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Live Münster November 2018

 

 

Live Münster November 2018

Bewertungen



Otarion - Decide

08.09.2017
MusikZirkus
Rainer Klein kennt man seit 1997 in der Elektronikszene als Otarion. Seit 2013 veröffentlicht er seine Musik beim deutschen Label MellowJet Records. „Decide“, das im Sommer 2017 herauskommt, ist das mittlerweile fünfte Album auf diesem Label. Das neueste Werk trägt auf der Rückseite der Hülle den Vermerk „file under: Soundtrack“ und damit liegt das Label richtig, denn Rainer Klein hat seine neun Stücke so aufgebaut, dass sie sich perfekt für die Untermalung von Filmen eignet.






Rainer schreibt im Booklet zu seiner Musik folgendes:
Die persönliche Stimmung, Intuition und Inspiration prägen am Ende das Ergebnis meiner Kompositionen, welche meist Genreübergreifend sind. Wohin die musikalische Reise gehen soll, und welches Stück es auf mein nächstes Album schafft, das entscheide ich aber sehr bewusst. Kraftvolle Musik mit Gefühl, Seele und eigener Persönlichkeit.

Denn so vielfältig wie das Leben, ist auch die Welt der Musik. Deshalb muss ein neues Album auch ein neues Hörerlebnis offenbaren. Diese persönliche Vorstellung ist das Fundament meines musikalischen Schaffens.

Und in der Tat hat er wieder monumentale Elektronikmusik geschaffen die mit weiteren musikalischen Stilelementen verknüpft wurden. Verträumte Melodien treffen hier auf monumentale/hymnische Passagen um dann wiederum mit rockigen Zutaten gewürzt zu werden. Auch mischt er in seinen Tracks elektronische Klangerzeuger mit Naturinstrumenten. Das macht „Decide“ zu einem abwechslungsreichen und spannenden Album. Otarion führt damit den Weg, den er auf seinen letzten Alben eingeschlagen hat, konsequent fort.

Das 9:41minütige „Each Other“ eröffnet den Reigen der neun Tracks auf dem Album und zeigt sich auch von einer Soundtrack artigen Struktur. Hymnische Sounds die zwischen traditioneller Elektronik und sphärischem Artrock pendeln sind zunächst zu hören. Dann setzt ein kraftvoller Rhythmus ein, der dem Stück ordentlich Drive verleiht um im nächsten Moment in eine andere Richtung zu laufen. Da kommen dann im weiteren Verlauf auch pumpende Beats mit rockigen Gitarre auf. In diesem Opener zeigt sich schon der abwechslungsreiche Stil, den Otarion in seinen Stücken aufbaut.

Mit Gitarrenklängen startet „Considered“. Hier werden atmosphärische, leicht in den sphärischen Artrock driftende Harmonien aufgebaut und im weiteren Verlauf mit einem sehr filigranen Rhythmus versehen, zudem sich u. a. eine verträumte Synthiemelodie gesellt. „Contemplate“ verfügt dagegen über den Spirit, den auch MorPheuSz oder Ron Boots & Friends versprühen, während „Varied“ mit tanzbaren Passagen aufwarten kann. Dem folgt dann mit dem 12:15 Minuten langen „Unpublished“ der längste Track des Albums. Leicht spacig beginnt dieses Stück um dann nach ca. zwei Minuten in einen verträumten Part überzugehen. Otarion fügt im Verlauf immer mehr Instrumente bzw. Sounds hinzu und lässt dieses Stück zwischen ruhigen teils ambienten/loungigen und sphärisch/rockigen Passagen (mit E-Gitarre) wandeln. Leicht technoide Züge mit Vocoder verfremdeter Stimme und herrlich eingängiger Melodieführung und sanften Passagen weist dagegen „Seven Chapters“ auf.

Monumentales, Soundtrack artiges Flair versprüht dagegen „Behold“, das im weiteren Verlauf sehr rockige Züge annimmt, sobald der Schlagzeugrhythmus einsetzt. Mit außergewöhnlicher Rhythmik, verknüpft mit wunderbaren Harmonien beginnt „Decisived“ um nach wenigen Momenten in einen unwiderstehlichen, technoartigen Part überzugehen. Das Stück steigert sich immer weiter. Den Abschluss bildet dann das verträumte 7:44minütige „Alternate“ in das Otarion auch wieder einige sehr schöne Gitarrenparts eingebaut hat und das sich im Verlauf rhythmisch steigert (eine Spur Tangerine Dream ist hier auch auszumachen).

