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Live Münster November 2018

 

 

Live Münster November 2018

Bewertungen



Faber - Monumentum (NEU)

18.06.2018
MusikZirkus
Zwei Jahre sind vergangen seit der deutsche Elektronikmusiker Ronald Schmidt aka Faber sein letztes Album unter dem Titel „Earthbeats“ veröffentlichte. Im Frühjahr 2018 erscheint mit „Monumentum“ das mittlerweile 13. Album, das er unter dem Pseudonym Faber herausbringt und es ist wieder ein ganz außergewöhnliches Werk geworden. In den vergangenen zwei Jahren hat Ronald frische neue Ideen gesammelt, aus denen er zehn tolle Stücke mit Laufzeiten zwischen 3:16 und 9:18 Minuten Spielzeit für das neue Album eingespielt hat.






Hatte Faber bisher auf rein elektronische Klänge gesetzt, so geht er auf „Monumentum“ einen neuen Weg, denn mit Jann Hansen an der Posaune und Freddy Schlender an der Gitarre hat er sich zwei Musiker mit „organischen“ Instrumenten an die Seite gestellt, die drei seiner Stücke eine zusätzliche Note verleihen.

Spacig mit futuristischen Flächen steigt Faber im eröffnenden Stück „Ancient Monument“ in sein neues Album ein. Das klingt wie der Soundtrack zu einem Science Fiction Film. Die Klänge die er in den ersten Momenten benutzt erinnern dabei an Vangelis. Doch bereits nach etwas mehr als einer Minute des 9:18minütigen Stückes kommt ein Rhythmus hinzu, der das Stück nun in eine etwas andere Richtung lenkt. Es entwickelt sich ein faszinierendes Stück, in das man immer mehr hineingezogen wird. Man hat das Gefühl eine unheimliche Spielfreude bereits in diesem ersten Track wahrzunehmen. Es klingt, als wäre das Stück live eingespielt worden. Diesen Eindruck verstärkt in der zweiten Hälfte auch noch Freddy Schlender mit seinem Gitarrensolo.

Sequenzer und ein Rhythmus aus dem Drumcomputer starten dann in den zweiten Track „Sacred Spirit“, der dann auch noch mit sakralem Gesang verziert wird. Das Stück hat auf eine sehr ansprechende Art und Weise einen leicht nostalgischen Touch, was Faber durch die Sounds, die leicht antiquiert wirken, erzeugt. Eine weibliche Stimme spricht dann noch einen Text, wie man es von Bands der Marke Enigma her kennt, ohne aber diesen Stil auch nur ansatzweise zu kopieren. Vielmehr nutzt Faber dies als weiteres Stilmittel für seinen Track. Den sakralen Effekt verstärkt er dann noch um einen Orgelsound, der in den Track eingebaut wird.

Wave artig, mit einem Rhythmus der leicht an Ultravox’ „Vienna“ erinnert, geht es dann im nächsten Track „No Other Way“ weiter. Die Wave artigen Elemente mischt er dann mit Sounds, die stark auf Kraftwerk weisen. Aber auch hier macht sich Faber Grundelemente zu Eigen, um sie dann in seinem ganz eigenen Stil neu zu modellieren. Hier ist auch wieder Freddy Schlender’s E-Gitarre das Salz in der Suppe, das aus dem Track einen ganz Besonderen macht.

Mit tanzbaren Beats wartet dann „Bataranga“ auf, während „Lost Ship“ einen leicht vertrackten Rhythmus, Soundtrack artige Passagen und Soundeffekte und später auch leicht rockige Klänge mit Orgel aufweist, die in Richtung 70’er Jahre zeigen. Die im Verlauf aufkommende Gitarrenlinie kommt dieses Mal aber von Faber selbst.

