichnet.






Mit „Pieces“ geht er zum ersten Mal Solopfade und das – für einen Keyboarder eigentlich selbstverständlich – im Bereich der Elektronikmusik. Auf der CDR befinden sich neun Stücke mit Laufzeiten zwischen 4:17 und 8:00 Minuten Länge.

Andreas Hack hat seinen ganz eigenen Stil, der mit nichts vergleichbar ist. Weder Anleihen die an die Berliner, Düsseldorfer oder Eindhovener Schule erinnern, treten hier zu Tage. Es scheint, als würde er Synthesizermusik im Umfeld von Progressive Rock spielen, ohne aber den rockigen Charakter in den Vordergrund zu stellen. Vielmehr sind es atmosphärisch Klang- und Soundmalereien, die von sanften Melodien durchzogen werden. Diesen spendet er noch außergewöhnliche Samples, die hoch emotionale und spannende Stimmungsbögen erzeugen. Das hat aus meiner Sicht auch einen starken Soundtrack-Charakter. Einige Stücke sind so aufgebaut, das sie quasi ineinander übergehen, so dass sie eine kompakte Grundstimmung erzeugen.

Schon der achtminütige Opener „Abandoned“ weist diese ungewöhnlichen und doch fesselnden Eigenschaften auf. Da rauscht es und klickt es, wie in einer futuristischen Anlage (teilweise könnte ich mir auch gut Szenen aus dem Film Terminator vorstellen), dann wiederum setzt Andreas dem eine hymnische Melodie entgegen. Das ist fesselnd und toll gemacht.

Im folgenden „Before The Fall“ kommen Sounds wie vom Hackbrett (wie passend bei dem Namen des Musikers) und eine Art Gesang, deren Sprache undefinierbar ist, auf. Das klingt zum einen wie der Soundtrack zu einem Spionagefilm, zum anderen hat es aber auch Elemente von asiatischer Musik und auch Popmusikelemente (z. B. durch den pulsierenden Rhythmus) sind zu finden.

Verträumt zeigt sich „Lonely“, es bekommt aber durch die eingestreuten, recht technologisch wirkenden Samples einen eigenwilligen Touch – wie schon bei den ersten drei Stücken.

Mit dem folgenden „Sand Spice“ kommt ein kleiner Schnitt in der Musik auf, denn zum Einen lässt er den vorangegangenen Track nicht direkt in diesen übergehen, zum Anderen sind die Klänge in „Sand Spice“ anders. Das Stück beginnt mit einem Rauschen, wie von einem kalten Wind (ich dachte zunächst an eine Eislandschaft), doch dann kommen flirrende Synthiesounds auf und ein Rhythmus, der mich eher an eine afrikanische Szenerie denken lässt (eine Wüstenlandschaft macht sich schnell vor meinem geistigen Auge breit), wird aufgebaut. Nach einigen Minuten kristallisiert sich dann eine herrliche Melodie heraus. Die vorangegangenen technologisch wirkenden Einschübe und Sprachsamples findet man in diesem Stück nicht.

Ein japanisch gesprochener Text leitet dann in den nächsten Track „Hashima“ über. Mit einer sehr melancholischen Pianomelodie beginnt dieses Stück. Im weiteren Verlauf baut er noch einen, so wie es sich anhört, in Japanisch gesungenen Text ein, der eine sakrale Ausstrahlung hat.

Es folgen weitere Stücke wie das faszinierende „Ghostly“ mit seinen tollen Sounds, „Barcode“ das durch seinen Rhythmus nur eine Spur nach Kraftwerk und auch Wave klingt (sehr gut gefällt mir hier der Basslauf der wie ein echter Bass wirkt), „Spaceport“, das eine eigentümlich melancholische Stimmung verbreitet und „Under The Ice“ das mit Echolot-Sounds an eine U-Boot-Fahrt mit Pink Floyd-Charme (zumindest wenn das Echolot erklingt) anmutet. Bei diesem letzten Stück scheinen die Eiskristalle aus den Boxen zu springen.

„Pieces“ ist alles andere als Stückwerk. Wem die bisherigen Elektronikpfade zu ausgetreten wirken, aber Wert auf Melodien und Harmonien legt, der bekommt mit Andreas Hack’s Solodebüt ein außergewöhnliches und tolles Album. Er schafft es, mit seinem Album der Szenen neue Impulse zu geben. Ein Album, das mich erst kurz vor Jahresende erreichte und förmlich umgehauen hat. Sehr empfehlenswert.

Stephan Schelle, Januar 2015...


Harald Nies - Horizon

25.02.2017
MusikZirkus M.
Zuletzt hatte uns der Elektronikmusiker und Gitarrist Harald Nies auf seinem 2013’er Album „Nighttrain“ auf eine Reise im Nachtzug mitgenommen. Anfang 2015 erschien nun das Nachfolgealbum unter dem Titel „Horizon“. Mittlerweile hat er zusammen mit dem neuesten Output bereits elf Alben bei dem deutschen Label MellowJet Records veröffentlicht. Statt dem Geräusch von fahrenden Zügen präsentiert uns Harald Nies auf „Horizon“ ambiente Musik, die zum relaxen anregt. Die acht Stücke hat er dabei auf Laufzeiten zwischen 5:46 und 11:33 Minuten ausgelegt.






Los geht es mit dem Stück „Silverline“, das durch die Kombination von E-Gitarre und Synthesizer am Anfang etwas orientalisch wirkt. Dann setzt aber nach etwas mehr als einer Minute ein Rhythmus aus dem Rechner ein und der Track bekommt eine sanfte Melodielinie verpasst. Das geht gut ins Ohr und sorgt für eine entspannte Stimmung. Hier kann man sich einfach fallen lassen. Einen leicht rockigen Touch erhält das Stück im letzten Drittel, wenn Harald die E-Gitarre etwas deutlicher ins Spiel bringt. Dabei wird aber die relaxte Stimmung nicht durchbrochen.

Das Titelstück hat Harald mit einem recht monotonen Grundrhythmus untermauert, auf dem er dann einige Flächen und Harmonien gesetzt hat. Ein langsam dahin fließender Track der zum Ende hin dann aber doch noch einen schnelleren Rhythmus und eine Melodielinie bekommt. Dem schließt sich „Dream Of“ an, das durch die Klangfarben und einige Melodiefolgen in den Bereich der „Berliner Schule“ und hier im speziellen ins Fach Tangerine Dream der Neuzeit wechselt. Einige ethnische Gesangsfetzen hat er auch noch eingebaut, die mich ein wenig an Schiller & Co. erinnern. Im Grundsatz ist aber genug Eigenständiges im Track, so dass er sich den großen Vorbildern nicht anbiedert.

Das mehr als elfminütige „Perpetual Lights“ ist wieder so eine Mischung aus elektronischer Musik und sanften Rockklängen. Zunächst beginnt das Stück noch schwebend, entwickelt sich dann aber nach etwas mehr als drei Minuten in einen melodisch, rhythmischen Track, bei dem die E-Gitarre die Melodie übernimmt und wie eine sanfte Rocknummer klingt. Mir gefällt diese Kombination sehr gut. Mit dem zehnminütigen „Out Of Nowhere“ folgt dann ein weiterer Longtrack. Diesen baut Harald langsam auf und variiert den Sound und die Melodie zwischendurch. Hier ist dann auch wieder der Grundrhythmus das verbindende Glied.

Mit einem außergewöhnlichen Rhythmus wartet dann „Round And Round“ auf, während die Melodie streckenweise in einer Schleife zu stecken scheint. Das Ganze wirkt darüber hinaus recht ethnisch, was dem langsamen, ambienten Track noch eine weitere schöne Note verleiht. Auch hier kann ich meine Gedanken fliegen lassen. Sanfte Klangfarben aus dem Synthesizer treffen auf eingestreute, leicht sägende Gitarrenformationen im Stück „Erratic Signs“. Aber auch hier stimmt das Verhältnis und Harald schafft es die ambiente Stimmung über die volle Länge des Tracks aufrecht zu halten. „Reaching The End“ heißt der Rausschmeißer des Albums. Allerdings wird man mit diesen schwebenden Klängen, die keine Melodien enthalten, sanft in den Alltag entlassen.

Auch mit dem elften Album „Horizon“ hat der deutsche Elektronikmusiker Harald Nies wieder ein sehr ansprechendes Werk abgeliefert. Dieses Mal bietet er äußerst ambiente Stimmungsbilder.

Stephan Schelle, Mai 2015...


Otarion - Monument

25.02.2017
MusikZirkus M.
Kreativität und Inspiration ergeben eine Symbiose. Sie beflügelt mich über den eigenen Tellerrand zu schauen und zu hören. Mit „Monument“ komme ich in dem Bestreben weiter, meiner elektronischen Musik immer mehr Vielfalt in Komposition und Arrangement zu verleihen. Dem eigenen Stil treu bleiben heißt bei mir: Abwechslung gepaart mit Gänsehautfeeling“. So beschreibt Rainer Klein seine elektronische Musik und die Entwicklung, die auf dem neuen Album „Monument“ zu hören ist.






Bereits seit 1997 veröffentlicht Rainer als Otarion seine Musik. Auch ist er zusammen als Duo mit Bernd Braun, der unter dem Namen Arcanum seine Musik veröffentlicht, in der Szene in Erscheinung getreten. Dies führte auch zu gemeinsamen Auftritten mit Broekhuis, Keller & Schönwälder, die unter anderem auf der 2004’er DoppelCD „Klang-Raum-Wort X“ von Arcanum & Friends veröffentlicht wurde. Nach einer mehrjährigen Pause hat Rainer eine Heimat bei MellowJet Records gefunden, wo seit 2013 bereits drei Alben erscheinen sind.

Im Mai 2015 erschien das mittlerweile siebte Album von Otarion unter dem Titel „Monument“. Otarion hat auf dem Album vielfältige Sounds und Strukturen vereint, so dass es schwer fällt ihn in eine bestimmte Richtung oder Schublade zu stecken. Mit dem achteinhalbminütigen „Movement“ beginnt die CD zunächst recht düster und melancholisch. Einzelne Pianotupfer und sanfte Flächen bestimmen zunächst das Bild. Nach gut zwei Minuten ändert sich das Bild und man hat das Gefühl einem Soundtrack zu einem Science Fiction-Film oder Thriller zu lauschen. Rhythmische Elemente werden eingestreut und lassen den Track in der zweiten Hälfte schon fast in Rockähnliche Gefilde abdriften. Das gefällt mir sehr gut. In diesem Opener ist schon eine gehörige Portion an vielfältigen, abwechslungsreichen Sounds enthalten, für die manch andere ein ganzes Album benötigen.

In das fünfminütige „Touch The Sky Pt. 1“, das atmosphärisch wie die Musik zu einem Weltraumspaziergang beginnt, baut er dann noch einige lang gezogene Gitarrensounds ein, was dem Track noch mehr Tiefe verleiht. Ähnlich sphärisch, mit einem knackigen Rhythmus im zweiten Teil, schließt sich „Stardiver“ an. In diesem rhythmischen Part kommen gar recht popige Elemente auf.

Symphonische Klänge sind dann bei „Hidden Place“ zu hören. Dem spendiert Rainer dann im weiteren Verlauf noch Glockenspielsounds, die sanft durch den Raum schweben. Das ist Musik zum Wohlfühlen und sich fallen lassen. Rainer zieht die Musik und Dynamik in diesem Stück immer weiter an und lässt sie dann sanft ausklingen. In „The Prophecy“ kommen dann Stimmen auf und die Musik bekommt einen Touch von Worldmusic. Durch den Rhythmus und neue Sounds kommen im zweiten Abschnitt aber weitere Aspekte in seine Musik, die nun schon fast tanzbar sind.

Mit „The Discovery“ halten dann Sounds und Rhythmen in seine Musik Einzug, die an House, Trance und Lounge erinnern. Stilistisch kommt dies in die Nähe von Blank & Jones, Schiller & Co. Dies trifft auch für „Touch The Sky Pt. 2“ zu. Fast schon in einer Mischung aus „Berliner Schule“ und John Carpenter-Manier startet Otarion dann in den mit 14:45 Minuten längsten Track des Albums, „The Monument“. Und monumental ist das Stück allemal. Melodie-, Struktur- und Rhythmuswechsel finden sich hier zuhauf. Dabei kommen auch Passagen ins Licht des Lasers, die an Progressiverock erinnern (vor allem im rockigen Ausklang - gut zwei Minuten vor Ende des Tracks).

Eine sehr schöne Pianomelodie, die mit sanften Synthieflächen unterlegt ist, beinhaltet „Lost Past“. Hier kommt wieder eine melancholische Stimmung auf. Sehr gut gefällt mir auch die leicht floydige Atmosphäre, die an „Shine On You Crazy Diamond“ erinnert, hier aber in einem anderen Kontext steht. Den Abschluss bildet dann das achteinhalbminütige „Upstairs“. In diesem Track wird es nach anfänglichen kosmischen Sounds wieder rhythmisch und auch die E-Gitarre kommt sehr atmosphärisch zum Einsatz.

Otarion hat mit „Monument“ ein sehr ansprechendes, qualitativ hochwertiges Elektronikalbum abgeliefert. Die verschiedenen Stilrichtungen, die er hier versammelt hat, führen allerdings nicht zu einem Bruch im Gesamtwerk sondern passen ganz hervorragend zusammen. Eine sehr empfehlenswerte Veröffentlichung.

Stephan Schelle, August 2015...


Uwe Reckzeh - Perfection Mode

25.02.2017
MusikZirkus M.
Zwei Jahre hat sich Uwe Reckzeh für sein neues Album „Perfection Mode“ Zeit gelassen. Eins vorab: Kaum ein Titel passte bisher so gut zu seinen Alben wie dieser. Die Songs sind bis ins Detail arrangiert. Die Mixture aus immer neuen und auch bekannten Elektroniksounds sind einfach wunderschön, verbinden sie doch gekonnt Tradition mit Moderne. Die immer harmonischen Melodien auf dem Album laden zum Träumen ein. Sequenzen fliegen wie von selbst durch den Klangraum, wie eben nur Reckzeh sie beherrscht. So liest es sich im Pressetext auf der Internetseite von MellowJet Records.






Wie gehabt bietet Uwe Reckzeh auf seinem neuen Album „Perfection Mode“ wunderbare Melodien und Sounds im Stile der „Berliner Schule“ und verfeinert sie mit seiner eigenen Handschrift. Fünf Stücke mit Laufzeiten von jeweils mehr als zwölf Minuten beweisen, dass Uwe sich Zeit für die Entwicklung der Tracks nimmt.

Sobald man die CD gestartet hat wird man im Stück „Cold Mountain“ von elektronisch erzeugten Naturgeräuschen empfangen. Da surrt und zwitschert es wie in einem Park. Dahinein spielt Uwe zunächst eine zarte Pianomelodie. Das klingt traumhaft und wirkt sofort entspannend. Langsam schleichen sich Synthieflächen ein und nach etwas mehr als drei Minuten wechselt der Sound in den typischen Uwe Reckzeh-Klangkosmos. Wer die Sequenzer orientierte Musik der „Berliner Schule“ mag, der kommt ab jetzt auf seine Kosten. Langsam entwickelt sich das Stück von einer sanft dahin schwebenden Nummer zu einem rhythmischen Track.

Gitarren ähnliche Klangmuster läuten dann in das zweite Stück „Forbidden Thoughts“ ein. Auch hier sind zunächst Naturgeräusche wie an einem äußerst lebendigen Teich zu hören. Uwe hat sehr schöne Klangfarben ausgewählt, die sich auch als Intro zu einem Progressive Rock-Stück eignen würden. Ungewöhnliche Sounds schließen sich an um dann wiederum in einen treibenden Part überzugehen. Im weiteren Verlauf sind auch in diesem Stück Sounds der Marke frühe Tangerine Dream (70’er / 80’er Jahre) zu hören.

Wie aus Tangerine Dreams „The Sorcerer“ entnommen wirkt anfangs das Titelstück. Sanft aber stetig trabt dieser Track dahin und bietet Sounds und Melodiebögen, die einem die Sinne vernebeln können. „Sequence Mode“ macht seinem Namen alle Ehre, denn hier zaubert Uwe einen Track mit wunderbar sanften Sequenzerrhythmen, den er weiter ausbaut und dessen Dynamik sich stetig steigert. Spacig und mystisch wirkt der Abschlusstitel „Transfer Mode“, der aufgrund seiner Sequenzerrhythmik auch wieder in Richtung Tangerine Dream schielt.

Wie gewohnt bietet Uwe Reckzeh wieder beste elektronische Musik im Stile der „Berliner Schule“ (Tangerine Dream), ohne diese aber einfach nur zu kopieren. Vielmehr versteht er es seit Jahren („Perfection Mode“ ist das mittlerweile elfte Album bei MellowJet Records) diesen Stil so fortzuführen, dass er seine ganz eigene Handschrift aufweist. Ein sehr schönes Album.

Stephan Schelle, Oktober 2015

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Faber - Dark Sun

25.02.2017
MusikZirkus M.
„Dark Sun“ ist das mittlerweile elfte Album des Norddeutschen Elektronikmusikers Ronald Schmidt der seine Musik unter dem Pseudonym Faber veröffentlicht. Das Cover mit der schwarzen Sonne weist schon darauf hin, dass die Musik von Faber dunkler und sphärischer als gewohnt ausgefallen ist. Ein Dutzend Tracks hat er auf das Album gepackt. Zehn dieser Stücke weisen Laufzeiten zwischen 4:34 und 10:16 Minuten auf. Sie werden durch ein Intro („Dark Sun Theme“) und ein Outro (Dark Sun Reprise“) eingerahmt. Düster geht es dann auch gleich im eröffnenden Intro „Dark Sun Theme“ los. Mystische Flächen ziehen durch den Raum und eine düstere Stimme spricht einen kurzen Text. Dem schließen sich dann sphärische Keyboardsounds an. Man hat hier das Gefühl auf einen Weltraumtrip vorbereitet zu werden.Dann führt uns Faber in „Dream X“ in eine schillernde Szenerie, denn die Auswahl seiner Sounds vermittelt genau diese Atmosphäre, als würde sich das Licht einer Sonne brechen oder auf der kalten Metallhülle eines Raumschiffes widerspiegeln. Dann setzt ein Rhythmus ein, ohne dass die Stimmung verändert wird. Das Stück zaubert eine surreale Stimmung bzw. erzeugt surreale Bilder vor dem geistigen Auge. Dahinein mischt Faber unter anderem die berühmte Textpassage von Martin Luther King „I Have A Dream“. Das hat nichts von der Fröhlichkeit seiner bisherigen Veröffentlichungen, ist aber hochgradig spannend.Diese Stimmung nimmt er im nächsten Stück „Lost In Space“ auf und verpasst ihr eine eingängige Melodie. Hier treffen vertraute Klänge auf neue Soundstrukturen. Einige der Passagen wirken durch Orgelartige Klänge auch sakral. Ein sehr schönes Stück.Der „Ghost Train“ wird seinem Namen gerecht, denn Faber mischt in den rhythmischen Track Klänge eines schnell fahrenden Zuges und unterlegt dies mit einem chinesisch gesprochenen Text. Der Rhythmus fegt wie ein rasender Zug durch die Luft. Dahinein streut Faber eine kernige E-Gitarren-Passage. Das klingt wie Tangerine Dream auf Speed und macht richtig Spaß. Faber verbindet in diesem Stück rhythmische Elektronik mit kerniger (Space)Rockmusik.Nach „Berliner Schule“ im Stile von Klaus Schulze klingt zunächst „Snow Cold“, das perlende Melodiebögen mit sanften Flächen und Synthiechören verbindet und so eine gewisse winterliche Atmosphäre schafft. Das zehnminütige „Alien Chants“ zeigt sich dann wieder mehr von der düsteren Seite. Mystische Klangfarben sorgen zunächst für diese dunklere Stimmung, die dann aber nach gut anderthalb Minuten durch Sequenzerrhythmen und hellere Klangfarben positiver gestaltet wird. Nach zwei weiteren Minuten gesellt sich ein stampfender Rhythmus hinzu und es entwickelt sich ein unwiderstehlicher Track, der für mich etwas von weiten Landschaften hat. Richtig düster wird es dann allerdings in „Atomic Particles“. In diesem Stück geht es Faber hauptsächlich um die Erzeugung von Stimmungen, Melodien finden sich hier nicht. Dazu wirkt der eingebettete Text mysteriös. So abwechslungsreich gestaltet Faber das komplette Album weiter.Mit „Dark Sun“ hat Faber aka Ronald Schmidt ein neues musikalisches Kapitel aufgeschlagen. Düsterer als bisher geht er zu Werke und vermischt diese Stimmung mit bekannten Klangfarben und Melodiebögen zu etwas ganz Neuem. Auch diese Stilart steht im sehr gut, denn das abwechslungsreiche Album macht richtig Spaß.Stephan Schelle, September 2015...


moonbooter - The Wave

25.02.2017
MusikZirkus M.
Bernd Scholl ist nicht nur Labelinhaber von MellowJet Records und Produzent zahlreicher Elektronikmusiker, nein er veröffentlicht regelmäßig auch als Moonbooter seit Jahren rhythmische elektronische Musik. Damit hat er sich bereits einen festen Namen in der Szene gemacht. Am 23.09.2015 erschien sein neuestes Werk unter dem Titel „The Wave“. Der Workaholic Scholl hatte sich Anfang des Jahres eine gut viermonatige musikalische Pause gegönnt und in dieser Zeit reichlich Musik der unterschiedlichsten Stile konsumiert. Wie er selbst sagt, hat ihm das gut getan und neue Kraft gegeben.






Ein musikalisches Thema hat sich Bernd bei der Erstellung von „The Wave“ nicht gegeben. Das Cover zeigt ihn mit einer Art Datenhelm. Scheinbar wurden seine musikalischen Gedanken direkt in die neuen Stücke transformiert. Musikalisch zeigt er sich von seiner vielseitigsten Seite, denn es finden sich Synthpop, Dubstep, eine Prise House, klassische EM, Soundtrack, etwas Worldmusic und mehr in den einzelnen Stücken wieder. Gewürzt wird das Ganze dann noch mit einigen Gesangspassagen und Sprachsamples. Eines ist aber im Vergleich zu den bisherigen Alben gleich geblieben, auch „The Wave“ bietet wieder melodische und rhythmische Elektronikmusik vom Feinsten.

Das Album beginnt mit dem fast neunminütigen „Beyond The Rules“. Mit diesem Opener zeigt Moonbooter schon mal, wohin die Reise auf dem neuen Album gehen wird. Eine Sequenz wie zu besten „Berliner Schule“-Zeiten ist der Puls, der das Stück lebendig hält. Darauf platziert Moonbooter einige sehr schöne Klänge und Melodiebögen, die sofort an den großen Regisseur und Soundtrackspezialisten John Carpenter denken lassen. Es zeigt sich aber trotz alledem die eigene Handschrift von Bernd Scholl. Das Sprachsample stammt aus einer Filmdokumentation über Synthesizer aus den frühen 70er Jahren und passt herrlich zum Sound des Songs. Das ist ein faszinierender Beginn in das neueste Werk von Moonbooter.

Das Titelstück, das mit einem Sprachsample („Das haben Sie gut gemacht und jetzt spielen sie unser Lieblingslied“) beginnt, stammt aus dem Film „Planet der Stürme“ aus dem Jahre 1962. Dieser Track ist Bernd’s Lieblingsstück auf dem Album. Ein wenig klingt er nach Electropop oder Italo Disco der 80’er Jahre. Dies hat Bernd dann aber um Vintagesounds der 70’er Jahre ergänzt. Ich muss sagen, dass der Track kraftvoll und rhythmisch sowie sehr modern rüberkommt. Ein tolles Stück.

Eine leicht melancholische Stimmung kommt dann bei „Welcome To The Past“ auf. Ähnlichkeiten zu Vangelis „Chariots Of Fire“ kommen anfangs hier vor allem durch den Rhythmus auf, auch wenn die Melodie eine andere ist. Daraus macht Bernd einen unnachahmlichen Moonbooter-Track, der Sehnsüchte weckt.

Im Oktober 2014 hatte Bernd Scholl die große Ehre, Nick Bracegirdle aka Chicane bei seinem Konzert im Planetarium Bochum persönlich zu treffen. Seine Musik begeistert ihn schon seit Jahrzehnten und so ist es kein Wunder, dass er einen Track mit dem Flair von Chicane auf sein neues Album packte. Der pulsierende und tanzbare Track heißt treffender Weise „Meeting Mr. B“.

Mit „Lifetime“ setzt Moonbooter dann einen ruhigen Gegenpol zu den meist recht rhythmischen Stücken. Der Track wirkt auf mich wie eine ruhige Schiller artige Nummer, die auch einige Tangerine Dream ähnliche Sounds aufweist. Das folgende Stück „Tanztee“ hat schon einen für Bernd und auch die Elektronikszene merkwürdigen Namen. Doch der Titel soll Bernd’s Selbstironie zeigen, denn das Stück ist aufgrund seiner Nähe zu deutschem Schlager schon recht kitschig angelehnt. Aber genau das war auch gewollt. Der einzige Ausrutscher auf dem Album.

Mit „Interlude“ hat Bernd einen zunächst ruhigen Track auf’s Album gepackt, der sich im weiteren Verlauf zu einem hymnischen Monolithen aufbaut. Hypnotisch wird es dann im recht Pop-artigen und rhythmischen „Conductor“. Tiefe Basstöne und menschliche Gesangslinien, die sich im Hintergrund bewegen, bestimmen das Bild von „Flashback“. Auch sind hier einige ethnische Sounds hineingewoben. Dem folgt dann bei „Sonic In Space“ eine Nummer mit stampfendem Beat. Das erinnert auch an den Electropop der 80’er Jahre. So kommt beispielsweise eine Rhythmusformation auf, die aus New Order’s „Blue Monday“ entlehnt scheint. Tolle Nummer.

„Time“ ist mit mehr als neun Minuten der längste Track des Albums. Im Abstand von 4 Takten ist ein Klang zu hören, der an eine Welle am Strand erinnert. Eben dieser Sound war die zündende Idee zum Albumtitel „The Wave“. Zudem habe ich im letzten Drittel wieder eine House-Hookline hinzugefügt, die den ganzen Song in eine ganz andere Richtung führt. So passend beschreibt es Bernd auf seiner MellowJet Records Homepage selber.

Es folgen dann noch ein rhythmisches und melodisches „Modern Tales From Ancient Circuits“ sowie das mystische „Final Essence“, das ebenfalls durch einen sehr ansprechenden Rhythmus verfügt und Bernds typischen Stil aufweist.

Moonbooter zeigt auch mit seinem neue...


Wellenfeld - Elements

25.02.2017
MusikZirkus M.
Vor gut elf Jahren betrat das Elektronikduo Andreas Braun und Detlef Dominiczak, das sich den Projektnamen Wellenfeld erkor, die Szene. Seither steht der Name Wellenfeld für rhythmische elektronische Musik (beeinflusst wurden sie auch von Bands der Marke Depeche Mode), verbunden mit herrlichen Melodien, die sie mit monotonen Sequenzen kombinieren. Den Höhepunkt erreichten sie mit ihrem 2013’er Konzeptalbum „Pandemie“.






Im Herbst 2015 erschien das mittlerweile neunte Album von Wellenfeld, das den Titel „Elements“ trägt. Auf ihrem neuesten Werk kehren sie zu ihren Wurzeln zurück und lassen die mächtigen orchestralen Klänge von „Pandemie“ hinter sich um die synthetischen Sounds wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Zwei Jahre haben sich die beiden dafür Zeit gelassen, denn die Stücke entstanden zwischen Januar 2013 und September 2015.

Soundtrackartig beginnt der Opener „Analog Tapes“ mit herrlichen Flächen aus denen sich nach wenigen Momenten aber schon die typischen - leicht technoiden – Rhythmen herauskristallisieren, für die das Duo bekannt ist. Auf diese leicht monotone Rhythmik, legen Wellenfeld dann ihre Harmonie- und Melodiebögen. Dahinein streuen die Beiden einige leicht melancholische Klangtupfer/Parts. Damit hat das Duo einen hohen Wiedererkennungswert.

Leicht düstere Klangfarben mischen sie dann in das zweite Stück, „Ring Modular“, ohne aber daraus einen düsteren Track zu machen. Die sich stetig wiederholenden Sequenzen sind auch hier das bestimmende Element, bei dem einige Variationen für die Abwechslung und die Melodie für den harmonischen Part sorgen. Anleihen an frühere Tracks sind hier sicherlich ganz bewusst gewählt oder haben die beiden stark geprägt.

„Vintage Attack“ ist wie für eine Nachtfahrt durch die Großstadt gemacht. Rhythmisch und treibend zugleich. Und dieser Stil prägt auch die weiteren Tracks des Album. Man könnte sagen „Typisch Wellenfeld“. Und das spricht für sich.

Kenner der Musik von Wellenfeld werden hier zu Recht sofort zugreifen, denn Andreas und Detlef bieten auf „Elements“ den bekannten Stil ihres Musikprojektes, das klanglich wieder bestens von Bernd Scholl gemastert wurde.

Stephan Schelle, Oktober 2015...


BatteryDead - Yield to Gravity

25.02.2017
MusikZirkus M.
Der Oldenburger Elektronikmusiker Christian Ahlers aka BatteryDead hat sich für sein drittes Album lange Zeit gelassen. Fünf Jahre nach Erscheinen seines Albums „Sands Of Deception“ veröffentlicht er im Mai 2016 den Nachfolger, der den Titel „Yield To Gravity“ trägt. Das Warten hat sich aber gelohnt, denn Ahlers bietet moderne, frische Elektronikmusik in höchster Qualität.






Dass gute Musik nicht immer in der Vergangenheit und an der „Berliner Schule“ ausgerichtet sein muss, das beweist BatteryDead seit seinem Debüt aus dem Jahr 2009. Diesen Weg geht er auch auf „Yield To Gravity“ kontinuierlich weiter. Dabei verbindet er sphärische Klangwolken mit verträumten Melodien, neuen Sounds, ansprechende Rhythmuspassagen, die auch mal kraftvoll daherkommen und würzt das Ganze dann noch mit einigen dezenten Gesangspassagen.

Hypnotisch und chillig wirkt gleich schon der Eröffnungstrack „What If Not“. In diesem Stück versteht es Ahlers eine perfekte Mixtur der unterschiedlichen Stimmungsbilder zu vereinen und eine wunderbare Atmosphäre zu schaffen. Rhythmischer wird es dann in „Eisblumen“. Hier kommt ein Rhythmus auf, der teilweise aus einem Klackern besteht, das mich an Tischtennis erinnert. Ahlers nutzt aber nur den Klang und setzt ihn in ein anderes Rhythmusmuster. Das ist hochgradig spannend. Dann kommen anderer ein knackiger Rhythmus und herrliche Melodiebögen auf, die einen vor den Boxen umschlingen.

Ahlers ist ein Soundtüftler, das zeigt sich in all seinen Stücken. Man kann bei jedem Hördurchgang weitere Nuancen feststellen. Luftig leicht perlt beispielsweise „Butterflight“ durch den Raum, das durch sehr schöne Sounds und wiederum eine sehr eingängige Melodie besticht. Dem folgt das fast tanzbare „This One Place“. Ein Track bei dem man die Füße nicht still halten kann. Hier kommen dann auch Elemente durch, die an Schiller erinnern.

In „Magic Lanterns“ verbindet er dezente Rhythmen mit luftigen, chilligen Klangbildern, die betörend sind. Einen sanft pumpenden Beat hat dagegen „Endless Restlessness“ zu bieten. Ähnliches gilt für „Too Much Coffee“. Diese Rhythmen stehen dann im Kontrast zu den sanften Melodie- und Harmoniebögen, passen aber ganz hervorragend zusammen.

So muss sich moderne Elektronikmusik anhören! Mit „Yield To Gravity“ ist Christian Ahlers aka BatteryDead wieder ein herausragendes Album gelungen. Am 02.07.2016 wird BatteryDead bei der Schwingungenparty in Hamm auftreten und diese wunderbaren, atmosphärischen Klänge live präsentieren. Man sollte beides nicht verpassen.

Stephan Schelle, Juni 2016...


Otarion - Constellations and the red Thread

25.02.2017
MusikZirkus M.
Seit 2013 hat der Elektronikmusiker Rainer Klein, der seit Mitte der 90’er Jahre seine Musik unter dem Namen Otarion veröffentlicht, beim deutschen Label MellowJet Records eine neue Heimat gefunden. Im Mai 2016 kam sein bisher viertes Album bei diesem Label heraus. Es trägt den Titel „Constellations And The Red Thread“. Wie immer ist auch das Cover dieser CD äußerst ansprechend gestaltet.






Im Booklet der CD ist zu lesen: Mich fasziniert es, wenn unterschiedliche Musikrichtungen ineinander fließen. Elektronik und Elemente der Progressiven Rockmusik sind in diesem Album mein Antrieb gewesen, mich mit neuen Aspekten hörbar weiter zu entwickeln.

Wie schon auf dem letztjährigen Vorgängeralbum „Monument“ so hat er auch auf dem neuen Album wieder unterschiedliche Stilrichtungen in seine Stücke eingebaut, so dass es schwer fällt seine Musik in eine Schublade zu stecken. Ein Qualitätsmerkmal, wie ich finde. Damit geht er seinen bisherigen Weg konsequent weiter.

Die acht Stücke mit Laufzeiten zwischen 5:45 und 12:06 Minuten bieten typische elektronische Musik, die mit Naturtupfern und im späteren Verlauf auch rockigen Elementen, die unter anderem auch durch die E-Gitarre hervorgerufen wird, durchzogen werden.

Im eröffnenden „Look Up Your Eyes“ werden düstere Sounds, die nach einem Gewitter klingen mit einer Pianomelodie und weitere Synthieeinschübe ergänzt. Damit beginnt das Album höchst spannend und man sitzt erwartungsvoll vor den Boxen. Nach nicht ganz anderthalb Minuten kommt noch mehr Struktur in den siebenminütigen Track und auch ein Schlagzeug (das hier mehr nach Rock als Elektronik klingt) sorgt für neue Impulse. Otarion entwickelt das Stück immer weiter. Schon hier sind leicht rockige Züge zu erkennen, wenn man das Album laut oder mit Kopfhörer genießt. Das geht in Richtung atmosphärischer Artrock.

Soundtrack artig wie bei John Carpenter startet er dann in den nächsten Track „Follow The Thread“. Nach fast zwei Minuten kommen dann auch hier rockige Rhythmen auf, was vor allem durch den organisch wirkenden Schlagzeugsound hervorgerufen wird. Wie in der Rockmusik hat er auch hier Strukturwechsel eingebaut.

Wabernde Orgelklänge sind zu Beginn des 10:22minütigen „The Constellation“ zu hören. Dann setzt ein unwiderstehlicher Rhythmus ein auf den er dann eine Harmonie legt. Langsam zieht Otarion dann an der Rhythmusschraube und es entwickelt sich ein herrlicher Track mit Chören, Tranceatmosphäre und monumentalen Passagen. Sehr elektronisch zeigt sich auch „Reverberation“, das zwischen traditioneller Elektronik, Trance, Club (hier nähert sich Otarion in einigen Passagen streckenweise Moonbooter und Schiller an) und Rock pendelt. In „Break Out“ zieht Otarion dann die Beats noch mal an und lässt das Stück in einer tanzbaren Form erstrahlen. In der zweiten Hälfte kommen noch Klangfarben hinzu die sehr rockig wirken. Das ist klasse gemacht. Und so geht es dann auch in den nächsten Stücken weiter, wobei er im fast elfminütigen „Flames“ streckenweise richtig losrockt. In dem Stück werden Elektronik und Rockmusik, die beide ihren Platz in diesem Longtrack finden, deutlich spürbar.

Otarion aka Rainer Klein hat mit „Constellations And The Read Thread“ wieder ein hochklassiges Album eingespielt. Das ist monumentale Elektronikmusik mit atmosphärischem Artrockeinschlag. Damit gehört auch er zu den Musikern, die die Grenzen der Musik überschreiten bzw. sie miteinander verbinden. Sehr empfehlenswert.

Stephan Schelle, Mai 2016...


wellenvorm - Petrified Forest

25.02.2017
MusikZirkus M.
Der Chemnitzer Elektronikmusiker Uwe Rottluff hat sein zweites Album, das im Herbst 2016 erschienen ist und für das er sich zwei Jahre Zeit genommen hat, „Petrified Forest“ genannt, was übersetzt versteinerter Wald bedeutet. Und dieser Titel kommt nicht von ungefähr, denn in Chemnitz gibt es diesen versteinerten Wald, der eine bedeutende paläobotanische Fossilfundstätte ist. Inspiriert von seinem Freund, dem bekannten Designer und Autor Jochen Voigt, hat Uwe Rottluff aka Wellenvorm ein Konzeptalbum zu diesem Thema eingespielt.






Der Vulkan erwacht, die Apokalypse beginnt. Eine gewaltige Druckwelle bricht sich Bahn und zerstört alles, was ihr im Wege steht. Tausende Bäume werden entlaubt, Äste und Zweige brechen. Mächtige, bis zu dreißig Meter hohe, Stämme knicken wie Streichhölzer um. Glühende Aschewolken wälzen sich zu Tal, Milliarden von kleinen Bimsteinbrocken regnen auf die Landschaft herab. An den mächtigsten Stellen türmt sich dieses Material 90 Meter über dem eben noch lebendigen Wald auf. Dieses Geschehen liegt 291 Millionen Jahre zurück. Nach dem Ausbruch sickert Kieselsäure in die begrabenen Stämme, die sich im Verlauf von kosmischen Zeiträumen langsam in Stein verwandeln.

Was Uwe so auf seiner Homepage beschreibt ist nicht etwa erfunden, sondern stellt das urzeitliche Szenario bzw. Inferno dar, auf dem seine heutige Heimatstadt Chemnitz steht. Die steinernen Gebilde sind ein weltweit bekanntes Naturdenkmal das jetzt von ihm musikalisch vertont wurde.

Dass Uwe von der „Berliner Schule“ beeinflusst wurde, hört man an einigen Stellen des neuen Albums. Wer aber nun glaubt, dass es sich bei Wellenvorm um einen Nachahmungstäter handelt, der liegt gänzlich falsch, denn die Musik zeigt genug eigenständige Formen.

Obwohl zehn Tracks mit Laufzeiten zwischen 0:56 und 10:02 Minuten Spielzeit auf der CD zu finden sind, so ist das Album doch als ein Soundtrack zu betrachten, der verschiedene Szenerien musikalisch umsetzt. Los geht es mir dem 6:23minütigen „Perm“. Mystische Synthieklänge starten in diesen Opener, der von leicht pulsierenden und jaulenden Klängen bestimmt wird. Das klingt zunächst recht rau und lässt vor meinen Augen die zerklüfteten Steinformationen erscheinen. Nach etwas mehr als zwei Minuten kommen dann Harmonien auf und ich habe das Gefühl über die Steinlandschaft hinweg zu fliegen (wirkt wie eine Kamerafahrt über das schroffe, steinerne Gebiet).

„Twilight“ hat zwar einige Harmonien und leichte Melodieansätze, aber Uwe erzeugt hier vor allem Stimmungsbilder mit seinem elektronischen Instrumentarium. Bombastisch mit „Berliner Schule“-Einwürfen stellt sich das zehnminütige „Thunder“ dar. Das sind nur einige Eindrücke zu den einzelnen Stücken, aus denen man keinen wirklich herausnehmen kann, denn man muss das Album komplett hören. Und so facht Uwe die Fantasie des Hörers über die volle Laufzeit von gut 58 Minuten an. Dabei benutzt er teils ungewöhnliche Klänge und Effekte, die das Album spannend halten.

Uwe Rottluff aka Wellenvorm befeuert mit seiner CD „Pertified Forest“ das Kopfkino mit zahlreichen Bildern. Ich kann mir ganz gut vorstellen, wie die Musik zu Bildern des versteinerten Waldes bei Chemnitz wirkt. Ein fesselndes Album, das sich über den Hauptteil der Laufzeit mit Stimmungsbildern und Klangkollagen befasst und trotzdem sehr eingängig wirkt und an den Boxen fesselt.

Stephan Schelle, November 2016...


Faber - Earthbeats

18.02.2017
Stephan
Ronald Schmidt aka Faber macht mit „Earthbeats“ das Dutzend Alben voll. Nach dem düsteren Vorgänger „Dark Sun“ könnte man aufgrund des Titels annehmen, dass sich Faber nun der rhythmischen Elektronik gewidmet hat. Dem ist aber nicht so, vielmehr zeigt er sich wieder von der äußerst melodischen Seite. Der Titel soll bedeuten, dass uns der Musiker auf eine Reise rund um den Erdball mitnimmt, in dem er verschiedene musikalische Elemente einbaut. Ein Dutzend Tracks sind auf dem Album enthalten, die Klänge unseres Planeten darstellen sollen und so finden sich in den Titeln und auch in den Sounds asiatische, amerikanische, orientalische und europäische Klangfarben. Sehr melodisch und verträumt startet die CDR mit dem Stück „Corsica“. Damit bewegt sich Faber noch in der typischen EM. Der Track ist wie für einen Soundtrack zur Insel gemacht. Dem Namen des Stückes „Dreamtime“ entsprechend geht es auch in diesem sehr verträumt zu. Flächen, die im Untergrund ihre Kreise ziehen, werden von einer sanften, eingängigen Melodie bestimmt. Dann kommen elektronische Sounds auf, die wie eine Didgeridoo klingen. Und die Percussion hat nun ethnische Züge angenommen. Dazu kann ich mir gut einen Strand an der australischen Küste oder eine Expedition ins Landesinnere vorstellen. Das Stück hat darüber hinaus so etwas von Karl May-Soundtrack (den ich sehr liebe). Mit „Americans“ wechseln wir über den großen Teich. Indianische Gesänge hat er hier in diesen melodiösen Track gelegt. In der Tat macht sich vor dem geistigen Auge eine Szenerie breit, bei der man sich mitten unter den amerikanischen Ureinwohnern wähnt und einem Ritual zusieht. Waren die Melodien bisher alle sehr verträumt und sanft, so kommt in „Surat“ jetzt ein leicht unterkühlter Klang auf. Kraftwerkähnliche Rhythmen und Soundstrukturen werden mit orientalischen Klangfarben gemischt. Ein spannender Track. Wasserrauschen und eingängige Melodielinien erinnern in „Beijing Parc“ zunächst an Produktionen des IC-Labels der Marke G.E.N.E. & Co. Wenn dann die weibliche Gesangsstimme einsetzt, kommt gar eine Spur Pop auf. Weitere Reisepunkte sind „Sheeba“, das sehr symphonisch und erhaben wirkt, „Boi de Boulogne“ mit seinem Akustikgitarrensound, „Tangerine Moon“, das an die großen Berliner Vorbilder angelehnt ist, „Indian Flavour“ mit orientalischen Percussion und Klangfarben wie von einer Sitar. In diesem Stück ließ sich Faber von Freddy Schlender an der Gitarre begleiten. Mit „Sahara Queen“, das einen pulsierenden Beat mit Streicherflächen kombiniert, wirkt wie eine Fata Morgana, dem perlenden „Footprints In The Snow“, bei dem man die Eiskristalle förmlich vor Augen sehen kann und „High Mountains“, dem ruhigen Ausklang endet dann die CD. Faber aka Ronald Schmidt schafft es auf seinem neuen Album Blitzlichter an unterschiedlichen Plätzen dieser Erde musikalisch festzuhalten. Eine sehr gelungene Veröffentlichung.</p><p> </p><p>St-
ephan Schelle, Mai 2016</p><p> </p><p>http://musikzirk-
us-magazin.de/dateien/Pages/CD_Kritiken/elektronik/faber_ear-
thbeats.htm...


moonbooter vs Wellenfeld - Live Münster 2015

18.02.2017
Stephan
Bernd Scholl aka Moonbooter und Andreas Braun und Detlef Dominiczak, die als Wellenfeld ihre Musik seit vielen Jahren herausbringen, traten am 24.10.2015 gemeinsam im Planetarium in Münster auf. Dieses Konzert wurde mitgeschnitten und ist noch im selben Jahr auf CDR beim Label von Bernd Scholl, MellowJet Records, veröffentlicht worden. Der Hauptteil der live gespielten Stücke besteht aus dem Moonbooter-Album „The Wave“ und der Wellenfeld-CD „Elements“. Das Besondere an der CD ist – ob es beim Konzert genauso war, kann ich nicht sagen, da ich nicht in Münster war – dass die Stücke von Moonbooter und Wellenfeld sich abwechseln. Erstaunlicher Wiese entsteht dadurch kein Bruch im Gesamtkontext. Das zeigt, dass die stilistische Nähe der beiden Acts nicht von der Hand zu weisen ist. Im achten Track „MIX: Looming The Doom / Spirit Of Time / Phase 5“ vermischen die Drei dann noch die Wellenfeldstücke „Looming The Doom“ vom „Pandemie“-Album, „Phase 5“ vom Album „Phase V“ mit Moonbooters Stück „Sprit Of Time“ von seinem Album „Cosmoromantics“. Die Liveatmosphäre wurde bei diesem Mitschnitt gut eingefangen, denn das Klatschen des Publikums, zum Beispiel am Anfang der CD, die mit Moonbooters „Time“ beginnt, wurde in die Aufnahme integriert. Ansonsten kommt der Sound naturgemäß direkt aus dem Mischpult, was einen satten Sound garantiert. Der Opener ist gut gewählt, denn er beginnt recht langsam durch Flächen, die durch den Raum ziehen und erst nach gut zwei Minuten an Rhythmus gewinnen. Dann aber stellt sich sofort das Moonbooter-Feeling ein. Nahtlos, so als müsste es so sein, geht es dann in Wellenfeld’s „Timeless Gravitation“ über. Sphärische Klänge wechseln sich bei diesem Konzert mit Rhythmischen Parts ab. Man kann sich beim Hören gut vorstellen – wenn man schon einmal in einem Planetarium war – wie die Planeten und Gestirne unter der Kuppeldecke ihre Bahnen ziehen. Viele der Stücke gehen so nahtlos ineinander über und machen aus dem Mitschnitt ein kompaktes Werk. Die CD ist eine schöne Erinnerung für die Elektronikfreunde, die am 24.10.2015 in Münster mit dabei waren. Aber auch für all diejenigen, die die Musik von Moonbooter und Wellenfeld mögen ist es eine gelungene Veröffentlichung.</p><p>Stephan Schelle, Oktober 2016</p><p>http://musikzirkus-magazin.de/dateien-
/Pages/CD_Kritiken/elektronik/moonbooter_vs_wellenfeld_live_-
muenster_2015.htm...