Mit „Decide“ hat Rainer Klein aka Otarion wieder ein sehr anspruchsvolles und tolles Album herausgebracht, das die Grenzen zwischen den unterschiedlichen Musikrichtungen – auch wenn es sich hauptsächlich in der instrumentalen Elektronikmusik bewegt - aufhebt. In jeder Faser ist dieses Werk spannend und elektrisierend, denn sobald man sich auf eine Passage eingestellt hat, wechselt Otarion seinen Track ein ums andere Mal in eine andere Richtung. Tolles Werk !!!!

Stephan Schelle, Juni 2017...


moonbooter - Schwarzmond

09.03.2017
global
Auch Bernd Scholls neuestes Album verfolgt die Synergie seiner astromedialen Verbindung von Space und Sound, vollführt dabei aber eine deutliche Veränderung. Es klingt deutliche defensiver, reduzierter und nachdenklicher als die vergangenen Alben des Eifelers. Natürlich gibt es die typischen Beats und Rhythmus-Muster die eben den Moonbooter-Sound ausmachen, aber der schwarze Mond mag irgendwie suggerieren als ob seine Musik einen kleinen Wandel durchlebt. Einige der Tracks erfordern deutlich mehr Zeit zum Zuhören und weniger des Konsumierens. Gut so und vielleicht führt der nächste musikalische Weg sogar mal auf irdische Breiten- und Längengeraden, wäre doch toll mal zu erfahren wie sich die Musik von Bernd Scholl durch heimische Inspirationen anhören würde. Tolles Album. Stefan Erbe, www.empulsiv.de...


moonbooter vs Otarion - Live Muenster 2016

08.03.2017
Uwe
Die beiden scheinen sich gut zu verstehen, der Moonbooter (Bernd Scholl) und der Otarion (Rainer Klein) :-) Die -Live Münster 2016- sprüht nur so vor Spiellaune, das hört man wirklich von der ersten Sekunde an! Richtig kraftvolle und melodische Stücke kommen hier durch die Boxen und : es ist echt schwierig die beiden Stile zu trennen, bzw. zu unterscheiden, so gut ergänzen sich die beiden. Tja, da kann man es kurz machen und Euch ein großes Lob aussprechen : Klasse Arbeit !! Wer auf schöne Melodien steht, sollte hier sofort zugreifen, denn diese Musik tut einfach gut. An Moonbooter und Otarion geht eh kein Weg an vorbei, und die beiden zusammen erst recht nicht! Uwe Sasse / Sequenzerwelten...


moonbooter - Schwarzmond

06.03.2017
global
What a great album! Although the year just has started there is a great change that it will become, for me personally, the best album of the year! ... from Roger at emportal.info...


moonbooter - Schwarzmond

06.03.2017
global
Regular as a clock and always faithful to his style of Intelligent Cosmic Dance, Moonbooter returns us with his annual 2nd album solo where his beats of dance are fooling around with some good electronic rock which always soaks in atmospheres of Berlin School. And in each of his albums, if my memory is faithful to me, Bernd Scholl manages to stick us a couple of musical itches between our two ears. And “Schwarzmond” doesn’t do exception and starts with strength.
After the very ambiospherical introduction of "Praeludium", "Daft Moon" spits its rhythmic poison with heavy pulsations from which every blow rises a line of sequences and its dusts of prism. The title is unequivocal! It’s a hymn of dance with good orchestrations and a very selective approach of the effects on a contagious structure of rhythm. That’s not really my kind, but the fans of Daft Punk here, and all over the album by the way, will be fooled by this so similar mood! Nervous in its static envelope, "Deep Breath" calms the tone with a structure of rhythm which will make our fingers dance more than our feet. Quietly, after the fury of "Daft Moon", Moonbooter slides towards a music of dance more accessible to the fans of a more rock EM which is closer to the roots of Berlin School. A sweet morphic lullaby with a lot of bright stars tones which sparkle and float in a crystalline envelope, "LuLeLa" is the front door of this Moonbooter universe where the borders between pure Dance music, E-rock and ambient merge marvelously. "Epiphany" opens with a cloud of oscillating sequences which pound with a good static pace in the effects, one would say barkings of dogs, and in layers of mist where pearl absent voices. The bass pulsations emerge around the 57th second, giving a look of a hymn of dance and trance where get graft fragile harmonious chords. This semi-ambient phase goes for a structure of dance of the 70’s with orchestral holds which spin on the undulations of a humming line and of clacking percussions. "Nachtvogel (The Birth)" follows with a good passage of retro Berlin School atmospheres with sequences, which make very TD of the Flashpoint years, which are dying in acrid vapors. There is some tension here which gets free of a chaotic and rodeo structure which is "Satellite", a good electronic rock coated of twists and solos of a synth in harmonious mode which decorates a heavy and good spheroidal approach. It’s the kind of title that leaves its imprints in the bottom of our eardrums.
"Theia" opens the 2nd part, the most delicious I would insist, of “Schwarzmond” with a solid and very catchy structure like only Bernd Scholl is capable of concocting. The approach is slow and lascivious while hesitating between the winged ballad of orchestral mists and a morphic techno ideal for a cosmic ballad. It’s a wonderful track that stays between our ears for a long time! So long that its flavors go towards the somber "The Raven's Light" which shows on the other hand a good swiftness with a rhythmic crescendo, a kind of bolero, as the seconds run out from the timer. Bernd Scholl likes to add effects of NASA voices to his structures. Here it’s in "Apollo 13" that they occupy the spaces of atmospheres. The structure of rhythm is a kind of a cross breeding between a spheroidal approach and another one bounding which oscillates between Jarre and Daft Punk with effects of fat and nasal chirpings. "Nachtvogel (The Awakening)" is as much delicious as "Theia" and "Nachtvogel (The Birth)". It’s too short! But its flavors flood the first steps of the very intense and filmic "238.900 Miles" which, from the ambient and ethereal approach, gets transform into a good and lento electronic rock that Harald Nies peppers of superb and furious guitar solos. "Daft Moon (Reprise)" is the other side of the décor of the very Techno hammering "Daft Moon" and concludes “Schwarzmond” with a structure of cosmic ambiences which rests our ears of this very good musical mixture (yet, another one) in sounds, in tones and in rhythms of Moonbooter. The only artist who convinced me that the EM of the Berliner style and/or cosmic could get out of its bed without disappointments nor bitternesses.
Sylvain Lupari (February 28th, 2017)...