Eine leichte Rocknote weist auch „Steps Ahead“ durch seinen Schlagzeugrhythmus auf, während die Synthiemotive einen leichten Kraftwerk-Einschlag besitzen. Faber erweitert dies um weitere Synthieklangfarben und spricht den Titel im „Refrain“. Nach etwa drei Minuten kommt dann ein herrliches Posaunensolo von Jann Hansen hinzu, das dem Stück ein organisches Flair verleiht. Verträumt zieht dagegen „Nightdreams“ durch den Raum, während „Gate To Ishtar“ mit seiner herrlichen Melodie und der Klangauswahl in ein entferntes Land entführt. Den Abschluss bildet schließlich „Sacred Spirit Reprise“, das den Spirit des zweiten Stückes erneut aufnimmt. Monumental lässt Faber so sein neues Album ausklingen.

Die zweijährige Pause hat Ronald Schmidt aka Faber nicht geschadet, ganz im Gegenteil. Das Album „Monumentum“ klingt so frisch, als wäre er in einen kreativen Jungbrunnen gefallen....


Otarion - Under Surface (NEU)

18.06.2018
MusikZirkus
Im Frühjahr 2018 erscheint das mittlerweile sechste Otarion-Album beim deutschen Label MellowJet Records. Zuvor veröffentlichte Rainer Klein, der sich hinter dem Pseudonym verbirgt, schon einige Alben bei anderen Labeln. Aber vor allem in den letzten Jahren hat sich Rainer’s Musikstil, der nicht nur traditionelle Elektronikmusik beinhaltet sondern auch Progressiverock oder Soundtrack artige Elemente in seine Musik einbaut, stetig entwickelt. Seine bisherigen bei MellowJet Records erschienenen Werke sind von hoher Qualität und auch sein neuester Output, der den Titel „Unter Surface“ trägt, steht dem in Nichts nach.






Rainer schreibt in dem Booklet über sein neues Album:
Zu dem unverkennbaren Otarion-Stil gesellt sich dieses Mal eine gehörige Portion Postrock. Dies steigert das Empfinden, in eine Welt aus Emotionen einzutauchen. Melancholisch und zugleich hoffnungsvoll wird hier ein wunderschöner Spannungsbogen gehalten. Eine Atmosphäre aus Vertrautheit und Unbekanntem verwebt sich mit Otarion’s Stücken und erzählt so eine Geschichte aus Erinnerungen und Gedanken, welche in jedem Hörer des Albums persönlich zum Leben erweckt wird.

Der Albumtitel, den man sinngemäß als „unter der Oberfläche“ übersetzen kann, weist darauf hin, dass es sich bei dem neuen Werk um ein sehr persönliches Werk von Rainer Klein handelt. Verstärkt wird dieser Eindruck durch die Fotos im Booklet, das alte Aufnahmen zeigt, auf denen Rainer vermutlich als kleines Kind zu sehen ist.

Mit dem 3:47minütigen „Prelude“ leitet Otarion in sein neues Album ein. Es knistert zunächst wie bei einer Vinylscheibe und eine melancholische, zarte Pianomelodie erklingt dazu. Nach einer Minute setzen dann eine weibliche Stimme und eine Art Cellosound ein um diese Melancholie noch zu verstärken. Nach einer weiteren Minute öffnen sich die Sounds, wechseln zu einer Art Orgel und es kommt ein weit entferntes Stimmgewirr hinzu und man hat das Gefühl in die Erinnerungen von Rainer Klein hineingezogen zu werden. Nahtlos geht es in den ersten Track „Behind The Doors“ über, das passend mit Schritten und dem Öffnen sowie Schließen einer Tür atmosphärisch beginnt. Es erklingt eine Kombination aus weiblicher Stimme und Streichinstrument, kombiniert mit Orgelklängen und zieht einen schon zu diesem Zeitpunkt tief in die Otarionklangwelten hinein. Nach gut zwei Minuten kommen Rhythmus und Gitarrenklänge auf und die Stimmung wird auf eine neue Ebene gehoben die ab Minute Drei rockige Elemente mit einbaut. Das ist absolut faszinierend und fesselnd.