Faber - Dark Sun

20.12.2016
Dennis
01 - Dark Sun Theme: Jaa... - das kurze Intro deutet tatsächlich an, das es wohl düster werden wird! 02 - Dream X: Mein Gott - so habe ich Faber noch nie erlebt! Der Song schleppt sich bedrohlich voran, das berühmte Zitat von Martin Luther King passt sich akustisch perfekt - aber thematisch eigentlich gar nicht - in diesen tollen Sound ein! Ein Widerspruch in sich! Das Stück ist Wahnsinn! 03 - Lost in Space: Auch sehr bedrückendes Stück, mit kleinen Computer-Voices am Anfang, dann ist Fabers vertrautes Melodie-Spiel zu erleben - beruhigend, macht trotzdem Gänsehaut! 04 - Ghost Trains: Festhalten! Hier geht die Post ab. Ein Zug rast dahin, eine japanisch sprechende Zugbegleiterin verteilt wohl Warnhinweise, die E-Gitarre wird zum glühen gebracht, das Tempo hält stetig an - wo soll das enden? Das ist Speed-EM. Fantastisch! 05 - Snow Cold: Man spürt die Kälte - und das jetzt mit der bekannten Faber-Signatur! Sehr schön. 06 - Alien Chants: Die Aliens sind unter uns - tief unten im Meer, und dort singen sie ihre Lieder. Oder ihr Leid...? Das Stück wirkt daher sehr klagend, ist wegen der "Aliens" fast nicht nicht zu ertragen, aber trotzdem fesselnd. 07 - Atomic Particles: (Bin leider der englischen Sprache nicht mächtig, aber:) der verwendete Sprach-Sample äußert sicher nichts Gutes! Entsprechend ist das Stück sehr ruhig, minimal instrumentalisiert, und düster ausgelegt. Das ethno gehaltene Thema ist dominant. Wieder sehr düster dieser Track! 08 - Thunder in my Heart: anfangs minimalistisch gehalten, ohne Ebene, das Thema sehr aggressiv. Vom klassischen Faber nichts zu erkennen, trotzdem tolles Stück! 09 - Cathedral: Orgelspiel nach klassischer "Bach" - (Berliner) - Schule. Sehr schön! 10 - Voices from outer Space: ruhiges Stück nach bekannter Faber-Manier. Hab aber die "Voices" vermisst?! 11 - Canadian Woods: ruhiges Stück nach bekannter Faber-Manier. Hier ist aber alles voller "Space - Voices"! --_ Ich vermute Track 10 und 11 sind hier in der Endfassung vertauscht worden!! Habe meine Bibliothek gleich korrigiert. 12 - Dark Sun Reprise: nur einige Sekunden für den Ausklang. Letzt endlich ist "Dark Sun" mein Lieblingsalbum von Faber. Viele Stücke sind hier enthalten, die Faber nicht erkennen lassen - und das ist gut so. Es sorgt mal für Abwechslung in diesem sonst so wunderschönem Faber-Universum....


Otarion - Constellations and the red Thread

17.05.2016
Uwe
Bei Otarion (Rainer Klein) wird´s rockiger! Wie es auf der -Monuments- schon zu erahnen war, geht Otarion neue Wege und präsentiert seinen Fans nun ein gutes Album nach dem anderen! Auch sein neues Album -Constellations And The Red Thread- bricht leicht vom bisherigem Stil aus und bringt EM mit einer gehörigem Portion progressiver Rockmusik hervor. Das ist ein wenig ungewohnt, aber hört sich nach ein- bis zwei Durchläufen richtig gut an. Was bleibt, ist sein bombastischer Sound und die tollen Arrangements, mit denen Otarion uns seit vielen Jahren immer wieder Begeistert. ... und da die Begeiserung auch immer wieder anhölt, gilt auch für die -Constellations And The Red Thread- natürlich eine klare Kaufempfehlung :-) ... dazu fällt mir immer wieder die Frage ein, die ich mir schon lange stelle : Warum hören soviele "EM´ler so gerne Progressiven Rock? Da scheine ich nicht der einzige zu sein......


Faber - Earthbeats

16.05.2016
Uwe
Wow, ich bin echt irritiert ..... zwar auf sehr angenehme Weise, aber immerhin.... Mit dieser Art von Musik habe ich überhaupt nicht gerechnet. Ein mutiger Schritt von Ronald Schmidt - mehr noch, ein ausgezeichneter Schritt obendrauf! Mit der -Earthbeats- ist Faber mal aus der "klassischen EM" ausgebrochen und bietet nun "weltoffene Musik" mit starken ethnischen Einflüssen. Weltoffen kann man hier auch zweideutig sehen, denn Faber hat aus verschiedensten Ländern der Erde typische, musikalische Einflüsse gesammelt, ohne das er seinem eigenen Stil untreu wird. Selbst mit Gesang versehene Songs sind auf diesem Album vorhanden - und das muss nicht immer gut gehen .... kann es aber :-) , wie man auf der -Earthbeats- hört! Also hier ist Ronald Schmidt schon ein recht außergewöhnliches Album gelungen, welches sicherlich viele EM-Fans überzeugen wird. Abwechslungsreiche, melodiöse Weltmusik ...... Klasse gemacht ! Uwe Sasse -www.sequenzerwelten.de/faber_main.html...


Magic Dimension - Back to the Roots 2

20.07.2014
Uwe
Ebenfalls von Mellowjet ist die -Back To The Roots 2-, die als eine Homage an die 70er und 80er Jahre und die dazugehörigen Vorbilder von Magic Dimension gesehen werden soll :-) Flächen und schöne, melodiöse Sounds, meist aus analogen Geräten ..... das alles in dem für mich typischen Stil von Hans-Peter Beckmann .... klasse gespielt und lässt sich wunderbar hören :-) Ich finde, -"Back To The Roots" ist immer ein schönes Motiv, egal ob in Musik oder Gedanken umgesetzt .... da lässt sich ungeheuer viel von machen. Und wenn das Ergebnis dann auch so gut wie diese CD ist .... umso schöner :-) -Back To The Roots- wurde von Magic Dimension in zwei Teilen eingespielt, den 1. Teil gibts auf einer seperaten CD und wurde ebenfalls auf Mellowjet herausgebracht. Warum habe ich mir denn nicht gleich beide CDs zugelegt ?? Naja, lässt sich ja noch nachholen ;-) Wer auf gute EM mit satten Melodien steht, ist hiermit bestens beraten. Lohnt sich ......


Magic Dimension - Bewegung

15.07.2014
Uwe
Nach vielen Jahren habe ich mir mal wieder was von Magic Dimension (Hans-Peter Beckmann) zugelegt :-) Irgendwie war ich ein wenig erschrocken, wieviel Jahre vergangen sind, seitdem ich die -Earthview- und -Dreamscape- vorgestellt hatte ..... von daher ist es wirklich mal wieder an der Zeit. :-) Apropos Zeit, die -Bewegung- ist auch schon aus dem Jahr 2009. In der Zeit ist musikalisch ganz schön Bewegung bei Magic Dimension gewesen, wenn ich mir mal die bisherigen Veröfentlichungen ansehe. Die Aufnahmen waren länger geplant, sie entstanden in der Zeit von 2003 bis 2009. Thematisch hat Magic Dimension die kontinuierlichen Bewegungen in den Grundsequenzen umgesetzt, die immer wieder neue Facetten und Blickpunkte bieten. Daher ist es auch nicht verwunderlich, das in der Musik sich die Sequenzen immer wieder verändern und anders aufbauen. So kommt sehr viel an Abwechslung, Rhythmus und Melodie heraus, was den Hörgenuss auf angenehmste Weise verschönert :-) Sehr schöne Musik aus dem Hause Mellowjet. Wärmstens zu empfehlen!...


Otarion - Out of Eden

09.03.2014
Uwe
Einige Jahre sind vergangen, wo ich von Otarion (Rainer Klein) nichts mehr gehört hatte. Im November 2013 aber meldete sich Rainer mit der -Out Of Eden- eindrucksvoll zurück :-) Rainer untermalt mit seiner Musik gerne biblische Themen, wie er es auf seinen anderen CDs auf wunderbare Weise auch gemacht hat. Für ein neuestes Werk, -Out Of Eden- lies Rainer Klein sich bewusst viel Zeit und da kommt das gute, alte Sprichwort "Gut Ding Will Weile Haben" echt gut zur Geltung ;-) Und das Ergebnis : schöne, kraftvolle und rhythmische Musik !! Ich habe aus welch Gründen auch immer erst die -Es werde Licht- vorgestellt, seine erste und leider auch vergriffene CD. -Out Of Eden- finde ich noch besser, weil sie irgendwie noch etwas bombastischer wirkt :-) Wirklich großes Kopfkino, was hier geboten wird, eine wunderbare Reise durch die Entstehung der Erde und der Menschheit. Klasse gemacht und ein weiteres Highlight aus dem Hause Mellowjet! :-)...


moonbooter - Still Alive

09.03.2014
Uwe
... das war nicht Liebe auf den ersten Blick, sondern Liebe beim ersten hören :-)) Ich staune immer wieder, wie Bernd es schafft, noch einen drauf zu legen..... aber es geht anscheinend :-) -Still Alive- ist ein sehr persönliches Album geworden, bedingt durch Schicksalsschläge und/oder auch andere Vorkommnisse, vor denen viele irgendwann einmal stehen werden. Einige kommen ins Grübeln und können sich anschließend wieder aus der Situation befreien. Egal, ob durch Gespräche, oder wie in diesem Falle durch Musik. Bei dieser Musik hören wir es nicht nur.... nein, man kann es sogar fühlen! Die Musik sprüht nur so vor Frische, auf den anderen Seite ist sie wiederum sehr feinfühlig. Und dies kann man nur hinbekommen, wenn man dieses gewisse Feeling hat. Bernd, DU hast es und es ist wirklich ein wunderbares Album geworden! Sehr persönlich und gereift. Besser kann man es nicht machen... Ja Freunde, DAS ist jetzt schon mein Album des Jahres 2014 :-)...


Uwe Reckzeh - Virtual Minds

21.10.2013
Georg
Tolle, komplexe Sequencen, fette und glasklare Sounds, die teilweise an Zeiten erinnern, wo TD oder KS noch richtig gute Musik gemacht haben, dazu kommen auch neue spannende Klangfarben, dies alles ergibt eine Mischung, die man richtig geniessen kann. Insgesamt "fliesst" die Musik wunderbar und man will sie immer und immer hören: ein Meisterwerk für Elektronikfreunde....


moonbooter - World of Apes 2

12.06.2012
Georg
Wieder mal ein absolutes Geniesser-Album von Moonbooter. Herrliche, fette Synthiesounds, tolle Rythmen und alles so stimmig
kombiniert. Elektronikmusik vom Feinsten. Ich muss zugeben, dass mich das Konzept oder Thema des Albums nicht so sehr interessiert,
ich höre die Musik einfach mit Kopfhörer und freue mich an diesem hervorragenden Sound und Kompostitionen. Immer ist die Musik sehr
lebendig und ansprechend, wird nicht langweilig, wenn die Sequenzer und Rythmuspattern sich mit schönen Melodien verbinden und
Stimmungen aufbauen, um im nächsten Stück schon wieder in ein anderes Gefilde zu wechseln, kommt mir immer wieder mal der Wunsch,
dass die Stücke länger sein könnten, weil sie eben so schön sind. Jedoch bereits das nächste Stück begeistert dann wieder so sehr, auch
hier wieder der selbe Wunsch entsteht.....wenn das keine Empfehlung für die CD ist!...


Uwe Reckzeh - Mirror Images

15.04.2012
global
Stephan Schelle, März 2012

Nach dem herausragenden Subsesizer aus dem letzten Jahr lässt der deutsche Elektronikmusiker Uwe Reckzeh im März 2012 ein neues Werk unter dem Titel Mirror Images folgen. Acht Stücke hat Uwe auf seinem neuen Werk untergebracht, die auch seinen bisherigen hohen qualitativen Standard widerspiegeln. Bei einigen Tracks ging mir durch den Kopf Könnten sich Tangerine Dream heute so anhören, wenn sie ihren Stil der 80er (unter Mitwirkung von Johannes Schmoelling) fortgeführt hätten?.



Los geht es mit dem wunderbaren Titelstück, das zunächst sanft schwebende Flächen durch den Raum schickt. Nach etwa gut zwei Minuten wird es dann intensiver, denn ein Sequenzerrhythmus entwickelt sich langsam aus dem Hintergrund und schiebt sich nach vorne. Jetzt tuckern die Synthies und es wird rhythmisch und hypnotisch zugleich. Langsam entwickelt sich der Track, in dem neue Elemente und Harmonien hinzukommen. Nach gut vier Minuten legt Uwe dann eine Melodielinie auf den elektronischen Unterboden. Ein sehr schön verträumtes Stück, das vor allem im zweiten Teil deutliche Anleihen an die großen Tangerine Dream aufweist.

Waiting Steelness nennt sich der zweite Track, der sofort mit Sequenzerrhythmen startet. Dieses Stück rückt für mich stilistisch - auch von der Klangfarbe des Synthies - in die Ecke der niederländischen Elektronikmusik. Uwe hat hier einen recht rhythmischen Track eingespielt (mit programmierten Drums), der sofort ins Hirn geht. Hypnotisch und die Sinne beraubend geht es dann in Contribution zu. Dieses Stück vernebelt einem die Sinne schon zu Beginn durch die tolle Rhythmik und die darauf gelegten Flächen. Dazu zirpen die Synthies, so als würde man sich in einem elektronischen Dschungel befinden. Das hat was unglaublich fesselndes. Der Rhythmus - auch wenn er sich leicht verändert - schreitet monoton voran und Uwe spendiert dem Ganzen nach einigen Minuten dann eine wohlige Melodie.

Rhythmisch und mit einer tollen Melodie geht es dann bei Most Diversion weiter. Diese Melodie setzt sich im Ohr fest und könnte auch gut im Radio gespielt werden. Ein toller Track, bei dem man so richtig abgehen kann. Diesen Titel muss Uwe unbedingt in sein Liveprogramm aufnehmen. Es folgen weitere vier Stücke die den vorangegangenen in nichts nachstehen.

Mit Mirror Images ist Uwe Reckzeh ein toller Nachfolger seines hervorragenden Werkes Subsesizer gelungen (für letzteres bekam er eine Nominierung in der Kategorie bestes Album national bei der Schallwelle-Preisverleihung). Mit dem neuen Werk zeigt Uwe eine konstante Leistung, die ihn mit an die Spitze der Szene katapultiert - wenn es nicht schon das letztjährige Album geschafft hat. Wer Uwes bisherige Werke mag und auch die Musik von Tangerine Dream, der sollte sich dieses Werk unbedingt zulegen....


moonbooter - Cosmologica

11.04.2012
Georg
Einfach herrliche, dieses Album. Einlegen, Kopfhörer auf, und ab geht die Reise ins All....oder ohne Kopfhörer direkt aus den Boxen diese
fette Sounds und tollen Rythmen geniessen. Ein klasse Album, ausgefeilt, toll eingängig zu hören, voller schönster elektronischer Sounds.
Insbesondere die ersten 4 Tracks begeistern mich, wobei danach weiter hochklassige Musik geboten wird, jedoch packen mich gerade die
tollen rythmischen ersten Lieder und lassen mich träumen. Dieses Album kann ich nur empfehlen und es macht richtig Lust auf mehr von
Moonbooter....


Uwe Reckzeh - Mirror Images

11.04.2012
Georg
Eine aussergewöhnlich schöne CD, prall gefüllt mit satter Sequenzer-Musik. Einfach herrlich, ein Genuss für Freunde von fetten, ausgefeilten und ineinander verwobenen Sequenzer-Sounds. War für mich eine tolle positive Ãœberraschung! Vielleicht die Musik, die TD immer machen sollten, aber es fast nie so geschafft haben. Dazu schöne Melodien, sehr gute, kreative Einfälle, aber immer auf Basis dieser Sequenzer, die
ich so liebe. Beim ersten Anhören dachte ich mir, Mensch, das ist die Musik, die ich mir schon so lange gewünscht habe zu hören.
Meine Gratulation an Herrn Reckzeh, hier hat er mir eine riesen-Freude bereitet!...


moonbooter - Cosmologica

02.04.2012
Georg
Vom ersten bis zum letzen Ton ein Hochgenuss, dieses Album. Relaxte Rythmen, wundervolle Sequenzerläufe, herrliche elektronische Sounds
verbinden sich zu einem musikalischen Hochgenuss. Ich frage mich nur, wieso ich erst so spät enteckte, dass es immer noch solche hervorragende, ansprechende elektonische Musik gibt. Großen Dank an Herrn Scholl für seine Musik und sein Label. Die Musik von Moonbooter scheint mir ganz leicht in Richtung Schiller zu tendieren, wobei -muss ich gestehen- mir Moonbooter noch einen Tick besser gefällt. Kaufen und geniessen, kann ich da nur sagen....


Uwe Reckzeh - Mirror Images

02.04.2012
Georg
Aaahh....herrlich, diese fetten, saftigen Sequenzen, die da in meine Ohren kriechen, ein Hochgenuss! Das ist Musik, von der ich bei jedem
Ton zufrieden und begeistert bin...weshalb sollte ich noch TD anhören, wenns bei Herrn Reckzeh die selbe Musik viel besser, positiver und
lebendiger gibt ? Ein Album, das man getrost in einem Durchlauf geniessen kann, voller ineinander verwobender Sequnzerläufe, tief, hoch,
weich, hart, alles und so passend dezent mit Schlagzeugsounds verfeinert. Bei manchen Alben dachte ich mir oft, schade, dass jetzt das
Schlageug so dominant einsetzt, es verdirbt mir den ganzen Genuss der super Sequenzen. Dies ist hier nicht der Fall, und dafür liebe ich
dieses Album! Gut, ich kenne (bisher wohlgemerkt) noch kein anderes Album von Herrn Reckzeh, aber beim Hören dachte ich mir: das ist
die Musik, die ich schon lange hören wollte...endlich ist es soweit. Für Sequenzer-Freunde ein Fest. Und im letzten Track beweist Herr Reckzeh, dass er auch nachdenkliche, ruhige Stimmungen meisterhaft beherrscht. Also von mir aus hätte das ruhig ein Doppel-Album geben können. Klare Kaufempfehlung von mir und meinen großen Dank an den Künstler!...


Erez Yaary - Moab

15.03.2012
global
Stephan Schelle, Januar 2012

Der aus Israel stammende Elektronikmusiker Erez Yaary veröffentlicht Anfang 2012 mit Moab sein neuestes Werk als CDR bei MellowJet Records. Als Erez mit den Kompositionen zu Moab begann schwebte ihm ein Konzeptalbum, basierend auf einer Kombination aus analogen Synthesizern und orchestralen Sounds, vor. Schon Jahre zuvor hatte er diese Fusion im Kopf, doch konnte er nicht die richtige Balance zwischen beiden Elementen finden.



Als er den Soundtrack zu dem Film Tron-Legacy hörte, merkte er, dass es doch eine Möglichkeit gab, diese beiden Elemente miteinander zu verbinden. Und in der Tat sind bei Moab einige Passagen herauszuhören, die an den Soundtrack erinnern. Erez hat sich aber nicht den Stil zu Eigen gemacht, sondern etwas gänzlich Neues hervorgebracht. Die CD bietet die beiden Tracks Moab Part 1 und Moab Part 2, die das Kernstück des Albums darstellen. Darüber hinaus finden sich mit Desert, Red Logos, 11.11.11 und Landscape (2000) noch vier weitere Stücke auf dem Album.

Moab Part 1 ist 16 Minuten lang und klingt wie eine Mischung aus Tron-Soundtrack, Tangerine Dream und weiteren Elementen. Fängt das Stück noch recht soundtrackartig an, so hat es im weiteren Verlauf eine Passage mit unter die Haut gehenden Streichern, zu denen sich dann eine traumhafte auf Synthieflächen gelegte Pianomelodie gesellt, zu bieten. Dann kombiniert Erez das Ganze mit einem Sequenzer, der einen pulsierenden Rhythmus beisteuert. Ein hypnotisches Stück mit wechselnden Strukturen und Melodiemustern. Sehr gelungen ist die Kombination aus Sounds symphonischer Instrumente und Synthesizern.

Zunächst kommt eine Spur Klaus Schulze in Moab Part 2 auf, das mit einer Laufzeit von fast 13 Minuten ebenfalls zu den Longtracks des Albums zählt. Wird das Stück in den ersten zwei Minuten noch von Streichersounds bestimmt, so werden sie danach von perlenden, glockenähnlichen Synthieklängen verdrängt. Eine ruhige aber hoch energetische Stimmung erzeugt Erez mit seiner Musik. Nach etwas mehr als vier Minuten kommt dann noch ein elektronischer Rhythmus hinzu, der dem Ganzen eine hypnotische Note verleiht, während im Hintergrund Erez schon mal den Synthie zirpen lässt. Höre ich da etwa eine Spur Jarre heraus? Und im letzten Teil präsentiert uns Erez gar einen pulsierenden Beat. Ein sehr schöner Track.

Desert klingt mit seinen dunklen Klangfarben etwas düster. Das ähnelt stilistisch auch etwas der Musik von Ron Boots. Durch die Chöre kommt auch eine gewisse sakrale Note in den Track. Diese verstummen aber später und der gelegentlich einsetzende tiefe Synthiesound vermischt sich mit helleren, perlenden Synthieharmonien. Der Track spiegelt aber eine gewisse Trostlosigkeit wider, ohne dass er deprimierend klingt. So kann ich mir gut eine Wüstenlandschaft vorstellen.

Ein weiterer Longtrack ist mit dem mehr als 13minütigen Red Logos auf dem Album zu finden. Wer bei dem Titel Assoziationen zu Tangerine Dreams Logos bekommt, der liegt nicht ganz verkehrt, denn dieses Stück ist eine Hommage an das 82'er Album der großen Berliner. Erez hat einige Elemente aus dem Klassiker genommen und sie neu zusammengesetzt und um eigene Passagen ergänzt.

Das Stück 11.11.11 wird zunächst von einer Klangwand bestimmt und löst sich dann in einen Track auf, der unterschiedliche Sounds und Elemente aufweist. Vor allem die zweite Hälfte mit ihrer sanften Melodie gefällt mir sehr gut. Den Abschluss macht dann das tanzbare Landscape (2000), das mit einem Beat aufwartet, der mich an Bands wie Yazoo & Co. erinnert. Erez bietet hier eine Mischung aus elektronischer Musik und Electropop der 80'er.

Mit Moab ist Erez Yaary ein gutes Album gelungen, das vor allem durch seine melodischen Momente und vor die Kombination aus symphonischen und warmen synthetischen Klängen zu überzeugen weiß. Mir hat das Album eine Menge Spaß bereitet, so dass ich es vorbehaltlos empfehlen kann....


Uwe Reckzeh - Subsesizer

15.03.2012
global
Sylvain Lupari

gutsofdarkness.com & synth&sequences.com

The limpid glass ringings which start "Kontiki" are switching shapes into superb sequences which collide and resound, molding the fascinating chaotic rhythm of the introductory track of Subsesizer. The rhythm hopping and staggering beneath the weight of these sequences to variable strikings and hybrid tones, "Kontiki" displays its 10 minutes with beautiful variations in its movements. Variance as harmonics as minimalists which crisscross or thread their way through between lines of synth with melodious soloing tunes as well as in a panoply of parallel tones of which solos float with a mesmerizing spectral approach on a rhythmic structure as subtle as delicious. Strongly inspired by Tangerine Dream, the universe of Uwe Reckzeh floats in this era where Berlin School was in full transition; be at the beginning of the 80s but with little melodic zest for the vintage years. Subsesizer is his 8th opus. An opus molded in the rhythm much more than in the melody. An album where sequences and percussions throne on beautiful melodies which point their harmonies with a strange limpidity for a musical ground fertile in hard-hitting rhythms. And according to me; its Uwe Reckzehs best work yet, because for very first time the German synthesist peels his compositions by elaborating long structures with rhythms as much variable as minimalist. Compositions always so catchy, but more complexes, where he lays his heavy and resonant sequenced structures into superb mixed-up rhythms where hang very beautiful melodies molded in his memories of Tangerine Dream.

A dense coat of iridescent mist covers the intro of "Subsesizer". Shimmering arpeggios pierce this swaying fog, digging up pulsations which cavort in the echo of these arpeggios of glasses. Complex and creative, the title-track of Subsesizer is molded in a fascinating rhythmic diversity flavored of hard-hitting reverberations. Sequences of glasses and others moving forward stealthily beneath discreet subdued choirs and percussions falling heavily draw the embryonic pattern of an evasive rhythm. A rhythm which looks for itself in this long intro and which finally blooms a little after 4 minutes under fine hypnotic pulsations which pulse under sequences and circular reverberations. From then on, the rhythm of "Subsesizer" is a sequential inversion and inter-phase shifting where sequences swirl, percussions resound and cymbals clink on a harmonic circular and oscillatory rhythm which goes up and down such as a hypnotic sequenced carousel. The hopping of the crystal clear sequences which enlace to the drum roll of "World Without Rules" plunges us irreparably into the musical universe Peter Baumann and his Trans Harmonic Nights. These sequences, which are nervously strummed there, and the synths a bit symphonic, which free brief harmonious solos all along the track, weave a musical universe so near that one would believe to hear a track stemming from sessions of recordings of this mythical album from Peter Baumann. "Heat Voyage" is a very beautiful electronic melody which begins on increasing sequences. The rhythm is arched on a meshing of pulsations, sequences and percussions, shaping a structure with slow oscillating loops with fine incursions of keyboard chords with tones a bit honky-tonk. Pleasant, the synth gives birth to melodic solos as well as some very nice iridescent mist which surround them, freeing poetic filets which hang to beautiful twinkling harmonies. Simple but very catchy!

After an intro with a bit of innocence, the rhythmic structure of "Friendly Jack" unfolds under heavy resonant sequences of which the successive keys, and sometimes deviants, draw long snakes which oscillate through synth pads and layers with a strong Tangerine Dream flavor Its a long track with fine variances in its structure where the short solos of synths and the percussions add an interesting depth while moving it away from its minimalist plasticity. The pulsatory rhythm of "Second Give" plunges us straight out into the universe of Exit and the Network 23 track. Its E-rock, hard-electronic and very punchy with good percussions and nervous sequences while "Bingen Return" presents a more melodious structure with sequences of glasses which sparkle and espouse deaf pulsations, encircling a wave-like rhythm disrupted by percussions and synth pads. A lovely veil of poetry covers this rhythm which sometimes skips with more insistence. Its a synthesized poetry where iridescent mists wrap symphonic breaths or words while the rhythm alternates between its strength and reflection beneath nice breezes of ethereal choirs. A long track with shape-shifting and evolutionary rhythmic figures, "Oceanview" begins with melancholic notes which draw dreams under the tears of an oniric flute. A heavy sequence bumps this meditative fragility and guides "Oceanview" towards an ambivalent rhythm where the heaviness remains a prisoner of this poeti...


moonbooter - World of Apes 2

15.03.2012
global
Sylvain Lupari gutsofdarkness.com & synth&sequences.com:

And the madness continues €¦ Between his last opus about the agonies of nuclear and World of Apes (2 there was an incident of Fukushima nuclear power plant. And nowadays its the threat of a potential Iran-Israeli conflict that hangs above our heads. Indeed the madness continues €¦Like on his first volume, the rhythms of Moonbooter are wrapped up in ambiances so melancholic and full of restraints. Rhythms of lead wrap in envelopes of sorrow. But there is still some juice in the explosive rhythmic structures of Bernd Scholl who knew how so well to merge his energetic music in the ethereal moods of Berlin School. And World of Apes (2 is a wonderful collection of 12 titles where swirling rhythms and circular sequences from the noisy universe of the dance floors and upbeat rhythms of Moonbooter are trapped into transitory approaches to latent evolutions and to turns more oniric than feverish. Certainly that Bernd Scholl didnt hang his sequences nor his pulsatory rhythms but he measured his energies to offer an enchanting EM where the soft techno and the upbeat live harmoniously within structures where the parallelism has of illusion only the bangs-bangs and the booms-booms which go astray in waltzing synth layers. Review of a surprising album of which we didn't expect in this way €¦...

The sampling of an American radio station during the years of prohibition opens "tamed in Apeland". And contrary to World of Apes (2, this last opus of Moonbooter is not flooded with sound samplings, Bernd Scholl wanted to leave more place to his music. To Moonbooter! Delicate felted percussions and an oscillating bass line introduce a soft rhythm while crisscrossed sequences roll like a carpet of balls, following the moves of keyboards keys and skipping under the iridescent synth stratas. Percussions fall and slowly the waltzing rhythm of "tamed in Apeland" swirls under foggy and hatched synth pads, drawing a mixture of soft disco and soft techno built on a sweet, dreamy and harmonious beat. "1985" pursues the slow rhythmic begin introduced by "tamed in Apeland" with an intro which gallops on the back of tones of gyrating suckers, pulsatory percussions and tsitt-tsitt cymbals. Feverish sequences start to wiggle. They gesticulate under synth layers which encircle a motionless but rapidly expanding movement. Other crystal clear sequences are add to this rhythmic pattern, dancing of their alternating strikings on a structure which tergiversate between the emotional impulses of its violins strings before exploding of a heavy pulsating movement. The swirling sequences and resonant pulsations of "the Message" plunges us into the unbridled rhythms of Moonbooters repertoire. The tempo is powerful, pulsatory and hammered by heavy percussions/pulsations while feverish and hiccupping sequences are flogging a rhythmic structure which is spasmodic and hyper jerky that a vocoder covers of a cold robotic approach. "Fukushima" is a beautiful electronic ballad filled by a profound melancholic approach. The keyboard keys which skip at the opening weave an appealing oniric approach which goes beyond the percussions resounding softly with some sweet banging. The tempo becomes then fluid and espouses a stunning Asian approach with strange glaucous pulsations and chords which stroll in the furrow of a flute to meditative breaths while other gyrating chords oversize a melodious approach as poetic as creative. Its very beautiful. It even loosens some scents of Tangerine Dream on their The Atomic Season. Flittering sequences appear out of harsh breaths and hoarse rumblings. They flitter nervously, as to escape a predator, while the intro of "Pershing Meets SS 20" takes shape like a tale of science fiction with its synth to tones which sound like apocalyptic sirens. Its a superb intro which throws itself into a buzzing rhythm of a fusion of percussions and abstruse tones of vitiated and creased metal. The rhythm is hard and stroboscopic, swirling with the same pace as the sequences and percussions which go into all directions. Thats very good and it strips the painting of the walls, if walls hold on of course!
After a somber monasterial intro, where chthonian choruses are psalming in a sordid emptiness, "Tschernobyl" lives on lugubrious pulsations which caw on a latent circular rhythm. Melodious sequences, with a bit of Halloween influence in the melodic tune, are winding all around this rhythm which swirls limply and preserves a static envelope, prisoner of the wrapping synth layers to violin strings. The more we move forward in World of Apes (2 and the more we are stunned by this fusion of techno rhythms, sometimes a bit of trance, and/or the upbeat rhythms filled by the dreamlike approaches and the electronic impetus of Berlin School style. "fun fun fun" is a superb melody à la Enigma which charm on a slightly hopping tempo and pleasantly swirling, fed by celestial voices Its totally att...


Carboneids - Anthems to the Twilight Vol.1 (EP)

13.03.2012
global reviews
Jacob Pertou, I dag: Tonerne får tusmørkelyd i elektronisk flirt med nordens allermørkeste kræfter.

At være så åbenlyst inspireret af det norske soloforetagende Burzum er omtrent lige så politisk korrekt som at fremvise en pladesamling, hvor GG Allin, Charles Manson eller Gary Glitter udgør hovedbestanddelen.

Carboneids har tidligere udgivet plader, der slægtede Kraftwerk noget sÃ¥ eftertrykkeligt pÃ¥. PÃ¥ den humoristisk navngivne Synthsyg havde de et underfundigt og vildt catchy hit ved navn €I am the Mystical Space€.

Men der er efterhånden løbet meget vand i åen. Tilbage er inspirationen fra ambientafstikkeren til den norske halvfemser black metal. Som vi kender den fra eksempelvis højt kontroversielle Burzum, men også de tidlige plader fra Nattefrost. Nattefrost i betydningen Carboneids' ene halvdel, Bjørn Jeppesen.

Der er masser af svartmealliske og gotiske pejlemærker i titelnumret, der givetvis refererer til Emperors centrale værk, Anthems to the Welkins at Dusk. Glasklingende keyboard, en underlig, skæv new aget oase på et minuts penge og en vocoderdel. Efter introen bliver lytteren så ramt af en growlende overraskelse, og derfra får det otte minutter lange nummer sit eget liv. Det er faktisk ret så dragende. Især hvis man kan lide simple opbygninger af mol-akkorder og anden småskinger, black metallisk musikretorik. Afslutningsvis går der twang og reverb i den. En uskøn forening af to guitarer, der må være den ultimative uldne mur af ondskab. Smukt.

Og sådan ligger de følgende fire skæringer på den 25 minutter korte EP i slipstrømmen på titelnummeret. I nogle af numrene er der mere sentimental og genkendelig elektronika af den ældre skole. Men en indestængt ondskab syder og bobler hele vejen igennem.

Det er forfriskende, at man trodser tabuer i sine valg af inspirationer €“ netop fordi, det musikalske produkt altid vejer højere end mennesket og idealerne, der skabte det. Anthems To The Twilight, Vol. 1 er derfor ret unik. Jeg glæder mig til Anthems To The Twilight, Vol. 2....


Bernd Kistenmacher - Antimatter (eingestellt)

01.03.2012
global reviews
Stephan Schelle, Januar 2012

Der Berliner Elektronikmusiker Bernd Kistenmacher hatte sich im Jahr 2009 eindrucksvoll aus einer mehrjährigen Pause mit dem Album Celestial Movements (ein Soundtrack für die Sterne) zurück gemeldet. Mit der CD startete er seine Trilogie des Universums, die nach dem 2010er Album Into The Deep (einer musikalischen Auseinandersetzung mit der Frage nach dem Ursprung des Lebens) im Januar 2012 mit dem Album Antimatter ihre Vollendung findet.



Die ersten beiden Alben haben eine bestimmte Richtung vorgegeben: vom Großen zum Kleinen, und vom Hier und Jetzt zum Ursprung allen Seins. Der Urknall im Labor ist das musikalische Thema von Antimatter. Und das Labor ist nicht irgendeines, sondern der LHC, der Large Hadron Collider. Diese größte Maschine der Welt wurde gebaut, um die Frage nach unserer Herkunft zu beantworten. Was passiert eine Piko-Sekunde nach dem Urknall? Was passierte davor? Kann man diesen Moment im Labor nachstellen?

Wem das Thema bekannt vorkommt, dem sei gesagt, dass sich im Jahr 2009 auch schon Erik Seifert mit Antimaterie und dem LHC der CERN (Europäische Organisation für Kernforschung mit Sitz in Bern) widmete.

Aber nicht nur diesen Fragen geht Bernd nach, sondern er fügt auch noch weitere, Artverwandte hinzu, so berücksichtigt er in seinen Kompositionen immer auch menschliche Aspekte. Wie gehen wir miteinander um, wenn wir aufeinanderprallen? Ergänzen wir uns oder existieren wir nur, um einander auszulöschen? Antimatter kann keine Antworten darauf geben, sondern will nur auf die Energien deuten, die uns Menschen beherrschen.

Um das Thema besser umsetzen zu können hat sich Bernd Unterstützung bei dem Physiker Rolf Landau (Cern) geholt. Bernd eröffnet in dem ersten Track Preparations sein Album mit einem einfachen Ton - er klingt nach einer Sinuskurve - auf den dann die Synthiesounds gesetzt werden. Das klingt zunächst wirklich sehr technisch und nach einer großen Maschine. Dabei kann ich mir das LHC sehr gut vorstellen, in dem sich die Teilchen hyperschnell bewegen. Diesen ersten Ton bindet Bernd immer mal wieder ein und er beschließt auch im Abschlusstitel Where Is Higgs? die CD.

Dazwischen liegen aber mehr als 60 Minuten spannende, teils symphonisch wirkende Elektronikmusik. Allerdings sind die Stücke alle nahtlos miteinander verbunden, so dass man eigentlich von einem einzigen Longtrack mit mehreren Kapiteln sprechen kann. Meine Empfehlung geht auch dahin sich das Werk im Ganzen anzuhören, denn nur so breitet es seine volle Wirkung aus.

Recht symphonisch mit vielen Streichern geht es in Rising zu. Danach folgt mit dem achtminütigen Caverns Of Knowledge der erste längere Track des Albums. Hier geht es Bernd zunächst auch noch sehr symphonisch zu Werke. Die Synthiestimme die sich auf die Streicher legt nimmt den Hörer sofort gefangen. Ein traumhafter Track, der mir sehr gut gefällt, der aber seine Struktur im weiteren Verlauf ändert und auch Anleihen an die Berliner Schule á la Tangerine Dream aufweist.

Es folgt mit Injection ein Zwischenspiel, das atmosphärische Klänge aufweist und wie eine Brücke zum nächsten Longtrack Acceleration wirkt. Acceleration ist mit seinen treibenden, pulsierenden Sounds für mich das Highlight des Albums. Dieser Track hat etwas unglaublich fesselndes und betörendes. Dagegen wirkt Filling The Emptiness schon fast hausbacken, denn die Klänge verhallen im weiten Raum. Dann kommt eine romantisch verträumte Pianopassage hinzu.

Nach diesem ruhigen Stück geht es dann wieder pulsierend weiter im Track They Call It Soap!. Ist der pulsierende Rhythmus zu Beginn noch recht verhalten, nimmt er aber nach einigen Minuten an Dynamik und Lautstärke zu und Bernd spielt eine für ihn typische Harmoniefolge dazu. Auch dieser Track gehört für mich zu den Highlights des Albums. Das ist Musik, in die ich mich fallen lassen kann und die doch einen hohen Spannungsbogen aufrecht hält. Zum Ende des Tracks werden einige Samples eingespielt, die aus dem großen Labor zu stammen scheinen.

Dann kommt das wunderbare On The Shoulders Of ATLAS, das einfach nur traumhaft durch den Raum zieht. Zunächst noch recht spartanisch, wechselt es im weiteren Verlauf zu einem sehr hymnischen und voluminösen Part, der auch Erinnerungen an den großen Griechen Vangelis zulässt. Noch so ein toller Track. Stimmungen werden dann in What's The Matter? erzeugt, die den Hörer in einer fragenden Emotion zurücklassen.

Mit Large Hadron Collider hat Bernd dann noch so einen treibenden und faszinierenden Track auf das Album gepackt. Und im Stück Where Is Higgs?, das ein asiatisches Flair verbreitet (erinnert mich in einigen Passagen ein wenig an den Soundtrack Black Rain) endet es, wie es begonnen hat, mit dem gleichen Ton, der auch schon in die CD einleitete. Und so schließt sich dann der Kreis.

Mit Antimatter hat Bernd Kistenmacher wieder ein außergewöhnliches und sehr gutes Album hingelegt. Ein Werk, das ich den Freunden der elektronischen Musik sehr...


Wellenfeld - The Big Bang

01.03.2012
global reviews
Sylvain Lupari
gutsofdarkness.com & synth&sequences.com

Muffled pulsation introduces the symphonic intro of "No Way". It pulses beneath an undulating synth wave and choruses of a youthful appearance. Fine piano notes emerge. They accompany the military march of drums which are wrapped by the thick strata of a synth to philharmonic breaths. And then, "No Way" takes off with deep drum rolls, nervous and hatched sequences and these youthful choirs which are drown in solid hypnotic percussions / pulsations, while synth keys circulate and flutter around a huge pulsatory beat filled by a cosmic mist. With this melodious approach tied to a heavy hypnotic tempo, "No Way" launches The Big Bang in the same way as Phase V unwound its 11 musical paintings. Heavy and pulsating rhythms, sequences which hiccup and skip into nice spasmodic crossings and good arrangements, as cosmic as orchestral, adorn 10 electronico-cosmic melodies which revolve around this 6th opus of Wellenfeld.

The title track follows on the ashes of "No Way". Honeyed, the intro floats in a cosmic sphere before embracing a more nervous tangent with a jerky rhythm which releases a soft spiralled melody. A melody which spins in loops on a rhythm became more frenzied with chipped chords which stumble in a cosmic atmosphere à la Jarre. "Dark Matter" is the first personal favourite of The Big Bang. Its a superb title which starts in the uncertainty before adopting a fine pulsatory movement. Its a soft movement of dance floor with sequences which lurch with melancholy among melodious pads which multiply and overlap on a suave hypnotic tempo. A beautiful sequential movement escapes to form a wide spiral loop which crosses among ornamental musical elements such as felted percussions and cosmic sound effects before taking up with its structure of origin. Its a great track which doesnt stop seducing. And there are many others The Big Bang. "Dance with Sequence" follows with a stroboscopic sequential line where chords and percussions collide on a cadence with slightly jerky oscillations. The movement is fluid with a good sequential flow from which chords shell such as a dislocated movement while a melodious Kraftwerk style approach hidden in violin strata, worthy of spasmodic dance- floors. Its a heavy and lively, coated by a good melodious approach quite as on "New Time" and "Sonnenwind", 2 tracks which oscillate between the universes of Moonbooter and Element 4.
"Slow Fall (Album Mix)", quite as "Meteora", is a ballad where muffled hammerings structure a lascivious tempo adorned with a nice melody and layered by good morphic strata which waltz in cosmos. "In Control" pursues this exploration of evolutionary rhythms. If a heavy pounding launches its rhythmic structure, the rhythm goes quietly astray towards a more melodious approach where the sequential movement runs free and takes an ascending tangent to embrace a stormier passage with crystal clear sequences which flutter on a structure became more nervous. "Digital Spirit" is the most beautiful track of The Big Bang. Some hesitating piano notes face a sequence of which sparkling chords skip in iridescent mists with dramatic outlines. The tempo takes shape. Its slow and suave, as a cosmic down tempo, and becomes fast encircled by a spheroidal sequential movement. A movement where crystal clear and jerky chords swirl and derive on an evolutionary structure. The melody is catchy, as much for the soul as the hearing, with this fusion of piano and keyboard which conceives melodious chords on a slow enchanting movement. A nice structure which parsimoniously modifies its degree of intensity but which maintains this harmonious and dramatic musical pattern. It is wonderful, very good and catchy! Three words which return constantly in the universe of Wellenfeld....


Bernd Kistenmacher - Celestial Movements (eingestellt)

21.02.2012
Georg Albrecht
Das erste Album, das ich von Bernd Kistenmacher gehört habe. Ich war und bin begeistert davon. Wunderschöne, spacige, schwebende
Klänge, glasklarer Sound, richtig frisch und neu. Die Musik ist herrlich zum entspannen geeignet, wird aber nie langweilig, Bernd Kistenmacher
hat sie sehr abwechslungsreich gestaltet. Seien es herrliche Synthie-Klanggebirge, die er aufschichtet, zarte Klavier-Melodien, schwebende
Flächen, die in das All hinaustreiben und natürlich ausgefeilte Sequenzerspuren. Ein Album, weit abseits vom den üblichen Elektronik-Produktionen, ja schöner und besser als die meisten CDs dieser Art, die ich bisher gehört hatte. Bernd Kistenmacher hat ein Gespür für Sounds
und schöne Melodien ohne in Kitsch abzudriften oder flach zu klingen. Traumhaft!...


Bernd Kistenmacher - Celestial Movements (eingestellt)

15.02.2012
Georg Albrecht
Eine sehr positive Ãœberraschung sowohl vom Sound her und von der musikalischen Qualität. Bernd Kistenmacher begibt sich mit diesem
Album ein wenig Abseits der "üblichen elektronischen Pfade" und betritt neues Land mit neuen Sounds und sehr interessanten und
ansprechenden Strukturen in seiner Musik. Man kann sich wirklich die Weiten des Alls und die lautlosen, schwebend sich bewegenden
Sterne vorstellen oder auch das zarte Funkeln der Sterne, das den Beobachter von der Erde aus beeindruckt.
Glasklare, majestätische Sounds, schwebende, zarte Flächen (erinnern teilw. leicht an Schulze u. Vangelis), wunderschöne Melodien:
was will man mehr. Das ganze Album ist ein Genuss vom Anfang bis zum Ende. Es fehlen auch lebendige, rhytmische Teile nicht. Ich bin begeistert. Für mich persönlich eins der schönsten Elektronischen Alben überhaupt!...