moonbooter vs Otarion - Live Muenster 2016

06.03.2017
global
For the 2nd consecutive year, Moonbooter participates at the Cosmic Night Event, which takes place at the Münster Planetarium in Germany, together with an artist of his own label MellowJet Records. Otarion succeeds Wellenfeld for this event by interpreting 4 titles of his last album while that Moonbooter goes also for 4 selections of his latest album Cosmoharmonics. And a fact to underline, both artists propose also an unedited title for the encores.
The whole thing starts with the intense "Follow the Thread" from the German artist Otarion. Ambivalent structure of rhythm where the abrupt phases and others more static, with effects which will remind of the Techno new wave approach of Orchestral Maneuver in the Dark, which go in and go out in a delicate harmonic shroud, this title from the Constellations and the Red Thread album is a pretty good appetizer to this mini festival of Cosmic Dance Music where the first 58 minutes follow in line as if it was from the same artist. So the jumpy beat, the swirling sequences and the vocoder of "Drop", from Moonbooter, seem surprisingly bound to "Follow the Thread". The 2 artists are exchanging the lead following each tracks. If 2 first ones fit marvelously, it’s just as much for the solid "Inspired", amputee of 4 minutes here, and the hypnotic trance spiral which is "Simply Ethereal". And in spite of the very Dance techno approach, the music of Moonbooter and Otarion inhales of lightness by sitting down more on the hymns than on a full excess of effects and pastiches artifices which are too strongly used by the designers of the kind. Both keep also this small floating side of cosmic EM with "The Mysterious" which does very Vangelis and futurist too. The danceable and heavy approach of "The Greatest Mystery", one of the most solid titles of Cosmoharmonics, is more than opportune at this moment of the show. And bound to the explosive, everything is relative in electronic cosmic music, "Reverberation" as well as in the very slow, dense and orchestral "Earth Two", a very good title a la Jarre from Moonbooter; We enter in the pinnacle of this show. And now the presents! The unedited music pieces... "Unpublished", by Otarion, respects in every aspect the very Teutonic approach of the Düsseldorf School that Rainer Klein has groped around in his last album. However, the short duration of the title makes so that Otarion seems to have the hands tied, him who excels at the art to weave harmonies tinted of melancholy on his hymns of Germanic dance. But Moonbooter is capable of making burn a dance floor with his capacity to incorporate the acrid vapors of Berlin School in his rhythms of lead, like in "Like Angels". Let's say that with these 2 unpublished titles, the spectators had to have feet on fire due to skipping relentlessly.
Half in earnest, half in jest, my thoughts are always torn when my ears are deafened by the hummings of the pulsations (boom-boom) of the inexhaustible rhythms of dance. If the recipe worked very well the past year with Moonbooter vs Wellenfeld, she is going to take off even more with this last version of this Cosmic Night Event because the music of Constellations and the Red Thread fits more to this event than that of the albums The Wave and Elements from Wellenfeld, highlighting the visions and the complicity of Moonbooter and Otarion. At the end of the day, I had a pretty nice time listening to this “Moonbooter vs Otarion Live Muenster 2016” which ends to be a is a good album of Intelligent Cosmic Dance Music without those perpetual sterile subtleties that makes of it something so useless from times to times!
Sylvain Lupari (February 27th, 2017)...