Das ganze Album ist sehr homogen und komplex aufgebaut, so dass man es im Ganzen hören sollte. So wirkt beispielsweise das 2:19minütige „The Abandoned Place“ wie ein atmosphärischer, Soundtrack artiger Übergang zwischen den Stücken „Behind The Doors“ und dem Titelstück, das mit Glockenschlägen beginnt, dazu einige surrealistische Sounds einwebt und nach gut 45 Sekunden an Fahrt aufnimmt. Hier entwickelt sich ein toller Track mit Sequenzerlinien, Percussion, Arpeggios, verzerrten Streichersounds und herrlichen Flächen um dann wieder in einen von E-Gitarren durchzogenen rockig-loungig-elektronischen Part überzugehen. Das ist perfekt gemacht und stellt eine homogene Verbindung aus Elektronik und Rock dar, ohne dass eine der beiden Seiten zu dominant wirkt. Otarion entwickelt diesen Elfminüter weiter und ändert im Verlauf Struktur, Melodie, Dynamik und Rhythmus.

„Refractions“ zeigt sich von einer Intensität wie es Sigor Ros vermögen und vermischt das dann noch mit einem sanften Rockpart, der mich teilweise im weitesten Sinne an sanfte/hypnotische Songs von Crippled Black Phoenix erinnern.

Die Kombination aus perlenden, atmosphärischen Gitarren- und Synthieklängen vernebelt einem in „A Different Way“ dagegen förmlich die Sinne um im weiteren Verlauf in einen rhythmischen, treibenden Track zu münden. Es folgen weitere vier Tracks, die diese Qualitäten fortsetzen.

Rainer Klein aka Otarion hat es mit seinem neuen Album „Under Surface“ mal wieder geschafft Stücke mit hohem Suchtfaktor einzuspielen. Man ist bei diesem Album von der ersten Sekunde an gefangen und wird bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Ein tolles Album, das sowohl für Elektronikfans als auch für Freunde des atmosphärischen Artrock geeignet ist....


Harald Nies - Axial (NEU)

18.06.2018
MusikZirkus
Nach seinem letzten Album „Tales Of Light“ hat der Gitarrist und Keyboarder Harald Nies im Frühjahr 2018 einen Nachfolger unter dem Titel „Axial“ veröffentlicht. Auf seinen Produktionen lässt Harald elektronische Musik mit Gitarrensounds verschmelzen, was manchmal zu rockigen Passagen führt. Laut Pressetext erwarten die Hörer fließende Passagen, Spacerock und verträumte Elektronik, die sich gekonnt abwechseln.






Acht Stücke sind auf der CD zu finden, deren Laufzeiten zwischen 5:33 und 14:47 Minuten liegen. Die CD beginnt mit dem atmosphärischen „Inorganic“. Pulsierende Synthies eröffnen den Track auf den sich dann Flächen legen, die sanft durch den Raum ziehen. Locker/leicht fließt die Musik dahin, bis Harald nach zwei Minuten eine Rhythmussequenz startet und eine herrliche Melodielinie einfügt. In den 8:29 Minuten, die das Stück dauert, entwickelt Harald es immer weiter und ergänzt Klänge und Harmonien. Dieser erste Track ist sehr elektronisch angelegt, der Einsatz einer Gitarre ist für mich dabei nicht zu erkennen.

Es folgt das 6:20minütige „Islands Nights“, das mit sehr eingängigem Rhythmus und Melodiebogen bestückt ist. Wabernde Synthies und eine liebliche Melodie gehen dabei eine Liaison ein, die im weiteren Verlauf durch eine weibliche Stimme ergänzt wird. Damit schrammt Harald aus meiner Sicht aber so ein bisschen am Grat zur Belanglosigkeit.