Bernd Kistenmacher - Antimatter (eingestellt)

07.02.2012
global reviews
http://soziobloge.de/bernd-kistenmacher-antimatter-physik-ve-
rtont/ : Wissenschaft und Musik, das ist ja nicht immer so einfach zusammen zu bringen. Die Sache mit den Autotune ist ja auch nicht jedermanns Sache und auch nicht wirklich grandiose Musik. Wenn auch nicht unlustig.
Ganz anders sieht das bei Bernd Kistenmacher aus. Der ist eine Größe in der Elektronischen Musik und schon seit einigen Jahrzehnten im Geschäft. In seinem neusten Werk namens Antimatter€ hat er den Large Hadron Collider (LHC) vertont. Dies ist der Abschluss einer Triologie, in der er sich zuerst den Sternen und dann der Tiefsee widmete. Für Antimatter bekam er Unterstützung von Rolf Landua, Physiker am CERN. Die CD ist auch mit dem offiziellen CERN Logo geschmückt und promotet damit auch das CERN@home Projekt....


Bernd Kistenmacher - Antimatter (eingestellt)

07.02.2012
global reviews
Jens Röcher: Wie vertont man Physik? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Aber Bernd Kistenmacher kommt mit seinem neuen Werk Antimatter der Sache schon recht nahe. Während man sich unter dem Weltall und den Sternen in Celestial Movements und dem Meer in Beyond the Deep noch etwas vorstellen konnte, ist die Welt der Quantenphysik und des CERN Teilchenbeschleunigers doch recht abstrakt.

Von daher musste ich etwas anders herangehen. Die Musik etwas vom Konzept lösen und mehr für sich nehmen. Die ist ja auch das wichtigste an einem Musikalbum. Und da wird man nicht enttäuscht. Seinen neuen Stil hat er seit Celestial Movements stetig weiterentwickelt und auch auf Antimatter merkt man wieder einen Sprung nach vorne. Die Stücke sind atmosphärisch dicht gespielt und bieten trotz des abstrakten Themas immer wieder Anknüpfungspunkte. Sei es durch ein Audiozitat eines CERN Wissenschaftlers oder den Soundeffekten in Large Hadron Collider.

Antimatter ist nicht nur für Physikfans zu empfehlen, auch alle anderen Freunde elektronischer Musik kommen voll auf ihre Kosten....


Bernd Kistenmacher - Antimatter (eingestellt)

03.02.2012
global reviews
Bert Strolenberg, February 2012: It was great to see Berliner-based composer Bernd Kistenmacher re-emerge in the electronic music scene a couple of years back with "Celestial Movements", followed by "Beyond the Deep".
With "Antimatter", Bernd adds the final chapter to his "Trilogy of the Universe", which features typical Kistenmacher-music but now with an emphasis on the contemporary classical and emotive style along symphonic hints.

The twelve tracks form an uninterrupted 73-minute sonic journey thats both inviting and challenging. At several passages, the smoothly evolving music takes on a cinematic approach while it beautifully paints the wonders and splendour of the universe surrounding our pale blue globe. On "They call it Soup!", things gently accelerate into a higher gear while Bernd shortly executes some soft soaring synth solos in his old and €˜70s KS style. Even a sense op euphory and awe emerges on my personal favorite "On the Shoulders of ATLAS".

Overall, "Antimatter" sounds mellow, moody and inspired, adding another dimension to grand and sophisticated planetarium music.
Nice going, Bernd!...


moonbooter - Fast Reflections

16.01.2012
global reviews
Auch wenn Fast Reflections genügend Stoff für die Tanzfläche hat, so bietet die Musik doch genug Melodien und ansprechende Elektroniksounds, die den Elektronikfreund befriedigen wird. Aus meiner Sicht überwiegen sogar die Stücke, die stilistisch in seine bisherigen normalen Alben passen. Besonders gut eignet sich die Musik auch im Auto auf einer längeren Fahrt (konnte das auf der Heimreise vom Electronic Circus-Festival sehr gut testen). Bernd hat wieder mal eine sehr gute CD veröffentlicht, die als Missing Link zwischen traditioneller EM und Dancemusik verstanden werden kann. Mir macht das Album jedenfalls Spaß. Wer die bisherigen Alben von Moonbooter oder auch die Instrumentalstücke von Schiller mag, der kann hier bedenkenlos zuschlagen.
Stephan Schelle, September 2009 musikzirkus-magazin.de]...


Bernd Kistenmacher - Let it Out ! + Compressed Fluid (eingest.)

16.01.2012
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May 2011 Sylvain Lupari: [... There are no doubts in my head, Let it Out! will be a piece of anthology in contemporary EM. We attend at a real tour de force where Kistenmacher is a real musical whirlwind. Throughout this heavy sequential and symphonic maelstrom, Bernd Kistenmacher maintains a fascinating melodious approach which is the soul of this long hypnotic musical piece where every stage brings its melodious freshness and the poetry so unique to the musical universe of the German synthesist. It is a pure masterpiece which is available in downloadable format on MellowJet site. I think its useless to specify that it is a must have. As far as Im concerned its the best EM album in 2011 so far.] also in french language: http://www.gutsofdarkness.com/god/objet.php?objet=14394...


Bernd Kistenmacher - Let it Out ! + Compressed Fluid (eingest.)

16.01.2012
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Uwe Sasse 1/2011: [ Herrlich !! Das ist mal wieder ein schöner Ausflug in die 80er Jahre :-) Ruhiger Beginn und mit zunehmender Dauer geht die Post so richtig ab !! Klasse Musik, Bernd´s "Majestätischer Sound" inclusive, aber : nach knapp über 41 Minuten ist leider schluss :-( Das macht aber nichts weiter, man kann ja wieder von vorne anfangen ;-) Noch ein kleiner Hinweis : Diesen tollen Konzertmitschnitt gibt es nur als Download. Erhältlich bei www.mellowjet-records.de Viel Spass damit, es lohnt sich !! ]...


Bernd Kistenmacher - Beyond the Deep (eingestellt)

16.01.2012
global reviews
Stephan Schelle, December 2009 www.musikzirkus-magazin.de: ... Bernd hat mit Beyond The Deep nicht nur einen würdigen Nachfolger für sein tolles 2009er Comebackalbum herausgebracht, er hat den Vorgänger noch übertroffen. Wer Bernds Musik mag, der kann hier bedenkenlos zugreifen. Der Liebhaber guter traditioneller Elektronikmusik wird mit diesem Album eine Stunde lang bestens unterhalten....


Bernd Kistenmacher - Beyond the Deep (eingestellt)

16.01.2012
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Bert Strolenberg, www.sonicimmersion.org: After many albums dedicated to or inspire by outer space, Beyond The Deep€ takes a dive into the inner space world and wonders of sea life. The album and its music were premiered at Planetarium Bochum on June 12. So what does this fictional musical exploration of the deep sea and the oceans, which were inspired by Frank Schätzings science fiction thriller The Swarm€, bring us next to its ecological message? Well, Bernd certainly hasnt forgotten his Berliner School roots beside his orchestral style and his distinct fingerprint, setting a gentle and grand mood with the opener Overture€. The 16-minute Tsunami€ has quite some searching sounds at the start, before moving into a gentle piano section followed by spacious string and choir pads. Things are set in motion with a nice interplay of sequencers and rhythms, and Im especially happy any solo voice is left out in this vibrant, classic-oriented piece. Well done! The acoustic guitar sounds on Clayoquot Sound€ take things in laidback spheres and new age territory with romantic flavours. Its too simplistic and lightweight to my ears, although the second part of this track offers Bernds well-known orchestral sound. I like Lost City€ much better. At first theres a mellow atmosphere and some twinkling sounds, but soon things shift into higher gear with orchestral and symphonic synth pads, bass rhythm and only a few solo sounds. Bernds well-known, more pronounced trumpet sounds show up briefly in the second half of the imaginary track, leaving enough room for the grand symphonic design before the tracks gently fades out with acoustic guitar sounds. On we go with the moody, warm soundings of the relaxed In the black smokers bar€, which features some lush piano. Bernd brings things to a nice ending with melodic and smooth Who will save the world?€, another personal highlight. which contains a nice interplay of synths, strings, and flute, all executed in a neo-classical manner, culminating in a symphonic finale with a nice vibrating solo (although I dont understand the clapping and chaotic voices at the tail).

Nevertheless, Bernd has done a very nice job with the well-executed Beyond the Deep€, which sees him explore emotional and new musical pathways. Hats off! ]...


moonbooter - World of Apes 1

16.01.2012
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Bert Strolenberg sonicimmersion.org: ...Beside that, I can't say any of the other tracks is more special or sparkling than the other, they all make up a solid and mature work which is more than pleasant to listen to. The latter is also due to the excellent and transparent sound quality. All in all, Mr Moonbooter doesn't make things too hard with his so-called "new-cle-ar" album, which I trust will be liked by the average listener of modern electronic music and beyond....


moonbooter - World of Apes 1

16.01.2012
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Will Lücken, April 2009 apfelwahn.de: €¦ geiler Rhythmus, melodisch und enorm positiv! Das Finale setzt sich aus melodramatischen, heroischen Elementen zusammen. Ein würdevoller Abgang. Ein aufregendes Album....


Uwe Reckzeh - Subsesizer

11.01.2012
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Stephan Schelle, Oktober 2011: Zwei Jahre nach seinem Album „Unnatural Light“ setzt der deutsche Elektronikmusiker Uwe Reckzeh im Herbst 2011 mit „Subsesizer“ nach. Im Pressetext ist zu lesen: Zwei lange Jahre sind seit Uwe Reckzehs letztem Album „Unnatural Light“ vergangen. Aber die Wartezeit hat sich sichtlich gelohnt. So glänzt sein neues Album „Subsesizer“ wieder mit außergewöhnlichen und fantastischen Stücken. Dieses Mal allerdings etwas rhythmischer, als seine Fans es gewohnt sind. Dabei stützt sich die Musik nicht alleine auf Rhythmen, sondern und insbesondere auf eingängige Sequenzen, die immer wieder fesselnd als Basis für seine Werke dienen.



Einige der auf „Subsesizer“ veröffentlichten Stücke konnte man bereits auf den Konzerten des Künstlers hören, die nun auf diesem Album als Studioversion vorliegen. Klangtechnisch ist das neue Album eine vollkommene Weiterentwicklung von Reckzeh’s Schaffen. So wurde „Subsesizer“ mit noch mehr Liebe zum Klang-Detail produziert. Die acht Stücke mit Längen zwischen 6 und 15 Minuten sind ein weiteres Mal eine liebevolle Hommage an die Welten von Tangerine Dream und Co. Und das alles selbstverständlich in Reckzeh’s ganz eigenem und unnachahmlichen Stil. So muss EM im Jahre 2011 klingen.

Dem kann ich nur beipflichten. Uwe liegt stilistisch üblicherweise in der Nähe der „Berliner Schule“, was sich aber gleich im Opener anders darstellt. Erst kommt mir in den Sinn, das er zu Beginn des ersten Tracks „Kontiki“ den Rhythmus durch schlagen an eine Kaffeetasse erzeugt hat, muss dann aber feststellen, das es aus dem Synthie kommt. Nach wenigen Momenten schält sich dann eine sehr eingängige Melodie heraus. Rhythmus und Melodie bilden eine perfekte Einheit und sorgen für hypnotisierende Wirkung. Wow, was für ein Beginn.

Das mehr als zwölfminütige Titelstück schließt sich dann an. Herrliche Flächen ziehen zunächst durch den Raum. Nach gut zwei Minuten startet der Track aber erst richtig, wenn der Sequenzer seinen Rhythmustakt vorgibt. Jetzt hört man auch eine Spur Tangerine Dream durch, die aber durch den eigenen Stil von Uwe ergänzt wird. Ein unter die Haut gehendes Stück entwickelt sich daraus, das immer mehr an Dynamik gewinnt.

Etwas subtil beginnt „World Without Rules“. Das klingt zunächst recht spacig und Uwe führt den Hörer mal wieder an der Nase herum, denn nach etwa einer halben Minute zeigt sich das Stück von seiner wahren Seite. Sofort kommen wieder unglaublich eindringliche Sounds, die an Tangerine Dream erinnern aus den Boxen. Das fesselt ungemein und klingt einfach nur klasse. Die Sequenzer erhöhen im Verlauf ihren Takt und treiben das Stücke immer weiter voran, das einem vor den Boxen die Sinneswahrnehmungen geraubt werden.

Und das Unglaubliche ist, das Uwe immer noch einen drauf setzen kann bzw. in diesem betörenden Stil weitermacht. Das zeigen Stücke wie „Heat Voyage“, das ein wenig ruhiger angelegt ist, das Sequnezer orientierte „Friendly Jack“, das pulsierende „Second Give“, das wunderbare „Bingen Return“ mit seinen organischen Schlagzeugmustern oder das verträumte und doch rhythmische „Oceanview“.

Uwe Reckzeh ist mit „Subsesizer“ ein wirklich tolles Album gelungen. Vor allem der dynamische Klang, die herrlichen Sequenzen, hypnotischen Flächen und eingängigen Melodienbögen begeistern. Ein Topalbum, mit dem er sich in der oberen Riege des Schallwelle Preises wieder finden wird....


Wellenfeld - Trip to Illusion

10.01.2012
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www.gutsofdarkness.com: Wellenfeld est un duo Allemand qui fait de la MÉ depuis 2003. Comme indiqué sur leur site, Detef Dominiczak et Andreas Braun nont pas lintention de réinventer la roue, mais dapporter leurs touches poétiques et mélodieuses à lunivers de la MÉ. Trip to Illusion est leur 3ième opus. Si Cosmic Waves avait étonné un nouveau public avec des compositions corsées et harmonieuses, le 2ième opus, Fusion, laissait ces nouveaux fans perplexes avec un cd plus tranquille. Trip to Illusion dépeint la maturité acquise par le duo depuis. Un album harmonieux sur des arrangements superbes et des surprises sur chaque titre, donnant ainsi une identité propre à leurs compositions, tout en respectant lapproche mélodieuse qui avait séduit les fans sur Cosmic Waves. Un peu comme un rock progressif symphonique, Ring of Saturn ouvre sur des synthés pompeux et majestueux. Le rythme est tissé serré sur un synthé mélodieux, aux aspects symphoniques, où de belles percussions claquent, soutenant un tempo fluide qui augmente en intensité sur de belles strates enveloppantes aux arrangements orchestraux. Aux limites dun séquenceur à la Jarre, le mouvement évolue sur un beau refrain synthétique qui colle instantanément à loreille. Ring of Saturn dépeint fort bien la sonorité Wellenfeld. Une musique très harmonieuse avec des synthés qui multiplient les lignes mélodieuses, aux arrangements orchestraux parfois enveloppant, dautres fois déchirants, afin de créer le maximum démotion. Et ça fonctionne, car sans vraiment exploiter des thèmes progressifs à divers paliers musicaux, Wellenfeld offre une musique synthétique plaisante aux rythmes légers et à lharmonie convaincante. Moon 19 débute avec un bourdonnement lointain qui initie un mouvement mélodieux sur des percussions fluides et un beau rythme doux. Des notes perlées sillonnent cette mélodie où une autre ligne harmonieuse se juxtapose à celle en place, sur de belles strates orchestrales. Black Hole capte lattention instantanément avec son tempo spiralé qui circule en rotation sur des couches synthétiques denses. Une ligne basse €˜groovy prend la commande et solidifie un rythme lent, sensuel, enrobé deffets synthétiques qui tourbillonnent allégrement. Les notes de claviers qui vont et partent en croissances et décroissances sont totalement géniales. Et ça représente lun des points forts de Wellenfeld; la capacité de créer des virages musicaux inattendus. Donnant ainsi à chaque titre, son caractère unique. Ocean Air serait banal sans son synthé circulaire qui enveloppe et transporte la pièce avec émotion. Un titre tranquille avec un contre sens sur le jeu des percussions, donnant un sens incertain à une belle mélodie. Avec Spaceroom XXI, nous pénétrons dans les sillages atmosphériques de Wellenfeld, démontrant que le duo Néerlandais maîtrise autant lambiant que la New Berlin School. Voyager est un beau titre léger. Harmonieux, les notes voltigent et tintent dans un univers strié par des couches de synthé en mode violon. Helium est plus martelant. Un rythme lourd sur de bonnes pulsations ainsi que des notes claires qui résonnent au quatre coins dun univers bariolé de synthé orchestraux. Plus langoureuse, Starsurf scintille sur une ondée de notes voluptueuses qui voltigent avec paresse dans un firmament mélodieux. Rythme sobre et mélodieux qui est enrichi par des petites touches et arrangements ici et là, qui créant une profondeur unique à la signature de Wellenfeld. Trip to Illusion est lun des beaux cd harmonieux à paraître cette année. Une agréable surprise qui sécoute attentivement, tant les arrangements sont imprévisibles et bien insérés. De bonnes compositions qui devraient plaire à cette nouvelle génération dadepte de MÉ, style New Berlin School et Synth Pop....


Wellenfeld - Trip to Illusion

10.01.2012
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Sylvain Lupari: Wellenfeld is a German duet who creates EM since 2003. As indicated on their website, Detef Dominiczak and Andreas Braun have no intentions to reinvent the wheel, but bring their poetic and melodious touch to EM universe.
Trip to Illusion is their 3rd opus. If Cosmic Waves had astonished a new public with vigorous and harmonious compositions, the 2nd opus, Fusion, left these new fans perplexed with a quieter atmosphere. Trip to Illusion depicts the maturity acquired by the duet since. A harmonious album, with superb arrangements and surprises on each title, giving a specific identity to all of them, always respecting the melodious approach which had allured the fans on Cosmic Waves.
A little like a symphonic progressive rock, Ring of Saturn opens on pompous and majestic synths. The rhythm is woven tight on one melodious synth, with a symphonic touch, where beautiful percussions crack, supporting a fluid tempo which increases in intensity on beautiful enveloping orchestral arrangements layers. Borderline to a Jarre sequencing line, the movement evolves on a beautiful synthetic refrain which sticks instantaneously to the ear. Ring of Saturn depicts extremely well Wellenfeld sonority. A very harmonious music with synths which multiplies the melodious lines, with orchestral arrangements sometimes enveloping, other times tearing, in order to create the maximum of emotion. And that works pretty well, because without really exploiting progressive topics with various musical directions or steps, Wellenfeld offers a pleasant synthetic music with light rhythms and convincing harmony. Moon 19 starts with a remote drone which initiates a tuneful movement on fluid percussions and a beautiful soft tempo. Beaded notes furrow this melody where another harmonious line is juxtaposed with the one already there, on beautiful orchestral layers. Black Hole hooksinstantaneously the attention with its spiral tempo which circulates in rotation on dense synthetic coats. A bass groovy line takes the lead and solidifies a slow, sensual rhythm, coated with synthetic effects which whirl briskly. Keyboards keys which come and go in growths and decreases are completely brilliant. And that represents one of the strong points of Wellenfeld; capacity to create unexpected musical turns. Thus giving to each title, its particular character. Ocean Air would have been banal without it's would be synth circular which wraps and moves the track with emotion. A quiet title with against direction on the percussions play, giving a dubious direction to a beautiful melody. With Spaceroom 21, we penetrate in the atmospheric wakes of Wellenfeld, showing that the German duet controls the ambient as much as New Berlin School beat structure. Voyager is a beautiful light piece of music. Harmonious, keys fly and tinkle in a universe striated by layers with violin synth chords. Helium is more hammering. A heavy tempo on good pulsations as of the clear keys which resound within the four corners of a multi-coloured universe of orchestral synth. More languorous, Starsurf scintillates on a heavy shower of voluptuous keys which fly with idleness in a melodious firmament. Sober and harmonious rhythm which is enriched by small keys and arrangements here and there, which create a unique atmosphere, specific to each title of Wellenfeld.
Trip to Illusion is one of the most beautiful harmonious CD to appear this year. A pleasant surprised which is listened attentively, so much arrangements unforeseeable and are well inserted. Good compositions which should please this new generation of EM. The one that TD bring with shorter and melodious compositions, in a New Berlin School style but this one his bordering an almost fresh new Synth Pop....


Wellenfeld - Trip to Illusion

10.01.2012
global reviews
Stephan Schelle, Mai 2006 musikzirkus-magazin.de: ... Trip Into Illusion heißt es und ist mittlerweile das dritte Werk von Detlef Dominiczak und Andreas Braun. Auf der 53minütigen CDR nehmen sie uns auf acht Trips mit .
Zuerst geht es mit Ring Of Saturn ins All. Warme, sanfte Melodien gepaart mit Sequenzerrhythmen, das ist das Markenzeichen der beiden. Und genau so entführt uns der erste Titel, bei dem man förmlich abhebt, in eine andere, kosmische Welt. Ein dunkler Basston, der sich langsam aus dem Off schält sowie perlende Synthies eröffnen Moon 19. Genau wie schon beim Titel zuvor schweben wir durchs All. Etwas bedrohlich wird es jetzt, denn wir rasen bei Black Hole auf ein schwarzes Loch zu. Aber trotz des schlagenden Rhythmus geht es noch recht gemächlich zu.
Es folgt Ocean Air, bei dem wir über weite Wasserflächen zu schweben scheinen. Fast wie ein Soundtrack mutet das Stück Spaceroom 21 an. Etwas experimenteller bauen die beiden ihre Synthiewände sehr breitflächig auf, so dass etwas sehr spaciges entsteht. Ãœber die Spielzeit von über sieben Minuten variieren die beiden das Stück durch Rhythmusveränderungen und legen darüber streckenweise spartanische Melodielinien. Voyager bietet dann wieder mehr Melodie.
Das Stück Helium hat von der Rhythmussequenz her ein wenig Ähnlichkeit zu Depeche Mode, doch sobald die Melodie einsetzt ist wieder eindeutig Wellenfeld zu erkennen. Die Melodielinie kommt mir auch irgendwie aus dem Fernsehen meiner Jugendzeit bekannt vor. Wenn ich das richtig interpretiere, klingt da ein leichter Hauch der Titelmelodie von der Serie Die Zwei durch. Dieser Titel gefällt mir recht gut, vielleicht weil er bei mir so einige Erinnerungen wachrüttelt.
Ein leichter Anflug von Kraftwerkrhythmus eröffnet den letzten Titel der CD. Starsurf bietet wieder eine herrliche Melodie, die sofort zündet. Das hat etwas von Schiller, und das ist ja auch nicht das Verkehrteste.
Beim ersten Durchlauf hab ich erst gedacht, naja, das kennst du eigentlich alles schon. Doch nach mehrfachem Hören hat sich das Album doch mehr und mehr in meine Gehörgänge gespielt. Vor allem Helium und Starsurf gefallen mir sehr gut....


Wellenfeld - The Big Bang

10.01.2012
global reviews
Stephan Schelle, Oktober 2011: Nach dem letztjährigen Album Phase V des Elektronikduos Andreas Braun und Detlef Dominiczak, das als Wellenfeld firmiert, kommt im Herbst 2011 mit The Big Bang der Nachfolger auf den Markt. Zehn Stücke mit Laufzeiten zwischen 5:40 und 9:12 Minuten, die wieder auf einem klanglich hohen Niveau angesiedelt sind, bietet das als CDR bei MellowJet Records erschienene Werk.

Hier zunächst die Labelinformation: Mit ihrem sechsten Album nähert sich Wellenfeld dem Anfang von allem: Dem Big Bang. Musikalisch betritt das Duo dabei bekannte Wege, verpackt diese aber sehr geschickt, versteckt in einem subtil neuen Sound. Dabei treten das ein oder andere Mal eine weitere Wurzel von Wellenfelds Vergangenheit in den Vordergrund: EBM, Teutonic Beats und New Beat.



Diese tanzbare, elektronische Traummusik aus den späten 80er Jahren, war Vorreiter für die später aufkommende Technowelle. Auf The Big Bang mischen sich all diese Stile mit der Gegenwart zusammen zu einem ganz neuen musikalischen Erlebnis. Andreas Braun und Detlef Dominizcak verzichten an keiner Stelle auf Ihre typisch-schwebenden Melodien und verpacken Vergangenheit und Zukunft in ein zeitloses Konzept-Album. Auch wenn ihr sechstes Werk 3 Minuten nach dem BigBang endet, so beschreibt es auf fantastische Weise die Reise auf dem Weg dorthin.

Die obige Beschreibung bringt es gut auf den Punkt, denn gleich der Opener No Way besticht durch eine herrliche Melodieführung und einen tanzbaren, pumpenden Rhythmus, der sofort ins Bein geht. Das macht vom ersten Ton an Spaß. Nahtlos geht es dann in den nächsten pumpenden Track Big Bang über. Die Bridge dazu ist aber noch recht verhalten.

Obwohl auch in Dark Matter ein pumpender Beat für den rhythmischen Unterboden sorgt, so startet das Stück doch noch recht verhalten, um dann aber im weiteren Verlauf förmlich zu explodieren. Auch hier kann ich beim Hören meine Beine kaum unter Kontrolle halten. Das ist der Stoff, den ich von Wellenfeld liebe. Pumpende Beats werden mit dem Spirit der 80er und unglaublichen frischen Sounds verwoben.

Etwas düsterer und mit herrlichen Sequenzern stampft Dance With Sequence durch den Raum. Wow, was für ein Track, so kraftvoll, so dynamisch, so berauschend. Slow Flow ist dann eine Downtemponummer, die unter die Haut geht. Hier haben die beiden die richtigen Gänsehautsounds auf ihren, wie von einer Lok gezogenen Rhythmus gelegt. Toll gemacht.

Und in diesem Tempo schreitet das Album dann weiter fort, ohne auch nur eine Spur nachzulassen. Nach dem Durchlauf des Albums ist man vom ständigen Bewegungsdrang völlig geschafft. Die CD eignet sich für eine Party, denn die bpms pulsieren durch den Raum, das es die schiere Freude ist.

Mit The Big Bang haben Wellenfeld wieder zu alter Stärke gefunden und den aus meiner Sicht kleinen Durchhänger im letzten Jahr spielend überwunden. Die einzelnen Tracks strotzen nur so vor Kraft und machen einfach nur Spaß. Ein wirklich tolles Album ist es geworden, wenn nicht gar eins ihrer besten Alben schlechthin, das ich Freunden rhythmischer Elektronikmusik sehr empfehlen kann....


Wellenfeld - Sunshine

10.01.2012
global reviews
Stephan Schelle, Mai 2008 musikzirkus-magazin.de: Der Frühling 2008 steht vor der Tür und das Elektronikduo Wellenfeld, bestehend aus Andreas Braun und Detlef Dominczak, betitelt der Zeit entsprechend ihr neues Album Sunshine. Und mal ehrlich, wer wartet jetzt, Anfang Mai, nicht sehnsüchtig auf die warmen Strahlen unserer Leben spendenden Sonne? Sunshine ist das mittlerweile vierte Album, das Wellenfeld veröffentlichen. Seit dem letzten Werk Trip To Illusion sind mittlerweile schon zwei Jahre vergangen. Gab es ihre Veröffentlichungen bisher nur als CDR, so erscheint Sunshine erstmals als gepresste CD bei MellowJet Records. Sequenzerrhythmen und warme Synthieflächen, das sind die Bestandteile, aus denen Wellenfeld ihren Sound schmieden. Auf dem mehr als einstündigen Silberling präsentieren uns die beiden neun neue Tracks sowie einen Radio-Cut und ein Stück, dass letztes Jahr live beim Ambient Experience-Festival in Wuppertal mitgeschnitten wurde. Zwar heißt die CD Sunshine, doch zunächst geht es in die Großstadt, denn ihren Opener haben sie New York betitelt. Wie schon bei den Vorgängern besticht auch diese CD - und das merkt man auch gleich bei dem ersten Stück - durch einen glasklaren Sound, der sich durch den Raum schneidet. Ein tuckernder Rhythmus und eine sehr eingängige Melodie beschreiben die Metropole jenseits des großen Teichs. Das ist eindeutig der Stil, mit dem sie schon auf den vorangegangenen Alben punkten konnten.

Onyx hat Sequenzen und einen tanzbaren Beat, mit dem sie den Bereich Techno/Trance betreten. In den Hintergrund eines pulsierenden Beats haben sie dabei eine sanfte Melodielinie eingeflochten. Auch Biowave versprüht das typische Wellenfeld-Flair, wobei auch ein Hauch (aber nur ein winziger) von Schiller/Enigma durch die Strukturen weht. Und auch Tangerine Dream-Anleihen sind auszumachen, aber immer bleibt es Wellenfeld, was da aus den Boxen kommt. Klangfarben weist ebenfalls die klanglichen und musikalischen Strukturen der bekannten Wellenfeld-Stücke auf. Der Rhythmus mit seinen weichen Flächen und Melodielinien lädt dabei zum Träumen ein. Wer Wellenfeld mag, der wird die letztgenannten Stücke lieben

Sleepwalker ist ein eher Wellenfeld-untypischer Track, denn ein stampfender, recht monoton strukturierter Sequenzerrhythmus, ist die Basis für einige Flächen und Akkorde die an Tangerine Dream erinnern. Allerdings sorgt der Rhythmus für den nötigen Unterschied. Bei diesem Stück wird der geneigte Elektronikfan sicherlich nicht ruhig vor den Boxen sitzen, sondern einen gewissen Bewegungsdrang verspüren. Von einer ganz anderen Seite zeigt sich Strings And Superstrings. Der Track klingt entfernt nach Synthiepop á la Alphaville. Wieder muss ich meinen Bewegungsdrang im Zaum halten.

Mit Sine Fields, bei dem die Synthieflächen durch den Raum schwappen (sehr schöner Stereoeffekt), haben sie ein Stück auf der CD, das etwas getragener daher kommt und durch seine Loungeartige Atmosphäre gut auf eine Café del Mar-CD passen würde. Zu dieser Musik kann man gut an einem sonnigen Strand entspannen. Mit Neolectic nehmen die beiden uns dann mit, auf eine Fahrt durch eine Neon beleuchtete Großstadt. Da bricht auch wieder der typische Wellenfeld-Sound durch.

Callipso ist wieder so ein tanzbares Electronical, das mit einem sehr schönen Dub-Rhythmus und einer eingängigen Melodie überzeugen kann. Schöne Musik muss nicht immer vertrackt sein, auch einfache Melodien können - wie hier - für wohlige Stimmung sorgen. Dass Wellenfelds Musik auch live überzeugen kann, das bestätigen sie mit der Liverversion von Floating, die am 26.01.2007 beim Ambient Experience-Festival im Wuppertaler Rex-Theater mitgeschnitten wurde. Der Radio-Cut von New York beschließt dann die CD.

Wer ihre bisherigen Alben mochte, der sollte sich auch Sunshine zulegen, denn es ist von gleicher Qualität, wie die Vorgänger. Auch wenn sich der Stil von Wellenfeld nicht grundlegend geändert hat, so haben sich die zwei Jahre Produktionszeit doch gelohnt, denn auch ihr viertes Album überzeugt durch eingängige Melodien und eine gute Grundstimmung....


Wellenfeld - Sunshine

10.01.2012
global reviews
Sylvain Lupari, www.gutsofdarkness.com: Why change a winning formula? Sunshine is in the continuity of Trip to Illusion. A living opus which carries the signature of a headlight group of this new German wave of synth pop EM. More fluid with a brighter melodious touch and a less Kraftwerk robot-like style, Sunshine is mould in the electronic spheres of the German label Mellow Jet Records.

New York starts this 4th CD of the Berlinois duet (Andreas Braun and Detlef Dominiczak) with a frank, solid rhythm on semi stormy, nervous and slightly syncopated sequences. A catchy synth weaves limpid harmonies where sequential phases twirl on slow and harmonious mellotron. Some great synth pop, just like Strings and Superstrings, which rolls to misinterpretation on layers that held the beat without deteriorating its dynamism. Onyx is heavier, more frantic. It rolls on echotic loops and a tuneful synth with a zesty light tribal suspicion and flapping percussions. A dynamic title on trance zombies like sequences as we feel on Sleepwalker, Callipso and Floating. Biowave is kind of lonely with its languorous and sensual tempo revolving around a beautiful ascending sequence which curves a Milky Way mellotron and strewn with cosmic effects. A beautiful space ballade which precedes Klangfarben, the releasing pearl of Sunshine with its soft piano curling in a spiral rhythmic as melodious as dreamy. Always showing creativity, Wellenfeld tames a nebulous hip hop approach on Sine Fields. An appealing title by its groovy funk approach and keys which multiply their resonances in layers that furrow a dragging rhythmic. And this is the Wellenfeld paradox! Beat. Good rhythm which releases a feeling of wriggling heaviness in its fusion with synths to mellotron orchestrations. Neolectric itself defines this opposition of cadences. A heavy title, feed of melodious synthesized layers which waltz on beautiful stroboscopic sequences, with the very image of all that rolls in Sunshine....


Wellenfeld - Sunshine

10.01.2012
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Sylvain Lupari, www.gutsofdarkness.com: Pourquoi changer une formule gagnante? Sunshine est dans la continuité de Trip to Illusion. Un opus vivant qui porte la signature dun groupe phare de cette nouvelle vague Allemande de MÉ synth pop. Du Kraftwerk plus fluide, moins robotique et plus mélodieux qui est moulé dans les sphères électroniques du label Mellow Jet Records. New-York démarre ce 4ième opus du duo Berlinois Andreas Braun et Detlef Dominiczak avec un rythme franc, sec sur des séquences houleuses, nerveuses et légèrement syncopées. Un synthé accrocheur tisse des harmonies limpides où des phases séquentielles tournicotent sur des mellotrons lents et harmonieux. Du beau synth pop très musical, tout comme Strings and Superstrings, qui roule à contresens sur des strates qui emprisonnent le tempo sans altérer son dynamisme. Onyx est plus lourd, plus frénétique. Il roule en boucles échotiques sur un synthé musical au léger soupçon tribal flûté et des percussions claquantes. Un titre dynamique sur séquences zombiesques transes comme sur Sleepwalker, Callipso et Floating. Biowave se situe un peu à lécart avec son tempo langoureux et sensuel gravitant autour dune belle séquence ascendante qui serpente une voie lactée mellotronnée et parsemée deffets cosmiques. Une belle ballade spatiale qui précède Klangfarben, la perle relaxante de Sunshine avec ses passages pianotés dans une spirale rythmique aussi mélodieuse que rêvasseuse. Faisant toujours preuve de créativité, Wellenfeld apprivoise une approche hip hop nébuleuse sur Sine Fields. Un titre accrocheur de par son approche groovy funk avec ses accords qui multiplient leurs résonances dans des strates qui sillonnent une rythmique traînassante. Et cest le paradoxe Wellenfeld. Du beat, du bon rythme qui dégage une sensation de lourdeur frétillante dans sa fusion avec des synthés aux orchestrations mellotronnés. Neolectric définit à lui seul cette opposition des cadences. Un titre lourd, nourri de mélodieuses strates synthétisées qui valsent sur de belles séquences stroboscopiques, à limage de tout ce qui roule dans Sunshine. (aujourd'hui)...


Wellenfeld - Sunshine

10.01.2012
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Dave Law, www.synthmusicdirect.com: This is an excellent album throughout but they certainly kick off with the best piece on the CD with 'New York'. It is a beautiful gently rhythmic and wonderfully melodic number with 'trance' leanings that seep into the consciousness. There's a warmth and even rather sensuous quality to it all. It's so good in fact that they even finish the album with a radio cut of it! A hard act to follow for sure but the rest of the tracks really aren't that far behind. The same laid back 'trance' feel permeates the whole album, catchy loops hitting the spot perfectly with shimmering little melodies floating over the top. My feet were gently moving to the subtle rhythms throughout the music and it was hard to keep my hands still long enough to type, as they wanted to alternate between dreamy air keyboard and tapping out the subtle rhythms on the desk. It is true that this is mainly a rhythm-based album but sequences are used from time to time, either in a supporting role or occasionally carrying the melody. Even though things never get too bombastic many of the tracks have a sort of swelling grandeur to them. This is a thoroughly uplifting and fun listening experience with not one moody or dark moment to be found so even though I don't particularly like the rather 'twee' title the album certainly does shine when compared to most other Electronic Music CDs out there....


Wellenfeld - Phase 5

10.01.2012
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Sylvain Lupari: I quite like the music of Wellenfeld. Since Cosmic Waves, released in 2004, Detlef Dominiczak and Andreas Braun embroider some nice EM where pulsating percussions and crisscrossed sequences hold beautiful melodious structures. Melodies anchored in a cosmic broth, drawn by synths with harmonious chords and ethereal mist. And these are the same structures that we find on Phase V, the 5th opus of the duet which quietly took the place of Software in the firmament of the German cosmic and rhythmic EM. Weaved on 11 tracks which link together on great musical bridges filled of Jarrian textures, Phase V is a very good EM work which is accessible, without falling in the ease.

It?s in an electronic-cosmic ambiance that "Sun

Moon Stars (Intro)" is opening. Black breaths propel outer spaces voices where metallic hoops lurch under a fine undulation of a melodious synth line. We can feel far away some rhythms emerged. They swirl in spirals, imploding quietly to resurface later on Phase V 10 other tracks, while "Sun Moon Stars (Intro)" pours its cosmic waves in the opening of the title track, "Phase V". A heavy sequential line gets out of cosmic limbs. Its keys quiver heavily and draw a long undulation of which oscillations are under the hold of iridescent spectral streaks. The rhythm is forming. Slightly jerky and stroboscopic, it waves under a beautiful envelope of mist and binds itself to good percussion strikings. With a heavy and enchanting rhythm "Phase V" swirls lasciviously like a slow cosmic down tempo, while the melodious approach is forged in hypnotic synth keys filled of harmonious and lyrical lines which sing and waltz among soft ethereal blows. "Cold Planet" is a great electronic-cosmic ballad which chains in a morphic intro à la Jarre, stuffed with rippling synth lines. A fine sequence shows and swirls in a heavy cloud of mellotron mist, drawing another rhythmic axis in the shape of spiral. Other sequences rise and support this slow rotary movement, merging two melodious approaches which swirl in opposite direction and overlap on fleeting ascending movements. And that's how that a superb melody is drawing in our ears. Hanging on to fine felted and metallic percussions, it waltzes nicely in stars flirting at passage with these crisscrossed sequences which cavort in an immense trap of mist. This fusion of hybrided sequences and pulsating percussions which feed slow structures, in the limit sensual, also find refuge on "Freedom" and the stunning "Simple Colour" and its more complex and progressive structure. Two other electronic ballads, with nice cosmic envelopes, which offer heavy undulatory and circular rhythms on mesmerizing ascending sequences.

Nervous and jerky sequences draw the spherical rhythm

of "Generator" while pulsating percussions sink a hammering beat in our ears. It?s a slow and intense stroboscopic structure which encircles a beautiful melodious approach with arpeggios of twinkling crystal which shine in a wide rotary circle fed by a synth to philharmonic refrains. A track very near the soils of synth pop, "Sonar" borrows about the same rhythmic axis, but with a more nervous flow and more jerky sequences. Always submerged by intros and canvas so much cosmic, the titles on Phase V unfold as in an odd club of cosmic dance where down tempos and synth-pop merge marvellously. Heavier "Mirrors" unwinds a down tempo, a bit as the one we find on the title track, while "Another Way" roams between rhythm and ambiance with beautiful sequences which hiccup in the waves of a vaporous synth. The roots of "Synthetics" hesitate between synth pop and soft techno. Its curt, jerky and pulsating rhythm bears a beautiful melodious approach, the cornerstone of Phase V. A little as the introductory title, "Sun Moon Stars (Extro)" displays a more cosmic structure but this time the rhythm is more concise. A wave-like, pulsatory and a bit stroboscopic rhythm, layered by a nice electronic-cosmic

Wellenfeld?s Phase V is moulded in the imprints of the

first 4 opuses from Detlef Dominiczak and Andreas Braun. It?s an excellent melodious album which maintains the charm of the seductive musical approaches in a beautiful fusion of rhythms and atmospheres. Wellenfeld presents us 11 tracks of a surprising beauty. Tracks which hook and seduce, and where tempos are quite similar but just with enough nuances to be bewitch. It?s a beautiful musical journey where sensual and mesmerizing rhythms are next to heavier and jerkier rhythms, while leaving a wide place to charming cosmic ballads. And at this level, "Cold Planet" and "Simple Colour" are inescapable, quite as the whole Phase V....


Wellenfeld - Phase 5

10.01.2012
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Stephan Schelle: Das Elektronikduo Andreas Braun und Detlef Dominiczak aka Wellenfeld war vor gut zwei Jahren vom SynGate- zum MellowJet-Label gewechselt. Nach Sunshine aus 2008 legen die beiden Musiker aus dem Ruhrgebiet nun ihr mittlerweile fünftes Album, das zweite bei MellowJet Records, nach. Mit elf Stücken und gut 74 Minuten Spielzeit haben sie wieder einen randvollen Silberling produziert, auf dem der typische Wellenfeld-Sound, den man schnell erkennt, zu finden ist.

Los geht es mit einem etwas mehr als zweiminütigen, atmosphärischen Intro unter dem Titel Sun Moon Stars. Das klingt zunächst sphärisch und leitet schön in das neue Album ein. In dieses Intro haben sie einige bekannte Tonfolgen verquickt, bei denen man sich sofort, wenn man Wellenfeld kennt, heimisch fühlt.



Mit einem Rauschen leitet dieses Intro in den ersten richtigen Track, dem Titelstück des Albums über. Phase V ist eine Downtempo-Nummer die eine sehr schöne Melodielinie aufweist, so wie man es auch von den älteren Alben Wellenfelds her kennt. Dieses erste Stück ist wieder mal ein Ohrwurm. Es folgt Cold Planet, das recht getragen und mit einigen Flächen beginnt, um dann gemächlich über die volle Länge von 8:23 Minuten dahinzuschweben. Für mich ist dieser Track allerdings eine Spur zu lang und langatmig geraten.

Das sechsminütige Generator hat nach verhaltenem Beginn einen sehr schönen Rhythmus zu bieten. Das Stück macht richtig Spaß und gehört zu den besten des Albums. In die gleiche Kerbe schlägt Sonar, wobei die beiden Titel sich strukturell etwas gleichen und ich sie mehr auseinander gezogen hätte, um mehr Abwechslung ins Album zu bekommen. Recht ruhig und getragen erscheint dann Freedom. Allerdings ist mir dieses Stück zu gleichförmig, da stellt sich bei mir eine gewisse Ermüdung ein.

Nach diesem Durchhänger geht es dann aber wieder impulsiver bei Mirrors weiter. Wieder ein Stück, das zu den besten des Albums gehört. Einige Synthiesounds (Effekte) erinnern mich ein wenig an Albedo 0.39 von Vangelis, obwohl man diesen Track nicht mit dem großen Griechen vergleichen kann, ist der doch komplett anders aufgebaut und musikalisch auch völlig anders. Mirrors ist flott, hat einen stampfenden Beat und herrliche Melodiebögen. So liebe ich es von Wellenfeld.

Lounge artige wird es dann bei Simple Colour. Nach etwas mehr als einer Minute kommt dann ein fetter Bass ins Spiel, der die Musik merklich anhebt und zu einem faszinierenden Track macht. Allerdings ist der Track mit mehr als neun Minuten doch etwas lang geraten. Die Sequenzer haben bei Another Way die Oberhand, denn sie geben hier eindeutig den Takt vor. Das klingt nostalgisch und durch moderne Beats und Sounds aber auch wieder up to date. Allerdings kann mich hier die Harmonie nicht wirklich überzeugen. Das hab ich schon mal gehört und wird nur durch weitere Sounds variiert. Sorry.

Synthetics ist aber wieder so ein Stück, das mich sofort gefangen nimmt. Das liegt wieder an dem tollen Beat und der hier stimmigen Harmonielinie. Auch die simple Pianomelodie, die ein wenig an Robert Miles erinnert, kann überzeugen. Als Abschluss wird ein Outro geboten, das den Beginn noch einmal aufnimmt. Nicht umsonst ist es mit Sun Moon Stars betitelt.

Zwar ist Phase V meiner Meinung nach nicht gerade Wellenfelds bestes Album, aber die Sounds und Melodien bieten €“ bis auf wenige Längen €“ immer noch ein gutes Feeling. Und einige tolle Stücke hat das Album ja auch zu bieten. Wer also den Stil von Wellenfeld mag, der macht auch beim Kauf dieses fünften Werkes nichts verkehrt....


Wellenfeld - Fusion

10.01.2012
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Stephan Schelle, August 2005 musikzirkus-magazin.de: Nach dem tollen Debüt Cosmic Waves€ legt das Duo Wellenfeld nun unter dem Titel Fusion ihren zweiten Silberling als CDR vor. Wie schon auf dem Erstling besticht die CD vor allem durch den glasklaren Sound und die herrlichen Rhythmen. Das klingt frisch und unverbraucht. Die CDR beginnt mit der Midtemponummer Genesis, die eine eingängige Melodie beinhaltet. Das macht gleich Appetit auf mehr. Als nächstes geht es ab in die Matrix. Das Stück, das mit einem Pianothema á la Robert Miles beginnt, steigert sich langsam zu einem sehr kraftvollen Track. Gänsehauttreibende Sounds sorgen für wohlige Atmosphäre. Der Titeltrack wartet mit vertrackt angelegten Rhythmuspassagen auf und erzeugt im Verlauf unterschiedliche Stimmungen. Das folgende Atmosphere ist ein ruhigerer, beschaulicher Track, der durch die Perkussion eine gewisse Clubatmosphäre erhalten hat. Nordlicht ist ein Track, der mitreißt und an den Knaller Monolith vom Debütalbum heranreichen kann. Mit Hal - eine Anlehnung an den Film 2001 Odysse im Weltraum? €“ ist ein für meinen Geschmack eher unspektakulärer Track auf dem Album. Nach dem gut ins Ohr gehenden Odyssee sorgt der Abschlusstrack Freeze mit seinen anfangs recht unterkühlten Sounds für einen knackig lockeren Abgang. Da schwirren die Sounds durch die Boxen, dass es nur so eine Freude ist. Freeze und Nordlicht sind für mich klar die Highlights dieser CDR.
Wellenfeld hab ich erst Anfang 2005 für mich entdeckt und sie haben mich mit dem zweiten Werk nicht enttäuscht. Ihre Mixtur aus traditioneller Elektronik, Ambient, Trance und Clubsound ist aufgrund ihrer Eingängigkeit sehr gut geeignet auch Hörer über die Grenzen der traditionellen Elektronikmusik zu finden und zu begeistern. Weiter so!!! Wer die erste CD mochte, sollte hier unbedingt zuschlagen....


Wellenfeld - Fusion

10.01.2012
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Warren Punshon, Synth Music Direct Synth Music Direct, 2005: I reviewed the last Wellenfeld CD (Cosmic Waves) and absolutely adored it. So, I was pretty excited when their latest CD arrived in the post for review. Could it be as good? Let's find out.
Cold, abstract digital sounds and a sparse drum track open 'Genesis'. A rhythmic sequence and warm analogue pads flesh out the mix before being joined by a more melodic sequence. A gloriously evocative melody, played on a vast string synth-type patch, gives emotional weight to the track. This, in fact, will be a recurring theme of the review. So much of this CD is beautifully emotional. The track ebbs and flows, the interest level maintained by subtle arrangement. A classy opener, I was impressed.
Piano and celestial sounds set a contemplative mood for 'Matrix'. Symphonic pads are added and I just wanted to luxuriate in them! Perhaps too soon, an up-front and contemporary drum track arrives, yet it is balanced by the celestial backing - perfectly. Melodic arpeggios add the harmony and I'm reminded, not for the last time, of Otarion. A languid, brassy, retro-sounding solo adds just a touch of nostalgia in an otherwise very 'now' track. Wonderful.'Fusion' begins in the bowels of some distant power plant with drones and strings. Pizzicato notes add detail before a bouncing., mid-range sequence makes it's presence felt. This is the most retro-sounding track so far. Again though, the beats are more contemporary in flavour, just up my strasse! A piano melody adds more of that vital Wellenfeld ingredient €“ emotion. Again Otarion comes to mind, but also Axxess. The arrangement is deftly steered through a 'breakdown' section before the elements re-align for another pass. Magic!
'Atmosphere' is more of a 'slow burner', with a Boddy like melodic sequence and atmospheric sounds deployed from the start. A steady rhythm is built and a spartan melody developed. Symphonic touches are, of course, added, along with piano. The arrangement is, again, skillfully handled. This track became my favourite.
Heavenly choirs, solar flares and orchestral pads herald 'Nordlicht'. After a minute or so we get an up-front rhythm, and again I'm impressed by the way that subtle atmospherics are played against heavy beats to superb effect €“ it just works. Arpeggios carry the melody. This is a real body mover, a definite cruising down the motorway track.
A Vangelis organ, of epic proportions, opens 'Hal'. A pair of sequences, one bass laden and slow, the other mid-range, add to the atmosphere. Steady beats underpin the track €“ this is very, very good. A simple, but infectious melody is added, played on a very eighties-sounding digital synth patch. Vast synth swells re-inforce the Vangelis influence and banish the melody, only for it to return to battle in 'question and answer' fashion through the remainder of the track.
A rapid arpeggio and disembodied effects get 'Odyssey' under way. Rapid hi-hat runs suggest that we're in for a storming track, a feeling reinforced when a second arpeggio and kick drum are added. The snares arrive along with that string synth again €“ it's just such a beautifully emotive sound. We also get a Jarre-like melody just for good measure.
Sub-terranean synth swells and electrical 'twitters' alert us to the arrival of 'Freeze'. A faint sequence begins to build intermittently behind this atmospheric soup. For the first time the sound of the 'Tron is also heard. Drums arrive to reinforce the sequence and the track becomes more beat- driven, but the beautiful atmospherics remain. A rousing, heart-felt melody soars over the track, carrying us to some distant nirvana. This track is practically a spiritual experience. If you like Otarion or Axxess then you simply must own this CD for this track alone!
Wow. So, a different beast to 'Cosmic Waves' in many ways, but exceptional. The retro elements are fewer, and instead the melodic/rhythmic and contemporary elements are allowed to come to the fore. If you like any of the artists mentioned in this review then I can't imagine a reason why you wouldn't want to own this. (WP)...


Wellenfeld - Fusion

10.01.2012
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www.gutsofdarkness.com: Selon des chroniqueurs et ce quon peut lire sur Wellenfeld, le 2ième opus serait le plus tiède du répertoire de Wellenfeld. Cest donc avec des oreilles avisées que jai entrepris son écoute. Et, à moins davoir des trous dans les tympans, je nai rien trouvé de faibles sur Fusion. Bien au contraire, mes oreilles ont croisées un opus qui se veut en parfaite harmonie évolutive avec Cosmic Waves. De belles percussions franches, tranchent une courte ligne en fusion, aux effets sonores tordus. Le beat est sec et sanime parmi les effets sonores, qui se moulent au sillon rythmique. Genesis offre un départ canon. Bi séquentiel, les mouvements sentrecroisent, nourrissant une flore musicale polychrome. Sur un tempo entraînant, de multiples striures synthétiques sillonnent latmosphère de beaux mouvements flottants et mélodieux. Un mélange des tempos qui donne un charme unique à Genesis, lune des pièces les plus prisées du répertoire de Wellenfeld. Un piano mélodieux, aux accords obsessifs, ouvre Matrix, qui se laisse subjuguer par des couches symphoniques lourdes qui valsent au rythme des percussions sobres. Cette symbiose offre un refrain synthétique mélodieux, qui accrochera tout au long de Matrix, qui a la particularité davoir deux refrains, ou deux mouvements similaires, qui sentrecroisent à intervalle régulier. De fines notes gravitent dans une atmosphère circulaire, où détranges bribes vocales percent un mouvement qui crescende et explose sur un rythme lourd à la basse pesante. Fusion est un titre très animé avec un beat martelant, entrecoupé de lignes saccadées au synthé hésitant. À mi chemin entre un techno dance floor et un gros rock synth pop, Fusion est un titre qui brasse et qui prend toute sa noblesse à haut volume. Un mouvement de basse ondulant établit la base dAtmosphere. Des notes y dansent lascivement, jusquà larrivée des percussions €˜style down tempo€˜ qui amènent un beat suave et sensuel. Un beau titre superbement nappé de belles strates synthétiques qui sèment de beaux refrains mélodieux qui accrochent et laissent leurs empreintes sonores. Nordlicht est un titre bouillant avec un rythme punché à multi paliers. Des passages ambiants, aux superbes valses synthétiques, traversent ce titre qui cache une discrète influence de Jarre, sur les percussions et effets sonores cosmiques. De la dynamite bien agencée sur des séquences frénétiques et cascadées. Une orgue céleste ouvre Hal, qui respire sur des pulsations bourdonnantes, accompagné dun synthé aux souffles flottants et violonés. Une séquence moulante ondule un tempo suave, suivie dune autre ligne séquentielle qui alimente un rythme stoïque sur des strates synthétiques qui flottent à la rencontre dun superbe passage enchanteur qui incruste un refrain mélodieux. Une superbe mélodie qui accroche. Des notes tournoient avec résonances dans un mouvement spiralé, conduisant Odyssey sur un rythme séquentiel lent, tourbillonnant. Toujours aussi mélodieux, les synthés foisonnent de striures abondantes et harmonieuses sur des séquences déviantes, aux rythmes entrecoupés de mouvements en cascades, qui relancent le beat martelant qui pourrait animer une bonne soirée techno. Un long mouvement bourdonnant ouvre Freeze. Un mouvement intermittent coule en écho, entouré de percussions métalliques et effets sonores analogues. Parallèlement, une séquence épouse cette impulsion pour se fondre à un tempo animé par de sobres percussions. Inondé de strates violonées, aux parcours lent, et deffets sonores analogues, Freeze progresse sur un rythme animé par une belle ligne de basse et des roulements de batterie virtuelle, consolidant son emprise sur beat entraînant et déluré. Un groupe comme Wellenfeld fait du bien à entendre. Cest une musique harmonieuse qui est truffé de strates et coussins synthétiques aux milles usages; stationnaire, valsant, intriguant, charmant et, surtout, moulant. Les séquences sont rondes et juteuses, initiant des rythmes endiablés, hypnotiques ou carrément €˜dance€˜, sur des percussions sobres. Si vous avez aimé Cosmic Waves, vous adorerez Fusion, qui est une suite tout ce qui a de plus logique....


Wellenfeld - Cosmic Waves

10.01.2012
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www.gutsofdarkness.com: Avec Wellenfeld, jai commence par la fin, soit avec Trip of Illusion, un cd qui mavait énormément plu. À entendre Cosmic Waves, on constate que le talent pour composer et arranger était déjà présent lors des premiers pas de Detef Dominiczak et Andreas Braun. Cosmic waves est un album harmonieux où les synthétiseurs nous inondent, du début à la fin, de riches strates et coussins synthétiques qui maintiennent les harmonies en place; bien au chaud sous les douces raies de striures mélodieuses. Un excellent premier opus qui me fait plaisir de vous présentez. De fines notes limpides tourbillonnent sous un plafond couvert de striures synthétiques légères. Parallèlement, une autre ligne pirouette, ajoutant de la profondeur à lintro de Nova, érodée par ses effets sonores. Une basse €˜groovy€˜ sinstalle sur un rythme circulaire qui roule en crescendo. Nova ouvre Cosmic Waves avec une mélodie finement élaborée sur un beau refrain synthétique aux mille et uns coussins et nappes de synthés harmonieux. Un piano flotte parmi des striures et effets cosmiques, lorsque quune ligne basse pulsative forme le rythme de Rhea-M. De denses et mélodieuses nappes synthétiques dessinent une structure bi rythmique; €˜soft techno et synth pop€˜. Une pulsation résonne aux travers deffets sonores qui fouettent latmosphère. Une fine séquence montante pousse Monolith jusquà ce que les synthés se subdivisent en profondes strates orchestrales et valsent avec lenteur. Tournoyante et fluide, la séquence est captive des coussins synthétiques harmonieux, qui tournoient avec grâce, préservant cette mélodie, issue des souffles violonés. Atmosphérique Fiorina 161 est en apesanteur, entouré de délicates striures flottantes et de percussions volages qui y ont élues domiciles. Une pulsation, basse et menaçante sinstalle et décroît sur des chÅ“urs anémiques qui errent sans but, ni passion. Détranges filets de voix filtrent cette obscure atmosphère aux strates fluctuantes. Un superbe mouvement séquentiel voltige, geôlier de notes vaporeuses et suaves qui oscillent avec tristesse. Plus animé Café Solar nen demeure pas moins léger avec son style €˜lounge€˜ sur une séquence hypnotique, gardienne dune nuée de notes voltigeantes qui insufflent une belle mélodie. De légers coussins synthétiques flottent lentement, en ouverture de Halo. Une fine ligne de basse monte sur des notes perlées, alors que le tempo croît pour embrasser un rythme synth pop. De somptueuses strates synthétiques louvoient, contrastant avec un tempo agile. No Horizon lorgne aussi vers un tempo synth pop. Par contre, le beat est plus lent, plus sensuel. Toujours en nombre, les nappes synthétiques ajoutent une profondeur chaleureuse à cette structure aussi mélodieuse quentraînante. Monolith II na rien à voir avec sa première partie. Cest un titre très animé avec un beat aux pulsations basses et aux percussions €˜techno dance€˜. La basse est superbe et coule avec aisance sur de belles notes grasses et résonnantes qui tombent avec lourdeur, sur des accords plus limpides qui tournoient avec écho, filtrant une structure mélodieuse répétitive. Jaime bien ce premier opus de Wellenfeld. Un croisement entre la €˜soft techno€˜et le New Berlin School. Mélodieux, les couches synthétiques sont superbement nombreuses et entourent dune chaleureuse aura un opus qui sécoute agréablement bien. Wellenfeld! Un nom à retenir....


Wellenfeld - Cosmic Waves

10.01.2012
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Dave Law, Synth Music Direct, 2005: Wellenfeld are A Braun and D Dominiczak - names I'm not familiar with. However, I think that they are names I will come to know well because this CD-R is superb. Read on.
A pair of rapid, rhythmic sequences kick 'Nova' into life. Gorgeous analogue pads rise and a third, melodic sequence, joins the mix. Less than a minute in and this is fabulous stuff. A strong bass line is added; electronic percussion adds more syncopation €“ this is body-moving stuff. Melodics come from a symphonic pad and strangely choral sounding lead. It's retro, yet with contemporary leanings in the percussion department€“ just how I like it! As the track evolves the melodic side of the track is developed with a pair of 'question and answer' leadlines. What a cracking start!
The sounds of a disembodied cosmic swamp and glorious grand piano evoke a stark atmosphere for the opening of 'Rhea-M'. A slow pulse builds in the background. A higher register sequence sparks in the ether. Syrupy analogue leads and solar flares add colour. Pads rise to fill the mid-ground. Another completely superb opening! And it gets better! The sequences are constantly mutated, the filters working over-time. New leads come and go. The track is stripped back and then re-built. This track has a distinct 'synth-pop' feel in the melodics and rhythm programming, but the rest of the track is pure classic EM. This is a combination I adore. We close with piano and effects.
'Monolith' opens with deep growls and a steady hi-hat pattern. Foreboding pads and a 'heart-beat' kick drum adds drama. Slowly a sequence, chunky and mid-register, builds in volume. A very evocative lead is deployed. And then. Oh! Just a glorious string synth, and I'm back in the late 70s! Really, Wellenfeld are doing everything right for me. The sequencing has real 'feel', the melodics are tasteful, the atmospherics effective, and the rhythms body-moving.
Amazingly, the quality improves with 'Fiorina 161'. A decidedly Arc-like atmosphere is created €“ it's dark and desolate, an alien landscape at dawn perhaps? Vocoded words add to this atmosphere; is something trying to communicate with us? Snatches of ring-modulated electronic percussion add the merest suggestion of structure. Dark growls prowl the outskirts of the track. This is beautifully evocative stuff €“ proving that Wellenfeld can handle the non-sequencer stuff as well. However, I feel and hear the rumble of a building bass sequence €“ and it's a beauty, slow and melodic, adding to, but not changing, the moodiness of the piece. This is a favourite track so far. It would fit perfectly on Arc's debut. Yes, it's that good!
'Café Solar' is a more up-tempo number, with a loping rhythm and melodic sequence at its base. Again, the melodics are wonderful, and the sounds direct from the halcyon, analogue drenched 70s. This piece is very hypnotic, as Wellenfeld largely allow the elements of the mix to simply run their course. Lovely.
Suitably ethereal pads open 'Halo'. A bass sequence and high register melodic sequence enter the mix. The track becomes quite strident as a forceful drum-beat is unleashed. The supporting melodies are good, played on vast analogue sounds. 'No Horizon' is a mid-tempo track. A plaintive piano initially holds the melody, whilst a ticking sequencer and eighties-sounding electronic percussion keep the head nodding gently. A new, contemporary sounding sequence enters at the 3 minute mark, and a digital, vocal sound takes on some melodic duties. We soon return to the opening section of the track. Various elements come and go in this fashion, but the piano melody always returns to anchor the track.
Monolith II' closes the CD in 'wall-of-sound' mode. A steady beat, rapid mid-register sequence and heavy bass line create the foundation. Piano and synth melodies create a simple but insistent harmony. That wonderful string synth soars over the track. It's a fitting end to an excellent CD.
This is a CD with its foundations in the bedrock of classic, analogue-sequencer-driven EM. However, it adds elements of contemporary sound design and rhythm. In places I was reminded of Arc (atmospherics and sequencing), in others Rogue Element (leads), at other times Axxess (up-beat melodies and rhythms). I simply loved it, and can't imagine any 'hardcore' SMD regular disagreeing with me. Buy it! (WP)...


Wellenfeld - Cosmic Waves

10.01.2012
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Jens-Uwe Carstens, August 2005: Mit dem Titel "Monolith" landete das Duo Wellenfeld bei den Schallwende-s`elections auf dem ersten Platz in der Kategorie bester Einzeltitel und belegte bei der Schwingungenwahl für das Jahr 2003 in der Kategorie bester Titel einen beachtenswerten zweiten Platz. Jetzt haben die zwei Musiker ihr erstes Album unter das EM-Volk gestreut.Monolith ist natürlich das Highlight der Scheibe, obwohl mir der Part II vielleicht sogar noch etwas besser gefällt, weil der Beat treibender ist als bei Part I.
Das Werk beginnt mit dem Titel "Nova", ein sehr schöner Einstieg in die CD. Irgendwie hatte ich das Gefühl, den Titel schon mal gehört zu haben. Hatte ich aber nicht. "Rhea-M" gefällt mir sehr gut. Ich mag besonders den sehr starken Intro. Hätte vielleicht sogar noch etwas länger sein können als eine Minute bevor die Rhythmuslinie einsetzt. Gute Ideen waren genug vorhanden.
Der Titel "Fiorina 161" hat wieder ein sehr starkes Intro. Vielleicht sogar noch besser als bei "Rhea-M". Das Stück finde ich gesetzter als die vorherigen und es verbreitet eine sehr ruhige ausgeglichene Atmosphäre. Ich würde mir wünschen, noch mehr solcher Stücke von Wellenfeld zu hören. Ich finde es immer sehr gut, wenn neben rhythmischen und sequencerorientierten Stücken auch ruhigere Stücke vertreten sind. Das macht den Silberling sehr abwechselungsreich und spannend.
Eine sehr gelungene Mischung aus dem oben gesagten ist "Café Solar". Ich finde, die Sequencen variieren sehr stark, mal gänzlich ohne, dann schwellen sie wieder an. Das sorgt für Abwechselung und macht neugierig, was weiter passiert. Besonders vom Hocker gehauen haben mich die wunderschönen, ganz kurz wahrzunehmenden, Klangflächen etwa von Minute 3:30 bis 4:00 die hier überlagern. Das ist mit das Beste auf der ganzen CD! Den Höhepunkt bei "Halo" empfinde ich etwa nach drei Minuten, wo aus dem Klangfluss ein sehr schönes Solo erklingt, das später wieder im Klangfluss der klavierartigen Töne entschwindet. Das sind eben die Nuancen, die sehr gute von guter EM unterscheiden (man kann "sehr gute" EM-Stücke fünf-, sechsmal hören und entdeckt immer wieder etwas neues). Auf dem Stück "No Horizon" finde ich allerdings keine dieser Highlights. Das Stück passt sich aber der Grundstimmung der CD an.
Nach einer Stunde "Cosmic Waves" kann man irgendwie einen eigenen Stil von Wellenfeld erkennen, der einem nach Hören des gesamten Werkes doch mehr und mehr bewusst wird. Wenn man die Scheibe hört denkt man: "aha, Wellenfeld". Dann hat man auch "Nova" nicht irgendwo, sondern von Wellenfeld gehört.
Also, mein Eindruck ist überaus positiv. Ich würde mich freuen, wenn die beiden Musiker aus Essen mal wieder einige Stücke einspielen und als Silberling unter`s Volk bringen....


Wellenfeld - Cosmic Waves

10.01.2012
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Stephan Schelle, Mai 2005 musikzirkus-magazin.de: Andreas Braun und Detlef Dominczak bilden das aus Essen stammende Duo Wellenfeld, das mit der CDR Cosmic Waves im Jahr 2004 sein Debüt feierte. Schon ein Jahr zuvor hatten die beiden mit dem Stück Monolith, das sich auch auf dieser CD befindet, auf dem Sampler Schallplatte Vol. 5 für Furore in der Szene gesorgt. Die Musik von Wellenfeld ist nicht etwa sphärisch, wie es der Projektname oder der CD-Titel vielleicht suggeriert. Die beiden machen sehr rhythmische Tracks mit hinreißenden Melodien. Ein Vergleich zu anderen Elektronikacts fällt mir schwer, aber wer die Musik von Mind~Flux bzw. Fanger & Kersten mag, der wird an dieser CD seine Freude haben.
Gleich beim Eröffnungsstück Nova kommt eine Menge Spaß beim Hören auf. Die Musik, die eine gewisse Lebensfreude vermittelt ist eine Mixtur aus Berliner Schule-Elementen mit sehr modernen Klängen und Rhythmen. Da gehen die bpms schon gut ab und die Melodien sofort ins Ohr. Rhea-M ist ein sehr abwechslungsreicher Track, der sich durch Melodie- und Rhythmuswechsel auszeichnet. Vor allem zum Ende hin gehen die Sounds unter die Haut. Monolith zeigt mit seiner eingängigen Melodie, den Effekten - da zirpt und zischt es schon mal - und den Flächensounds, dass er zu recht bei den Fans Anklang gefunden hat. Und im letzten Track Monolith II nehmen die beiden das Motiv ihres Erfolgsstückes noch einmal auf und verpassen ihm einen Hammer mäßigen Klang und eine ordentlichen Basssequenz. Wer sich bei diesem noch um einiges zum Originaltrack verbesserten Stück nicht mitreißen lässt, den kann eh nichts mehr bewegen. Dazwischen liegen aber noch vier weitere Tracks. Mit Fiorina 161 findet sich ein eher sphärischer und monoton wirkender Titel auf der CD. Gefolgt vom sehr eingängigen und loungeartigen Café Solar, dem knackig, housigen Halo und dem unwiderstehlichen No Horizon, mit seiner herrlichen Melodie. Wellenfeld ist ein Duo, von dem man noch so einiges hören wird. Auf Burg Satzvey waren schon einige viel versprechende Stücke ihrer zweiten CD zu hören, die Appetite auf mehr machen....


Uwe Reckzeh - Unnatural Light

10.01.2012
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Stephan Schelle, April 2009 musikzirkus-magazin.de: Nachdem im letzten Jahr mit Part Of Time ein Werk mit älterer Musik von dem Elektronikmusiker Uwe
Reckzeh bei MellowJet Records noch als CDR herausgekommen ist, erscheint im April 2009 der Nachfolger von
Altitude 30000 unter dem Titel Unnatural Light mit komplett neuem Material. Uwe hatte sich auf seinem letzten
neuen Werk thematisch in eine Höhe von 30.000 Meilen begeben, auf dem neuen Album widmet er sich dem
unnatürlichen Licht. Wer aber jetzt Neonlights und damit verbunden unterkühlte Sound á la Kraftwerk erwartet,
der liegt falsch. Uwe ist mehr ein Mann für die sanften und harmonischen Klänge, deren Sounds sich oft im Fahrwasser von
Tangerine Dream bewegen. Was sofort auffällt, ist das ausgesprochen ansprechende Cover, das einen Pool am
Meer zeigt. Diese, in unnatürliches Licht gehaltene Urlaubsstimmung, passt dann schon mehr zu Uwe's teils
loungemäßige Elektronikmusik.
Neun Stücke mit Laufzeiten zwischen 5:16 und 8:05 Minuten enthält die im Stil der Berliner Schule gehaltene
CD. Wer Uwes bisherige Veröffentlichungen kennt, das sind mittlerweile auch schon sechs Stück, der hat bei
seinem neuen, siebten Album gewisse Erwartungen. Doch die werden bei mir zunächst mit dem Opener Fall
Line (Mos Revenge) nicht vollständig erfüllt. Dieser erste Track klingt für mich auf den ersten Blick etwas
langatmig, zeigt aber zumindest bei weiteren Hördurchläufen weitere Nuancen, die beim ersten Mal nicht ins
Ohr gingen.
Ab dem zweiten Track Good Vibrations wird es dann aber wesentlich interessanter, denn nun kommen herrliche
Melodiebögen und ein Sound der zwischen Schiller und Tangerine Dream liegt, ins Spiel. Mir gefällt diese relaxte,
melodische Art sehr gut. Der Titel des dritten Stücke Wavelength bringt bei mir sofort den Soundtrack gleichen
Namens, den Tangerine Dream im Jahr 1983 herausbrachten, ins Gedächtnis. Und so klingt dieser Track auch
wieder ein wenig nach den Berliner Elektronikmeistern.
Bei Metamaterial arbeitet Uwe mit Vocoderstimmen und weiten Flächen, dazu gesellt sich ein sehr ansprechender
Sequenzerrhythmus, was zusammen eine sehr wohlige Stimmung bei mir erzeugt. Das sind die Stücke, die mir
unter die Haut gehen. Linear Polarized beginnt mit einer Rhythmussequenz, die mich an die Ozric Tentacles
erinnert. Allerdings geht Uwe nicht so druckvoll und abgedreht wie die Ozrics zu Werke, sondern legt auch hier
den Fokus auf Harmonien, die dann doch wieder nach Tangerine Dream klingen. Pure Energy besticht durch
eine schöne Melodielinie und eingestreuten, flirrenden Rhythmussequenzen.
Am stärksten geht Uwe mit seinem Refractive Index in die späte 70er- bzw. frühe 80er-Phase von Tangerine Dream.
Das Stück hätte auch gut auf einem ihrer Alben Einzug finden können. Bei Annihilation verwirrte mich Uwe mit
seinem Eingangsrhythmus doch sehr. Als ich das zum ersten Mal hörte, dachte ich, jetzt kommt eine Instrumentalversion
von Sweet Dreams von den Eurythmics. Doch weit gefehlt. Uwe benutzt zwar einen ähnlichen Rhythmus, legt aber
einen anderen wieder etwas an TD erinnernden Sound obendrauf. Den Abschluss bildet dann Radiation, das mir
durch seine Sounds und Harmonielinien wieder ausgesprochen gut gefällt.

Auch wenn Uwe für meinen Geschmack mit Unnatural Light nicht gerade sein bestes Album herausgebracht hat,
so hat er doch ein sehr solides Werk, das Spaß beim Hören bereitet, vorgelegt. Wer die Musik von Uwe mag oder
sich im Umfeld von Tangerine Dream wohl fühlt, der kann sich die neue CD von Uwe bedenkenlos zulegen.]...


Uwe Reckzeh - Unnatural Light

10.01.2012
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Bert Strolenberg www.sonicimmersion.org, May 2009: Fine keys swirl as a musical carousel on Fall Line (Mos Revenge) opening. A soft minimalist movement
which gyre itself by a fauna of miscellaneous percussions whose smacking bore a soft synthesized veil.
The flow accelerates on brief neurotic sequences, drawing a strange wave-like cadenced structure on a
synth with lyrical whistling sticks to the ear. Once again Uwe Reckzeh presents an opus with varied
rhythmic dimensions in a magnificent musical atmosphere. We are far from the complex structures of the
contemporary EM. Unnatural Light is a beautiful collection of 9 tracks that we got into it with pleasure, so
much the musical universe there is rich, harmonious and this with sequenced structures that clash melodious
basis. Every title is preparing on intros more minimalist than atmospheric, taking shapes as surprising as charming.

Fluttering notes open shyly Good Vibration. Although poetic, the synth is kind of gloomy and haunts a structure
becoming more cadenced by a heavy wavy sequence and chords which tinkle in a musical universe loaded with
almost symphonic synths. A nice tune which hooks perfectly. In fact the whole musical universe of the German
synthesist leans on beautiful melodies which stumble between the new and the old Berlin School. As Wavelenght
and its hesitant structure which moves on a hemming synth and minimalist keys which hop on a synth with heavier
eurhythmies. We could believe to hear TDs ex Peter Baumann version 2010. Metamaterial is a wild race which
leads on a heavy galloping structure and a vocoder stratified by a synth with strangely striking layers. A beautiful
musical piece which switches its cadence with a completely surprising harmonious heaviness, as on Pure Energy
(Boogie Mix). Rhythmic arpeggios on progression are dancing on Linear Polarized opening. Hammering percussions
and a synth with heavy layers overload this minimalist pace which sometimes isolates itself, sometimes joins a
load and diversified musical fest. Refractive Index is a long minimalism corridor where drum sequences scatter on
an atonal structure which wraps itself with a heavy melodious synth on the finale, while Annihilation offers a structure
more supported with a rhythmic which is similar to Eurythmics Sweet Dreams are Made of This. A minimalist
structure which turns in loops on beautiful synthesized coats. Radiation closes Unnatural Light with a hypnotic
and sinister tempo which progresses stealthily veiled by Tangerine Dreamians stratums. A dark approach with a
vocoder which recites a fanciful rite in a chthonian atmosphere where the harmonies are outlined on a beautiful
melodious synth, just like all which gets on this beautiful 7th opus from Uwe Reckzeh.
Sylvain Lupari from Guts Of Darkness The French Magazine of Dark & Experimental Music , Juni 2009



[The accessible music of Uwe Reckzehs Unnatural Light€ (of which all tracks were composed and arranged
between 2007 and 2009) is still firmly rooted in the style of the Berliner School, but this time Uwes output
has been further valvanized and smoothened, ending up in a nice groovy, and overall moody recording.
... All in all, the well-executed Unnatural Light€ is a very pleasant and satisfying listen, sure for who love
the Berliner School sound and the aforementioned musical period of TD. Recommended....


Uwe Reckzeh - Timecode

10.01.2012
global reviews
Sylvain Lupari: ...Archimedes est ce genre de mélodie séquencée qui colle à loreille, comme un vers à la soie, sur de subtiles nuances structurales aux effluves orientaux. Je préfère Timecode à Point North, ce qui en dit long sur la qualité de cet opus. Un opus plus sombre, tout en étant aussi mélodieux, qui croise les sonorités de Tangerine Dream et Mark Shreeve....


Uwe Reckzeh - Timecode

10.01.2012
global reviews
Stephan Schelle, musikzirkus-magazin.de: ... Doch auch diese Art hält nicht lange an, denn Uwe lässt zum Glück seine eigene Art in den Song einfließen. Das abschließende Moonshine In The Garden wird dann wieder, durch den Rhythmus und die Melodie, recht flott und sorgt so für eine gute Stimmung zum Ausklang der CD. Uwe Reckzeh, das ist ein Name in der Elektronikszene, den man sich merken muss. Auch diese Wiederveröffentlichung lohnt die Anschaffung, denn die Tracks sind sehr abwechslungsreich und melodisch......


Uwe Reckzeh - Timecode

10.01.2012
global reviews
David Law, www.synthmusicdirect.com: ... Uwe is very much his own man but there are hints of Edgar Froese (especially Stuntman, Pinnacles and Ages) and Tangerine Dream in 'Exit' type mode, also maybe a little 'Underwater Sunlight' and touches of earlier TD as well such as 'Tangram'. Uwe combines all these elements together, along with his own natural exuberance in a completely irresistible mix....


Uwe Reckzeh - Point North

10.01.2012
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Sylvain Lupari, gutsofdarkness.com: ...Il ny a pas vraiment de titres qui se démarquent plus que dautres. Jaime bien Maltrine, Point North et Digital Dreams qui sont plus près de la Berlin School, mais cette une belle palette mélodieuse et harmonieuse qui dégage beaucoup de chaleur. Si vous accrochez à Point North je vous conseille également Behind the Northern Wasteland et Timecode, deux autres merveilles dune musique électronique qui marient rythmes, séquences, mélodies et harmonies....


Uwe Reckzeh - Point North

10.01.2012
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Stephan Schelle, musikzirkus-magazin.de: ... Bei The North Modding Synth würzt Uwe den Track zusätzlich durch Rhythmus und Fun, so dass er sich anhört als spielten TD Popmusik. Sehr schön gemacht. Es folgt mit First Legion ein Stück, dass mich an die niederländische Band Peru erinnert. Visual Contact sticht anfangs durch seinen Sound und der Perkussion etwas aus dem Rest hervor, kommt aber nach einigen Minuten wieder in die Berliner Schule-Ecke, aufgepeppt mit neuen Sounds und Rhythmen. Deep Darkness beginnt erst wie ein Ambienttrack, steigert sich dann aber und entwickelt sich zu einem mitreißenden Stück, um zum Ende hin wieder ambientmäßig auszuklingen. Port Of Anchorage ist einfach nur schön. Uwe verändert leicht das Hauptmotiv und erzeugt so eine verträumte Stimmung, man kann sich einfach fallen lassen. Mit Digital Dreams entlässt uns Uwe dann aus seinem Album. Dieser Track beginnt erst recht technisch und unterkühlt, um dann durch Flächen und Soundvariationen in eine andere Richtung zu gehen. Auch wenn Uwe seine Vorlieben für Tangerine Dream (alle Stilrichtungen) nicht verleugnen kann, so ist ihm doch mit Point North ein sehr schönes Elektronikalbum gelungen, das man gerne öfter in den Player legt....


Uwe Reckzeh - Point North

10.01.2012
global reviews
David Law, www.synthmusicdirect.com: 'Digital Dreams' begins with all manner of windy sounds and whooshing effects. Indeed it is rather apocalyptic. A slow mournful sequence starts up backed by moody pads. A brooding rhythm slowly starts to form. All the different elements gradually become more intense then subside again in the third minute to slowly reform but in a rather edgy manner. A couple of months ago I raved about 'Timecode' but I was stocking this album before that one. I should have really reviewed it first but such was the 'buzz' around Uwe that I had sold out before I could write anything about it. Indeed I can see this being a constant problem. This will just sell and sell. It is likely to be one of my biggest albums of the year (2006). If you liked 'Timecode' or indeed just the highest quality melodic sequencer music you really must get this!]...


Uwe Reckzeh - Part of Time

10.01.2012
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Dave Law, www.synthmusicdirect.com´: The tracks from this album originate from some mid 90s projects unavailable on any of his current five other in print albums. They are all upbeat and either rhythmic or sequencer based (often both). Twangy pulses then a cracking rhythm propel 'Rising Star' forward in a wonderfully energetic manor. A stabbing bass line and staccato melodies add to the excitement making it hard to keep the body still. The title track deploys a steady bass rhythm over which a simple piano melody starts to form mutating into an infectious loop then subsiding in a sea of brooding atmospherics before emerging once more with renewed vigour. 'The Hall of Visions' brings a lovely sequence to play right from the first instant. Steady drums take things forward whilst lovely slow melodies float from the speakers giving a faintly Schulzian feel to proceedings. Things settle into a rather laid back pattern and I just closed my eyes and let myself be taken along with it all. 'Elementary Voices' keeps the sequencer in action; all very melodic the pulsations are too, morphing this way and that through the tracks duration. 'Silent Moves' has a gorgeous rather cosmic start with loads of soft sighing pads. A simply exquisite tuneful loop provides one of the real highlights on the album. Drums and sonic stabs create a syncopated wall whilst slow tuneful pads add a little softness. A lovely track. 'Mirror of Infinity' is initially all rather sinister until a wonderful rapid lead line strikes up changing the mood completely. I couldn't keep my hands still as they wanted to play air keyboard along with the music. Things do keep returning to moodier realms but this just gives the whole thing added depth. Yet another winner. Wistful little melodies provide a quite beautiful and tranquil start to 'Universal Avenue'. A high-hat line ups the tempo preparing the way for a spot on bass sequence and lovely combination of melodies, one rapid and the other silken. All these elements combine to create a euphoric head of steam. 'Watching Behind' starts with the sound of someone walking then a heartbeat before thunder and a breaking storm. A slow tinkling sequence is joined by a second meatier one, combining wonderfully to form a deep feeling of sadness. Lovely little lead lines add to this feeling as does an acoustic guitar refrain nearer the end. Yet another exquisite piece. 'Listen to the Whales' begins with the sound of said beasties before a heartfelt slow lead line comes in. It is really quite beautiful but I think the whale song could have been faded out earlier leaving the gorgeous sequences and lead lines more space to do their wonderful thing. 'Visit the Quit Zone' is a laid back gently pulsating meandering track ideal to chill out to. A piano lead line gets 'Sirius' underway which is then replaced by militaristic type drums and a throbbing bass line. We go through one melodic twist after another then the piano returns with added gusto providing a very enjoyable finish....


Uwe Reckzeh - Part of Time

10.01.2012
global reviews
Sylvain Lupari, gutsofdarkness.com: The music that builds Part of Time was composed in the mid 90s, when Uwe Reckzeh worked on Project and initiated the first lines of Behind the Northern Wasteland. A period where the German synthesist tergiversated between synth pop and a new kind of Berlin School, a more accessible kind. But is this enough sufficient to justify a collection old writings which, we got to admit, are of made up old women which, is necessary to acknowledge it, are superbly remixed by Bernd Scholl the big shot of MellowJet Records? Heavy and loud Rising Star opens with an impetuous bass line in a funky style. Percussions and sequences hammer a frantic tempo of West-Indian style, with a synth as furious as it rhythmic structure. A dynamic title out of the usual Uwe Reckzeh repertory. The title track continues the rhythmic ride of Rising Star. Bass sequence, flexible and fluid on a zigzagging piano Part of Time is agitating on nervous percussions and a synth with wriggling arpeggios wrapped with Vangelis chorus and layers. Short atmospheric moments break the pace, before diving again in disconcerting rhythmic on synths to symphonic arrangements. With its staggering sequence, which crosses another pealing one, The Hall of Visions brings us back a little more into the contradictory structures which are the heart of Reckzeh charm. A minimalism approach, wrapped of smoking and metallic layers which mould a passive lasciviousness as Software.
Fine percussions activate this slow cosmic waltz anchoring even more the harmonies opposition of the The Hall of Visions. A soft felted sequence gets Elementary Voices out of its dark waves. Padded sequence on pealing one, the title surfaces in a soft minimalism spiral stuffed of fine sidewinder percussions and delicate feverish pulsations which are moulding to a mellotron synth with waltzing orchestrations. A beautiful cosmic ballade which we still find the spirit on Mirror of Infinity with a faster pace. After a nebulous intro, Silent Moves becomes slowly animated on a beautiful spiral sequence with soft clangour tinkling. A lyric approach that Reckzeh exploits with wonder on Part of Time. The movement progresses on a superb orchestration, slowing down the beat with heavy layers which bamboozle around a wavering cadence. A real tuneful track, well done well mixed and well orchestrated.

The intro of Universal Avenue floats on a synth with spectral whistles where swelling layers mold a ghostly pace which moves slowly on castanets cymbals. A strange hooting ode that turns out into a soft techno and synth pop as New Order years. Without breaking the hut, the tempo remains captivating, all fixed it is in heavy nonchalant but hanging layers. A track loud but fascinating, with a heavy and throbbing tempo, just like on Watching Behind. Listen to the Whales evolves very slowly with an intro where the language of the whales is exploited on a fine sequence which is weighed down while progressing.

Sirius encloses Part of Time with a military march a bit strange with its piano which zigzags on a complex harmonious structure. A superb piano whose keys resonance is moulding with wonder with the tribal percussions, making Sirius as exotic as astonishing. A beautiful lucky find as we will discover some others on this collection a little bit puzzling which certainly please the fans of Uwe Reckzeh....


Uwe Reckzeh - Altitude 30000

10.01.2012
global reviews
Will Lücken Musicians-Life.de: Sagen wir mal so: wenn dieses Album von Tangerine Dream veröffentlicht worden wäre, würde es mit Sicherheit erfolgreich sein - in der traditionellen EM-Szene. Doch die besten Zeiten von TD sind längst vorbei und somit reizt mich persönlich die Musik nicht allzu sehr. Allerdings gibt es ja genügend Fans der Berliner Schule und denen sei die neue CD von Uwe Reckzeh wärmstens empfohlen. Handwerklich ist dem Künstler nichts vorzuwerfen. Die langen Sequenzer-Stücke sind sehr interessant und klingen voll krass elektronisch. Ich verstehe nur nicht, warum ausgerechnet das naiv wirkende Tropical Cycloneals Live-Bonus-Track angeseilt wurde. Das hätte Uwe Reckzeh eigentlich nicht nötig, bei der Auswahl an abwechslungsreichen Songs.]...


Uwe Reckzeh - Altitude 30000

10.01.2012
global reviews
David Law, www.synthmusicdirect.com: [The striking thing about the opening title track is the gorgeous melody, very reminiscent of 'Stratosfear' (thus the title I presume) that shines out from the very first second. A driving rhythm picks up the pace, the lead morphing beautifully. A second lead line joins it as yet more drums enter, increasing the excitement still further. An excellent start. 'GOES-12' is a satellite I believe, so the rather cosmic start is to be expected. A slow sequence starts up then a second more urgent one comes to join it. Things rapidly become quite forceful with a little melody bouncing amongst all the pulsations. These morph beautifully from one pattern to the next but without ever lifting the foot from the accelerator. Indeed if anything things become even more intense. Mellotron joins the fray just before the half way mark. By the eighth minute however we have returned to the cosmos, a plucked string melody providing just a little peaceful detail before the engines are kicked into life, drum flourishes and a little looped melody hitting the spot perfectly. We finish with more plucked strings and soothing sounds, this time with a faintly Eastern feel. Looped rhythms provide a wonderfully infectious start to 'Tropical Cyclone' but the hooks get even better as a sublime lead line floats over the top, other tinkling melodies providing exquisite support. A rumbling bass line shakes the floor, the track now reaching every strata of the sonic spectrum. The closest comparison I can come up with is 'Le Parc' period TD. A stupendous track. Multiple sequences weave around each other for 'Category 5' as we now enter something akin to 'White Eagle' territory. 'Landfall' initially quietens things down again as soothing whooshes and subtle touches drift through the ether. Then, all of a sudden, a wonderful sequence enters. I thought things were really going to take off but instead we settle into a steady mid tempo chugging pattern. The first sequence departs; another enters, only for the first to make a reappearance as they pulse around each other. Sequences still abound on 'List III - Katia', indeed it features some of the finest over the whole album. It's all quite complex but also mesmerizing. I found it best just to lie back with my eyes closed and let it all flood through my head. Even though the notes descend at quite a rate there is also a subtlety here, especially in the melody department that gives it a stamp of quality. An excellent way to finish yet another winner from Uwe.]...


Uwe Reckzeh - Altitude 30000

10.01.2012
global reviews
Sylvain Lupari, gutsofdarkness.com: ... exemple dUwe Reckzeh qui fascine constamment avec des harmonies insérées là où on ne les attend pas. Avec Altitude 30000 on serait porter à croire que Reckzeh démontre que TD aurait pu survivre avec son style métallique des années 80. Bien fait et fort mélodieux, malgré le degré de complexité qui flotte un peu partout, Uwe Reckzeh démontre une constante progression dans ses œuvres, y allant de surprises en surprises pour le plus grand plaisir de ses fans. Altitude 30000 plaira à coup sur aux fans de Reckzeh ainsi que ceux de Tangerine Deam et Arc.]...


Uwe Reckzeh - Altitude 30000

10.01.2012
global reviews
Stephan Schelle, musikzirkus-magazin.de: [... Das folgende Landfall (ein Track der auch schon im April auf Burg Satzvey bei seinem Konzert gut ankam), das sich langsam entwickelt, zieht seinen Reiz vor allem durch die Sequenzer und die herrlichen Harmonien, die Uwe darüber legt. Da schwebe ich gerne wieder - trotz meiner Höhenangst - durch den Orbit. List III €“ Katia ist dann der letzte Track des Albums. Auch dieser Track kann mit seiner Melodielinie überzeugen.
Qualitativ reicht die dritte CD von Uwe fast an die Vorgänger an. Aufgrund einiger Längen eben nur fast. Trotzdem ist Uwe wieder eine gute CD gelungen, die den Freunden melodiöser Sequenzer orientierter Elektronikmusik ans Herz gelegt werden kann.]...


Rene Splinter - Almery

10.01.2012
global reviews
Stephan Schelle, Oktober 2010: Nach dem der Niederländer René Splinter Anfang des Jahres auf dem MellowJet-Label mit Transit Realities mit Stücken, die er im Zeitraum 1992 bis 2009 eingespielt hat an die Öffentlichkeit ging, öffnet er nun sein Schatzkästchen und bringt auf dem Nachfolgealbum Almery fünf Stücke heraus, die er bereits zwischen 1988 und 1989 produzierte. Das Album ist somit quasi mehr als 20 Jahre alt, die Musik aber in keinster Weise verstaubt und trocken.



Wenn man es nicht besser wüsste, man hätte beim Opener, dem fast achtminütigen Tunnel Vision den Eindruck einen verlorenen Track von Tangerine Dream aus der Zeit der 80er Jahre zu hören. Bereits dieses Stück atmet in vollen Zügen den Spirit der Berliner Schule. Langsam entwickelt sich, mit zunächst weiten Flächen, der zweite Track mit dem Titel Encom. Nach einem Intro von gut anderthalb Minuten geht es dann wieder rhythmisch, wie zu Tangerine Dreams 80er Jahre Sound weiter. Ein mitreißender Track, der tatsächlich vom großen Vorbild stammen könnte. Encom hat alles, was man damals von den großen Berlinern so geliebt hat. Und René hat auch die Strukturwechsel mit teils harten Rhythmusstrukturen (so als säße man in einem D-Zug) in den Track eingebaut. Wer also gerade die 80er Phase von TD mag, der kommt hier voll auf seine Kosten.