„Roadshop“ ist mit 14:47 Minuten der längste Track des Albums und beginnt mit recht spacigen Klangfarben und -formationen. Das wirkt anfangs auch wie ein synthetisches Windspiel, aus dem sich Synthieflächen erheben. Nach ca. einer Minute kommen dann ein Sequenzerrhythmus und nach einer weiteren Minute ein leicht stampfender Beat (wie bei einer Dampflok) auf, der sich mit einer Melodie vereint. Hier stimmen Rhythmus und Melodie. Nach etwa sechseinhalb Minuten ändert sich das Bild schlagartig und ein rockiger Schlagzeugrhythmus, so wie man ihn auch von Harold van der Heijden her kennt, setzt ein. Darauf platziert Harald dann eine kratzige Gitarre, die dem Ganzen nun auch eine leichte Rocknote verleiht. Im letzten Drittel lässt Harald dann aber seine Gitarre singen und das Hauptmotiv übernehmen. Gerade in diesen Passagen zeigt sich Harald von seiner besten Seite.

Ruhiger geht es dann zunächst in „Escape From Earth“ zu, denn hier kommen wieder Flächen auf und ein Tangerine Dream artiger Rhythmus schält sich zunächst aus dem Off, um kurz darauf in einen hymnischen Track überzugehen. Das dringt sofort ins Ohr ein. In dieses Stück webt Harald dann auch noch ein paar nostalgische Klangfarben, die nach Mellotron klingen. Er verbindet hier moderne mit traditionellen Klängen und versteht es den Track stetig voranzutreiben.

Ein leichter Folk- bzw. Weltmusik-Touch kommt dann in „View From The Hill“ auf, in das Harald auch einige gesprochene Passagen eingebunden hat. Ein sehr schöner, relaxter Track, bei dem man sich die Aussicht von einem Hügel über weite Landschaften vorstellen kann. „Let’s Jam“ zeigt sich als Stück, bei dem Harald einfach drauf los gespielt zu haben scheint, ohne das die Struktur verloren geht. Ein eingängiger Track mit einigen Strukturwechseln, der aber richtig Spaß macht und im Verlauf eine hinreißende Melodielinie bereithält.

Etwas düsterer geht es dann zu Beginn in „Dark Fever“ zu, was sich aber schon nach wenigen Momenten ändert. Hier greift Harald dann auch wieder zur E-Gitarre um seine unverwechselbaren Licks zu spielen. Eine gelungene Kombination zwischen atmosphärischem Rock und Elektronikmusik. Den Abschluss bildet dann das durch Fagott artige Sounds sowie der eingesetzten Soundeffekte ungewöhnliche Titelstück. Es wandelt zwischen symphonischer Musik und stimmungsbildender Elektronik.

Harald Nies hat mit „Axial“ ein neues Album auf den Markt gebracht, das unterschiedliche Stimmungsbilder und Klangfarben enthält. Fließende, flächenartige Passagen wechseln sich dabei mit spacigen und verträumten Parts ab. Harald setzt dabei seine E-Gitarre eher spartanisch ein. Wenn sie dann aber zu hören ist, dann trifft er aber genau den richtigen Ton (für mich das Salz in der Suppe seiner Stücke).

Stephan Schelle, April 2018...


Otarion - Under Surface (NEU)

14.06.2018
global
Der Siegener Elektronikmusiker Rainer Klein, seit 1997 als Otarion unterwegs, bringt es mit dem neuen Werk auf bereits zehn Veröffentlichungen, das sechste in Folge nun bei MellowJet Records. Dabei bewies er bisher konstant hohes Niveau und brachte dabei einen recht eigenen Stil zu Gehör. Under Surface ist nun jedoch nicht einfach nur ein neues Album im typischen Otarion-Stil geworden. Nein, hier hat sich in der Tat wirklich viel verändert. Was allerdings zum Glück nicht mit der Qualität der Produktion zu tun hat, sondern vielmehr mit der musikalischen Ausrichtung. Auch wenn es nach wie vor auf Bernd Scholls MellowJet Records erscheint, ist es diesmal eben kein typisches Elektronikalbum geworden.
Schon auf den Vorgängeralben hatte die Gitarre vermehrt Einzug in seine Kompositionen gehalten, eine Entwicklung mehr hin Richtung Progressive Rock wurde erkennbar . Auf dem neuen Album beschreibt der Künstler, dass nun eine ordentliche Portion Post-Rock hinzukommt, um noch mehr Emotionalität in die Kompositionen zu bringen. Der Rezensent ist nun nicht gerade Post-Rock-affin, ist er aber so gemacht wie hier, dann mag sich das zukünftig ändern. Ein Titel wie Refractions zeigt mustergültig, wie Otarion dies auf Under Surface angeht. Schon das Intro lässt aufmerken, ein wunderbares, ruhiges Klavierstück, in intensive Atmosphäre eingebettet, eröffnet ein ausgesprochen emotionales, abwechslungsreiches Progressive-Post-Rock-Elektronik Ambient Album, mit dem Rainer Klein ein dickes Ausrufezeichen setzt Definitiv eine Neuausrichtung und kaum mit früheren Werken vergleichbar - und rundum gelungen. Tolles Album! Jürgen Meurer, Empire Magazin, Mai 2018...


Otarion - Under Surface (NEU)

23.04.2018
global
It feels good to renew with the music of Otarion! Rainer Klein is second to none to bring the listener through a musical epic where the emotions run hypersensitive on structures in movement. Sometimes shaken by shocks of EDM, jostled by a solid electronic rock dipped into the New Berlin School style or yet by great symphonic rock, “Under Surface” sneaks between various phases of an always touching and overwhelming EM guided by strong orchestrations. At this level, aromas of the superb Genius combined to the rock vision of Decide are floating all around this last album of Otarion. What is far from being bad!
A very sober piano covers of its nostalgia a cloud of white noises which unties "Prelude" of the first silences of “Under Surface”. And as our senses ask to be more touched by Rainer Klein's tenderness, a cello and a voice add to this suspense of melancholic moods which find its outcome of musical tragedy with dense orchestrations of one finale in search of its genesis. Noises of jingles and hinges of doors, we enter in the core of the atmospheres of “Under Surface” by "Behind the Doors". Its introduction is signed of mysticism and romanticism with effects, layers of synth and a celestial voice. A guitar and its drawling riffs give a look of rock slow and heavy to an ambient music which bursts into a good symphonic rock filled with ambiospherical twigs where the drum, and effects of electronic percussions, straighten a more electronic dimension accentuated by good synth solos. "The Abandoned Place" is like a little cloud of sounds and ambient elements which ties two poles. Its junction between "Behind the Doors" and the title-track, which throws itself between our ears with big carillons and whispers of terns, is nicely just in time and in tones. "Under Surface" is a title which does very electronic rock of Tangerine Dream's Sonic Poem Series or yet the Quantum Years. The structure of rhythm is fed with a meshing of these thousands of small felted steps which run in circle and a bass line a little bit round, kind of Groove. Music becomes more rock energetic after the point of the 4 minutes with a lively drum and by riffs of which the charms bite the dust behind a delicious veil of sonic shenanigans and reverberating effects. The decor is rich of its sibylline atmospheres which roam behind good guitar solos. The last riff of a dying solo and the overexcited vibes are fading in a second very ethereal half of "Under Surface" with a quite touching Otarion on the piano. "Refractions" lands between my ears in a dress of a superb down-tempo marinated in psybient moods. It's the title as unexpected that very surprising which peels my emotions minute by minute with a little more rock reorientation and a striking velocity knotted around these series of riffs in loop which belong to the repertoire of U2 or still Coldplay.
These riffs also spice up the various evolutionary steps of "A Different View", and other rock moments in this album, which is a good rock with its phases of ambient romanticism. It's a skillful mixture between rock and EM with strands of stroboscopic sequences that crumble their jerks in the lively and striking strikes from the drum. Casted in the same mold of EM evolving by slices, "The Best Time" proposes an introduction in halftone with lost chords and jingles which run away through a veil of sibylline atmospheres. A series of pulsations united this opening with an approach which tilts to another rock well hammered by percussions with strikes always so clear and precise, bringing "The Best Time" towards a theatrical rock of the Picture Palace Music kind. Slow, sensual and ethereal, "A Glance Up" is a beautiful lunar slow dance. The drum hammers a muted and heavy rhythm while the arpeggios swirl as in a bed song of the Halloween theme. The title fattens its passion and its heaviness, while giving a small boost for a short period of rock before returning in a more lunar phase. "Go Out" takes back the road of rock beats such as "A Different View" and the title-track. The rhythm is nervous and squats in a semi-ambient and semi-animated structure before forcing a phase of big rock at the very end. "Arrived" ends this tangible suite to the album Decide with a good vaporous intro where the theatrical side of Otarion breathes of its perfumes of mysticism. Voices lost in the wind, somber piano and dramatic effects decorate this introduction sewn in Mephistophelian silk while gradually the rhythmic ride settles down. Last riffs and last solos of guitar, "Arrived" rushes towards a more electronic finale before leaving a last breath which is going to start again another debate … Is it the best of Otarion? I would say the best since Genius!
Sylvain Lupari (April 10th, 2018) *****
synth&sequences.com __ https://synthsequences.blogspot.de/2018/04/otarion-under-sur-
face-2018.html?spref=fb...