Auch The Flight Of The Pterodactyl ist ein TD-Clon par excellance! Ein Track der einfach so ins Ohr geht und so vertraut und doch neu klingt, das man nicht genug kriegt. Leider ist er mit 4:05 Minuten recht kurz geraten. Doppelt so lang ist dann das Titelstück, das zunächst so klingt als wolle uns René auf einen Trip ins All mitnehmen, denn das Klangbild, das sich hier dem Hörer zeigt, ändert seine Farbe so dass ich an einen steigenden Flugkörper denken muss. Doch nach wenigen Momenten kommen dann wieder diese herrlichen Sequenzer und Flächen, die TD so auszeichneten. Irgendwie überkommt mich bei diesem Sound und den Melodiebögen eine gewisse Melancholie und angenehme nostalgische Stimmung. Ein tolles Stück, das sich langsam immer weiterentwickelt und dessen Rhythmus eine absolut hypnotische Wirkung bei mir erzeugt.

Mit dem Kernstück des Albums, dem 28minütigen The Laughing Magician endet dann dieses rundum gelungene Album. Zunächst hören wir eine weibliche Stimme die undeutlich einen Text spricht und förmlich aus den Boxen wabert. Dann kommen wieder TD-typische Sounds hinzu und der Track bewegt sich langsam aber stetig nach vorn. Nach etwas mehr als zwei Minuten wird es rhythmischer und zu dem TD-Sound mischen sich einige moderne Rhythmen, was den Track ein wenig mehr Eigenständigkeit verleiht, ohne aber die Berliner Schule zu verlassen. Sehr spannend und abwechslungsreich, zum Teil mit ungewohnten Klangfarben, die aber sehr gut zu dem TD-Sound passen, geht es dann im weiteren Verlauf weiter.

René bietet nichts eigenständiges, sondern bewegt sich doch sehr eng am Sound des großen Vorbildes, das macht er aber wiederum so gekonnt, das man diese Scheibe einfach lieben muss. Dazu kommt die sehr gute Produktion, die der Musik ein besonderes Volumen verleiht und die eingestreuten Effekte, die so plötzlich und glasklar aus den Boxen springen, dass man sich als Hörer doch ein ums andere Mal richtig erschreckt. Tolles Album. Wenn René noch weitere derartige Schätze zu heben hat, dann immer her damit. Ein Album ganz nach meinem Geschmack....


Rene Splinter - Transit Realities

10.01.2012
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Stephan Schelle, Februar 2010: Bernd Moonbooter Scholl hat, seit er sein MellowJet Label aus der Taufe gehoben hat, schon so manchen Neuling entdeckt bzw. ihm eine Plattform gegeben. Dabei hat er immer ein gutes Händchen und ein Gespür für gute Musik bewiesen. Mit René Splinter kommt ein für mich wieder neuer Name ins Spiel, der Anfang 2010 auf MellowJet das Album Transit Realities in einem Amaray-Case herausbringt und der eben diesen Standard hält.

René der aus den Niederlanden stammt, interessiert sich seit 1977 für elektronische Musik, seit ihm Jean Michel Jarres Oxygene über den Weg lief. Obwohl er bereits zwei Alben veröffentlichte, ist mir sein Name und seine Musik bisher nicht über den Weg gelaufen.



Die Musik auf Transit Realities ist zwischen 1992 und 2009 entstanden. Die CD ist in zwei Parts unterteilt. Part eins heißt Alaska und umfasst sechs Stücke, die aber alle nahtlos ineinander übergehen, so dass man hier durchaus von einer Suite sprechen kann. Part zwei nennt sich Metropolitan und bietet vier weitere Stücke ebenfalls in zusammenhängender Form.

Auf Alaska, dessen einzelne Stücke Laufzeiten von 1:44 bis 12:40 Minuten aufweisen, bietet Musik im Stile von Tangerine Dream der 80er und 90er Phase. Aber auch Alan Parsons oder Geoff Downes (The Light Project) scheinen in einzelnen Abschnitten durchzuscheinen (man höre nur Alatna River). Denali, das den Reigen von Alaska beginnt, bietet darüber hinaus symphonische Elektronikmusik, die dem Hörer das Gefühl eines Soundtracks geben.

Doch schnell schälen sich die typischen stilistischen Elemente aus den Stücken heraus, die an Tangerine Dream erinnern. Ob es die typischen Sequenzerrhythmen, das programmierte Schlagzeug oder die Klangfarben sind, vieles erinnert an die großen Berliner. Auch wenn die Nähe zu Tangerine Dream sehr eng ist, so schafft es René doch eine gute Atmosphäre zu schaffen. Er hat das Konzept perfekt umgesetzt und man möchte fast sagen, dass es sich hier um ein Album handelt, das Tangerine Dream nie gemacht haben. Vor allem die Melodiebögen können bezaubern und fesseln, so wie es die Musik von TD auch vermag/vermochte.

Das was schon auf den Alaska-Zyklus zutraf, führt René auch bei Metropolitan fort. Man ist der Auffassung tatsächlich ein verschollenes Album von Tangerine Dream zu hören.

Da ich die Musik von Tangerine Dream mag, so liegen die Stücke ganz auf meiner Wellenlänge. Wer auf die TDs Musik der 80er und Anfang der 90er steht, der wird mit diesem Album voll auf seine Kosten kommen. Ich werde die Stücke noch mehrfach hören und hoffe, das René sein Schatzkästlein weiter öffnet um noch mehr dieser herrlichen Musik der Öffentlichkeit zu präsentieren....


Rene Splinter - Transit Realities

10.01.2012
global reviews
Kristian Persson / Sweden: Rene Splinter is perhaps not that big/known in the EM 'scene'. Not that many actually knows about this guy and his music. But he has released a couple of Berlin School 80's gems already, and this is his 3rd and latest CD, and it's a cracking good one!
A few of the tracks on this CD has already seen the light of day on his previous CD 'Dreaming Angels', but they weren't in their full length, the way they were supposed to be heard. A couple of examples are 'Bahnhof Zoo' and 'The Big Star' in which are not only in their full length here, but they also sound quite different to the verisons found on the CD 'Dreaming Angels'. Anyway....on with the review. 'Denali' opens up in a highly infectious, cinematic and melodic way with drums and piano, but later a subtle sequence emerge in the mix and builds the track in great harmony. A nice opener, but too short.
Next is 'Kenai'. This track follows up the 1st with some awe inspiring and highly melodic structure. It evolves and builds in a lush way with a soft piano and a laid back soft synth lead line, in which creates yet another stunning cinematic track. Too short, but really awesome!
'Alantna River' continues with a heavy, almost bouncy rhythm and a long subtle sequence is building slowly in the background as the track progress through. This is one of the most versatile tracks on the CD and also the longest, and it has everything typical 80's EM is bound to have. Awesome melody, flawless structure and melodic sequencing that literarily cries out with it's infectious sound. In other words, lots of sequencing and melody on this one!
'Berling Glacier' takes us further into the depths of 80's sequencing. This track is featured on 'Dreaming Angels', but under another name, and not as long. It's a bit darker than the other tracks (if I might say), but has some stunning subtle sequencing floating and pulsating in the background, which is also the driving force in this track. The sequencing is followed by a rhythmic beat which is breathing along the lines of the synths. Top notch 80's style EM!
'Snowmobile Race' is following up the previous track with a new solid and Original sounding structure, and showcases lots of great melodic sequencing yet again with some great hooks that simply has to be heard!. Great melody and hooks on this one!. Almost a bit Soundtrack like at times.
'Fairbanks' is a more mellow story. Sounding very much like a typical End Title track from a Film. Short but quite good. It has it's moments with some laid back synth work and a bit of a cinematic touch to it.
The second part of the CD is called 'Metropolitan' and is somewhat of another chapter. Let's see.
The title track 'Transit Line' punches off with fast paced synth work that really strikes us with it's heavy sequencing. This one builds with lush melody that really is a "in your face" experience. Fans of Arcane will love what this track has to offer. Infectious EM at it's best I'd say!
'Bahnhof Zoo' continues were 'Transit Line' left off, and is slowing down a bit just to surprise you with some tingling sequencing that emerge quietly and subtle in the background. But after a few seconds, both the melody and ambience is taking part again. This track could easily be seen as a "lost" TD track, and would fit perfectly in one of those mid 80's TD Soundtracks.
'Palast' slows the pace down quite a bit. It reminds me of a track in the Firestarter Soundtrack by Tangerine Dream. A subtle, dark and moody lead synth comes to live very slowly as the sequencing progresses through with that typical but yet awesome 80's sequencing sound. Spellbinding melody!
'The Big Star' is yet another track to be found on 'Dreaming Angels', only this time it has lots of more variety added to it. This one starts out with a long moody sequence, which soon meets up with a a distinctive flute sound, and before you know it, the sequencing captures you again with it's infectious 80's style sound that simply doesn't get much better than this!. Sounding very much like a typical Intro to a film from the 80's. It has everything. Top notch sequencing, melody, hooks, structure, rhythm and infectiousness. You name it. A darn good track for lovers of 80's Tangerine Dream!

So, the verdict is. If you, just like me, love the early to mid 80's period by Tangerine Dream (ca 82-85), then this is for you. It doesn't get much better than this. I would even go as far and say this is a Masterpiece of it's own! 5 start out of 5 from me! Brilliant!] 2010....


Mythos - Unabsteigbar (EP)

10.01.2012
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Stephan Schelle, Februar 2010: Der aus Berlin stammende Stephan Kaske macht seit vielen Jahren unter dem Pseudonym Mythos elektronische Musik. Unter anderem durch seine Produktionen Surround Sound Offensive, The Modern Electronic Kamasutra, The Dramatic And Fantastic Stories Of Edgar A Poe und Gallery Concerts€ hat er sich in den letzten Jahren wieder in der Elektronikszene etabliert. Dies führte dazu, dass er vom Schallwende e. V. Einladungen zum alljährlichen Grillfest in Essen, bei dem im Grugapark unter freiem Himmel elektronische Musik geboten wird, und zum vorweihnachtlichen EM-Breakfast in Bochum erhielt. Beim EM-Breakfast wurde sein Auftritt mitgeschnitten, der Anfang 2010 als EP bei MellowJet Records in einer limitierten Auflage unter dem Titel Unabsteigbar! erscheint.



EP ist gut, bringt die CDR es doch auf eine Laufzeit von gut einer Dreiviertelstunde. So manche Rockband kommt mit ihren Longplayern nicht mal an diese Laufzeit heran. Die CDR gehört zu den ersten Veröffentlichungen, die MellowJet in einem Amaray-Case ausliefert.

Fünf Stücke bietet uns die CDR, die ein Souvenir für all diejenigen darstellt, die das Konzert erlebt haben oder es verpassen mussten. Dazu kommt noch der mit 9,99 Euro günstige Preis. Hier sollte man schnell zugreifen, denn die CDR wird sich sicherlich zu einem Sammlerstück entwickeln.

Für die Technikfreaks sei hier mal das Equipment aufgelistet, dass Mythos aka Stephan Kaske während seiner Auftritte benutzt:
Laser-Keyboard, Flute, Electronic Bagpipes, Yamaha Tenori-On, Korg Vocoder VC-10, Quasimidi Raven Max, Quasimidi Sirius, Quasimidi Polymorph, Quasimidi 309, Korg M1EX, Mutron Bi-Phase, Korg Kaoss Pad, Yamaha Spx90-II, Yamaha mixer & monitoring system.

Dieses Equipment sorgt für eine umfassende Klangvielfalt, zudem ist es erstaunlich, dass er bei seinen Auftritten allein an dieser Gerätschaft agiert. Los geht es mit Live in Bochum. Langgezogene Synthiemotive, die auch aus der Kraftwerk-Zeit stammen könnten, eröffnen das Stück. Dann ergänzen Sequenzer und ein für Mythos typischer Rhythmus diesen ersten Track. Ganz im Stil der letzten Veröffentlichungen zeigt sich Mythos von einer Seite, in der ein sich ständig wiederholender Rhythmus und eine etwas monoton wirkende Tonfolgen im Gleichklang voranschreiten. Und obwohl diese Gleichförmigkeit fast über die volle Länge von acht Minuten gehalten wird, ergänzen wechselnde Sounds und Klangeinwürfe diesen Track, was wiederum faszinierend klingt. Halt Mythos pur.

Der zweite Titel trägt mit Aloha Hawai einen recht merkwürdigen Namen für ein Elektronikstück. Zwar ist eine Art synthetisches Wellenrauschen zu hören, doch einen Strand kann ich mir nicht wirklich vorstellen. Allerdings hat dieses Stück schöne Melodiefolgen und elektronische Effekte, die mich gefangen nehmen. Vor allem die immer wieder eingestreuten Effekte sind es, die die Spannung halten. Wie schon im Eröffnungstrack kommen auch hier Vocoderstimmen zum Einsatz, was wieder eine kleine Prise Kraftwerk in das Stück bringt.

EM-Breakfast in Bochum hat einige Elemente zu bieten, die ebenfalls in die Düsseldorfer Elektronikszene zeigen. Einige Sounds kommen mir bekannt vor, ohne dass ich sie nun direkt zuordnen kann. Ist es wieder Kraftwerk oder eher La Düsseldorf an die meine Gedanken schweifen, ich weiß es nicht, ist aber auch nicht so wichtig, den auch dieser Track perlt in einer angenehmen Gleichförmigkeit wie Live in Bochum dahin.

Technoid zirpt es zu Beginn vom Titelstück aus den Boxen. Dann kommt ein knackiger, unterkühlter, elektronischer Rhythmus und es entwickelt sich ein tanzbarer Track, bei dem Stephan auch wieder zum Vocoder greift. Hier wandelt Mythos zwischen Kraftwerkscher und traditioneller Elektronik sowie Electropop. Dieses Stück ist für mich eindeutig das Highlight des Albums. Streichersounds bestimmen zunächst €“ neben einem hin und her wabernden Rhythmus €“ das Bild in Mythos Analog, dem Rausschmeißer aus dem Silberling. Dieser Track bietet wieder typischen Mythos-Klang. Sehr gemächlich aber fesselnd ziehen die Klangkaskaden durch den Raum um dann in einen fast epischen Part überzugehen. das hat was von futuristischem Monumentalfilm-Soundtrack (Ben Hur auf Star Wars-Art), wenn es so was geben sollte.

Unabsteigbar! ist ein gelungener Livemitschnitt, bei dem zwar keine Liveatmosphäre aufkommt, das ist aber auch bei Elektronikmusik nicht unbedingt erforderlich, dafür aber die Musik vollends überzeugt. Wer Mythos mag, der wird auch dieses Album lieben. Allein das Titelstück ist für mich den Kauf dieser günstigen EP wert....


Mythos - Gallery Concerts

10.01.2012
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Stephan Schelle, Musikzirkus-magazin.de: Ende August erscheint das neue Album von Stephan Kaske unter seinem Pseudonym Mythos. Nach der Surround-Sound-Offensive, die Stephan noch als Eigenproduktion herausbrachte, erscheint das neue Album nun beim MellowJet Records-Label. Nach den letzten Produktionen, die Stephan vornehmlich im Studio produziert und mit Computertechnik erstellt hat, bietet Gallery Concerts Musik, die extra für Liveauftritte konzipiert ist. Das bedeutet, dass die auf der CD enthaltene Musik ab August 2009 bei ausgewählten Events, wie zum Beispiel Kunstausstellungen oder Vernissagen live präsentiert wird.

Und genau so ist die Musik auch aufgenommen worden, quasi live im Studio. Dabei benutzt Stephan verschiedene Instrumente wie zum Beispiel einen elektronischen Dudelsack, eine Querflöte, diverse Effektgeräte und Vocoder sowie Keyboards. Das wichtigste ist aber die Musik und die breitet sich auf fünf Stücken mit Laufzeiten zwischen 9:38 und 12:49 Minuten vor dem Hörer aus.

Schon die ersten Töne des Openers Analogdigitalpolyphomono schrauben sich unweigerlich unter die Haut und in die Gehirnwindungen des Hörers. Klänge, die man von Kaskes bisherigen Alben kennt, verbinden sich mit faszinierenden Synthieakkorden und einem Drumrhythmus, die mich stellenweise an Geoffrey Downes The Light Program erinnern. Im Mittelteil ändert sich dann die Melodiefolge und wird durch Vocoderstimme sehr stilvoll ergänzt. Allein dieses Stück rechtfertigt den Kauf der CD.

Leicht und locker trabend präsentiert sich zunächst der zweite Track Filtergatemania und kombiniert dies mit weiteren Rhythmen, Melodielinien und dahinschwebenden Flächen. Im weiteren Verlauf ändert Stephan die Stimmlage des Melodieführenden Synthies, ohne die Grundstimmung zu vernachlässigen. Das Stück bleibt über die vollen zehn Minuten äußerst spannend.

Der dritte Track Improviflutecho klingt zunächst nach Klaus Schulze, hat aber wieder den typischen Mythos-Stil in den Adern. Wie es der Titel schon verspricht, kommt bei diesem Stück Stephans Querflöte zum Einsatz. Dadurch hat der Titel ein Flair, das an Tracks von Mind Over Matter erinnert, da die Flöte sehr getragen eingesetzt wird. Darunter hat Stephan aber einen sehr schönen vorantreibenden Rhythmus gelegt, der wie ein Geräusch einer entfernt davonrasenden Dampflok klingt.

Als nächstes kommt Mysticaauroraborealis. In diesem Stück, das zunächst recht sphärisch beginnt schält sich doch schnell ein hypnotischer Beat, der um eine durch Vocoder verfremdete Stimme ergänzt wird, aus dem Off. Hier kommen auch erstmals Klänge vor, die aus dem elektronischen Dudelsack zu stammen scheinen. Eigentlich klingt es nach einem Synthie oder einer Orgel, hat aber vom Klangbild entfernt Ähnlichkeiten zu einem Dudelsack. Das ist ein sehr interessantes Stilelement, mit dem Kaske dem Track eine ganz eigene Note gibt. Auch die Querflöte bindet Stephan hier wieder ein. Dieser Track hat etwas monotones, aber auch fesselndes, dem man sich nicht entziehen kann.

Mit Sequenctrumpetextasy endet dann die CD. Auch hier ist der Titel Programm. Typische Mythos-Klänge vermischen sich mit fast schon jazzigen Trompetensounds zu einem sphärisch-experimentellen Track, der trotz seines ungewöhnlichen Klangbildes gut ins Ohr geht.

Mit Gallery Concerts ist Stephan Kaske aka Mythos sein vielleicht bestes Werk der letzten Jahre gelungen. Die Musik klingt sehr ausgereift und eingängig. Ich bin mir sicher, dass sie live sehr gut rüber kommt. Wer melodische Elektronikmusik mag, der liegt hier absolut richtig....


Mythos - Gallery Concerts

10.01.2012
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Sylvia Sommerfeld, schallwen.de: Mythos is back!
Nach etlichen Jahren Bühnenabstinenz meldet sich Stephan Kaske nun wieder zurück!
Im Frühjahr 2009 begann Stephan Kaske mit dem Konzipieren ein neues Live-Programms. Hartnäckige, intensives Bitten von Veranstaltern und Fans, sowie die ein oder andere Auszeichnung für seine Musik in den letzten Jahren, haben den Berliner Multi-Instrumentalisten dazu bewogen, endlich mal wieder auf die Bühne zu kommen.
Fast zeitgleich mit seinem Stage-Re-Birthing am 29. August in der Essener Gruga erscheint auch das neue Album Gallery Concerts. (29. August bei MellowJet Records). Dieses Konzeptalbum spiegelt Stephan Kaskes Live-Programm wieder. Er hat das Ganze direkt aus dem Main-Mix eingespielt, nachdem Stephan die Musik nonstop aufgenommen hat. - Ohne zentralen Computer - nur mit "bordeigenen" Sequenzern und Arpeggiatoren, plus Querflöte, Vocoder und einigen weiteren Instrumenten! Das es so etwas heute noch gibt - Ick kieke, staune, wundre mir ...!
Back to the roots €“ denn in den goldenen 70ern hatte Kaske als Multiinstrumentalist so ziemlich alles an Tasten, Saiten, Klappen, Stimmbändern und Reglern bewegt, was man sich nur vorstellen konnte. Natürlich darf auch sein Markenzeichen €“ die bekannte "Tull"-Querflöte nicht fehlen! Und genau solche antiken, teilweise schrillen, aber immer melodiösen Klanggebilde, die auch heute noch gern gehört werden, finden sich nun in Mythos´ neuer Musik wieder.
In Track 4 Mysticauroraborealis z.B., fühle ich mich in die Zeiten der Deutschen Wertarbeit versetzt, in denen Dorothea Raukes noch das elektronische Zepter schwang. Ãœberhaupt schafft es Stephan Kaske mich mit seinen Gallery Concerts in eine psychedelische Stimmung zu versetzen, was natürlich gerade 40 Jahre nach Woodstock wieder en vogue ist! Dieser Titel ist auch mein erklärtes Lieblingsstück der wirklich äußerst interessanten Platte. Es ist zwar nur 12:49 Minuten lang, scheint aber nie zu enden ... Aber auch jedes der vier anderen Stücke ist etwas Besonderes. Stephan Kaske schafft es, fünf ganz unterschiedliche Musiken auf seinem Album zu platzieren. Sozusagen, eine ganz hervorragende Symbiose der verschiedensten EM-Stile auf einer Scheibe gebündelt €“ Klasse! Als extra-schmackhaftes Bonbon hat Schlitzohr Stephan die gerade für die jeweiligen Kompositionen benutzen Instrumente in seine Betitelungen verklausuliert eingewoben. Nette Idee! Habe ich so auch noch nicht erlebt. - Diese Titel reichen von Analogdigitalpoliphomono, Filtergatemania, Improviflutecho über das oben schon angesprochene Mysticauroraborealis bis hin zu Sequencetrumpetextasy.
Schon allein daran kann man erkennen, dass Stephan das, was er da gerade macht auch gern tut! Und diese positive Grundstimmung überträgt sich auch in seine Musik. Sie schlängelt sich wie ein rot leuchtender Faden durch das vielfältige Klanglabyrinth. Diese gute Laune-Musik mach wirklich Lust auf Mehr!
Ich freue mich schon jetzt auf Mythos Live in der Gruga! Dort wird Stephan uns dann hoffentlich mit vielen seiner legendären Instrumente überraschen. Und alles soll ohne Laptop oder ähnliches über die Bühne gehen €“ da bin ich schon sehr gespannt. Aber die Hauptsache ist doch: Mythos lebt €“ und wie!...


moonbooter - World of Apes 2

10.01.2012
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Will Lücken, moodway.de: Wenn man wie ich, über einen längeren Zeitraum in ein Chorprojekt involviert war, ist es eine willkommene Abwechslung endlich wieder feine Elektronikmusik zu rezensieren. Mir liegt die neue CD von Moonbooter vor. Nur zehn Monate nach seinem phänomenalen Cosmologica schickt der eifrige Komponist aus der Eifel einen Nachfolger ins Rennen. Wie ich vom Musiker selbst erfahren habe, ist das neue Album allerdings der zweite Teil einer Trilogie, die schon Anfang 2010 das Licht der CD-Player erblickte.



Der Eröffnungstrack ist eine sehr angenehme Gehörmassage, weicher Klang, harter Beat. Man wird einfühlsam in die brisante Thematik dieses Projekts eingeführt: Der Atom-Wahnsinn. Seit Fukushima so präsent wie nie zuvor. Als hätte es der Künstler geahnt, denn schließlich ist so mancher Track schon vor der Nuklearkatastrophe in Japan produziert. Kein Wunder, dass im gleichnamigen, dennoch wunderbaren Titel, der Geigerzähler im Hintergrund rattert Doch genau wie in Teil 1 von World of Apes beklagt auch hier der Künstler den selbstzerstörerischen Wahnsinn einer immer noch überdimensional nuklearbewaffneten Weltbevölkerung.

Das Thema wird durch die rhythmusbetonte Musik adäquat umgesetzt. Es zischt und scheppert und lässt die mittlerweile bekannte Handschrift Moonbooters voll durchschimmern: Wuchtige Beats, melodischer Sound, Breaks an den richtigen Stellen um neuen Schwung zu holen. So macht progressive Instrumentalmusik enormen Spaß.


Die letzten zwei Tracks flashen mich besonders. Im Finale singt der Künstler erstmals selbst, natürlich wohldosiert wie es sich für Elektronische Musik geziemt. Ein klasse Song! Vielleicht erreicht dieses Album nicht ganz den hohen Ratingstatus von Cosmologica, doch letztendlich ist World of Apes (2) ein exzellentes Hörerlebnis, auch als bombastisches Dolby-Surround-Album erhältlich. Respekt Mr. Moonbooter! ]...


moonbooter - World of Apes 2

10.01.2012
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Stephan Schelle, Oktober 2011: Vor einem Jahr veröffentlichte Bernd Scholl sein Moonbooter-Album World Of Apes 1, bei dem er sich mit der Thematik des atomaren Wettrüstens musikalisch auseinandersetzte. Im Herbst 2011 folgt nun die Fortsetzung auf der CDR World Of Apes 2. Lagen die Themen auf der ersten CD noch im Zeitraum vor Bernds Geburt, so widmet er sich auf der neuen CD aktuelleren Ereignissen wie etwa Titel wie Fukushima aufzeigen. Und im Innenteil der CD sehen wir Bernd enttäuscht auf dem Boden sitzen und den Schriftzug darüber prangen The Madness Continues. Ja, der Wahnsinn geht weiter, wenn auch auf eine andere Art und Weise. Haben wir Menschen eigentlich aus unseren Fehlern gelernt? Ich glaube das manchmal nicht.

...

Das erneute Konzeptalbum beginnt mit dem Stück Tamed In Apeland. Es beginnt mit einem amerikanischen Radiotrailer und startet dann in den typischen Moonbooter-Sound, der wieder keine Wünsche übrig lässt. Klanglich haut einen das Album vom ersten Ton an wieder mächtig um. Wie Bernd oben selbst schreibt, klingen die Stücke wesentlich offener und freundlicher, was gleich bei diesem Eröffnungsstück deutlich wird. Bernd bringt zwar wieder seine bekannten Sounds, kombiniert und variiert sie aber auf eine neue Weise. So enthalten die Stücke genug bekannte Substanz und klingen doch frisch und neu. Der erste Track geht sehr gut ins Ohr €“ typisch Moonbooter.

Es folgt das stampfende 1985, bei dem man beim Hören das Problem hat die Füße still zu halten. Toller Track. The Message wirkt zunächst bedrohlich, kommt dann mit Morsezeichen ähnlichen Rhythmen, um dann aber in einen wiederum tanzbaren Track überzugehen. Auch hier ist der Rhythmus unwiderstehlich. Das hat eine Spur von Kraftwerk, obwohl der Vergleich hinkt, denn Moonbooter klingt nicht ganz so kühl und viel frischer als die Düsseldorfer Urgesteine. In diesem Track kommt erstmals Bernds durch Vocoder verfremdete Stimme zum Einsatz.

Mit dem tragischen Atomunfall im japanischen Fukushima befasst sich Bernd auf dem Titel Fukushima. Dieser Track ist ein wenig melancholisch und klingt so als sei Bernd dabei von Enttäuschungen getrieben worden. Das macht die bedrückende und hilflose Situation, die durch den Tsunami Anfang des Jahres das Kernkraftwerk in Japan zerstörte, deutlich. Den Track lässt Bernd durch einen rauschenden Geigerzähler ausklingen.

Pershing Meets SS-20 ist ein treibender Track, der abgeht wie Schmitz Katze. Bernd lässt hier den Sequenzer ordentlich arbeiten und haut nach gut zwei Minuten einen pumpenden Beat dazu raus. Sollte ein Stück für die Szene-Disco sein. Dagegen ist das Stück Tschernobyl eher wieder nachdenklich und melancholisch. Hier kommen Stimmsamples, die an Chöre erinnern, auf. Im zweiten Teil wandelt sich das Stück aber in einen treibenden Track. fun fun fun ist ein an Kraftwerk erinnerndes Stück. Hat was von Autobahn, ist vielleicht auch eine Anspielung darauf. Bei Epigone kommt eine kleine Passage auf, die mich an Yazoos Dont Go erinnert und mit einer für Kraftwerk typisch verzerrten Sprachverzerrung kombiniert wird.

Auch die restlichen Stücke halten diesen hohen, für Moonbooter bekannten Standard aufrecht. Tolle Melodien mit teils treibenden Beats, das sind die Zutaten, die Bernd in seinem atomaren Mix zusammengestellt hat.

Moonbooter hat mit seiner neuen CDR wieder Maßstäbe in der Klangqualität gesetzt. Wer seine CDs kennt, der weiß was ich meine. Daneben hat er wieder herrliche Melodien mit tollen Rhythmen vereint und so ein fesselndes Werk zusammengestellt. Wer Moonbooters Musik mag, der kommt an diesem Album nicht vorbei.]...


moonbooter - Cosmologica

10.01.2012
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?? : First, outstanding music. Love it... Bravo, my friend. An excellent way to bring attention to music that already commands attention....


moonbooter - Cosmologica

10.01.2012
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Stephan Schelle, Januar 2011: ...Auch mit Cosmologica ist Bernd Moonbooter Scholl wieder ein qualitativ hochwertiges Album gelungen. Die Musik, die eigentlich für das Konzert im Planetarium erstellt wurde, funktioniert auch ganz hervorragend ohne die Bilder in der Planetariumskuppel. Ein klasse Album, das ich sehr empfehlen kann....


moonbooter - Cosmologica

10.01.2012
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Uwe Sasse 1/2011: Ja, unser lieber Moonbooter......ich mach´s kurz : "Bernd, vielen Dank für Deine schöne, erfrischende Musik !!! Deine Musik gehört zu der EM-Szene wie der Roland zu Bremen, der Dom zu Köln, das Salz in der Suppe...."...


moonbooter - Cosmologica

10.01.2012
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Will Lücken: MOONBOOTER hatte die Messlatte in seinen letzten zwei Alben schon recht hoch gelegt. Doch mit Cosmologica setzt der Elektroniker aus der Eifel seinen Höhenflug erst richtig an und liefert ein geniales Meisterstück. Alle, die der Uraufführung im Planetarium Bochum nicht beiwohnen konnten, haben was verpasst. Allerdings verdient dieses Album viel mehr als das. Konzerte in den Planetarien von München, Hamburg, London oder Paris wären ein würdiges Ambiente. Musik und Visionen in Vollendung. Beim Jupiter, lass es möglich sein!...


Magic Dimension - Earthview

10.01.2012
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Uwe Sasse 7/09: Das Cover ist ein super Hinweis auf die Musik : Bilder aus der Erdumlaufbahn, die Reise
geht über die verschiedenen Kontinente ..... untermalt mit der passenden Musik. Es ist eine
sehr angenehme Reise aus dieser Perspektive ..... es lohnt sich , kommt mit !...


Magic Dimension - Dreamscape

10.01.2012
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Uwe Sasse, 7/2009: Dreamscape - Traumgebilde.... für Musiker bestimmt schwer umzusetzen , was auf dieser
CD aber wirklich sehr gut geschehen ist. Unsere Träume sind nicht immer nur schön und gut ....
nein, manchmal sind sie auch sehr schwer zu deuten. Die Musik auf dieser CD lässt es uns
nachvollziehen und verständlich machen. Wirklich sehr empfehlenswert !!...


MaEasy - Topp Cosmos

10.01.2012
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Benjamin Golling, Mai 2008 www.perry-rhodan.net: Mit Musik halte ich es wie mit der tägliche Nahrungsaufnahme: Ich weiß, was mir schmeckt, doch lasse ich mich genauso gerne von etwas neuem überraschen. Die CD »Topp Cosmos« hat dies auf Anhieb geschafft und mir ein Gefühl der positiven Fremdartigkeit vermitteln können. ...Selbst mich, der sich zumindest theoretisch anderer Musik verschrieben hat, fesselte das Album durchweg. Für die Anhänger elektronischer Musik gibt es meiner Meinung nach gar kein Vorbeikommen an diesem Album....


MaEasy - Topp Cosmos

10.01.2012
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Stephan Schelle, April 2008 www.musikzirkus-magazin.de: Mit MaEasy, hinter dem Pseudonym verbirgt sich Christian Meiser, dessen Musik mir bisher noch nicht über den Weg gelaufen ist, hat MellowJet Records wieder einen außergewöhnlichen Elektronikmusiker verpflichtet, denn die Musik will so gar nicht in die traditionelle Elektronikmusik-Ecke passen. Sie ist sehr funkig, jazzig und poppig und weist einige Beats auf. Für die Disco-, Trance oder Technoecke ist sie aber auch wiederum zu sperrig.
... Stellt der Opener Sphere noch ein kurzes Intro dar, das an spaceangehauchte Musik in der Tradition der Berliner Schule erinnert, so geht es ab dem folgenden Antiatmos 4 recht rhythmisch und poppig zu. Das klingt für mich wie eine Mischung aus Kraftwerk und Yellow Magic Orchestra mit eingeflochtenen Sprachfetzen, hat aber einen gewissen Groove. Und ähnlich rhythmisch geht es dann auf den folgenden Stücken weiter.
Planet Ape bietet genau das, was der Titel verspricht, nämlich wieder funkige Elektronik mit dezent eingeflochtenem Affengeschrei. Xtra Vella ist dann etwas ruhiger angelegt. Ein gemächlicher Rhythmus und die Sounds sorgen für eine jazzige Atmosphäre. Sphärisch aber trotzdem recht jazzig ist Mental Valium. In dem Stück nutzt MaEasy Klänge, die mich an Manfred Mann erinnern.
Für alle, die mehr Stimmungen, als Melodiebögen mögen, bietet Ionos einiges. Das Stück hat was von einem hymnischen Soundtrack, da einem sofort alle möglichen Bilder durch den Kopf gehen. Darauf folgt das poppige You Got A Socket das stilistisch an Antiatmos 4 anknüpft und schon fast tanzbar ist. SSOS ist teils experimentell mit einigen schrägen Sounds und Soundeffekten, dazu gesellt sich noch eine E-Gitarre (oder ist die ebenfalls elektronisch erzeugt?). Uranus klingt dagegen durch weibliche Stimmsamples fast klassisch, opernhaft. Durch die ebenfalls verwendeten Streichersounds bewegt sich der Track wieder in der Soundtrack-Ecke. Mit dem asiatische klingenden Hentho (Xtra) klingt die Scheibe dann aus.

Wer sich auch mal jenseits der ausgetretenen Elektronikpfade bewegen möchte und dazu rhythmische Elemente mag, der sollte unbedingt mal in Topp Cosmos hineinhören. Auch wenn die Musik nicht ganz meinen Geschmack trifft, bietet sie doch eine Menge an Abwechslung und ist wohltuend anders, als die meisten gängigen Elektronikveröffentlichungen...


MaEasy - Doktor Futura

10.01.2012
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Stefan Erbe: Wenn man den üblichen Markt der EM-Scheiben betrachtet, fällt eines sehr deutlich auf, nämlich das, dass man selten Grenzproduktionen wie die von Christian Meiser alias MaEasy dort findet. Umso überraschender, dass ein eher typisches Label wie Mellowjet den Mut hat, auch die zweite CD des Wittener zu vertreiben bzw. zu distributieren. Recht so, ist es doch ein wirklich gelungenes Werk.

Um Ihnen und Euch das übliche Schubladeneinordnungs-Denken zu erleichtern, so kategoriesieren wir es einfach in die neue Schublade "Funk-Jazz EM". Aber mal ehrlich, es fällt dem Autor wirklich schwer eine Beschreibung zu finden, die das Gesamtwerk tatsächlich erklärt. Zu schwer ist es eine Schnittmenge zu finden. Die Tracks sind mal funkig unkonventionell, mal herlich "schräg" und in der Wahl der Tonfolgen so abgedreht, dass man keine Note verpassen will. Wie schon auf dem ersten MaEasy Longplayer Topp Cosmos könnte man hinter der Produktion ein amerikanisches Produzenten Team vermuten, dass bei einigen Tracks mal richtig Fett "handangelegt" haben könnte. Konzeptionell erzählt Meiser 3 Storys einer skurrilen Sci-Fi Geschichte. Herzlichen Glückwunsch für diesen mutigen und aussergewöhnlichen Silberling. Dem Autor gefällts!...


MaEasy - Doktor Futura

10.01.2012
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Sascha Bertoncin: Das umtriebige Mellow Jet Label entstammt ja eigentlich der EM-Szenerie. Zum Glück gehört man dort nicht zu jener Hardcorefraktion, für die die Entwicklung der elektronischen Musik mit der Einführung des digitalen Synthesizers für beendet erklärt wurde. Gut so, denn sonst würden Kreuzüberacts wie MaEasy kaum die Möglichkeit zur Veröffentlichung haben, zumindest nicht in diesem Umfeld. MaEasy hat seinen Fokus ganz klar auf den schweren, schwarzen Spacefunk-Sound der 70er gelegt, allemal mehr George Clinton als Kraftwerk. An vielen Punkten durchaus auch vergleichbar mit Jimi Tenor, wenngleich nicht ganz so opulent wahnsinnig in Arrangement und Besetzung. Wer seine Sonntagnachmittage also vorzugsweise im silbernen Spacesuit verbringt, sollte einen Behandlungstermin mit "Doktor Futura" ins Auge fassen....


Harald Nies - Torodial Sequences

10.01.2012
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Stephan Schelle, Januar 2011: ...Auch das neueste Werk von Harald Nies, Torodial Sequences, kann wieder überzeugen. Ganz im Stile seiner vorangegangenen Alben hat er auch sein neues Werk konzipiert. Die E-Gitarre setzt er allerdings nur sporadisch und dezent ein. Eine schöne CD, wobei mich die Grundfrequenzen bei den drei Stücken doch etwas stören, da sie sich dominierend im Ohr festsetzen....


Harald Nies - Torodial Sequences

10.01.2012
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Uwe Sasse 1/2011: Harald Nies gehört auch zu den Musikern, deren CDs man eigentlich blind kaufen kann ;-)
Auf der -Turodial Sequences- gibt es wieder Spacerock vom feinsten. Super Sound, astreiner sauberer und feiner Klang ....das macht Spass. Alleine der Titel "Ring Of Creation" rechtfertigt schon zum Kauf. Echt klasse !!
Harald, setze ruhig öfter die Akustische Gitarre ein... das hört sich richtig gut an !...


Harald Nies - Spacejuggler

10.01.2012
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Sylvain: A little in the same spirit than Magnetic Deflection, Spacejuggler opens with a more symphonic
rock approach. The bass is easy going and undulating, on a mellotron synth with rhythm support
by good percussions. Guitar and synth are matching on flights and intertwining of harmonious
complicity. A solid start which depicts a more direct approach, on rhythms and melodies which
will hang throughout Harald Nies 4th opus.

Dual System is a beautiful title which makes the spleen runs in our veins. A beautiful intro with
light swirl on flowing bass. The tone becomes more freshen, playing between the rhythms of melodious
harmonies to reserve melancholy, on a beautiful dreamy synth. The guitar is heavy and amplifies this
atmosphere of nostalgia. Chaotic cymbals open Lights in third Eyes on a sensual and daring bass,
which a superb mellotron synth supports of a solitary tenderness. A beautiful part which moves with
an eclectic sensuality, without sustain rhythm, languorously with a captivating rise. Orange Temple
is closer of traditional Berlin School with its dubious loop effects which are coupled on a minimalism
tempo, with hardly perceptible oscillations. Synth emits fine continual trinkets which gallop on good
percussions, whereas melodious twists curve a rich sound universe which spreads out its mellotron
layers, forging a seizing cosmic depth.

Magma Chakra is the only floating title of Dual Systems. A musical piece with heavy atmospheres
and undulations, which stir up the dark oscillations of Michael Stearns Chronos.

Around the 7th minute spot, the atmospheres are wriggling to conclude in a soft and flexible tempo,
guided by beautiful synth with the melodious whistles, as to awake our stiff emotions. Magma Chakra
gains with each listening. More volatile than Dual System, Weightless Suite runs of the same nostalgia.
And the piano which drives in our dreams, with a romantic softness, visits the little rosy universe of
Suzanne Cianni. More percussive, the big organ of Organic Section brings us in a dark world, where
breaths of an infantile softness lull our senses. A bit like the very first Vangelis; the pitch is soft before
escaping by the lane of insistent percussions which open a cavalry rhythm on constant oscillations and
drones. A track full of artistic paradoxes which sails out on turbid but harmonious water, endow of superb
and very hooky synth solos.

It is under a heavy shower of chimes that Starrain fluctuates with tenderness. A title in two movements,
which is reforming on a suave tempo with beautiful sinuous guitar to intense and poignant solos.

If Magnetic Deflection pleased, Dual Systems (NOW called SPACEJUGGLER) will do it again for sure.
Harald Nies continuous it work undertaken on its 3rd opus, but with more audacity. His evolution is clear
(Orange Temple, Magma Chakra and Organic Section), testifying an increasing maturity and a taste to
develop a more complex music, but always by privileging an accessibility, an opening for a still tepid
public. A good album, with beautiful lucky finds....


Harald Nies - Space is everywhere

10.01.2012
global reviews
Stephan Schelle, musikzirkus-magazin.de:
Und wieder treibt es mit Harald Nies einen Gitarristen auf die Elektronikbühne. Harald
hatte Jahre über in verschiedenen Bands Krautrock und Südstaatenrock á la Molly Hatchet
gespielt. Dann kam eine Phase, in der er sich erst einmal von der Musik verabschiedete
um später die elektronische Musik für sich zu entdecken. In dieser Zeit widmete er sich vor
allem meditativer und esoterischer Musik, die er selbst aufnahm und die als CDRs erschienen
sind. Dann traf er Klaus Hoffmann-Hoock, den er aus alten, wilden Krautrocktagen her kannte,
und mit ihm jammte er einfach so aus Spaß. Klaus ermunterte ihn eine Soloscheibe
herauszubringen. Und die liegt jetzt mit Space Is Everywhere vor.

Zur Arbeitsweise von Harald ist zu sagen, dass er die Synthie- und Schlagzeugpassagen
nicht selbst eingespielt hat, vielmehr hat er sie Note für Note geschrieben und erfasst. Auf
den fertigen Soundspuren hat er dann die Gitarre live eingespielt. Diese Arbeitsweise führt aber
nicht zu einem Bruch in der Musik oder gar einem sterilen Klang. Die Songs sind sehr eingängig
und homogen.

Die CD beginnt mit dem Stück Allahs Dream ziemlich powervoll. Vorderasiatischer Flair verbindet
sich hier mit elektronischen und rockigen Elementen. Ein Track nicht nur für Elektronikpuristen.

Wer die Musik von Nautilus mag, der wird an dem längsten Titel der CD Cosmic Hurricane ebenfalls
seine Freude haben. Die Gitarren klingen streckenweise wie die von Werner Strätz. Da wird in dem
16-Minuten-Stück teilweise ganz schön abgerockt, echt geil. Dann kommen wieder tolle verträumte
Passagen in diesem sehr abwechslungsreichen Titel.

Bei Surreal India hat Klaus Hoffmann-Hoock mitgewirkt, ansonsten wurden die Titel der CD
komplett von Harald eingespielt. Geräuschsamples versetzen einen zu Beginn des Stückes in
eine indische Stadt. Ein monotoner Rhythmus gibt die ganze Zeit über den Takt an, darüber l
iegen Flächen. Lediglich die Sampleeinspielungen bringen einen Bezug zu Indien. Surreal ist eine
passende Bezeichnung für diesen mystischen teils monotonen Track. Für mich ist er allerdings
der schwächste der CD.

Wabernde Synthies und schöne Sequenzerloops hat der Track Hall Of Souls anfangs zu bieten,
dann bringen Schlagzeug, Synthielinie und E-Gitarre den Titel auf Hochtouren. Das soll heißen, dass
die Musik wieder sehr rockig angelegt ist. Nach einem etwas ruhigeren Mittelteil, in dem auch
Sequenzerloops á la Tangerine Dream zu hören sind, lässt Harald dann zum Ende so richtig die
Kuh fliegen (hatte ich den Ausdruck geil schon erwähnt?). Hall Of Souls ist ein toll durcharrangiertes
neunminütiges Stück, das keine Langeweile aufkommen lässt.

Im fünfminütigen Starcoupe lässt Harald es dann wieder etwas ruhiger angehen. Ein angenehm dahin
fließendes Stück, bei dem Harald seine E-Gitarre zunächst nur leicht streichelt und später etwas
druckvoller, aber immer noch im ruhigen Fahrwasser bleibend, bearbeitet. Das klingt so wie seinerzeit
von Gerd Lubos unter dem Projektnamen Strange Inside so hervorragend dargeboten. Hier dürften sich
die reinen Elektroniker eher wieder zuhause fühlen.

Perkussion und Synthieflächen eröffnen 3/4 Jam. Dieser Titel ist eher sphärisch, aber ohne Gitarre geht
es auch hier nicht. Moogilee ist ein sehr ruhiger leicht dahin fließender Titel, der wieder diese
Gitarrenpassagen, die wir von Nautilus her kennen, beinhaltet.

Insgesamt haben wir es hier mit einer CD aus dem Bereich der elektronischen Musik zu tun, die aber
gehörige Schnittpunkte zur Rockmusik aufweist. Für die einen wird es wieder zu elektronisch sein,
andere werden den Rockanteil zu hoch ansehen. Für meinen Geschmack bildet sich hier - wie auch
schon in anderen aktuellen Produktionen wie beispielsweise von Maxxess oder F.D. Project - eine
neue Spielart der Musik, die Elektronik und Rock verschmelzen lässt. Vielleicht ist das die richtige
Richtung, die neue Hörer bringt, damit beide Arten am Leben erhalten werden. Mir jedenfalls gefällt das....