Otarion - Under Surface (NEU)

23.04.2018
global
In den letzten Jahren hat der Siegener Elektronikmusiker Rainer Klein in schöner Regelmäßigkeit alljährlich neue Alben auf den Markt gebracht, davon mit dem aktuellen nun bereits sechs in Folge bei Bernd Scholls Label MellowJet Records. Dabei agierte er in seinem Genre stets auf hohem Niveau und wurde daher auch “auf diesen Seiten“ mehrfach vorgestellt. Wenn Alben derart in Serie produziert werden, besteht natürlich die Gefahr eines gewissen Abnutzungseffekts. Zumal, wenn sie stilistisch sehr ähnlich gelagert sind.

Ob Klein dies im Hinterkopf hatte oder er einfach mal Lust auf Neues hatte, sei mal dahingestellt. Jedenfalls geht er auf „Under Surface“ ganz offensichtlich neue Wege, was der Künstler im Booklet auch begründet. Jetzt kommt nämlich eine deutliche Portion Post-Rock hinzu, und zwar auf eine Art und Weise, die auch dem eher Post-Rock abgeneigten Rezensenten sehr wohl zu gefallen weiß. Otarion behauptet, dass durch dieses Element noch mehr Emotionalität in seine Musik gekommen ist, und das lässt sich an dieser Stelle durchaus bestätigen.

Primär ist es noch ein EM-Album geblieben, sonst wäre es vermutlich auch nicht mehr auf dem auf Elektronikmusik spezialisierten Label gelandet. Schon auf den Vorgängeralben hatte die Gitarre vermehrt Einzug in Kleins Kompositionen gehalten, eine Entwicklung mehr hin Richtung Progressive Rock wurde erkennbar. Jetz kommt noch eine Portion Post-Rock hinzu
Ein Titel wie ‚Refractions‘ zeigt mustergültig, wie Otarion die stilistische Korrektur auf „Under Surface“ angeht. Schon das Intro lässt aufmerken, ein wunderbares ruhiges Klavierstück, in intensive Atmosphäre eingebettet, eröffnet ein ausgesprochen emotionales, abwechslungsreiches Progressive-Post-Rock-Elektronik-Ambient Album, mit dem Otarion ein fettes Ausrufezeichen setzt!

Schöne Chorarrangements gehören ebenso zum Otarion-Sound wie Berliner Schule Elemente, die aber hier eher zurück stehen müssen. Und auch Pink Floyd lässt sich wieder als Inspirationsquelle heraushören.

‚Under Surface‘ stellt definitiv eine gewisse Neuausrichtung dar – und noch dazu eine rundum gelungene. Tolles Album!
Bewertung: 12/15 Punkten

Von Juergen Meurer am 21. April 2018
https://www.betreutesproggen.de/2018/04/otarion-under-su-
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