Harald Nies - Restart from Sedna

10.01.2012
global reviews
Stephan Schelle, musikzirkus-magazin.de:
Harald Nies hatte in 2004 mit Space Is Everywhere€ ein sehr songorientiertes
Elektronikalbum vorgelegt. Nun kommt mit Restart From Sedna sein neuestes
Werk heraus. Vor dem letztjährigen Album hatte Harald auch
schon meditative Musik wie zum Beispiel auf Planet And Gongs veröffentlicht.

Mit dem fast 22minütigen Titelstück eröffnet die CD. Eine eingängige Melodie bestimmt
diesen sehr abwechslungsreichen Track, in dem Harald auch nicht lange mit dem
Einsatz seiner E-Gitarre wartet. Da gibt es sehr rockige Abschnitte, gefolgt von sehr
sphärisch ruhigen Passagen, die an seine Meditationsmusik erinnern. Immer tiefer
driften wir in diesen Zustand der inneren Ruhe, bis eine rhythmische Melodielinie aus
dem Off hervorkommt und uns erwachen lässt. Jetzt entwickelt sich der Titel durch
seine E-Gitarre in einen psychedelischen Part, der in einen Teil übergeht, der beste
Rockqualitäten der 70er in sich vereint. Spannend von der ersten bis zur letzten Minute.

Passing Blue Wheels kommt mit bombastischen Flächen und erzeugt eine ganz andere
Atmosphäre. Erst sanft dahin gleitend entführt uns eine schöne Melodielinie in weite Galaxien.
Aber auch hier darf Haralds Gitarre nicht fehlen. Mit Surf The Rings liegt ein flotter Song vor,
der absolut radiotauglich ist. Das Teil geht sofort ins Ohr und sorgt für gute Laune. Mit
Intermediate Landing wird es zwar ruhiger, aber der Titel steht den anderen Stücken in nichts
nach. Leichte floydige Anklänge sind in der Gitarrenarbeit auszumachen und sorgen für ein
angenehmes Feeling. Space Jam ist eine wilde Nummer, die mich unter anderem irgendwie
an den Krautrock der 70er Jahre Marke Can etc. erinnert. Man, was haut Harald da in die
Saiten, das ist schon klasse. Der Abschlusstrack Spiral Light holt uns dann erst einmal
wieder von diesem irren Trip runter und sorgt für einen entspannteren Blutdruck. Ein netter
Track mit Pianolinie und Flächen.

Restart From Sedna ist ein Grenzgänger, der Elemente von Elektronik, Ambient,
Psychedelic, Artrock, MelodicRock in sich vereinen kann. Mit seinem zweiten Werk ist
Harald ein prima Nachfolger seines Debüts gelungen....


Harald Nies - Planet of three Suns

10.01.2012
global reviews
Dave Dilliway: Harald Nies "Planet of three Suns" www.rockatspace.de Once again Harald Nies turns in a wonderful album of cosmic/space rock guitar,spacey synths, and a melodic feel that is quite similar to the best of Ashra and Mind over Matter.The overall feeling of the album is quite melodic and relaxed,though the first track is a driving slice of spacy synthrock,similar to some of Ashra's music,but with the drums and percussion quite far in the background,the foreground dominated by ostinato guitar figures and synth leads.Track three, Nightszene,showcases the album's dominant feel with its mellow synth background and layers of melodic spacy guitar,that have all the melodicism and feel of the best of Ashra and Mind over matter in their more reflective moments.Track Four, Arthors Dance,is a faster sequencer based piece,which has some elements of the "Berlin" style,but is more structured and contains yet more superb guitar playing, with soaring leads flying over the backing of sequences and synths.Track Five Moog is Rise Again is another sequencer based track,but with no guitars.Lead synth lines grace rippling arpeggios and a solid rythmic synth backing,evolving into majestic mid-eighties TD like chords and rippling synths.Track six features guitar again,and starts with ostinato guitar lines that gradually give way to layers of cosmic synths, the guitar surfacing from time to time to provide the rhythmic backbone of the music.Track eight,another highlight,takes us into symphonic synth territory,with majestic synyhs and plaintive electric guitar evolving halfway through into a "Vangelis"-like progression complete with a guitar melody and synth leads.This is the most melodic track on the album.Track nine is similar,though without guitar.The final track,Lydian Sun,is another laid-back,melodic musical excursion,with some very evocative synth leads,deep bass backing,minimal percussion,guitar leads,synth arpeggios,and an overall feel that brings to mind the melodicism of Vangelis and later Tangerine Dream without the saccharine(or saxaphone)excess that they were prone to during the late eighties.This is a great album which is as different again from Restart from Sedna(Krautrock) as that was from Planet and Gongs(space/cosmic),and sees Harald Nies exploring more melodic ground....


Harald Nies - Magnetic Deflection

10.01.2012
global reviews
Sylvain: ... Humm... falling in love with the BS. Hearing again those echotic loops, which cross time to
tickle our old memories. What a beautiful scenario! And what would you say if I tell you that
this sonorous text comes again from a German guitarist? As Manual Göttsching, Harald Nies
is an amateur of sound from synth and electronic guitar, from which he acquired certain bases
by no other one that Klaus Hoffmann Hoock, the brilliant Minds Over Matter?s guitarist and a
great sound engineer. Magnetic Deflection is its 3rd opus, a fairyland of throbbing loops and
sequences, whose vibrations carve our passion.

It?s quite a rock title that opens Magnetic Deflection. A short wavering intro, just before a
synth with a very Victorian melody, is inserted in the swirls of a spiral sequence that percussions
hammer at deep skin. A heavy sequence backed by a greedy which coo on a thick synth, with
parallel divisions, that such a tuneful piano following to trace. The unfolding of the sequences
and the synthesized lines is strength on Harald Nies, which can thus have control on his parts.
Here, on Magnetic Deflection he has fun pushing the infernal rhythm in corridors with explosive
sequences. Just like on Aqualin, another track with infernal rhythm, between rock, prog and
EM, on heavy and ceaseless swirl as well as desynchronized lines, arched with light
modulations in tonalities.

The bouncing rhythm of Lightconversation progresses on an undulating synth, which forms beautiful
harmonious segments, being amalgamated on a beautiful thematic melody. A superb guitar marries
melodiously this spiral lifting its tuneful lament on superb loops, like Ashra. Superb! Alpenglühen is
the pièce of résistance on Magnetic Deflection. Short an austere intro mould our emotions, while
introducing a hatched sequence which whirls with softness on a floating synth. A beautiful swelling
movement with multiple sequences, on rotary percussions. Acute, synth whistles beautiful solos
which fly over an increasingly nervous sequence, which is detached from its original corridor, to
multiply rhythmic opportunities. Hypnotic and bewitching, the synth multiplies the modulations,
under its loose tuneful sleeves until the guitar appears with aphrodisiacs loops that raise all the pileous
system of our body, and even beyond. The notes flocculate under sonorities of electronic harp and
Harfentanz lulls us in the mellotron structures of Richard Pinhas, East/West kind. Uncoupling it, the
chords gambol under sumptuous mellotrons and looping solos, a wonder.

After Aqualin, Harald Nies presents his more experimental side with Nebula Sources, a title which
sails between the ambient and the soft blues. Whereas OSC Trip is a slow procession, which starts
on a weak moderate tempo and beautiful flowing synth, to kiss the night territories of sweetish
atmospheres. Connection between stars and the ocean is amazing of authenticity on Between
Stars and Ocean. We hear many swirls from crystalline wave which turns towards the skies, to flood
thirsty stars.

I loved this Harald Nies 1st contact, Magnetic Deflection is an opus which tints and amalgamates
with wonder, progressive and electronic sonorities of the 70?s. A beautiful voyage in time, without
losing from ear, the more contemporary sonorities....


Harald Nies - Earthcreator

10.01.2012
global reviews
Sylvain Lupari, April 2010: ... Earthcreator is the album of change for Harald Nies. Sharply more ethereal and electronic than his previous works, Harald Nies built up his own sound identity, abandoning the tag of an emulator of Ashra and Mind Over Matter. On Earthcreator he shaped a more complex musical universe and richer in synthesized variations, demonstrating his hold on his direction and his artistic evolution. If Nies is less caustic and incisive, he became wiser and more poetic. He doesnt hesitate to exploit his introversion, which very often made the difference between a good album and a more complex and mature album where emotions feel in skin deep....


Harald Nies - Earthcreator

10.01.2012
global reviews
Stephan Schelle, 3/2010: Ja es stimmt wirklich, Harald hat mit Earthcreator sein bisher bestes Album an den Start gebracht. Wer melodische Elektronikmusik mag, der kommt mit dieser CD voll auf seine Kosten. Earthcreator ist eine CD, die noch oft ihre Runden in meinem Player drehen wird....


Harald Nies - Earthcreator

10.01.2012
global reviews
Kristian Persson / Sweden: Harald has developed and matured even more. He
certainly shows he is able to do everything ranging from ambient and
chill-out music, to a more progressive-rock oriented band-like feel
with a dash of 'Pink Floyd guitars'. I have all of Harald's albums in
my collection, and this one is, just like the press info says, one of
his best, right beside 'Cryptic Labyrinth' and 'Magnetic Deflection'.
Though, It has a deeper progressive feel to it and more guitars added
than any of his other releases, with perhaps the exception for
'Cryptic Labyrinth'. I personally like the first track 'Seven Features
In One Dream' the most. Mainly because of the "massive" use of guitars
in it, but also because it develops in a very dreamy way with melody
and structure that does it's job very well throughout. Another great
piece is 'Dividing Waters'. A track with long dreamy/atmospheric
sequences that builds this nicely done track in a lush way, and also a
track that shows Harald's more melodic side. This track wouldn't be
too far out of place somewhere on a mid 80's Planetarium CD. A rather
cinematic journey with a beautiful deep-space feel. A grand experience
to my ears! Then we have 'Interaction of Elements'. It's yet another
spacey and atmospheric journey with a beautiful deep space factor to
it. This shows especially in the beginning of the track as the
sequencing takes place in the background accompanied with the sounds
of flutes, and soon another sequence starts, just to add more depth
and emotion as the dreamy synth sounds progresses, and at the same
time takes you higher and higher. The other tracks are good as well,
but not as "complex" and beautiful as the above mentioned. So all in
all, this CD is a must-have for those who are familiar with Harald's
earlier works. As for the newcomers. Start with either this album or
'Cryptic Labyrinth' to get a feel what Nies music is all about. Either
way, this is top notch EM with a solid prog-rock flavor! Buy the CD
and stop Dreaming and start Daydreaming!. Recommended!
4 stars out of 5 from me! ]...


Harald Nies - Cryptic Labyrinth

10.01.2012
global reviews
Stephan Schelle 7/2009: ... Cryptic Labyrinth ist eine Scheibe, die mir sehr gut gefällt. Vor allem das mehr als 17minütige Titelstück
hat es mir angetan. Wer die bisherigen Alben von Harald Nies mag, der kann hier blind zuschlagen. Alle anderen,
die seine Musik nicht kennen aber auf spacige, melodische Elektronikmusik stehen, sollten die CD unbedingt
antesten....


Harald Nies - Cryptic Labyrinth

10.01.2012
global reviews
7/2009 Uwe Sasse: CDs von Harald Nies werden zum Pflichtkauf ...... Cryptic Labyrinth ist wirklich "allererste Sahne" ;-))
Hier spürt man wieder die Spiellaune von Harald. Die Produktion muss richtig Spass gemacht haben .
Hier ist richtig Rhytmus drin, da bleibt kein Bein ruhig , man muss im Rhytmus mitgehen. Es geht nicht anders...
Wie auch auf seiner vorherigen CD -Dual Systems-, stimmt die Balance zwischen EM und dem Gitarrenspiel
mal wieder perfekt. Wer diese klasse CD nicht hat, ist selbst schuld....


Harald Grosskopf - Synthesist 2

10.01.2012
global reviews
Stephan Schelle, November 2010: ... Harald Grosskopf hat auf Synthesist 2010 nicht einfach eine Kopie oder Fortsetzung seines erfolgreichen Debütalbums herausgebracht, vielmehr zeigt das neue Album einen modernen Musiker. Harald agiert bei den Stücken sehr rhythmusbetont und elektronisch und versetzt diesem Sound noch eine gehörige Portion Worldmusic. Das Ergebnis ist eine überaus hypnotisch, ekstatische Melange, der man sich nicht entziehen kann....


Harald Grosskopf - Synthesist 2

10.01.2012
global reviews
Sylvain Lupari gutsofdarkness.com & synth&sequences.com: Synthesist 2010 is a bomb! A heavy and powerful album, full of live and which spits decibels at the same speed as Grosskopf harpoons its percussions. Filled with rhythms fragmented by surprising permutations, it is an intense album which demonstrates all the sense of rhythms which lives in Harald Grosskopf as well as his affinities with samplings his sound samplings which teem of 2010 heterogeneous tones. To listen at high volume€¦if we can!...


Faber - Spaceseed

10.01.2012
global reviews
Stephan Schelle, Dezember 2009: Mitte des Jahres erschien beim deutschen MellowJet-Label das erste Album von Ronald Schmidt, der unter dem Namen Faber elektronische Musik macht. Nach Spacefish kommt im Herbst 2009 das zweite Album als CDR bei MellowJet raus, es heißt Spaceseed. Da scheint Herr Schmidt eine Reihe von ähnlich klingenden Titeln hinlegen zu wollen, mal sehen wie dann das nächste Album heißen wird. Aber so weit sind wir noch nicht, befassen wir uns lieber zunächst mit dem zweiten Silberling des Norddeutschen Elektronikers.



Computer Is The Sound heißt das Eröffnungsstück, das zunächst mit kräftigem, technischem Beat, einem Sound und einer Melodie aus den Boxen kommt, die mich unweigerlich an das Düsseldorfer Kraftwerk denken lässt. Während Kraftwerk seinerzeit etwas steril und technologisch an die Sache heranging, so haucht Faber diesem Klanggewand eine wärmere Komponente ein. Sobald der Gesang erklingt, der hier in verfremdeter Form dargeboten wird, wird es fast schon popartig. Die weitere Keyboardlinie erinnert mich dann an Andy Pickford. Durch diese gekonnte Mischung entsteht ein ganz eigener Klangkosmos, der um weitere Elemente ergänzt wird.

Autobahn By Night könnte vom Titel eine Hommage an Kraftwerks Autobahn sein, ist aber ganz anders angelegt. Zwar sind auch hier einige kleinere Anspielungen an die Düsseldorfer herauszuhören, aber das Stück kommt viel loungeartiger rüber und ist um experimentelle, jazzige Passagen ergänzt worden. Dazu hat Faber auch noch einige Samples eingebaut, die vorbei fahrende Autos darstellen. Machine Drum macht seinem Namen alle Ehre denn der Track stampft mit einem fast technoiden Beat voran. Hier kommen mir beispielsweise auch Mind~Flux in den Sinn, obwohl der Vergleich ein wenig hinkt. Machine Drum ist aber ein toller, hypnotischer Track, der mich sofort gefangen nimmt.

Symphonisch geht es mit Dreaming Planet weiter. Dieser sehr getragene Track kommt mit einer recht sanften Rhythmusstruktur aus und schwebt zwischen klassischer Elektronik und Bandprojekt (sehr schön sind die Bassläufe, die nach real gespielten Bass klingen). In diesem Stück wird so mancher Freund elektronischer Musik Anleihen zu mehreren Künstlern finden und doch hat er seine ganz eigene Stimmung. Look Into My Eyes reißt den Hörer aus der gerade noch verträumten Stimmung und schießt ihm einen technoiden Rhythmus an den Kopf, der mich an Electropop und 80er Jahre-Elektronik erinnert und kombiniert dies mit einer sehr schönen Melodie, bei der ich wieder an Andy Pickford denken muss.

Das Titelstück ist wieder so eine hypnotische Nummer, die durch in den Hintergrund gestellte Mellotron-Sounds etwas Retrofeeling aufkommen und mich fliegen lässt. Happy New World ist ein fröhlich, rhythmischer Track, bei dem die Rhythmusbögen durch die Luft fliegen und von einer eingehenden Melodie getragen werden (einige Passagen erinnern mich hier an das Yellow Magic Orchestra), kindliche, verfremdete Stimmen kommen in Children Of The Universe zum Einsatz, allerdings überzeugt mich hier die Musik nicht wirklich, da sie etwas überlagert und einfach scheint. Für mich der einzige Schwachpunkt des Albums.

Mit Mister Commodore, das eine Anspielung auf den Computerklassiker C64 von Commodore, darzustellen scheint, kommen retromäßige Sounds aus den Boxen, die etwas Nostalgie verbreiten, denn hier klingt der Sound wirklich so, als ob er aus dem alten Brotkasten käme. Eine lustige Idee, zu der auch die Melodie hervorragend passt. Nach diesem nostalgischen Trip geht es in Dreamstars wieder klanglich auf höchstem Niveau weiter. Hier klingt Faber als ob er sich der Niederländischen Schule zugewandt hätte, denn streckenweise hat das was von Ron Boots & Co. Das Ganze garniert er noch mit einer traumhaft schönen Melodie. Den Abschluss bildet dann Vangelis Planet. Hier lasse ich mal offen, wo nach das Stück klingt, ist ja nicht so schwer zu raten.

Faber macht mit Spaceseed da weiter, wo er mit seinem Debüt aufgehört hat. Sein Zweitling ist ein sehr schönes, abwechslungsreiches Album, auf dem so manche Stilarten der traditionellen Elektronik zu Tage treten und doch zu einem eigenen Sound zusammengefügt werden. Wer traditionelle Elektronikmusik mag und auch mal einen ordentlichen Rhythmus vertragen kann, der liegt mit diesem Album richtig....


Faber - Spacefish

10.01.2012
global reviews
Stephan Schelle, Juni 2009: Faber ist für mich ein neuer Name in der Elektronikmusik. Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich der aus Norddeutschland stammende Musiker Ronald Schmidt. Auch wenn Spacefish für mich der erste Kontakt zu seiner Musik ist, so macht Ronald doch schon lange Musik. Begonnen hat er bereits Anfang der 70er mit Akkordeon- und Hammondorgel-Unterricht. Nachdem er 1972 durch Stücke von Wendy Carlos und Tomita die elektronische Musik für sich entdeckte, hat er sich in den Folgejahren ein eigenes Studio mit elektronischem Equipment aufgebaut, das sich heute hauptsächlich Softwarebasiert darstellt.



Neun Tracks stellt uns Faber auf seiner CD vor, deren Laufzeiten zwischen 3:53 und 14:00 Minuten liegen. Als Vorbilder dienen ihm große Namen wie Tangerine Dream, Mike Oldfield, Klaus Schulze und Wendy Carlos.

Eröffnet wird die CD mit dem Stück Tangerine Sky, dass natürlich auch einen gewissen Bezug zur Berliner Legende Tangerine Dream aufweist. Aber der Track bietet wesentlich mehr. Die Melodiebögen und perlenden Synthies erinnern mich beispielsweise an Strange Inside. So richtig spacig ist das zwar nicht, dafür besticht dieser Track durch eine wunderbare, eingehende Melodie. Gleich mit diesem Opener zieht mich Faber auf seine Seite und hat quasi schon gewonnen, wenn er diese Qualität aufrechterhalten kann.

Als zweites folgt das mit 14 Minuten längste Stück der CD, Trancesphere X, und in diesem wird es auch recht spacig. Die Flächen und Akkorde, die zu Beginn erklingen ziehen einen in die Weiten des Alls. Nach einem ca. zweiminütigen Vorspiel kommen die ersten Harmonien, zu denen sich dann im Verlauf auch noch rhythmische Strukturen gesellen. Ein abwechslungsreicher Trip durch die unterschiedlichen Sphären, der mir ebenfalls gut mundet.

In Bell In The Dark kommen neue elektronische Klänge in Fabers Musik. Hier klingt es u. a. nach elektronisch erzeugter Akustikgitarre. Dazu arrangiert Faber, dem Titel entsprechend, noch helle Glockenklänge. Der Track entwickelt sich zu einem recht hymnischen Stück. Im Titelstück nimmt uns Faber dann mit auf die gemächliche Reise in seinem Spacefish. Wir ziehen unsere Kreise durch ferne Sternenbilder und unbekannte Planeten. Der Rhythmus steht im Vordergrund bei Return Of The Space Cowboy, um Jarre-mäßig in Mare Tranquilitas wieder ins All zu schweben und mit verträumt und perlenden Synthies geht es dann zu Solaris. Bei Rhodos wird es dann etwas mediterran mit recht hymnischen Synthiemotiven. Mit The Beginnig endet die CD. Ist das wirklich der richtige Name für einen Abschlusstitel? Vielleicht will Faber ja auch nur dezent darauf hinweisen, dass er zukünftig mit weiteren Veröffentlichungen aufwarten wird, was zu wünschen wäre.

Faber ist mit Spacefish ein wirklich gutes Album gelungen, bei dem er ein ums andere Mal seine Vorbilder durchblicken lässt, ohne sie zu kopieren. Vielmehr macht er aus den unterschiedlichen Zutaten ein wohlschmeckendes neues Gericht. Wer auf melodischer Elektronikmusik steht, der kommt hier in jedem Fall auf seine Kosten. Unbedingt antesten!!!...


Exposed - outside the cube

10.01.2012
global reviews
Stephan Schelle, 2007 musikzirkus-magazin.de: [... Zu den ersten Neuveröffentlichungen des MellowJet Labels gehören neben Elektrohandel auch die beiden CDRs von Exposed, die zeitgleich herauskommen. Aus diesem Grund befasst sich die Rezension mit beiden Scheiben.
Hinter Exposed verbirgt sich der Bochumer Karl-Heinz Reiers, der bisher noch nicht in der Elektronikszene hervorgetreten ist. Dies ist vor allem deshalb beachtlich, weil er im stillen Kämmerlein seit Jahren Musik macht. Dem neuen Label von Bernd Moonbooter Scholl ließ er einige Demos zukommen, die zunächst noch keine große Beachtung fanden. Durch ein beiläufiges Gespräch mit einem anderen Elektroniker, der Karl-Heinz kannte, stellte Bernd einen Kontakt her, der ihm dann quasi die gesammelten Werke von Karl-Heinz Reiers bescherte. Und das war nicht wenig. Bernd konnte aber für das Mastering leider nicht alle Stücke verwenden, da viel Material nur als MP3 zur Verfügung stand und die Originalaufnahmen nicht mehr vorhanden sind. Es ist ihm aber gelungen durch das Mastering einen glasklaren Sound zu produzieren, somit ist das Material auf soundtechnisch höchstem Stand.
Aus dem umfangreichen Material stellte Bernd die Stücke für die beiden CDRs Inside The Cube und Outside The Cube zusammen. Nun liegen beide Alben vor und ich frage mich, warum sich Karl-Heinz Reiers bisher im Verborgenen gehalten hat, denn die Musik von ihm ist es wirklich Wert, veröffentlicht zu werden.
Gleich das Eröffnungsstück von Outside The Cube klingt, als sei es einem Album von Brainwork entnommen. Diese glasklaren Sounds und herrlichen Melodien kennen wir sonst nur von Uwe Saher (Brainwork). Aber auch andere Acts der Elektronik blicken an so mancher Stelle des Albums durch. So ist beispielsweise Maare Imbrium für mich eine Mischung aus Brainwork und Software. Und als nächstes überrascht The Eagles Flight durch einen Gitarrensound, wie man ihn von Pink Floyds Echoes her kennt, auf denen Exposed dann herrliche Flächen schweben lässt. Rhythmussequenzen wie von Ron Boots bietet er dann bei Stardust und bei Behind The Other Side kommt mir John Dyson in den Sinn. Aber auch die Berliner Schule blitzt an der ein oder anderen Stelle durch.
Inside The Cube steht dem in nichts nach. Auch auf dieser CDR findet sich ein Füllhorn an Melodien und Sounds. In Dreamzone, dem zweiten Track der CD bietet Exposed eine tolle Rhythmussequenz gespickt mit herrlichen Flächen und einer eingängigen Pianolinie. Ganz einfach gestrickt, aber klasse gemacht. Manchmal sind ja die einfachen Dinge die besten. Bei Stargazer höre ich eine Mixtur aus Ron Boots und Alan Parsons heraus. Auch bei Orbital Running mache ich einige Sounds aus, die mich an Alan Parsons erinnern. The Cube ist ein Beispiel dafür, wie genial man Rhythmussequenzen, Perkussion und Melodielinien zu einem frischen Elektronikinstrumental mischen kann. Das macht einfach nur Spaß.
Man kann eigentlich keines der beiden Alben besonders hervorheben. Beide bestechen durch mitreißende Rhythmen und wunderschöne Melodien, die unter die Haut gehen. Auch gibt es keinen Titel der aus den Produktionen hervorsticht, denn alle Tracks sind für sich gesehen von gleicher, hoher Qualität.
Exposed ist ein Name, den man sich merken muss. Da ist MellowJet Records eine wirkliche Entdeckung gelungen. Freunde guter elektronischer Instrumentalmusik kommen hier voll auf ihre Kosten. Beide Alben sind eine absolute Kaufempfehlung, denn sie gehören mit zum Besten, was ich dieses Jahr in dem Bereich gehört habe. Exposed ist für mich die Neuentdeckung dieses Jahres....


Exposed - outside the cube

10.01.2012
global reviews
Uwe Sasse: Wow , mit Exposed (Karl-Heinz Reiers) hat sich unser lieber Moonbooter einen Diamanten zu seinem Label "Mellowjet" geholt. Oft muss man eine CD zwei bis dreimal hören , aber Inside und Outside haben mich von Anfang an restlos überzeugt !! Das ist wirklich ausgereifte EM mit allen Elementen , was gute Elektronische Musik so braucht. Egal ob mehr Power oder auch Melodien zum Träumen , diese beiden CDs lassen sich in einem Guss wunderbar hören . Super Klang , echt "Saustarke" Musik .... Herz, was willste mehr ?! .... noch mehr Musik von Exposed :-))
Da kann ich kaum eine detailierte Beschreibung zu geben ;-) Beide CDs sind wirklich überzeugend und gehören zusammen ... von daher : gleich beide Bestellen !!! Absolute Kaufempfehlung , es lohnt sich...


Exposed - outside the cube

10.01.2012
global reviews
Sylvain Lupari www.gutsofdarkness.com: Melodious intro with neurotic chords, Outside opens this 2nd collection of Exposed music on a lighter note, a ballade which scintillates on fine bass lines. Raindance is rather contrasting with its more contemporary sonority. The rhythm is light and remains within the limits of a sober EM. It is in suspended spiral that Maare Imbrium opens. Sonority is limpid and its hypnotic movement oscillates in the harmonious limbs of Software. A beautiful floating title which is followed by the heavy The Eagles Flight, where the sequence bass is corrosive on a hyper vaporous synthesized structure. The ambiance is delicious, because we float on a metallized heaviness which refuses to take off.
Outside The Cube is detaching with a more avant-gardism music. More daring and impetuous, like astonishing Stardust which revolves in a universe of electronic gravity, intoxicate of eclectic sound elements, as we use to feel on the beautiful time of Mergener-Weisser. Moreover the print of Software emerges even more on pieces like Between the Lights and Mothertrack 2, the first one being heavily delicious. Whereas titles like Behind the Other Side, Silent Imagination and Simple Track show lightness posted on Inside The Cube, with a more galloping and bass sequences in addition.
After a Native which has a hypno Kraftwerk tempo, Dead of Star encloses with the longest title of the first 2 works of K.H.Reirs. Wind, in an interstellar desert, crossed of a line soft and scintillating which undulates with charm. Very atmospheric, a soft keyboard comes to aromatize this lifelessness of a lullaby for dreamer, for those who sleep whitin stars. As far as Im concern, Outside The Cube shows more the creative talent of Exposed than Inside The Cube. K.H.Reirs succeed its daring bet by offering 14 musical tracks which are blending easily, without resembling necessarily too much. An important nuance which gives the impression to approach different musical structures on a rather corrosive bass lines. Thus, iots a good cd, with more originality and which will please the fans of Software, Mergener-Weisser and undoubtedly Jean Michel Jarre....


Exposed - inside the cube

10.01.2012
global reviews
Sylvain Lupari www.gutsofdarkness.com: Living in the Past, for a title that looks very Jarrian, which touch lightly the electronic magic of the superb Thierry Fervants Universe, while passing by the fluids melodies of Michael Garrison as well as the gothic stridencies of the analog era. To any EM fans of this last analog school of mid 70s and early 80s, K.H.Reirs worths amply that we consider his 2 new first opuses, out of the new German label MellowJet Records.
Each of them is a compilation of 14 tracks, written during the last years and which reflect the taste of the German synthesist for a libertine music with fluid sequences on steady rhythms, though we might find few atmospheric moments.
Living in the Past opens on a series of undulating arpeggios, which float on a misty harmony of weak cosmic choruses. The melody contracts on a nervous sequencer, with bass and semi heavy lines. A hooky title that oscillates on beautiful sequences and atmospheric spaces with a constant tempo. The play of keyboard and the arpeggios that flow of it are both dreamy and melancholic and sound so much like Vangelis. Dreamzone offers a rhythm as we find on Jarres Magnetic Fields. The nuances are sober on a whistling synth. A beautiful cadence melody, with a Vangelis piano touch, on a Jarre musical structure. After Stargazer with its dynamic hypno tempo, we enter in the soft melody room of Exposed with very the suave The Dark Zone which presents a universe of greyness. Orbital Running is crossing the soft rhythm and the soft melody, just like The Cube, which deviates on a more corrosive tempo. With its chords circling of intensity and its screeching synth, Nexos shows the influence of regretted Michael Garrison on the music of Exposed. A beautiful track with sound glares disperse in a flexible synthesized universe.
Exposed does not offer anything really new on this first work. Its structures of compositions are very similar each other and show its very analog influences, as on Altair-Gamma, Deep Space and the very beautiful Nightflyer. Mothership and Circle are alone on this opus with more complex presentations which combine atmospheric ambiances with overlapping sequences, testifying to a thorough research. Exposeds Inside The Cube is a good opus of EM. Far from a scouring originality, K.H.Reirs seems wanting to present its influences, while being restrict in a plagiarist mould which has the merit to be interesting. Thus an album without claim, which we listen to extremely well and which is also a good introduction to the very good Outside The Cube....


Exposed - inside the cube

10.01.2012
global reviews
Uwe Sasse home.arcor.de/uwesasse: ... Wow , mit Exposed (Karl-Heinz Reiers) hat sich unser lieber Moonbooter einen Diamanten zu seinem Label "Mellowjet" geholt. Oft muss man eine CD zwei bis dreimal hören , aber Inside und Outside haben mich von Anfang an restlos überzeugt !! Das ist wirklich ausgereifte EM mit allen Elementen , was gute Elektronische Musik so braucht. Egal ob mehr Power oder auch Melodien zum Träumen , diese beiden CDs lassen sich in einem Guss wunderbar hören . Super Klang , echt "Saustarke" Musik .... Herz, was willste mehr ?! .... noch mehr Musik von Exposed :-))...


Exposed - inside the cube

10.01.2012
global reviews
Stephan Schelle, 2007 musikzirkus-magazin.de: ... Zu den ersten Neuveröffentlichungen des MellowJet Labels gehören neben Elektrohandel auch die beiden CDRs von Exposed, die zeitgleich herauskommen. Aus diesem Grund befasst sich die Rezension mit beiden Scheiben.
Hinter Exposed verbirgt sich der Bochumer Karl-Heinz Reiers, der bisher noch nicht in der Elektronikszene hervorgetreten ist. Dies ist vor allem deshalb beachtlich, weil er im stillen Kämmerlein seit Jahren Musik macht. Dem neuen Label von Bernd Moonbooter Scholl ließ er einige Demos zukommen, die zunächst noch keine große Beachtung fanden. Durch ein beiläufiges Gespräch mit einem anderen Elektroniker, der Karl-Heinz kannte, stellte Bernd einen Kontakt her, der ihm dann quasi die gesammelten Werke von Karl-Heinz Reiers bescherte. Und das war nicht wenig. Bernd konnte aber für das Mastering leider nicht alle Stücke verwenden, da viel Material nur als MP3 zur Verfügung stand und die Originalaufnahmen nicht mehr vorhanden sind. Es ist ihm aber gelungen durch das Mastering einen glasklaren Sound zu produzieren, somit ist das Material auf soundtechnisch höchstem Stand.
Aus dem umfangreichen Material stellte Bernd die Stücke für die beiden CDRs Inside The Cube und Outside The Cube zusammen. Nun liegen beide Alben vor und ich frage mich, warum sich Karl-Heinz Reiers bisher im Verborgenen gehalten hat, denn die Musik von ihm ist es wirklich Wert, veröffentlicht zu werden.
Gleich das Eröffnungsstück von Outside The Cube klingt, als sei es einem Album von Brainwork entnommen. Diese glasklaren Sounds und herrlichen Melodien kennen wir sonst nur von Uwe Saher (Brainwork). Aber auch andere Acts der Elektronik blicken an so mancher Stelle des Albums durch. So ist beispielsweise Maare Imbrium für mich eine Mischung aus Brainwork und Software. Und als nächstes überrascht The Eagles Flight durch einen Gitarrensound, wie man ihn von Pink Floyds Echoes her kennt, auf denen Exposed dann herrliche Flächen schweben lässt. Rhythmussequenzen wie von Ron Boots bietet er dann bei Stardust und bei Behind The Other Side kommt mir John Dyson in den Sinn. Aber auch die Berliner Schule blitzt an der ein oder anderen Stelle durch.
Inside The Cube steht dem in nichts nach. Auch auf dieser CDR findet sich ein Füllhorn an Melodien und Sounds. In Dreamzone, dem zweiten Track der CD bietet Exposed eine tolle Rhythmussequenz gespickt mit herrlichen Flächen und einer eingängigen Pianolinie. Ganz einfach gestrickt, aber klasse gemacht. Manchmal sind ja die einfachen Dinge die besten. Bei Stargazer höre ich eine Mixtur aus Ron Boots und Alan Parsons heraus. Auch bei Orbital Running mache ich einige Sounds aus, die mich an Alan Parsons erinnern. The Cube ist ein Beispiel dafür, wie genial man Rhythmussequenzen, Perkussion und Melodielinien zu einem frischen Elektronikinstrumental mischen kann. Das macht einfach nur Spaß.
Man kann eigentlich keines der beiden Alben besonders hervorheben. Beide bestechen durch mitreißende Rhythmen und wunderschöne Melodien, die unter die Haut gehen. Auch gibt es keinen Titel der aus den Produktionen hervorsticht, denn alle Tracks sind für sich gesehen von gleicher, hoher Qualität.
Exposed ist ein Name, den man sich merken muss. Da ist MellowJet Records eine wirkliche Entdeckung gelungen. Freunde guter elektronischer Instrumentalmusik kommen hier voll auf ihre Kosten. Beide Alben sind eine absolute Kaufempfehlung, denn sie gehören mit zum Besten, was ich dieses Jahr in dem Bereich gehört habe. Exposed ist für mich die Neuentdeckung dieses Jahres....


Exposed - inside the cube

10.01.2012
global reviews
October 2007 Glenn Folkvord, Swden: From the new German electronic music label MellowJet (formed in May 2007) comes Exposed's album Inside the Cube, an 11-track 74-minute album which offers classic melodic spaceotronica.
Most of the tracks are based on rolling arpeggios and sequencers that support melodic themes, space chords and spacey drums. Some tracks remind me of old mp3.com artists such as Fin or Mike Andrews (who, in their turn, were influenced by Jarre and Vangelis), and some tracks are somewhat in the direction of Laserdance, with simple sequencers running behind melodic themes. Occasisonally the sequencers take a Berlin School approach. The general sound palette is relatively limited in my ears, as the sound is a little thin and a little low in the bass regions, reminding me sometimes of Syntech, and even old Amiga tracker songs. At the same time, the sound is also clear, clean, neatly mixed and not too crowded.
Halfway through the album, I have already seen a pattern, and that is that low to mid-tempo tracks work better than uptempo tracks in terms of melodies and compositional structures. The bouncy and juicy The Cube is an example of the former, and it is followed by the almost Berlin School-sounding (and thus faster) Nexos, where the song structure is weaker. The same is the case for the next song, the speedy Altair-Gamma, which has many nice moments, but ultimately the song itself is less interesting than the sum of it's moments. This is the case with several tracks. One exception to this rule is the final track, Spacenight, which has a nice trancey rhythm (and better bass levels) but then again, it's a remix made by Moonbooter.
The album is at it's best when it goes into mid-tempo bubbly, bouncy territory with tracks such as Circle and Orbital Running, of which the latter is the strongest track on the album. These types of tracks display finer composition skills and have better melodies, and make up about half the album. The album as a hole would thus have benefitted from fewer tracks. Still, there are enough good tracks to justify the album from a musical perspective. Artistically, I feel the album is lacking some depth or concept or personality. Titles such as Stargazer, The Dark Sun and Mothership suggest some kind of outer space or science fiction link, but this is not communicated well enough in the music itself for me to "connect" intimately to the music.
Inside the Cube is a very electronic sounding album without any guitars, human voices, ethnic samples or flutes, so to some people it may sound a little too clinical, but to me it's refreshing in the sense that it's not another cheap attempt at making "organic music". The album will probably appeal to those who like Koto or any of the above mentioned artists....


Exposed - DiveMaster 08

10.01.2012
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Sylvain Lupari Guts Of Darkness www.gutsofdarkness.com: Divemaster 08 est emblématique du nouveau label Allemand MellowJet Records; une MÉ dynamique, libre de toute contrainte qui embrasse une diversité intemporelle sans frontières musicales. Si Inside et Outside the Cube étaient des compilations de titres inédits, ce nouvel opus de Exposed (K.H.Reiers) est un remixe dune 1ière parution (Divemaster) avec 6 nouveaux titres et une durée additionnelle de 30 minutes. Un opus dune grande diversité qui est sans doute le reflet dune multitude dinfluences de Exposed. Anticipation ouvre cette dernière création de K.H.Reiers avec une approche atmosphérique bigarrée. De beaux échantillonnages vocaux, aux effluves de sirènes galactiques, sur une séquence cristalline qui fraye dans un cosmos brumeux avant dopter pour un tempo délicat, léger et accrocheur. Une approche très TD années 80. Journey est plus agressif avec des séquences bouillonnantes et nerveuses sur un rythme circulaire, lourd qui croisse sur de multiples solos de synthé. Plus délicat, avec de fines séquences sautillantes, Encounter roule sur un beat sensuel avec un clavier nostalgique qui ressemble aux trames sonores des films Français des années 70. Un beau titre mélancolique, gratifié dun beau solo de synthé. Avec son rythme torsadé sur de fines cymbales et son synthé qui ourle sur une structure exploratoire Strenght évolue dans les sphères très analogues des années rétro. Child est une autre perle sur Divemaster 08. Séquences zigzagantes, à la sonorité xylophonée, sur un mouvement fluide et hésitant, Child est un titre accrocheur avec de belles séquences titubantes et un beau synthé mélodieux aux refrains lyriques. Après un Setback qui se moule en harmonies à Child, Descent offre une structure séquentielle ondulante et rapide sur un beat qui vrille, comme une descente dans un trou cosmique. Life propose une ambiance jazzy lounge galactique. Un titre entre les aromes de Blade Runner et le style club de Namlook, avec une belle ligne de basse sensuelle et un clavier romantique. Tout en contraste Joy fourmille de séquences lourdes et névrotiques, dignes de Jarre sur Magnetic Fields, alors que Change nous propose un titre sombre sur grosse orgue et choeurs fantomatique à la Jim Kirkwood. Avec son rythme haletant, truffé dinterludes synthétisés, Equal est un carbone des œuvres contrastantes de Baffo Banfi, alors que Rise trempe dans une ambiance romantique à la Legend de TD, mais avec une approche plus acoustique. Un superbe titre qui vaut ses 6 minutes. Poursuivant son introspection des courants musicaux analogues, Aspiration propose un titre aux harmonies qui rappelle Space Art et les premiers mouvements séquencés analogues, tout comme sur Riot et Return qui conclut sur une douce approche atmosphérique à la Jean Michel Jarre. Divemaster 08 est un pur divertissement musical pour les amateurs dune MÉ séquencée des années analogues. Un album étonnamment varié qui complète à merveille Inside et Outside the Cube. (vendredi 11 avril 2008)...


Exposed - DiveMaster 08

10.01.2012
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Sylvain Lupari Guts Of Darkness www.gutsofdarkness.com: Divemaster 08 is emblematic to new German label MellowJet Records; dynamic EM, free of all constraint which embraces a timeless diversity without musical borders. If Inside and Outside the Cube were compilations of new titles, this new opus of Exposed (K.H.Reiers) is a remix of a 1st release (Divemaster) with 6 new titles and 30 minute an additional music. An opus of a great diversity, which is undoubtedly the reflection of a multitude of influences on Exposed musical approach.

Anticipation opens this last creation of K.H.Reiers with a variegated atmospheric approach. Beautiful vocal samplings, to galactic sirens exhalations, on a crystalline sequence which clear in a misty cosmos before choosing a delicate, light and hooking tempo. A very TD approach of the 80s. Journey is more aggressive with bubbling and nervous sequences on circular, heavy rhythm which grows on multiple synth solos. More delicate, with fine hopping sequences, Encounter rolls on a sensual beat with a nostalgic keyboard which recalls those 70s French nostalgic soundboard. A beautiful melancholic track with great synth works. With its twisted rhythm on fine cymbals and its synth that hem on an exploratory structure, Strenght evolves in the very analog spheres of the retro years.

Child is another pearl on Divemaster 08. Zigzagging sequences, with xylophonic sonority, on a fluid and hesitant movement, Child is a catchy track with its sweet staggering sequences and its melodious synth with beautiful lyric refrains. After Setback which is moulding in harmony with Child, Descent offers an undulating and fast sequential structure on a spiral beat, like a descent in a cosmic hole. Life proposes a galactic jazzy lounge ambiance. A title between the aromas of Blade Runner and the style club of Namlook, with a beautiful sensual bass line and a romantic keyboard.

All in contrasts Joy swarms on heavy and nevrotic sequences, worthy of Jarre on Magnetic Fields, whereas Change proposes us a dark title on a big ghostly organ and choruses that smells like Jim Kirkwood. With its panting rhythm, stiff of synthesized interludes, Equal is a carbon of the contrasting works of Baffo Banfi, whereas Rise soaks in a romantic ambiance, as TDs Legend, but with a more acoustic approach. A superb title which is worth its 6 minutes. Continuing its introspection of the analog musical currents, Aspiration proposes a title with the harmonies that points out Space Art and the first sequence analog movements, as well on Riot and Return which concludes on a soft Jarre atmospheric approach.

Divemaster 08 is a pure musical entertainment for fans of sequence and analog EM. A surprisingly varied album which completes with wonder Exposeds Inside and Outside the Cube....


Exposed - DiveMaster 08

10.01.2012
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Stephan Schelle, 2008 musikzirkus-magazin.de: ... Das durch Synthiesounds, bei denen auch Akustikgitarrenklänge beigemischt sind, weite Klangflächen öffnende Rise, geht durch den ganzen Körper und sorgt für eine angenehme, relaxte Stimmung. Und Aspiration hat eine kleine Portion von Elektronikpop, da Instrumentierung und Melodie wieder sofort ins Ohr gehen und daher sehr radiotauglich sind. Mit Return entlässt uns dann Exposed alias Karl-Heinz Reiers aus seinem sehr harmonischen Album.
Karl-Heinz vereint auf seinem neuesten Werk auch wieder eine ganze Reihe an sehr schönen Melodien, die sofort ins Ohr gehen. Auch diese CD €“ selbst wenn sie nicht ganz an die beiden ersten heranreicht €“ ist für die Freunde melodischer Elektronikmusik bestens geeignet. Nicht umsonst prangt auf dem Cover die Genrebezeichnung harmonic EM. Eine CD, die man auch gut im Auto, während einer sonnigen Landpartie hören kann....


Exposed - DiveMaster 08

10.01.2012
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Dave Law, April 2008 www.synthmusicdirect.com: Reverberating tones then strange sampled vocals provide quite a spooky start to 'Anticipation'. An excellent sequence momentarily materialises then fades away. A new quite robust sequence takes over then a two note melodic motif hangs in the air before echoing into the distance. An exquisite lead line shines above the rhythms and pulsations like sunlight refracted through a crystal. What a lovely start. An incredibly rapid sequence gets 'Journey' underway. Unbelievably an even faster one falls into formation with the first. A devastating rhythm then adds to the wonderful mayhem. 'Encounter' calms things down a little as little water droplet type notes gently drip from the speakers. A steady rhythm and soft pads take things forward then a lovely lead line sooths the senses still further. A second lead adds extra bite as its laser sharp melody flashes forth. Rapid sequences return for 'Strength' as yet another searing lead line solos above the pulsations. There is something of a Michael Garrison feel to proceedings. Subtle it ain't but excellent nevertheless. 'Child' has a suitably bright and playful melody which is complimented well by a steady rhythm and contrasting, almost melancholy lead line. A really lovely track. 'Setback' actually isn't too dissimilar in mood to the previous number but this time lead duties are provided by virtual guitar and very effective it is too. Sequences are cranked up a further gear on 'Descent', spewing way too many pulsations to count. The lead lines are in marked contrast however being slow and thoughtful, some excellent sounds being chosen. 'Life' is initially completely devoid of structure, just soft pads floating into the distance but eventually a slow cool relaxed rhythm enters along with an equally as blissed out meandering lead. Just chill out. 'Joy'returns us to helter-skelter sequencing and flashing leads. It is well titled, as it was so full of energy and happiness. There was even a little Jarre in there I think. Gregorian Chants get 'Change' underway and as they depart the inevitable sequence takes centre stage. The gothic feeling is emphasised by organ then female wordless vocal pads. What a wonderful piece. Not for the first time I thought of some of Ian Boddy's earlier pre DiN works. 'Equal' is another real belter, notes coming thick and fast. 'Rise' is completely different as an excellent acoustic guitar melody soars above gentle melodic synth backing. What a wonderfully gorgeous track and a welcome contrast to the rest of the album. 'Aspiration' returns us to bubbling sequences but the stunning quality of the melodies is, if anything, even better than on the previous number - Ultravox or OMD without the vocals maybe! Whatever the comparison, it is quite exceptional. 'Riot' is as playful as 'Child'- but faster in the sequence department- and those lead lines- anthemic or what! Bet it would be brilliant live. 'Return' is very different, certainly the moodiest track on the album. The pace quickens at around the half way mark but there is still a feeling of restraint found on very few others tracks here. Maybe it's the artist's way of proving to us that he can also turn his hand to subtle.
If exciting melodic sequencer driven music is your thing then you really must try this out. All the tracks are in three to six minute range and tightly composed. It is an ideal demonstration of how sequences can be used outside the Berlin School setting but still pack quite a punch. Exposed is a new name to me and one of my own personal favourite discoveries this year....


Erez Yaary - Synergos (EP)

09.01.2012
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Stephan Schelle, April 2008: Im letzten Jahr hat MellowJet Records zwei CDRs des israelischen Elektronikmusikers Erez Yaary veröffentlicht und Anfang 2008 kommt mit Synergos sein neuestes Werk, das im Jahr 2007 entstanden ist, ebenfalls bei MelloJet heraus.

Bestanden die bisherigen Alben aus mehreren Stücken, so bietet Synergos einen einzigen Track, der es auf insgesamt 39:27 Minuten Spielzeit bringt. Das Stück ist ein langer, sich langsam entwickelnder, fließender Elektroniktrack, der auf einer Sequenz beruht, die sich über die volle Länge erstreckt.




Erez sagt selbst über seine CD: Dies ist mein anspruchsvollstes Werk, eine einzige Sequenz von 40 Minuten zu komponieren und produzieren, in dem ein externer Sequenzer alle poly-rhythmischen Schritte verwaltete während der interne Sequenzer die längeren musikalischen Einsätze bearbeitete.

Ähnlich den Stücken von Keller & Schönwälder ist das Synergos aufgebaut. Die Grundmelodien, die sich an einigen Stellen in den Vordergrund heben, bestehen dabei aus einer Mixtur unterschiedlicher Stile, darunter ist u. a. auch der Stil von Jean Michel Jarre auszumachen. Aber auch klassische Elemente, wie zum Beispiel Pianoparts oder Flächenumflutete Strecken finden sich in dem Longplayer.

Erez Yaary ist wieder ein tolles Sequenzer orientiertes Album gelungen, das in jeder Phase spannend ist. Erez hat dabei das Stück mit unterschiedlichen Melodien bestückt und wechselt im Verlauf die Struktur. Ein empfehlenswertes Album für alle Freunde der melodischen Elektronikmusik....


Erez Yaary - Retrospective

09.01.2012
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Stephan Schelle, März 2011: Der aus Israel stammende Erez Yaary ist vor einiger Zeit beim deutschen Label MellowJet Records untergekommen. Seither wird auch älteres Material des Elektronikmusikers wiederveröffentlicht. Retrospective ist eine Zusammenstellung älteren Materials, denn die sieben Stücke sind in der Zeit zwischen 2001 und 2002 entstanden. Nun erblicken sie das Licht des Lasers.

Sechs Tracks mit Laufzeiten zwischen 3:02 und 6:40 Minuten sowie der Longtrack Ocean Deep, der es auf 14:35 Minuten bringt, beinhaltet die CDR.



Den Einstieg in das Album macht komischerweise ein Titel mit dem Namen Exit. Aber lassen wir uns davon nicht irritieren. Das Stück ist ein toller rhythmischer Opener mit einer eingehenden Melodie, die sich schnell im Ohr festsetzt. Während die Angabe auf der CD-Hülle 5:59 Minuten angibt, zeigt die Anzeige meines Players im Rechner eine Laufzeit von 7:01 Minuten. Aber ich kann von diesem Stück auch nicht genug bekommen, denn der Stil, der ansatzweise an Tangerine Dream erinnert und doch völlig anders klingt, hat mich sofort in seiner festen Umklammerung. Erez schafft es, mich von der ersten Sekunde an zu fesseln.

Das zweite Stück For Eternity zeigt einen noch mitreißenderen Rhythmus und eine wiederum fesselnde Melodie. Dabei hat Erez unter anderem einige Klänge verwandt (ähnlich eines Hackbretts), die mich ins Mittelmeer führen, obwohl der Track tanzbar ist und nichts mit romantischer Meeresstimmung gemein hat. Dieser Track stellt für mich eine Mischung aus traditioneller Elektronik- und Popmusik dar.

Nach diesen beiden rhythmischen Tracks, folgt zur Entspannung ein sphärischer Titel mit weiten, ausufernden Flächen. Ocean Deep heißt dieses Stück zum dahinfliegen und bringt es auf mehr als 14 Minuten Länge. Nach etwas mehr als zweieinhalb Minuten entwickelt sich dann eine andere Stimmung, da der Sequenzer einen perlenden Rhythmus erzeugt und eine neue Melodielinie hinzugefügt wird. Spätestens nach gut fünf Minuten hat Erez den Hörer wieder mit einer hypnotischen, fesselnden Sequenz fest im Griff. Und so entwickelt sich das Stück über die volle Länge kontinuierlich weiter.

Thereminartige Klänge und Synthierhythmen gehen zunächst in Downfall Of All Man eine Verbindung ein. Doch dann kommen Rhythmen hinzu, die mich ein wenig an Wave und Electropop der 80er erinnern (z. B. Yazoo oder Visage lassen zart grüßen). Erez nimmt Klänge hinzu, die in Richtung Tangerine Dream weisen aber auch an Produktionen wie seinerzeit von zum Beispiel Waveform erinnern. Ein tolles Klangbild wird da von Erez gezaubert.

Richtig tanzbar wird es dann mit Looking At G, bei dem man kaum die Füße ruhig halten kann. Und auch die recht einfache Melodie, die Erez da hinzugefügt hat, legt sich schnell ins Ohr. Sphärisch und experimentell geht es in Exit (Reprise) zu. Das Stück wirkt ein wenig schräg und ist aufgrund der zeitlupenartigen Spielweise der Motive aus dem Opener kaum noch mit ihm zu vergleichen.

Den Abschluss bildet dann das dreiminütige Bonusstück Landscape. Hier wird ein stampfender Rhythmusbeat, der aus einer Electropopnummer der 80er entliehen scheint, zum Besten gegeben. Dazu kommen einige Effekte, die dem Stück eine ganz besondere Note verleihen. Toller Track, der aus dem Rahmen fällt und sich trotz alledem gut ins Gesamtbild integriert. Einziges Manko dieses Stückes, es endet abrupt.

Schön, das MellowJet Records es möglich gemacht hat die Frühwerke von Erez Yaary einem breiteren Publikum öffentlich zu machen. Eine lohnende Anschaffung für all diejenigen, die melodische, rhythmische Elektronikmusik mögen....


Erez Yaary - Nibiru

09.01.2012
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Stephan Schelle, May 2008 musikzirkus-magazin.de: ...Auf Nibiru bietet Erez Yaary ein musikalisches Weltraumabenteuer im Stile eines Soundtracks. Unterschiedliche Stile mit spacigem Feeling, Worldmusik-Atmosphäre oder hymnisch-klassischen Elektronikparts sind auf dem Album zu finden. Neben sphärischen Klängen bietet Erez aber auch einige sehr schöne Melodien. Nibiru ist ein gutes Album, bei dem man sich Zeit nehmen sollte....


Erez Yaary - Blind Vision

09.01.2012
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Sylvain Lupari www.gutsofdarkness.com: Obviously the new German label, MellowJet Records continuous to align musical surprises that agreeably filled our ears. After Moonbooter and Exposed, Bernd Scholl invites us to discover keyboard player from Israel; Erez Yaary. A musician who rolled his music for more than 20 years, with very varied influences, going from melodious techno pop like Jean Michel Jarre, while forking on of Berlin School retro and the new kind. And its among those influences that he released his 10th opus in Blind Vision. An astonishing and very well structured cd, full of a sound fauna as dense as melodious where EY inserts additional sonorities, dubious percussions and a multitude of ambivalent structures which permutes and modifies constantly the rhythms.

The musical adventure begins with Analog and Digital, because each titles on Blind Vision are intermingle without really to have causes for purposes. Analog opens the valves with whirling sequences, undisciplined turns, and coat of a synth forged of ethereal choirs. A short atmospheric prank, before a robotic pulsation crosses these sequences which pile up in hatched serpentine, plunging Analog in an old-fashioned techno with Pop Corn odours. A flexible techno, not aggressive, which roll on beautiful undulating sequences, with syncopate sudden starts, and a synth rich in wrapping layers and melodious solos which counterbalance the straightness of the beat. A beat which folds under the weight of its stroboscopic curves, to die out submissively in the misty hazes that start Digital and his introduction to jolty furrows and frivolous pulsations which glean on an ambient structure to composite sonorities. The universe is as strange as the stammerings of the insects which flirting there and the disordered beats which let plane a latent eruption. Wavering waves and deviating layers, the world of Digital feels like a worrying parallelism until it explodes around the 6th minute, with soft hammering sequences like the ones on Namlook/Schulze on TDSOTM. The tempo becomes girdled on hypnotic strikes and percussions to syncopated echoes which are moulded within a more harmonious structure.

Crystal opens with a beautiful melodious sequence recalling Mark Shreeve on Legion. A hypnotic movement which is dandleling on a romantic synth tinted by wrapping orchestral arrangements. The tempo becomes heavier and mysterious, a little like these old English foggy roads with sequences ambushes. A good track build on structures in constant evolutions and always melodious. Timing is very caricatural with a disconcerting atmospheric approach to clock noises and Tic Tac in a ghostly environment.

It is on the strange last whispers of Timing that Blind Vision begins. Undulating sequences and flickering cymbals wander on a vague rhythm, subdivided by the dark atmospheres which grind all around. A long Berlin School with subdivisions as well atonics as rhythmic on jolty and feverish sequences, a wrapping synth and beautiful sound effects. Berlin School which continues its search on Hybrid and on the intro of Lucid Dream, which concludes Blind Vision with the same musical inspiration that allured from the opening. Beautiful and melodious EM on twisting sequences which undulate in a slightly rhythmic ambiance and this so rich sound fauna that is the key of Blind Vision.

Erez Yaarys Blind Vision is a fine album that will please fans of sounds. Ambiguous EM structures that sometimes swim in a Jarrean facility, but very often plunges straight in the heart of an untameable fauna to ambivalent structures for a greater pleasure of the senses. A beautiful lucky find from this German label; MellowJet Records....


Erez Yaary - Blind Vision

09.01.2012
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Stephan Schelle, Januar 2008: Der aus Tel Aviv (Israel) stammende Elektronikmusiker Erez Yaary ist mir bis dato noch nicht aufgefallen, macht aber bereits seit 1986 Musik in unterschiedlichen Formationen. In 2008 gehört er mit zu den neuen Interpreten der jungen elektronischen Musik, die auf dem neuen MellowJet-Label eine Heimat gefunden haben. Und man kann wirklich sagen, dass er eine Bereicherung in der Elektronikszene ist, denn seine Musik ist rhythmisch und klingt frisch.

Neben seinem zweiten, bereits in 2006 veröffentlichten Album Atmosphere, das ebenfalls Anfang 2008 bei MellowJet als CDR erscheint, kommt zeitgleich das Debüt Blind Visions heraus, das auch aus dem Jahr 2006 stammt.


Sieben Tracks mit Laufzeiten zwischen 4:31 und 13:47 Minuten beinhaltet das Album. Aber eigentlich kann man das Album als ganze Einheit bezeichnen, denn die Stücke gehen alle nahtlos ineinander über. Es beginnt mit dem mehr als neunminütigen Analog, das sehr rhythmisch und melodiös ist und an einigen Stellen auch Anleihen bei dem großen Franzosen Jean Michel Jarre aufnimmt, ohne diesen aber zu kopieren. Ganz im Gegenteil, denn die Sounds die Erez nutzt, klingen locker, frisch und druckvoll. Dieser erste Track macht schon richtig Spaß.

Sphärische Flächen führen in das folgende Digital hinüber. Dieses 12minütige Stück ist von ganz anderer Struktur. Wenig Rhythmus, eher leicht pulsierende Sequenzen im Hintergrund, darüber flirrende Synthies und leichte Akkorde, die etwas psychedelisch und an die Berliner Schule der 70er erinnern (wer hätte das bei diesem Titel gedacht?) bestimmen nun das Bild. Aufkommende Flächen, die sich aus dem Hintergrund entwickeln und in den Vordergrund schieben, wechseln sich ab, mit plötzlich aufkommenden Rhythmuspassagen. Und dann kommt eine herrliche Melodielinie auf, die einfach mitreißt. Dazu mischt Erez industrielle, maschinelle Klänge. Durch diese Stilwechsel hält er das Stück über die volle Distanz interessant.

Mit einem sehr Schulze-typischen Sequenzerverlauf wechselt Erez zum nächsten Track Crystal. Ist hier etwa eine Anleihe zum Crystal Lake herauszuhören? Ein schöner Track im Stil der Berliner Schule mit einer einfühlsamen Melodie, der sich im Verlauf rhythmisch steigert und sogar Elemente von Synthiepop aufweist. Dabei schrammt Erez an wenigen Stellen leicht den gefährlichen Grat der Belanglosigkeit, kriegt aber rechtzeitig wieder die Kurve.

Uhrzeigerticken, ähnlich dem Beginn von Pink Floyds Time überbrückt die Grenze zum nächsten, kürzesten Track Timing. Bei diesem Stück handelt es sich über weite Strecken um einen fast reinen rhythmischen Track, bevor dann im zweiten Teil einige Synthieklänge heraufziehen. Das Ganze hat aber mehr etwas von einem mystisch, atmosphärischen Track, bei dem Erez auf Melodien verzichtet. Die kommen dann aber umso gewaltiger und im Stile von Tangerine Dream im folgenden Titelstück. Ãœber die volle Länge von mehr als 13 Minuten bringt er eine ganze Menge an Abwechslung, was Stimmungen, Rhythmen und Melodien betrifft. Hybrid besteht vorwiegend aus Rhythmussequenzen mit einigen Melodietupfern und Lucid Dream klingt zunächst wieder recht sphärisch, um dann in einen Rhythmus mit leichten Ähnlichkeiten zu Kraftwerk zu wechseln. Das hat wieder ein gewisses Esprit von Elektropop, bei dem man kaum die Füße ruhig halten kann.

Mit Blind Vision legt Erez Yaary ein tolles Debüt hin, das dem Elektronikfreund gut munden wird, der einer Mischung aus traditioneller Elektronik mit Melodie und Rhythmus sowie einer Portion Synthiepop nicht abgeneigt ist. Mir gefällt das Album sehr gut. Eine echte Entdeckung des MellowJet-Labels....


moonbooter - Cosmoclimax

06.01.2012
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Sylvain Lupari Guts Of Darkness www.gutsofdarkness.com: For its 6th opus, Moonbooter took the bet to unite rhythms and sequences on music more atmospheric, always keeping its melodious approach. An audacious bet, considering the passion for Bernd Scholls technoïd and heavy rhythms. All the more audacious as Cosmoclimax was written for a concert held at the Planetarium of Bochum, on February 14th, 2009. The German synthezist reached its goal by offering a robust performance. Cosmoclimax is this day his most mature work.
A long rotary drone opens Evolved Signs. Sweets but fat keys drill this incisive reverberation, while a hiccupping sequence bites this semi languor cosmic, freeing percussion which permute a groovy kind of rhythm. Beautiful orchestral arrangements, where a thousand violin strings kiss this lascivious rhythmic, add an emotional depth to this introductory piece. A track builds as Moonbooter knows so well how to make it; synthesized couplets and chorus with cadenced turns as surprising as unexpected. And this is where lies the charm of this album which flows with a sensual sweetness, printed by a poetry cosmic melancholy. As if space was Bernd Scholl ultimate objective. This first title will tame you easily, but Welcome to the new World risks to charm you even more.
Arpeggios in rotations, as seized of an Earth' attraction, swirl in a spacey cylinder where juicy and heavy keys of basses bite the structure. A hypnotic structure which goes out of its stasis to progress on magnificent percussions which crush both this soft hypnotic rhythm as our ears. Welcome to the new World pursues this space romance with a minimalism cadence which a big synth surrounds of its heavy layers, dwindling the reach of ethereal voices which swirl around it. A magnificent title filled with a life eaten away by dreams. And so goes Cosmoclimax. Heavy and atmospheric the intro of Prelude is shaken by scattered percussions, opening the door to a progressive pace where synths and eerie voice charming this cosmic cohesion which ends in a soft hatched tempo, but wrapped by a rich synth. Chill Me distances itself with a big funky rhythm approach, which makes more dance than dream, even with its atmospheric flashes, veiled by a voice narrating Genesis. Some pure Moonbooter that we can appreciate on heavy and melodious Soul Down Back to my Soul. Heavy and chipped chords Dark Dark Heart is possibly the musical piece which sticks immediately with a beautiful feminine voice on a nervous rhythm which exploits the spatial premises. Atmospheric cosmic intro on hesitating and circular structure, Life one Other Planets and In the Dawn of Evolution hems on canvassers and very lyrical synths before exploding on a hybrid techno where the atmospheres are close to the powerful and wild rhythms of dance floors. A little as Spaceborn and The First Time, quieter and more melodious, who swirl in spatial atmospheres on very musical and soft musical structures.
Cosmoclimax of Moonboter borrows the rhythmic and melodious paths of the German musician previous works Except that this time, Bernd Scholl really managed to produce a hybrid EM where powerful rhythms line the ambiances and the metaphysical atmospheres of a world in formation. An excellent album for those who like bursting in a mixed atmosphere....


moonbooter - Cosmoclimax

06.01.2012
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Sylvia Sommerfeld, April 2009 [Auszug aus dem Schalldruck]: Mit Cosmoclimax hat moonbooter meines Erachtens ein EM-Werk für die Ewigkeit geschaffen! ... Auch technisch klingt Cosmoclimax brillant, daher auch mein Fazit: Cosmoclimax gehört für mich schon jetzt zum Kreis der Favoriten der CD des Jahres 2009 - Bravo Bernd, Chapeau!...


moonbooter - Cosmoclimax

06.01.2012
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Bert Strolenberg sonicimmersion.org: [...Overlooking the whole album, the accessible music of "Cosmoclimax" is an enjoyable experience, inviting the listener to relax, feel, dream, and visualise your own planetarium images as the music washes over you.] Bert Strolenberg sonicimmersion.org...


moonbooter - Cosmoclimax

06.01.2012
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Uwe Sasse, April 2009: [Bei jeder neuen Moonbooter-CD sage ich : dies ist bis jetzt seine beste.....und dabei bleibe ich auch diesmal. Bei Moonbooter scheint es keinen Stillstand zu geben, er bleibt seinem Stil treu und schafft es doch immer wieder seine Musik zu verbessern. Vom Sound her wie gewohnt auf höchstem Niveu , noch besser abgestimmt und sehr ausgewogen..... Super !]...


moonbooter - Cosmoclimax

06.01.2012
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Stephan Schelle, April 2009 www.musikzirkus-magazin.de: [... Cosmoclimax ist eine CD, die den gewohnt hohen Standard der Moonbooter-Release locker hält. Neben den schon bekannten Sounds und dem Stil von Moonbooter scheint er sich immer weiter zu entwickeln und lässt Einflüsse anderer Acts zu. Ein Album, das ich wieder bedenkenlos empfehlen kann. ]...


moonbooter - Cosmoclimax

06.01.2012
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Will Lücken, April 2009 ML: Schon bei der Uraufführung des Konzeptalbums im Februar 2009 im Planetarium Bochum war mir klar: Moonbooter will das Universum erobern - auf friedliche Weise versteht sich. Das Album ist der Hammer! Selten habe ich eine so facettenreiche Space-Odyssee erlebt. Eine grandiose Mixtur aus elektronischen und akustischen Klängen, die den Hörer in die entferntesten Winkel unserer Galaxie entführt. ... Noch mehr Schub, noch mehr Power €¦ Super!...


moonbooter - Cosmoclimax

06.01.2012
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Robert Schroeder, September 2009: ...Jeweils 100 Punkte für Komposition, Arrangement, Einspielung, Produktion, Sound und Gesamt-Eindruck. Sehr professionell.... Du hast den Dreh raus. Weiter so....


moonbooter - Lunatic Voyage (5.1 Surround DVD)

06.01.2012
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Stephan Schelle, März 2009 musikzirkus-magazin.de: [Der aus der Eiffel stammende Musiker und Labelinhaber, Bernd Scholl, macht bereits seit einigen Jahren unter dem Namen Moonbooter elektronische Musik. Mittlerweile kann er auch auf zahlreiche Liveauftritte zurückblicken. In diesen präsentiert er nicht nur seine Musik, sondern unterlegt sie auch immer mit entsprechenden Bildern, die hervorragend zu den einzelnen Tracks passen. Dabei ist häufig der Weltraum und die Raumfahrt das Thema.

Lunatic Voyage heißt Moonbooters aktuelle CD aus dem Jahr 2008 (sein neues Album steht kurz vor der Veröffentlichung). Anfang 2009 erscheint unter dem gleichen Titel eine DVD, die alle Stücke der CD enthält, diese aber in den Liveversionen, die Bernd während drei Konzerte in 2007 und 2008 präsentierte und die sich musikalisch teilweise von den Studioaufnahmen unterscheiden. Allerdings bekommen wir Bernd aka Moonbbooter nicht live zu erleben, sondern er lässt, wie schon auf seiner ersten DVD Orbit Number 2 die Bilder, die er als Präsentation für seine Musik erstellt hat, für sich sprechen. Das ist sehr ansprechend gestaltet und zeigt mit welcher Liebe fürs Detail Bernd da ans Werk gegangen ist.

Neben den zwölf Stücken des Albums hat er aber auch noch vier weitere Stücke (ebenfalls aus seinem Liveprogramm, die allesamt vom 2008er Gig im Gasometer in Oberhausen stammen) hinzugefügt. Darunter ist Origin Of Infinity, ein Track, der bisher nur auf dem Sampler 50 Jahre Planetenmodell Hagen erschienen ist. Die anderen Tracks stammen von seinen CDs Devided und Orbit Number 2. Zur Musik selbst schreibe ich an dieser Stelle nichts, denn ausführliche Rezensionen zu seinen CDs finden sich ebenfalls auf dieser Seite.

Wie schon oben erwähnt, besteht der Hauptteil von Bernds visuellem Programm aus Bildern der Raumfahrt, ob nun als Fotos oder bewegte Bilder, er hat immer sehr ansprechende Motive für seine Musik ausgewählt und sie mehrfach auch um Computeranimationen ergänzt. Sehr gelungen ist beim Stück Selene On The Dark Side Of The Moon die Passage, in der eine Frauenstimme Worte spricht, die Bernd dann visuell und absolut synchron in das Filmmaterial eingearbeitet hat. Das war schon bei den Livekonzerten beeindruckend. Während Path To Alaia Ausschnitte aus dem Stummfilm Die Reise zum Mond zeigt, bietet er bei Arped Obsession eine atemberaubende Reise, die auf einer Wiese beim Picknick beginnt und uns in immer höhere Sphären katapultiert (sensationelle Bilder). Und bei dem sehr rhythmischen Track Origin Of Infinity beweist Bernd, das er auch ne ganze Portion Humor besitzt, denn zu der Musik hat er bewegte Bilder aus dem Jahr 1932 kombiniert, die einen Tänzer zeigen, der einen irren Tanzschritt drauf hat. Und das verblüffende, er bewegt sich im Rhythmus zur Musik. Das sieht wirklich sehr witzig aus.

Soundmäßig lässt die DVD keine Wünsche übrig, denn neben dem Stereomix ist die Musik auch in Dolby Surround 5.1 abspielbar, was den Tracks noch mal eine gehörige Portion an Transparenz und Klangvolumen verleiht. Als Bonus gibt es dann noch einige Fotos zu bewundern, die Bernd dann doch noch live zeigen.

Wie schon seine erste DVD Orbit Number 2 ist auch Lunatic Voyage ein sehr gelungenes audio-visuelles Werk geworden. Es eignet sich nicht nur für Musikfreunde, die sich die Konzerte von Moonbooter angesehen haben, auch alle anderen (auch diejenigen, die bereits die CD besitzen) bekommen Musik in erstklassiger Soundqualität mit sehr schönen Animationen geboten. Sehr zu empfehlen....


moonbooter - Lunatic Voyage

06.01.2012
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Stephan Schelle, April 2008 www.musikzirkus-magazin.de: Bernd Scholl aka Moonbooter ist für mich ein Phänomen. Er hat im letzten Jahr sein MellowJet-Label aus der Taufe gehoben, veranstaltet am 03. Mai sein zweites Ambient Experience-Festival, bei dem er auch selbst auftritt, fördert neue Musiker, remastered Produktionen anderer Künstler und bringt seit 2005 auch noch in regelmäßigen Abständen qualitativ hochwertige eigene CDs heraus. Und so ist auch die neue Scheibe, die den Titel Lunatic Voyage trägt, wieder ein Qualitätsprodukt. Und das nicht nur in klanglicher Hinsicht, sondern auch von der musikalischen Seite her gesehen.
Das Weltall bzw. die Raumfahrt zieht sich wie ein roter Faden durch die CDs von Bernd und so hat er für die neue Produktion, die er Anfang 2007 begonnen hat, ein Konzeptalbum rund um das Thema einer Reise zum Mond gewählt.
Ganze 13 Stücke hat Bernd auf das mit mehr als 74 Minuten voll gepackte Album gebracht. Und nicht nur das, dem Käufer bietet er noch weitere vier Tracks zum freien Download über einen speziellen, im Booklet genannten Link an. Das ganze Album durchziehen herrliche Melodien, Rhythmen und glasklare Sounds, so wie man es von ihm gewohnt ist. ... Jetzt habe ich mich gerade mal mit den ersten vier Tracks befasst und lasse es dabei bewenden, denn alle anderen sind von gleicher exzellenter Qualität. Auf alle Titel einzugehen, würde den Rahmen sprengen. Aber vielleicht doch noch soviel: Auch eine Art von Elektropop mit harten metallischen Beats ist in Between The Sentiments zu finden, in dessen Mitteilteil Bernd dann noch eine Herzerweichende Melodie bringt. Infect Me beinhaltet teils tribalartige Rhythmen. Bei dem Track €“ wie eigentlich bei allen des Albums €“ muss man die Anlage voll aufdrehen. Awaken By Moonrise bietet Loungemusik im Stile von Cafe del Mar. Ein rhythmisches Highlight ist auch Sequenzer 9. Wer dabei ruhig bleibt, der lebt nicht wirklich.
Wahrscheinlich ist Bernd mit Lunatic Voyage sein bisher bestes Album gelungen. Wahrscheinlich deshalb, weil ich alle seine Alben sehr mag und es mir schwer fällt eines herauszuheben. Wer die bisherigen Alben von Moonbooter mag, für den ist die neue Scheibe ein Muss. Freunde von Schiller sollten hier auch unbedingt zugreifen, auch wenn die Musik nicht ganz mit der von Christopher von Deylen zu vergleichen ist, atmet sie doch dessen Spirit. Eine absolute Kaufempfehlung.]...


moonbooter - Lunatic Voyage

06.01.2012
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Dave Law, www.synthmusicdirect.com: This is a much more balanced album than his last 'Under Control' (which was still superb in it's own way). A sequence comes in and belts along at quite a rate slowly building the excitement but there were none of the characteristic ground shaking body moving rhythms. The second track starts off in similar fashion but then the drums enter and this is now more like the Moonbooter I am used to but there is still a subtlety and very appealing restraint here that feeds the mind instead of stirring you up into the sort of excited thrashing frenzy that often characterised his other works. I would class quite a few of the pieces here as gentle chuggers, sequences taking a much more prominent role than I have heard from him before. This isn't to say that it isn't also rhythmic, just that both forms of syncopation take equal roles. Occasional use is made of vocal samples without over doing it. This is particularly effective on 'Somewhere Between Moon and Earth' (this would make a superb single actually). There are also some very fine melodies that gently caress rather than flashing over the top, non-finer than on 'Between the Sentiments'.
Some tracks are even quite moody, oozing attitude. There's hook after hook, melodies staying in the mind well after the disc has been taken out of the player. Each Moonbooter albums has a very individual character. Of all of them however this could well have the widest appeal. Hilarious finish to the album by the way!...


moonbooter - Lunatic Voyage

06.01.2012
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Sylvain Lupari Guts Of Darkness www.gutsofdarkness.com: ...Lunatic Voyage is Bernd Scholl last space fantasy. A powerful cosmic trip which ravels as a gigantic sound maelstrom on rhythms constantly restrained by synths to arrangements of an effervescent and harmonious opacity. A 74 minutes opus, divided into 13 musical acts as impetuous as melodious on rhythms much more overwhelming as tempting. Intelligent techno with a small zest of Berlin School new kind. So hold your horses pretty tight cause with Moonbooter music is always technoïng.

Against Agitation speaks by itself. Short howling striates are getting lost in moving waves and dark choirs to moulding wanderings. A loud music which slowly turns in a lunatic cosmic turbulence.As everywhere on Bernd Scholls 5th opus, this is bubbling rhythm trapped in a cosmic cyclone. Moonbooter is stuffing our ears with arpeggios that swarm in staccato in a weighty sonorous statism where guitars chords intersect fluty layers synth in a techno mood on the edge of exploding. But there is no explosion. Against Agitation (Origin) turns on itself before melting on its 2nd part (Revelation) which bursts the restraining rhythm of Origin, including the entire sound flora that reigned over it, on a feverish and unbridled sequence that dances on a melodious keyboard with circular arpeggios such as Moonbooter us accustomed us over the years. And thus goes Lunatic Voyage.

And thus will be held Lunatic Voyage. Capricious rhythms animated by impetuous and syncopated sequences (Selene On The Dark Side Of The Moon, Intermezzo, Infect Me and Somewhere Between Moon And Earth) which are excited by brilliant percussions with delirious sound effects (Intermezzo, Lunar Eclipse and Sequenzer 9). Heavy tempo wrapped of synths with unctuous layers, melodious, waltzing and sometimes hypnotic (Lunar Eclipses), powdered with choirs and fluty mellotrons, pointing out certain periods of TD (Between the Sentiments and Reflected Glory). Pace is languorously chaotic, captive of the turbulence static of the cosmic spheres. With through this ambiguous rhythm, there is room for superb cosmic melodies like Senseless Visions, the superb and weighty Between the Sentiments (the best track so far in Moonbooter repertory) and Awaken by Moonrise, which are tinted of a beautiful nostalgia, showing the loneliness of this voyage to lunatic evolutions.

Lunatic Voyage is a musical fresco where the rhythm remains ambiguous. A opus which is the reflection of an album finely worked having a sound charisma as we seldom hears some. To me it surely Bernd Scholl best opus to date. A powerful album. A musical history in 13 melodious titles, animated of a rhythmic complexity out of the ordinary....


moonbooter - Lunatic Voyage

06.01.2012
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Will Lücken, April 2008 www.musicianslife.de: Das war ja wohl abzusehen, dass Bernd Scholl (aka Moonbooter) seine Spuren auf dem Erdtrabanten hinterlässt, wenn auch nur musikalisch, dafür aber beeindruckend tief! Schon direkt die ersten Tracks des Konzeptalbums versprechen nur Gutes. Aus einer flirrenden, brennenden Klangwolke entwickelt sich ein pulsierendes Eröffnungsstück. Hau rein Moonbooter €¦ der Shuttle hebt ab. Senseless Visions bestätigt mal wieder die prachtvolle Melodienvielfalt des Komponisten und bei Selene on the Dark Side of the Moon entführt eine weibliche, anmutige Stimme den Hörer in einen schwerelosen Raum, irgendwo zwischen Mond und Erde.
Hier kann jeder seinen individuellen Spacetrip erleben, oft motivierend oder traumwandlerisch wie im wunderschönen Awaken by Moonrise. Auch gut zu genießen, unterwegs auf der irdischen Autobahn oder nachts auf dem Balkon, bei sternenklarem Himmel. Die organischen Songs überraschen häufig durch ungeahnte Wendungen. Schade nur, dass die Studioversion von Sequenzer 9 nicht an die hammermäßige Live-Version des Gasometer-Konzerts herankommt, ist allerdings bei dem starken Album leicht zu verzeihen. Fazit: Daumen hoch für Moonbooter.]...


moonbooter - Under Control

06.01.2012
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Dave Law, www.synthmusicdirect.com: ...A lovely two note bass sequence hops along at the beginning of 'Em da Phunk'. Excellent virtual guitar skips through the pulsations as the drums whip up a storm, slow leads floating over the top. It's a real feel good track that will make you want to punch the air with pure joy. Yet another stunner. 'Cold Sun' is a gentle chugger that should get the head pleasantly nodding to the beats. There's also a lovely little solo echoing piano interlude in the middle. 'Gapless Time' uses multi layered sequences to create a bubbling base over which first an acoustic guitar lead then more conventional melodic synth loops take turns grabbing the attention. At times I was reminded of Otarion. '3 months and 3 weeks' finishes the album off in blistering form and again reminded me a little of Andy Pickford. It's a track with many a section. Some will get the whole body moving, others will get you closing your eyes, taking in the wonderful melodies whilst others will leave you gently tapping out time on the table- there is also a little humour in there. In other words it sums up the whole album. If you like intelligent upbeat music then you really need this in your collection. Simply a fantastic album....


moonbooter - Under Control

06.01.2012
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Will Lücken, August 2007 musicianslife.de: Als stolzer Mitbegründer des brandneuen Labels für intelligente, elekronische und organische Musik Mellow Jet präsentiert MOONBOOTER seine mittlerweile vierte CD. Ein kraftvolles Soundspektakel, das mit inspirierender Energie zur Sache geht. Schon der Eröffnungstrack ist alles andere als real. Vieles klingt ein bisschen nach instrumentalen Depeche Mode. Eingebettet in druckvollen Grooves mit schönen Intervallen setzt er die Signale für das gesamte Album: weicher Klang, harter Schlag, dunkle Atmosphäre. Wer befürchtet bei der üppigen Melodienvielfalt ginge dem Klangkünstler die Puste aus, wird eines Besseren belehrt. MOONBOOTER bietet ein abwechslungsreiches Album und hat alles Under Control. Interessant auch der Hinweis im Cover auf die BPM-Anzahl pro Track, so weiß jeder Hörer, wieviel Power ihn erwartet....


moonbooter - Under Control

06.01.2012
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bluemangocafe.net: Moonbooter Under Control For those whom have any afffinity for the trance sound so popular right now in rave events and clubs, Moonbooter is a project you really need to check it out. The project (run by Bernd Scholl) perhaps could be described as a hybrid sound melding this commitment to trance instrumentation with the more complex and varied world of electronica. Check out the project's excellent web site and you will be ready to trance....


moonbooter - Under Control

06.01.2012
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Sylvain Lupari Guts Of Darkness www.gutsofdarkness.com: [EM can be more than a sequence music bordering the progressive are, as this last Moonbooter opus. On Under Control, Bernd Scholl deepened even more its musical style. A style that orientates more and more on progressive techno, with a zest of moderately syncopated tranceon an always harmonious approach , bordering the Jarre and Vangelis style. Pushing its musical reflexions further, Bernd Scholl adorns its 13 new compositions with high syncretic sound elements, which are in euphonies with all those melodious structures. Among that, he inserts corrosive orchestral arrangements, of which the multiplicity of the synths layers add a dimension extremely coloured to this very articulated sound fauna.
Not Real opens the dance with a vaporous intro where vocal samplings pour in the futuristic mood. Soft arpeggios scintillate in a static environment, before a fine hatch movement shows his beat. The movement is slow and turns sensuously on good orchestral manoeuvres which are the high point of this new Moonbooter opus. Beyond voices and mellotron synths, the German synthesist makes its synth speaks, like a guitarist does it with a talk box. A creative and soft title, like Said Goodbye, Last Contact (AM) which is a pure Vangelis jewel style and Cold Sun. In fact Not Real is a soft prelude to an explosive album, where the rhythms twist on stroboscopic sequencers of a strong intensity.
The opening of Arped Obsession is brilliant with its arpeggios serpentine that runs towards a dark and throbbing atmosphere. Synths are metallic and mould symphonic voices on sequences which return zigzagged on a musical axis more syncopate. The pulsations become heavy and knock with gravity in an effervescent sound universe where each recess conceals its sound effects. A track that flirt with extreme trance, especially with its rumble tribal percussions.
And thus Under Control goes. If String Theory, Progression, Gaples Time and 3 Months & 3 Weeks alternate between dark atmospheres of a more floating music and wild rhythms, Silence of the Night, Mellowman, End Splice Anthem and EM Da Phunk are on the other hand more corrosive and provocative, with some heavy and syncopated sequences with zombie tribal effects. Under Control is an opus of great sound diversities, which we listen with intensity not to lose an ion of this sound disproportion. To recommend with a good headphone, in order to reach its musical bounders....


moonbooter - Under Control

06.01.2012
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Sylvain Lupari Guts Of Darkness www.gutsofdarkness.com: La MÉ peut dépasser les cadres dune musique séquencée aux frontières progressives, comme le dernier Moonbooter. Sur Under Control. Bernd Scholl approfondie encore plus son style musical. Un style qui soriente de plus en plus sur du techno progressif, avec un zest de €˜trance modérément syncopé sur une approche toujours harmonieuse à la croisée de Jarre et Vangelis. Poussant plus loin sa réflexion musicale, Moonbooter tapisse ses 13 nouvelles compositions déléments sonores syncrétiques, qui sont en euphonies avec ses structures mélodieuses, sur des arrangements orchestraux mordants, dont la multiplicité des strates synthétisées ajoutent une dimension fort colorée à cette faune sonore très articulée. Not Real ouvre la danse avec une intro vaporeuse où les samplings vocaux versent dans le futuriste. De doux arpèges scintillent dans un environnement statique, avant quun fin mouvement hachuré prenne la relève. Le mouvement est lent et tourne sensuellement sur de bons arrangements orchestraux qui font la force de ce 4ième opus de Moonbooter. Au-delà des voix et synthés mellotronnés, le synthésiste allemand fait parler son synthé, comme un guitariste le fait avec un talk box. Un titre créatif et doux, comme Said Goodbye, Last Contact (AM) qui est un pur bijou à la Vangelis et Cold Sun. En fait Not Real est un doux prélude à un album explosif, où les rythmes vrillent sur des séquenceurs stroboscopiques dune forte intensité. Louverture de Arped Obsession est géniale avec son chapelet darpèges qui coule vers une atmosphère sombre et lancinante. Les synthés sont métalliques et épousent des voix symphoniques sur des séquences qui reviennent zigzaguées sur un axe musical plus syncopé. Les pulsations deviennent lourdes et cognent avec pesanteur dans un univers sonore effervescent où chaque recoin recèle ses effets sonores. Un titre aux limites du trance, surtout avec ses percussions tribales. Et ainsi va Under Control. Si String Theory, Progression, Gaples Time et 3 Months & 3 Weeks oscillent entre des atmosphères sombres dune musique plus planante et des rythmes endiablés, Silence de la Nuit, Mellowman, End Splice Anthem et EM Da Phunk sont en revanche plus mordants et provocateurs, avec des séquences lourdes et syncopées aux effets zombiesques tribaux décapants. Un opus dune grande diversité des sons, qui sécoute avec intensité pour ne pas perdre un ion de cette démesure sonore. À recommander avec un bon casque découte, pour atteindre les limites sonores....


moonbooter - Under Control

06.01.2012
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Stephan Schelle, April 2007 musikzirkus-magazin.de: ...Auch mit seinem vierten Werk führt Bernd den eigenen Stil und herausragenden Standard, den er bereits 2005 auf seinem Debüt Teralogica gesetzt hat, nahtlos fort. Dabei versteht er es, seine Reminiszenzen an andere große der Elektronik durch eindeutig erkennbare Klangtupfer in seinen Tracks unterzubringen. Klangtechnisch lässt die Produktion keine Wünsche offen und bis auf den Track Cold Sun gibt es keinen Ausfall auf der CD zu verzeichnen. Wer auf rhythmische und melodische Elektronik steht, kann hier bedenkenlos zugreifen. Für mich ist das Album wieder eine klare Empfehlung....


moonbooter - Under Control

06.01.2012
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Uwe Saße: Also wenn ich ein Kochbuch schreiben würde,dann wäre es so : Man nehme 1 Prise Space , 1 Prise klassische Elektronische Musik sowie 1 kleine Prise Techno,mische das alles mit guten Instrumenten, Geräten und alles was dazu gehört .... und was wird es ?? Na ? Astreine, Rhytmus-betonte , schwungvolle Elektronische Musik ! Es lohnt sich wirklich diese CD zu kaufen, sie lässt sich sehr angenehm hören , ohne störende oder nervende Passagen. Super Klang , harmonisch abgestimmt .... Klasse !!
Moonbooter (Bernd Scholl) hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einer festen Größe in der Szene avanciert . Und das Ergebnis mit den bisher 4 CDs , sowie einer DVD spricht für sich.........


moonbooter - Under Control

06.01.2012
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FM, April 2007]: ... under control ist wohl moonbooter´s bestes Album. Es gibt absolut keine Langeweile, denn jeder Song ist anders und besitzt seine eigene Seele. Das Album ist zudem sehr gut produziert. Bernd bleibt seinem eigenen Stil, den man in jedem Song hört uns fühlt, treu. Natürlich können alle Tracks auf Bernd´s Webpage vorgehört werden. Dies wird aber den Titeln eigentlich nicht gerecht, da sich die besondere Stimmung erst beim Hören in voller Länge einfangen lässt. Ein wirklich außergewöhnliches Album....


moonbooter - Orbit Number 2

06.01.2012
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Sylvain Lupari from gutsofdarkness.com October 2007: Sound effects of a boiling cosmos open the first notes of Out of Silence. Bernd Scholl goes right on the target by offering an opening track structure on accented rhythms, overlapping a progressive and aggressive techno, on extremely beautiful and harmonious pads. Percussions and sequencers animate an ambiance to lively pulsations on an upper hand tempo, inserted by hanging harmonious sequences. Hymne de la Lune is more hammering with a good bass line and metallic percussions on a nice floating synth. An interesting musical paradox which hooks hearing as well as the feet, on techno phases interlarded of lunar floating moments, showing the taste for hazard of Moonbooter. As on the opening track, the sequences are sublimes and circle with a hatched hesitation, wandering a hanging aria to the synth harmonies with sparkling melodies.
Genesis Device brings us in the nebulous universe of a cosmic world to vocal samplings. The movement is slow and waltzing, like a slow space waltz. Gradually, mellotron synths become more harmonious, contrasting with the approach of syncopated bass which brings a first rhythmic phase. A beautiful hesitant moment, where the harmony cogitates between two parallel worlds before the rhythm burst out a bit more. Another good track which transcends EM towards more techno territories. Illusion presents an intro with very restrain musical dashes. A charming puffed up melody hesitates to leave its shell, for finally releasing itself around the 4th minute. The impulsion hugs a jerked sound wave which turns in a delirious percussions set, lulled of a beautiful fluty synth. A collection of great tracks which goes on with the softly Orbit Number 2. Suave and fluid, it preserves his hatched nature in a universe veil by a misty piano, melancholic synth pads and tempos in constant progression until the nirvana of rhythms. Syncretic, Has time goes by is particular with its tempo sounding like a grandfather clock. A creative track with harmonies and a constant rhythmic
progression, always napped of enveloping mellotrons synths. Antagonism begins on a fluid intro with the rolling percussions. The tempo is difficult seize, but wrap of a striking fluty aura. A beat between two worlds on a sensitive and bewitching music, like we find all around Orbit Number 2. Haka is an infernal remix title of Erik Seifert on the tribal Maori rhythms Orbit Number 2 is not finish, Bernd Scholl invites you to use your PC for listening 3 extra tracks, in MP3format encodes at 192kbps, for a 23 minutes total time; Core, the Space Mix, a longer version of Free for Dawn and a Memory Dub remix of Orgasmik.
Tracks with cosmic movements, drowned of unbridled rhythms, jerked and syncopated where techno and stroboscopes are obsess by synths with uncrossed and marrow movements, a bit as Moonbooter style.
In spite of appearances, Moonbooter does more than music with reckless & wild rhythms, ideal for dance floors. It is a reflected music, between beats and atmospheres, creating a strange bewitching paradox because of the massive uses of coating and fluty synths, thus increasing the quest of senses. Orbit Number 2 is a very good album, built on beautiful synth pads with the accessible melodies on androgynies rhythms.]...


moonbooter - Orbit Number 2

06.01.2012
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Stephan Schelle, Juli 2006 musikzirkus-magazin.de]: ...Auch auf Moonbooters dritter Scheibe ist noch keine Spur von Abnutzung zu erkennen. Bernd schafft es auch hier traditionelle mit modernen elektronischen Elementen zu verbinden und hat damit erneut ein mitreißendes und hörenswertes Album produziert. Im Oktober 2006 wird eine DVD erscheinen, bei denen Bilder der NASA aus allen Zeitepochen die Musik von Moonbooter visualisieren....


moonbooter - Orbit Number 2

06.01.2012
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Schallwende FM, Juli 2006: ...Wie in seinen ersten beiden Alben bringt moonbooter mit orbit number 2 ein weiteres sehr vielseitiges und professionell klingendes Album heraus. Neben etwas Trance gibts HipHop, Pop, SynthyPop und Tekno-Elemente, immer eingebettet in den Sound der klassischen elektronischen Musik. Man weiß auf jeden Fall gleich, bei welchem Titel man sich gerade befindet, ohne auf den Player blicken zu müssen. Dass finde ich gut. Die Mischung aus EM und anderen dance-orientierten Stilen hat mir sehr gefallen. Ebenso auch mal ein echter Remix auf einem EM-Album. Ich persönlich finde, dass Bernd seinen eigenen Stil mit orbit number 2 gefestigt hat. Die Assoziationen mit dem Leitthema Weltraum sind eindeutig da. Ich konnte vorab schon mal einen Blick auf die noch folgende DVD mit 5.1 Surround Sound werfen und war wenig überrascht, wie gut die Musik zu den alten NASA-Aufnahmen passt. Alle Stücke können auf Bernd´s Website unter www.moonbooter.de vorgehört werden.
Die CD erscheint im August 2006, die DVD mit 5.1 Surround Sound wohl erst im Oktober und hat (m)eine Empfehlung absolut verdient....


moonbooter - Orbit Number 2

06.01.2012
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Uwe Saße: Moonbooters dritte CD steht ganz im Zeichen Schwung- und Druckvoller Space-Musik. Hier spürt man Bernd´s Spielfreude , da bleibt kein Fuß ruhig ;-)) Es ist für mich auch ein beruhigendes Gefühl , dass die EM-Szene durch Moonbooter erheblich aufgewertet wird , denn Bernd hat ein neues Projekt auf die Beine gestellt : Ambient - Experience ! Und die Besetzung lässt nur gutes hoffen und erwarten , denn mit Wellenfeld und Erik Seifert sind ebenfalls klasse Musiker dabei . Wir freuen uns auf Euch :-)))...


moonbooter - Orbit Number 2

06.01.2012
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(Dave Law) www.synthmusicdirect.com: Cool futuristic sounds give way to an excellent energetic sequence as 'Out of Silence' gets the album off to a superb start. Another sequence, lower in the mix, adds extra excitement whilst a percussive melody really hits the spot. The initial sequence seems to gain even greater oomph and an infectious melody moulds it all together perfectly. We then get a gentle section containing ethereal vocal colouring before the sequences start to take centre stage again. What a stonking track this is! The way 'Hymne de la lune' started I thought we were going to go into a cover version of the Dr Who theme tune but no, a heavy bass beat comes in and we are soon propelled into dance music territory. The mood soon changes again a couple of minutes later as all rhythm momentarily departs and we descend to a collage of interesting sounds. As expected though, this is just a breather, the excitement building once more until we are again chugging along quite nicely, a delicate melody providing stark and very effective contrast to the much heavier backing.
'Genesis Device' uses some wonderful breathy deep space sounds that could have graced any Sci Fi movie. There are then some samples counting up to ten that somehow just go to intensify the sort of out of body feeling already created. Sampled text explains what the title of the track is about. Things become more syncopated, the rhythms seeming to exist in a different dimension to the rest of the track, as if the backing is external and the beats represent a machine separate from its environment. Again it's all extremely effective. As we pass the eight-minute mark things really do start to kick and now I just had to let myself go with the flow. There is always something happening as each element shifts and changes keeping real interest throughout every minute of the track's fourteen-minute duration. 'Illusion' uses an appropriately swirling sequence and mysterious little melody. A stabbing (almost Morse Code) like bass line adds tension. A rhythm is deployed and the track builds in rather Otarion fashion. String pads give some contrasting softness. The rhythm is just superb, not forceful but infectious enough to get the body moving and swaying slowly to the beats. As it progresses a sort of moodiness and attitude is developed which takes the track to even greater heights. Just superb. The title track is all rather tranquil to start off with. Cello sounds create a lovely atmosphere, gentle piano adding detail over the top. A skipping sequence joins in and is just as delightful. There is a definite feel of 'Chariots of Fire' to it all, especially in the melody department. Yet another fantastic track.
'As Time Goes By' is initially all rather crackly, maybe hinting at audio of the past. This fades away, a clock ticks and a driving rhythm and piano lead line become the main features. Mellotron is also added to the brew. This is a beautiful piece full of joy and even a little humour. Swirling atmospherics give way to a squelchy sequence as 'Antagonism' kicks into life. A high hat line gives a little extra drive put this is softened by some lovely flutey synth. It's all rather relaxed but even so quite a groove is developed. We finish the 'standard' CD tracks with a remix of the Erik Seifert track 'Haka', a celebration of the Maori war dance. And what a fantastic mix of ancient and modern it is too taking tribal type beats and giving them a contemporary kick full of venom and energy. Awesome bass line too. Again, fantastic but still, to these ears, with a hint of a smile. If you are just playing this album on a standard CD player that is where the entertainment finishes (though you will already have had a decent running time of over 70 minutes for your money). If you have a computer though there are three more very good quality mp3 tracks that can be accessed containing an extra 23 minutes of music.
Some NASA sampled chat leads to rather ominous spooky drones on the first of the extra tracks 'Core'. A rumbling bass line imparts tension then in come the dance beats, softened somewhat by a percussive lead line. It is a piece with quite a few different sections to it, each portraying a mood of its own but still working well as a complete piece of music, containing excellent melodies throughout but also exciting foot tapping rhythms. I expected something quite corny for 'Orgasmik' (you know, lots of sampled moaning- that sort of thing) but instead got a superb rhythmic number initially full of mean attitude which just explodes in the fourth minute in a high energy blast of beats, falling over themselves in an effort to get your body moving. Not too original maybe but exciting nevertheless. 'Free From Dawn' has sampled speech from Star Trek or something similar before getting once more into an entertaining high-energy blast. All three extra tracks are well worth having and even though they don't better anything on the CD proper, as an extra bonu...


moonbooter - Devided

06.01.2012
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Stephan Schelle, April 2007 musikzirkus-magazin.de: [...Und so geht es auf der ganzen CD in einer faszinierend rhythmischen Art immer weiter. Einen einzelnen Titel herauszustellen, fällt mir wirklich schwer, da die ganze CD ein Knaller ist. Für mich ist dieses zweite Werk von Bernd noch um einiges besser als sein Debütalbum. Wer elektronische Musik mit einer gehörigen Portion an Beats mag, der sollte hier unbedingt zugreifen. ......


moonbooter - Devided

06.01.2012
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www.gutsofdarkness.com: [Devided, because Moonbooter is divided. Him who likes the traditional Electronic Music, as much as `' House'' or `' Trance styles, tries to mix all three styles on the same opus. Even better, in each track. Giving to Devided a very dynamic sound texture where furious rhythms crossed more atmospheric passages. Nearly 75 minutes of music where Bernd Scholl diversifies his harmonies and sound effects on rhythms which cross techno, but a moderate techno, with the hypnotic sequences of Berlin School. Live In Peace starts Moonbooters second opus with rhythm and harmony. Behind the circular sequence, a beautiful mellotron synth fuses soft choruses which look curiously like the melodious world of Robert Fox on Underworld. An excellent opening, with rich sound colors. Order 77 and SFO The Beginning are other superb melodies with great harmonious arrangements that we will pick along this powerful rhythmic opus. With Analogyx, we enter into the more animated spheres of Devided. Dynamics and nervous, the synth whirl on juicy percussions which pulsate with intensity. The rhythm breaks and floats on an atmospheric interlude where the instruments seem to take their breathe. We will find these briefs moment, with smooth vaporous atmospheres and heteroclite sound effects, on most of the tracks on Devided. Moonbooter likes to toy with his rhythms and create atmospheres. Analogyx takes again its race on furious percussions, with Prodigy touch, and a bass mouldy line. Even if its a bit more techno, Core is build on a same musical pattern. The beat is on, nervous and felted as the intriguing and sensual Power and My Unknown Voice, witch has a progressive dance style approach. Nelectrance continues this musical push towards more unbridled and techno rhythms. Percussions strike on a heavy beat and a hypnotic bass line. Something between Depeche Mode and Jean Michel Jarre, just like Free From Dawn, another buster. Softer, and much melodious, Another Rainy Day has a flowing tempo, a little in a lounge mood style, like Power and its more spellbinding beat. I Can starts with strange vocals effects and move on a round and well balance bass line with lively percussions that amalgamate a beautiful synth. Tie together, we have the feeling that both throw melodic bits, here and there. Great percussions move on this powerful track. Among the fifteen tracks, Complexity is my favourite. On rotary sound effects, keys pulsate and move in echo on a line where string instruments rock the unknown. The percussions and the rhythm are slow, heavy. Subtly, the movement changes and takes a more orchestral moulding and blows a superb melody. Dark Wave is another jewel. On a strong beat, percussions bang and keys lost within an enveloping synth. Another line breathes a dynamic movement and the track explodes with unusual energy and fall on a melodious line which hooks instantaneously. Definitely, the more we approach the end, the more the jewels accumulate. The Truth is simply a superb melody which opens with a synthetic wind and keys falling with a nostalgic glare. A soft rhythm, as silky as its felted percussions, borer this intro with guitars keys and a soft Eastern wind flute. An excellent title which shows the skill of Moonbooter at producing string quartet and orchestral arrangements. Das Leben encloses Moonbooter second opus on a powerful whirling rhythm, swarming with unchained percussions. If Moonbooter mandate itself to join the random atmospheres of Berlin School to the wild rhythms and pulsations of a dance floor,
we can say; accomplished mission. Devided is a 75 minutes of intense music where percussions play catalyst part on arrangements and harmonious movements. Because on Devided, the percussions make the law. They are the rhythms, the power and the depth of stuffed cd of 15 titles with hanging harmonies. Sylvain Lupari Guts Of Darkness www.gutsofdarkness.com]...


moonbooter - Devided

06.01.2012
global reviews
www.gutsofdarkness.com : [Devided, parce que Moonbooter est divisé. Lui qui aime la Musique Électronique classique, autant que la €˜House ou le €˜Trance tente de croiser les styles. Ce qui donne un cd très dynamique où, effectivement, les rythmes endiablés sont vrillés par des passages atmosphériques. Un opus aussi harmonieux que Teralogica, mais plus intense. Devided cest près de 75 minutes où Bernd Scholl diversifie ses harmonies et effets sonores sur des rythmes qui croisent la techno, mais une techno modérée, aux séquences hypnotiques de la Berlin School. Live In Peace démarre avec rythme et harmonie. Derrière la séquence circulaire, un beau synthé enveloppant, aux souffles mellotronnés, fuse des chÅ“urs qui ressemblent étrangement au mélodieux monde de Robert Fox sur Underworld. Une excellente ouverture, riche en texture sonore. Order 77 et SFO The Beginning sont dautres superbes mélodies aux arrangements harmonieux que lon cueille sur cet opus aux rythmes puissants. Avec Analogyx, nous entrons dans les sphères plus animées de Devided. Dynamique et nerveux, le synthé tourbillonne sur de savoureuses percussions qui pulsent avec intensité. Le rythme casse et flotte sur un intermède où les instruments refont le plein. On retrouve ces brefs moment, aux atmosphères vaporeuses et effets sonores hétéroclites, sur la majorité des quinze titres sur Devided. Moonbooter aime nuancer les rythmes et créer les atmosphères. Analogyx reprend sa course sur de furieuses percussions, à la Prodigy, et une ligne bien basse, bien juteuse. Respectant la même structure de composition, Core embrasse un beat techno feutré, tout comme lintriguant et sensuel Power, de même que My Unknown Voice, un titre €˜dance très progressif. Nelectrance continue cette poussée musicale
vers des rythmes plus débridés, plus techno. Les percussions assomment sur un beat crevant et une ligne de basse hypnotique. Un croisement entre Depeche Mode et Jarre, tout comme Free From Dawn dailleurs. Plus doux, et tout autant mélodieux, Another Rainy Day possède un tempo coulant, un peu €˜lounge. Si vous aimez, Power est dans la même veine, mais avec un beat plus hypnotique. Sensuit I Can. Un titre génial avec une intro aux effets vocaux tordus. Le rythme crève sur une ligne bien ronde et pesante. Les percussions frétillent et épousent des mouvements qui se mélangent aux notes dun synthé tout aussi nerveux. Ensemble, ils créent lillusion de brins dharmonie. Un titre puissant qui progresse sur une bonne ligne de basse soutenue et des percussions claquantes à la Jarre. Complexity est ma préférée parmi cette collection de quinze titres. Sur des effets sonores rotatifs, les notes pulsent et avancent en écho sur une ligne où des instruments à cordes bercent linconnu. Les percussions et le rythme sont lents, pesants. Subtilement, le mouvement change et prend un moulage plus orchestral et souffle une superbe mélodie. Dark Wave est un autre bijou. Sur un beat corsé, les percussions claquent et les notes se perdent dans un synthé enveloppant. Une autre ligne souffle un mouvement dynamique. Le titre explose dune énergie peu commune et tombe sur un
mouvement mélodieux qui accroche instantanément. Décidément, plus la fin approche, plus les bijoux saccumulent. Car The Truth est une autre superbe mélodie qui ouvre avec un vent synthétique et des notes qui tombent avec un éclat nostalgique. Un doux rythme, aussi soyeux que ses percussions feutrées, perce cette intro avec des notes de guitares sur une flûte à saveur orientale. Un excellent passage qui démontre le talent darrangeur de Moonbooter. Das Leben clôture ce 2ième effort de Moonbooter sur un puissant rythme tourbillonnant, grouillant de percussions déchaînées. Si Moonbooter sest donné comme mandat de joindre les atmosphères aléatoires de la Berlin School aux rythmes sauvages des pulsations de planchers de danse, on peut dire; mission accomplie. Devided cest 75 minutes de musique intenses où les percussions jouent un rôle de catalyseur sur des arrangements et des mouvements harmonieux. Car sur Devided, les percussions font la loi. Elles sont les rythmes, la puissance et la profondeur dun cd bourré de 15 titres aux harmonies accrochantes. Pour amateur de Depeche Mode, Prodigy, Kraftwerk et Jean Michel Jarre. (vendredi 11 août 2006) www.gutsofdarkness.com ]...


moonbooter - Teralogica

06.01.2012
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Sylvain Lupari, gutsofdarkness.com: [...Un titre survolté, qui a la bougeotte. Du délire technique/techno qui joue sur les rythmes et se termine sur un message €˜vocoder de Bernd Scholl qui vous invite sur son site web. Jai été agréablement surpris par Teralogica et le travail de Moonbooter. Cest un titre qui a du coffre et qui se situe aux limites du techno. Bernd Scholl ma carrément étonné avec ses arrangements et ses mixes. Chaque titre couve une mélodie, et chaque mélodie se démarque des autres. Ce nest pas un piquage sans fin qui détonne et lasse. Cest bien travaillé, cousu et élaboré. Un travail génial. Faites vous plaisir et jouer le à haut volume, question de sen payer toute une. Un excellent cd pour les chaudes nuits de festivités estivales.] (samedi 15 juillet 2006)....


moonbooter - Teralogica

06.01.2012
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WP) www.synthmusicdirect.com : [...The music comprises warm pads and the sound of an old CR-78 beatbox (I believe). ' Beaachjam' is all smoky electric piano, strummed acoustic guitar and laid-back beats. It's the kind of thing you get on a gardening or interiors show. Perhaps they're best programmed out? Abstract effects open 'Wrong Order', before a crunchy, contemporary rhythm and sequence build. A lovely analog melody fits the backing perfectly. The album is back on track now I feel. 'Orgasmik' brings the CD to a climax! From laid back beginnings it gradually builds into a trance anthem! A tough one this. Four of the tracks are going to alienate hard-core SMDers. But the rest would be enjoyed by Otarion or Axxess (and possibly Skin Mechanix) fans. The quality of the music and production is very high, so perhaps it's worth a try for fans of the artists I've mentioned.] (...


moonbooter - Teralogica

06.01.2012
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Stephan Schelle, 2005 musikzirkus-magazin.de: [moonbooter nennt der Elektroniker Bernd Scholl sein Projekt. Bernd Scholl, den kennen wir doch durch zahlreiche Ambient- und Elektronikveröffentlichungen. Dieser Bernd Scholl hat aber mit dem allseits kannten nichts zu tun, lediglich die Namensgleichheit haben beide gemeinsam. Teralogica ist sein erstes Album, es erschien Ende 2005 auf dem SynGate-Label als CD-R. Elf Tracks hält das mit 66:52 Minuten gut gefüllte Album für den Hörer parat. Der erste Track First Sunset wird von einer recht simplen Pianomelodie, die auf einem Bassrhythmus gelegt ist, dominiert. Das klingt recht einfach, entwickelt beim mehrfachen Hören aber eine gewisse faszinierende Wirkung. Der folgende Track Strandmusique hat wenig von einer verträumten Strandidylle, vielmehr ist es ein sehr schneller, popartiger, rhythmischer Track, der schon tanzbar ist. Auch Let There Be Music hat einen gewissen Popmusik-Touch mit leichtem Kraftwerkeinschlag.
Sehr klassisch und etwas ruhiger geht Bernd dann bei Water Melody zur Sache. Wieder zaubert er eine recht einfache aber wirkungsvolle Melodie aus seinen Geräten. Aber auch für den Stereofreund hat Bernd etwas zu bieten, das zeigt er beispielsweise bei Under The Surface bei dem die Sounds von einem zum anderen Ohr hin- und herfliegen. Burning of You ist ein Track, bei dem eine weibliche Gesangsstimme für einen Gänsehauttreibenden Effekt sorgt. Sehr eingängiger Track, der auch über die Elektronikszene hinaus seine Freunde finden dürfte. Hat Bernd mal dran gedacht, den zu ner Radiostation zu schicken?
Bei Beachjam geht es dann etwas jazzig zu. Orgasmik fängt erst gemächlich an, steigert sich aber dann in einen stakkatoartigen Rhythmus der in Richtung Techno/Trance geht. Das ist noch mal ein Wachmacher am Schluss. moonbooter bietet auf seiner CD recht rhythmische, melodische und tanzbare Elektronikmusik, deren Elemente aus traditioneller Elektronik, Trance und Popmusik bestehen. So mancher Song entwickelt sich erst nach mehrfachem Hören. Also nur Mut und hört mal in die Scheibe rein. ...]...


Visible Breath - Tropospheric

02.01.2012
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Hinter dem Pseudonym Visible Breath steckt der aus Großbritannien kommende Musiker Paul Jaffrey. Er ist 1958 geboren und hat schon einige musikalische Erfahrungen hinter sich. Zu seinen Einflüssen, die ihn bei Visible Breath begleiten, gehören Electronica, Berliner Schule, Rock, Nu-Jazz, Ambient, Filmmusik und vieles mehr. Das macht natürlich neugierig auf das Album Tropospheric, dem ersten auf MellowJet Records. Zuvor sind aber schon mit Degrees Of Light und Fuse zwei weitere Alben unter Visilble Breath erschienen.

Der Name Invisible Breath ist auf klare, knackig kalte Wintertage zurückzuführen, wenn man die Kälte auf der Zunge spürt und den Atem förmlich sehen kann. So unterkühlt stellt sich die Musik von Paul dann aber doch nicht dar, vielmehr schifft er durch die Gewässer von Tangerine Dream, Mike Oldfield und Geoffrey Downes. Den Einstieg bekommen wir mit Invisible Spirals das zunächst mit herrlichen Sequenzen á la Tangerine Dream (der 80/90er Ära) beginnt und mit einigen Glockenklängen und Sounds auch die Nähe zu Mike Oldfield sucht. Doch die Keyboard-Passage, die sich dann anschließt, unterstützt von Schlagzeugrhythmus und E-Gitarre erinnert mich stark an das Wahnsinns-Album The Light Program von Geoffrey Downes, ohne das Appeal von Tangerine Dream zu verlieren. Ein absolutes Highlight hat er für mich damit schon an den Anfang der CDR gesetzt. Allein dieser Track lohnt die Anschaffung des Albums. Das Stück dürfte für meinen Geschmack wesentlich länger als knapp sechs Minuten dauern.

Paul hält aber diese Stimmung, die er zu Beginn des Albums erzeugt im folgenden Electric Anvil, das mit 13:04 Minuten längste Stück des Albums, aufrecht. Wunderbare Flächen, die sich durch den Hintergrund schieben, werden von Sequenzerrhythmen begleitet, auf denen Paul dann Melodiebögen setzt. Einfach traumhaft. Hier kann ich mich so richtig verlieren. Hatte ich gedacht, die Gänsehaut beim Opener würde sich zurückentwickeln, so kam sie unverblümt bei diesem Stück erneut zum Vorschein. Ich liebe diese Art von Musik.

Und auch eine Spur Pop lässt Paul in seine Musik einfließen, was in Core Of The Jet besonders deutlich wird. Hier klingt er streckenweise auch nach Andy Pickford. Das er auch sphärische, spacige Elektroniksounds auf der Pfanne hat, das zeigt Paul im fast 13minütigen Heavy Sodium Sky. Nach den ersten atmosphärischen fünf Minuten legt er aber den Schalter der Sequenzer um und ein retromäßiger Sound mit einem hypnotischen Rhythmus perlt aus den Boxen. Das Stück entwickelt sich weiter zu einem mitreißenden Track mit herrlicher Melodie.

Paul Jaffrey schafft es mit bekannten Klängen zwischen Tangerine Dream, Mike Oldfield und Geoffrey Downes den Hörer fest für sich einzunehmen. Die Musik hat eine ungeheure Suchtwirkung auf mich. Wer die vorgenannten Künstler mag (die Nähe zu Oldfield ist allerdings nicht so frappierend), der kann sich dieses Album getrost zulegen, er/sie wird ihre helle Freude daran haben. Dieses Album macht definitiv Appetit auf mehr.

Stephan Schelle 4/2011...


Bernd Kistenmacher - Celestial Movements (eingestellt)

02.01.2012
global reviews
[ ... Wer die xte Auflage von Bernds typischem Stil erwartet hat, der wird freudig überrascht,
wenn er die neue Scheibe Celestial Movements hört. Für meinen Geschmack hat er sich selbst
übertroffen und sein bisher bestes und abwechslungsreichstes Werk herausgebracht. Freunde
guter Elektronikmusik sollten hier unbedingt zugreifen.]
Stephan Schelle, December 2009 www.musikzirkus-magazin.de...


Bernd Kistenmacher - Celestial Movements (eingestellt)

02.01.2012
global reviews
[ ... All in all, the outcome is a contemporary work of electronic music in which Kistenmachers
signature from the past at times shines through evidently.]
Bert Strolenberg, www.sonicimmersion.org...


Bernd Kistenmacher - Celestial Movements (eingestellt)

02.01.2012
global reviews
[ ... Perhaps there is something of the sublime in a recording of synthetic instrumentation with very
cosmic themes that feels so very human and metaphysical at its core. While many a record has been
made highlighting the vast, cold utterly foreign view of outer space, it is truly fascinating to experience
a work of art portraying the universe as much more than just the result of the Big Bang or the setting
for space opera. Kistenmacher has painted a warm, humanistic and perhaps spiritual portrait of what
lies beyond our current home.] Bradford Warner...


Alpha Lyra - Music for the Stars 2

02.01.2012
global reviews
Alpha Lyra ist das Pseudonym des aus Frankreich stammenden Berufsfotografen Christian Piednoir (er hat unter anderem das Unterwasserfoto für das neue Bernd Kistenmacher-Album Beyond The Deep gemacht). Christian macht bereits seit den 80er Jahren elektronische Musik, das Projekt Alpha Lyra startete er allerdings erst 2005. Nach Music For The Stars und Aquarius ist Music For The Stars II das dritte Album des Franzosen.
Mit diesem zweiten Teil der Music For The Stars nimmt uns Christian mit auf den Trip in den Weltraum. Dabei bewegt er sich in der Nähe seiner favorisierten Musiker wie Klaus Schulze, Bernd Kistenmacher oder Steve Roach, um nur einige zu nennen.
Sieben Stücke mit Laufzeiten zwischen 8:01 und 12:59 Minuten beinhaltet dieses neue Werk. Mit den Cosmic Waves" bringt Alpha Lyra den Hörer zunächst sehr sanft in die Weiten des Alls. Weite Flächen und Harmoniebögen führen den Geist in andere Atmosphären und lassen ihn durch unendliche Gedankenwelten schweben. Erhabene und majestätische Soundwolken klingen, als würde man langsam an gigantischen Planeten vorbeifliegen.
Nach dieser ersten schwebenden Einlage passieren wir im zweiten Stück die Milchstraße, denn der Titel trägt den Namen Milky Way. Teils perlende Sounds und wiederum harmonische Synthieflächen erzeugen hier eine etwas spannungsgeladene Stimmung. Ich hab den Eindruck durch ein Sternenfeld zu fliegen, muss aber auf Hindernisse aufpassen. Ein sehr ruhiger Track, ganz im Stile von Space-Musikern wie Steve Roach.

Etwas rhythmischer und melodischer geht es dann im Track From Myzar To Alcor zu. Bei diesen beiden handelt es sich um einen Doppelstern, die zusammen den mittleren Deichselstern am Großen Wagen darstellen. Christian umkreist sie mit seinen flächigen Sounds mehrfach. Und mit Departure To Sirius geht es dann gleich weiter zum nächsten Doppelstern. Er befindet sich im Sternbild Großer Hund. Dieses Stück besteht nur aus Stimmungsbildern, die Christian recht düster aufgebaut hat. Das hat was von ScienceFiction-Soundtrack. Erst langsam entwickelt sich das über achtminütige Stück, das dann in der zweiten Hälfte in Richtung Klaus Schulze abdriftet, wenn perlende Sequenzer-Sounds in den Track einfließen.

Wir folgen Christian dann in The Barnards Star zu einem Stern, der sich im Sternbild des Schlangenträgers (Ophiuchus) befindet und von der Sonne aus gesehen der zweitnächste Stern ist. Obwohl er zu den sich am schnellsten bewegenden Sternen zählt, hat Christian die Musik dazu sehr erhaben und ruhig gestaltet. Auch bei diesem Track schweben die Sounds eher um den Stern, als dass sie durchs All jagen. Es folgt La Superba €“ ebenfalls der Name eines Sterns. Hier habe ich in den ersten beiden Minuten das Gefühl, irgendwo weit weg in einer unendlichen Einsamkeit zu schweben. Dann kommen Streichersounds auf und es wird orchestraler und Berliner Schule-mäßig, ohne diese schwebenden, zeitlupenartigen Stimmungen zu vernachlässigen.

Den Abschluss bildet dann Cygnus X-1, mit dem sich Alpha Lyra aus dem Kosmos verabschiedet. Nach einem schwebenden Beginn kommen ein getragener Rhythmus sowie Synthiechöre hinzu. Auch hier schimmert die Berliner Schule hervor um ihn mit Spacemusik zu verbinden.

Christian Piednoir hat auf Music For The Stars II in der Tat den Soundtrack für Weltraumflüge geschaffen. Steigt man in das Raumschiff von Alpha Lyra ein, dann kann man unendliche Welten bereisen und bisher unentdeckte Planeten erkunden. Oder man lehnt sich einfach zurück und lässt die Gedanken frei schweben. Wer auf elektronische Spacemusik der schwebenden Art steht, der bekommt hier eine gehörige Portion für sein Kopfkino geboten. Stephan Schelle, Juni 2010...


moonbooter - Orbit Number 2 (5.1 Surround DVD)

02.01.2012
Mr. Review
Bernd Scholl, der sich hinter dem Pseudonym Moonbooter verbirgt, hatte bereits bei seinem Konzert auf dem Burg Satzvey-Festival am 22.04.2006 angekündigt, dass er eine DVD herausbringen wird, auf der seine Musik mit Bildern der NASA unterlegt ist. Einen Vorgeschmack bekam das Publikum bei dem Konzert. Nun liegt mir die DVD mit dem Titel Orbit Number 2 vor, die im Oktober erscheinen wird. Bernd konnte dafür reichlich Originalfilmmaterial mit freundlicher Genehmigung der NASA benutzen.
Bis auf seinen Remix von Erik Seiferts Haka, das sich auf der aktuellen CD Orbit Num-ber 2 befindet, sind alle Stücke, auch die MP3-Zugaben, auf der DVD enthalten. Insgesamt zehn Stücke, die aber in einer anderen Reihenfolge, als auf der CD angeordnet sind, bietet die gut 90minütige DVD. Bernd hat die Stücke komplett im 5.1 Surroundsound gemastert, was ihnen auf einer Surroundanlage einen räumlichen Klang verleiht. Man kann die DVD aber auch im Stereoformat abspielen.
Die Menüsteuerung ist sehr ansprechend gemacht, stimmt sie doch mit ihren Sounds und Bil-dern schon auf den Inhalt ein. Neben dem Abspielen der kompletten Clips kann man auch die einzelnen Stücke separat ansteuern.
Die DVD beginnt mit dem Stück Genesis Device, zu dem Bilder der Apollo 11-Mission gezeigt werden. Gleich zu Anfang sehen wir, wie die Raumfähre vom Mond aufsteigt, dann zieht die Mondoberfläche an uns vorbei. Diese ersten Bilder sind in schwarz/weiß gehalten und aufgrund ihres Alters auch etwas pixelig. Das tut dem Ganzen aber keinen Abbruch, denn so sind die Originalaufnahmen nun mal.
Bernd hat bei Antagonism die Bildaufnahmen farblich verfremdet, so dass man nicht immer erkennen kann, um was es sich gerade handelt. Das verpasst ihnen einen psychedelischen Anstrich. Bei Illusion (Sky Mix) zeigt er uns Aufnahmen vom Himmel mit vorbeiziehenden Wolkenformationen, dem er einige Computeranimationen hinzugefügt hat. Und bei As Time Goes By werden, dem Titel entsprechend, Bilder aus der kompletten Ära der Raumfahrt ge-zeigt, dieses Mal aber als Diashow.
Ob wir nun die Erde vom All aus sehen, Raketen beim Start beobachten, ein Spaceshuttle, das Skylab oder einen Satelliten durch den Orbit ziehen sehen, Astronauten auf dem Mond, Bilder anderer Planeten, erste Versuche mit Raketen und Fluggeräten oder Computeranimierte Se-quenzen, die Bilder passen hervorragend zur Musik von Moonbooter. Auch die Schnittfolge und die Einfügung von Effekten sind sehr gelungen. Im vierseitigen Beiblatt hat Bernd in knappen Worten in Englisch erklärt, um welche Aufnahmen es sich bei den einzelnen Stücken handelt.
Bernd ist mit dieser DVD eine hervorragende Visualisierung seiner Musik gelungen. Dabei bieten die unterschiedlichen Stilelemente, die er eingesetzt hat, für genügend Abwechslung. Darüber hinaus kann sie auch mit einem exzellenten Klang glänzen. Orbit Number 2 ist eine DVD, die sich der Elektronikliebhaber unbedingt zulegen sollte.
Stephan Schelle musikzirkus-magazin.de...


moonbooter - Orbit Number 2 (5.1 Surround DVD)

02.01.2012
Mr. Review
Lespace et les confins des galaxies sont la prémisse dimaginations débordantes dirréalisme. Cette fascination sest transposée sous différentes facettes artistiques, incluant littérature, cinéma et musique, spécialement la MÉ. Poussant les limites de son imagination, Bernd Scholl a modulé Orbit Number 2 en vaste préambule musical mettant en relief lhistoire de lhomme et de son évolution spatiale. Présenté en 10 missions, Orbit Number 2 le DVD est un hommage aux pionniers de lespace et leurs explorations spatiales. La musique est entièrement en 5.1 Surround avec près de 17 minutes supplémentaire eu égard au CD. Une musique encore plus précise et puissante qui reflète lambiance du CD, avec des images darchives dune époque lointaine où tout était en noir et blanc avec des ondes visuelles brouillées. Le contraste artistique est étonnant, tout en se mélangeant parfaitement au synchronisme du déroulement. Les images proviennent de la NASA, et certaines sont inédites, alors que dautres découlent de différentes sources, incluant des animations réalisées sur logiciels. Un mélange paradoxal de lévolution visuelle et des cultures opposées. Le résultat est simple, mais efficace. À partir dun sujet érodé par lusure documentaliste, Moonbooter captive par une musique vivante, séquencée qui gravite entre détranges cadences, lorsque lon regarde les mouvements dapesanteur, mais étrangement cohérentes avec lanimation offerte. Par moments, on a limpression que tout bascule dans une atonie visuelle qui détonne de son décor auditif. Une vision artistique audacieuse qui est un très beau prétexte à lexploration musicale dOrbit Number 2.
Sylvain Lupari from gutsofdarkness.com...


moonbooter - Orbit Number 2 (5.1 Surround DVD)

02.01.2012
Mr. Review
EN: [Space and galaxies are the premise of wild imaginations of unrealism. This fascination finds its ways under various artistic facets, including literature, cinema and music, especially the EM kind. Pushing the limits of its imagination, Bernd Scholl modulated Orbit Number 2 in vast musical preamble, highlighting the history of man and his spatial evolution. Introduced in 10 missions, Orbit Number 2, the DVD, is homage to space pioneers and their explorations. The music is entirely Surround 5.1, with nearly 17 additional minutes have regard with CD. A music even more precise and powerful which reflects the ambiance in the CD, with archives images of a remote time where all was in black and white with scrambled visual waves. The artistic contrast is astonishing, while mixing perfectly with synchronism unfolding.
The images come from NASA, and some are totally new and publish for the first time, whereas others rise from various sources, including software animations. A paradoxical mixture of the visual evolution and opposite cultures. The result is simple, but effective. Starting from a subject eroded by years of showings, Moonbooter captive with a living and good sequenced music which revolves between strange beats, when the movements of weightlessness are showed, but curiously coherent with animation offered. Per moments, we have the impression that everything fall over in a visual lifelessness which clashes of its auditory decoration. A daring artistic vision which is a very beautiful...


moonbooter - World of Apes 2

05.10.2011
Uwe Saße
Bernd, wo soll das noch hinführen ?? Wo ist die Grenze, wo es nicht mehr besser gehen kann ? Bei Dir gibt es sowas wohl nicht..... :-) Moonbooter schafft es immer wieder, seine Musik ständig weiter zu entwickeln, jede CD wird ein Knaller und die Messlatte wird höher und höher. World Of Apes 2 befasst sich wieder mit einem sehr brisantem Thema: Atomkraft, Aufrüstung, Kriege. Jeder macht sich seine Gedanken, doch wie setzt man so etwas in Musik um ? Der Beweis ist hier zu hören, denn besser geht es kaum. In knappen 75 Minuten kommen hier all jene Gefühle und Gedanken rüber.... man kann die Musik nicht nur hören, sondern auch fühlen......

Wieder mal ein tolles Album von Moonbooter, Soundtechnisch auf allerhöchstem Niveu. Diese CD MUSS man haben !!
Wann gehts weiter ?? :-))...


Alpha Lyra - Music for the Stars 2

29.09.2011
Uwe Saße
Christian Piednoir aus Frankreich war mir bisher gänzlich unbekannt, aber das wird sich mit dieser tollen Musik wohl ändern ;-) Das ist Deep-Space vom feinsten, bestens geeignet zur Tiefenentspannung, aber auch zum "nebenbei-hören". Man geht automatisch mit auf die Reise, ein entziehen ist bei dieser schönen Musik nicht möglich. Wunderbar..... Zu buchen ist diese fantastische Reise zu den Sternen bei -Mellowjet- .....da flieg ich bestimmt des öfteren mit :-))...


MaEasy - Topp Cosmos

29.09.2011
Uwe Saße
Hmm, was soll ich sagen/schreiben ? Das ist ja mal ganz andere EM ...... wenn man die Musik denn in die elektronische Musik einordnen kann ;-)
Auf jeden Fall sehr gewöhnungsbedürftig ... irgendwie "Crazy", aber interessant. Ich weiß nicht, wieviele Stile, hier eingebunden wurden, sie ist poppig, funky, jazzig. Alles gemischt, ineinander gehend und das komische daran ist : ES PASST!! Ich habe MaEasy ja beim Raumzeit-Festival in Dortmund das erstemal sehen- und hören können und es hat einfach Spass gemacht ! Auf jeden Fall braucht man für diese Musik eine gewisse Bereitschaft, sich auf was neues einzulassen. Aber wer flexibel ist, wird belohnt :-)...


MaEasy - Doktor Futura

29.09.2011
Uwe Saße
Ich muss echt schmunzeln ;-) Alleine schon die Titelwahl ist der Wahnsinn, da musste ich bei einigen Titeln 3x hingucken und hab´immer noch das Gefühl, mich verschrieben zu haben :-))
Die Musik ist genauso verrückt (positiv gemeint), wie die -Topp Cosmos- , nur dass sie jazziger klingt. Sowas muss man echt mal gehört haben. Mit MaEasy haben wir jedenfalls einen Musiker, der polarisieren wird ! Entweder man sagt : "G..le Musik, echt irre"....oder man schlägt die Hände überm Kopf zusammen :-)
Für mich jedoch ist Christian Meiser, wie er mit richtigem Namen heisst, eine Bereicherung der EM-Szene....


moonbooter - Teralogica

14.01.2011
Mr. Review
à lart de dénicher de beaux petits talents cachés; Erik Seifert, Dorian, Certamen, Head Heart & Soul et plusieurs autres que je ne connais pas encore. Tous des artistes qui ont un point en commun; la passion de la MÉ. Est-ce de la Berlin School? Franchement je nen suis pas certains. Les catégories, sous divisions et sous genres connectés à la MÉ sont si similaires et contradictoires à la fois que cen est déroutant. Mais limportant cest la musique et ici nous avons un cd de 65 minutes de musique mélodieuse et énergique. De quoi passer un bon moment. Teralogica cest Bernd Scholl (Ne pas confondre avec lautre Bernd Scholl). Un nouveau venu qui a des années dexpérience sur la scène techno Allemande. Un artiste qui aime quand ça bouge, quand ça cogne. À moins que lon affectionne seulement la musique ambiante, il ny a pas grands failles à Teralogica. First Sunset est une superbe mélodie. Le genre de truc qui colle à loreille. Un beau piano nous enchante sur une bonne ligne basse et pesante. Appuyé par de soyeuses percussions qui claquent avec discernement. Un titre léger qui a du punch avec de belles envolées synthétiques. Strandmusique suit avec dynamisme. Un titre agressif qui cogne avec une lourde basse rythmique. Derrière ce beat denfer, et les percussions qui roulent, une mélodie synthétique virevolte et se promène au gré des variations séquentielles. Un autre truc soyeux qui accroche, surtout lorsque la section des cordes sajoute, donnant plus de profondeur et de recherche sonore. Let there be Music enchaîne avec un beat sur fond décho. Un autre beat €˜tape du pied qui est poussé par une voix électronique et une ligne de basse à saveur de plancher de danse. Water Melody est représentative de son titre. Une douce mélodie qui prend naissance sur un fond de vagues docéan. Mélancolique le piano est rejoint par un synthé à la Kitaro et une couche de guitare, donnant un effet de ballade cosmique. Cest beau et ça détend. Cest aux limites du New Age. Le synthé à la Kitaro est sublime, tout comme les arrangements. Under the Surface reprend les mesures rythmiques. Le début est craquant avec les sonorités basses en forme de boucle. Les percussions samènent, augmentant la cadence, les synthés enveloppent, donnant plus de richesse. Un titre à tempo bouclé qui bouge sur des notes synthétiques en mode écho. Analog Bubbles poursuit sur un rythme tout aussi nerveux. Hésitantes, les notes progressent sur un fond tamisé dun faible écho. Après le premier passage, le beat sactive plus sur des percussions claquantes. Le tout prend place et moule un rythme soutenu par un jeu de synthé éclectique et une bonne ligne de basse nerveuse. Wind Blows caresse les seules notes atmosphériques. Le tempo est suspendu et entouré deffets sonores, dont une percussion qui sanime de plus en plus. Le rythme progresse sur une bonne basse et un synthé qui accentue son étendue aux travers des différentes variations sonores. Ce qui donne un tempo atmosphérique différent des rythmes endiablés que lon retrouve au long de Terralogica. Le rythme casse sur une superbe apparition du piano. Mélodieusement divin. Le style de titre qui accroche dès la première écoute. Là aussi, les arrangements sont superbes. Sensuel, Burning for You nous berce sur un rythme sobre et une voix féminine qui tranche dans cet univers métallique. Le genre de truc qui pourrait jouer à la radio. Beachjam embrasse un style jazz. Très léger il sétire sur un mode hypnotique que des notes de saxophone et de guitare viennent embellir. Sous une intro où les percussions vaporeuses prédominent Wrong Order vrille et sentortille sur un synthé fuyant aux airs de violon arabe. Un titre au tempo lent et envoûtant. Orgasmik sort de son cocon suavement. Les rythmes sont hésitants sur une bonne ligne basse qui attend le signal. Doucement le stroboscope sonore se met en marche et le rythme techno déferle sur une sublime descente synthétique. Un titre survolté, qui a la bougeotte. Du délire technique/techno qui joue sur les rythmes et se termine sur un message €˜vocoder de Bernd Scholl qui vous invite sur son site web. Jai été agréablement surpris par Teralogica et le travail de Moonbooter. Cest un titre qui a du coffre et qui se situe aux limites du techno. Bernd Scholl ma carrément étonné avec ses arrangements et ses mixes. Chaque titre couve une mélodie, et chaque mélodie se démarque des autres. Ce nest pas un piquage sans fin qui détonne et lasse. Cest bien travaillé, cousu et élaboré. Un travail génial. Faites vous plaisir et jouer le à haut volume, question de sen payer toute une. Un excellent cd pour les chaudes nuits de festivités estivales.] (samedi 15 juillet 2006).Sylvain Lupari, gutsofdarkness.com...


moonbooter - World of Apes 1

12.11.2010
MellowJet-Records 2010
[...Wer Moonbooters Musik kennt und sie mag, dem kann ich das neue Werk wieder uneingeschränkt empfehlen. Es tut gut zu sehen bzw. zu hören, dass man sich auch in der Elektronikmusik mit ernsten Themen auseinandersetzen kann, ohne Lehrmeisterhaft zu wirken. Die Musik ist für sich sehr eingängig und kann auch ohne Gedanken an den atomaren Wahnsinn genossen werden. Und wer sich dem Thema etwas mehr öffnen mag, der hat auch die Chance dazu. Ich für meinen Teil hoffe, dass es eine Fortsetzung geben wird.] Stephan Schelle, April 2010 www.musikzirkus-magazin.de...


moonbooter - World of Apes 1

12.11.2010
MellowJet-Records 2010
[Bis jetzt meinte ich bei jeder neuen CD von Moonbooter immer: "Bis jetzt seine beste" ... und das behält auch seine Gültigkeit Ein besseres Argument über die Abrüstung von Waffen u.a. als diese Musik, gibt es doch nicht. Lasst alle, die darüber Verhandeln, diese CD hören und wir hätten diese Probleme nicht mehr. Besser kann man dieses Thema kaum in Musik umsetzen, wie es Bernd auf dieser CD bewiesen hat. Tolle Melodien, die alles wichtige audrücken, egal ob Warnungen über die Zerstörungskraft der Waffen, oder ob es um neue Hoffnungen geht....hier spricht die Musik in einer sehr ausdrucksstarken Art und Weise, da braucht man keine Worte mehr. Klasse CD, da geht kein Weg vorbei. Diese CD sollte jeder EM-Hörer haben ! Ich freu mich auf die Fortsetzung.] Uwe Sasse, April 2010 http://home.arcor.de/uwesasse...


moonbooter - World of Apes 1

12.11.2010
MellowJet-Records 2010
[...Eine gewisse Begeisterung kann man dem Review sicherlich entnehmen. Umso schöner wenn diese ganz ehrlich sein kann und nicht im Verdacht einer Hype-Welle stehen muss. 'World of Apes' kann ich nur jedem ans Herz legen, der sich gerne mit Klängen Geschichten erzählen lässt. Abwechslungsreich und zugleich schlüssig ein Werk, dem mehr Aufmerksamkeit gebührt. Oh Wow! Ein Konzeptalbum das Freude bereitet!] Ralf Schaffelhofer August 2010 http://www.medienkonverter.de/kritik.php4?id=4236...


moonbooter - World of Apes 1

16.04.2010
Christoph Cech
Ein herausragendes Konzeptalbum.

Hier ist dem Komponist "moonbooter" gelungen ein schwieriges Thema aufzugreifen und musikalisch umzuzetzen.
Ein sehr persönliches Werk. Aber dafür ist es auch sehr selten in der elektronischen Musik Szene,
sich mit dem Umgang und der Abrüstung von Atomwaffen zu beschäftigen. Schon fast dokumentarisch
enthält dieses Album viele historische O-Ton Dokumente, die stilistisch sicher eingebettet in
einer fantastisch arrangierten Musik den Hörer emotional mit auf die Reise in
eine "World of Apes" nimmt.

Gruß Codo...